Väternotruf informiert zum Thema
Amtsgericht Kelheim
Familiengericht
Anträge nichtverheirateter Väter zur kostenlosen gerichtlichen Bestätigung der gemeinsamen Sorge gemäß Artikel 6 Grundgesetz, des Urteils des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vom 03.12.2009 und des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes vom 21.07.2010 nehmen die zuständigen Mitarbeiter/innen des Amtsgerichtes gerne entgegen und bemühen sich um schnellstmögliche Erledigung, denn es ist ihnen eine Herzensangelegenheit Diskriminierungen schnellstmöglich zu beenden.
Amtsgericht Kelheim
Klosterstraße 6
93309 Kelheim
Telefon: 09441 / 509-0
Fax: 09441 / 509-200
E-Mail: poststelle@ag-keh.bayern.de
Internet: www.justiz.bayern.de/gericht/ag/keh/
Internetauftritt des Amtsgerichts Kelheim (08/2011)
Informationsgehalt: mangelhaft
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute in Bayern eigentlich Steuern, wenn die bayrische Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt.
Bundesland Bayern
Direktor am Amtsgericht Kelheim: Ludwig Artinger (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956) - Richter am Amtsgericht Kelheim / Direktor am Amtsgericht Kelheim (ab , ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.05.1998 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Regensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 16.05.2002 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Schwandorf aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.05.2002 als Vorsitzender Richter am Landgericht Regensburg aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Antrittsdatum sind offenbar fehlerhaft.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Kelheim:
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Bayern beschäftigen am Amtsgericht Kelheim eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.
Im Landkreis Kelheim gab es früher drei weitere Amtsgerichte. Diese wurden zum 30. Juni 1973 (Amtsgericht Abensberg und Amtsgericht Riedenburg) bzw. zum 31. Juli 2006 (Amtsgericht Mainburg) aufgelöst und in das Amtsgericht Kelheim integriert.
Jugendamt im Amtsgerichtsbezirk:
Väternotruf Regensburg
Günter Mühlbauer
Regensburg
E-Mail: guenter_muehlbauer@arcor.de
Telefon: 0941 / 44 71 96 (Anrufbeantworter)
Der hier genannte Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de.
Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de
Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.
Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte?
Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de
Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk
Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de
Richter:
Ludwig Artinger (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956)- Richter am Amtsgericht Kelheim / Direktor am Amtsgericht Kelheim (ab , ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.05.1998 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Regensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 16.05.2002 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Schwandorf aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.05.2002 als Vorsitzender Richter am Landgericht Regensburg aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Antrittsdatum sind offenbar fehlerhaft.
Dirk Janzen (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Richter am Amtsgericht Kehlheim / Familiengericht - Abteilung 1 (ab , .., 2008, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 10.11.1984 als Richter am Amtsgericht Regensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Kelheim aufgeführt.
Peter König (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Kelheim / Jugendrichter (ab 01.05.1995, ..., 2008) - siehe Pressemeldung unten
Christine Lammert (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1969) - Richterin am Amtsgericht Kelheim (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 16.08.1998 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Regensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.08.1998 als Richterin am Amtsgericht Kelheim - beurlaubt - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Anton Mühlbauer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948)- Richter am Amtsgericht Kelheim (ab 16.05.1977, ..., 2008)
Markus Pfaller (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Richter am Amtsgericht Kelheim (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.02.2002 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Regensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.02.2002 als Richter am Amtsgericht Kelheim aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Hermann Vanino (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richter am Amtsgericht Kelheim (ab 01.07.1985, ..., 2008)
Abteilungen am Familiengericht Kelheim:
1 F - Dirk Janzen (Jg. 1950) - Richter am Amtsgericht Kehlheim / Familiengericht - Abteilung 1 (ab , .., 2008, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 10.11.1984 als Richter am Amtsgericht Regensburg aufgeführt.
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Kelheim tätig:
Dr. Gerhard Christl (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Cham / Zweigstelle Furth im Wald / Familiengericht (ab , ..., 2008, 2009) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.06.1977 als Richter am Amtsgericht Kelheim aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.06.1977 als Richter am Amtsgericht Cham aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Dr. Harald Müller (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Richter am Oberlandesgericht Nürnberg (ab 01.04.2006, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.09.1992 als Richter am Amtsgericht Kelheim - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2006 als Richter am Oberlandesgericht Nürnberg - abgeordnet - aufgeführt.
Dr. Clemens Prokop (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Richter am Amtsgericht Regensburg / Direktor am Amtsgericht Regensburg (ab ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 16.09.2002 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Straubing aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.09.2002 als Direktor am Amtsgericht Kelheim aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Dr. Helmuth Rosenkranz (Jg. 1948) - Richter am Amtsgericht / Direktor am Amtsgericht Regensburg (ab 01.07.2004, ..., um 2007 "tragischer Todesfall") - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.01.1996 als Direktor am Amtsgericht Kelheim aufgeführt.
Rechtspfleger:
Umgangspfleger:
Geeignete Umgangspfleger können Sie erfragen unter: www.umgangspfleger.de
No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Kelheim (ab 01.09.2009, ..., )
Ergänzungspfleger:
Geeignete Einzelpfleger können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de
Ergänzungspfleger die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtspflegschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf.
No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Kelheim für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
Vormund:
Ehrenamtlich geführte Vormundschaften führen wir hier nicht auf.
Jugendamtsmitarbeiter die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtsvormundschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf.
Vom Jugendamt geführte Amtsvormundschaften können auf Grund einer Doppelzuständigkeit des Jugendamtes für Vormundschaft und Jugendhilfeleistungen zu Problemen führen und sind daher im allgemeinen nicht zu empfehlen. Vorgezogen werden sollte daher eine vom Jugendamt unabhängige professionelle Einzelvormundschaft. Geeignete Einzelvormünder können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de
No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Kelheim (ab 01.09.2009, ..., )
Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:
Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org
Erziehungs- und Familienberatung
a) in Freier Trägerschaft
b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung
Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.
Verfahrensbeistände:
Amanda Escherich
Rechtsanwältin
Malergasse 13
93047 Regensburg
http://www.anwalt.de/kanzlei-escherich
Rechtsanwälte:
Eleonore Deichl
Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht, Mediatorin
Mediatorin BAFM
Am Rathausplatz 3
93047 Regensburg
Tel: 0941 / 56666 - 77 / 78
Fax: 0941 / 5666-65
Oswald Zimmer
Rechtsanwalt
Maximilianstr. 10
93047 Regensburg
Tel: 0941 / 79 21 10
E-Mail: Oswald.Zimmer@web.de
Homepage: www.RA-Oswald-Zimmer.de
Dorothea Ségas
Rechtsanwältin
Ladehofstr. 28
93049 Regensburg
Tel: 0941 / 46 44 10
Fax: 0941 / 46 44 110
Gutachter:
Robert J. Feinbier
Professor Dr.
Diplom-Psychologe
"Öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für forensische Psychologie"
Lindenstraße 12
94330 Aiterhofen
Beauftragung am Amtsgericht Altötting, Amtsgericht Eggenfelden, Amtsgericht Ingolstadt, Amtsgericht Kelheim, Amtsgericht Landau a. d. Isar, Amtsgericht Regensburg, Amtsgericht Straubing
Herr Feinbier wird vom Väternotruf nicht empfohlen.
Beauftragung am Amtsgericht Kelheim durch Richter Janzen (2007)
Betreuer:
Väteraufbruch für Kinder e.V.
Kontaktstelle im Amtsgerichtsbezirk
Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de
Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.
Sonstige:
Männerhaus Kelheim
Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es in Kelheim noch nicht, da die politisch und fachlich Verantwortlichen der Stadt an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.
Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch die Stadt einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de
Frauenhaus Kelheim
Kelheim
Meldung vom 07.11.2008, 21:23 Uhr
Familiendrama: Sind die Eltern abgetaucht?
Im Fall des Familiendramas in Ihrlerstein, das im Januar bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, gibt es eine neue Wendung: der Prozessbeginn am 17. November (MZ berichtete) ist geplatzt. Den Eltern von acht Kindern konnte die Ladung nicht zugestellt werden. Die 37-jährige Mutter und der 38 Jahre alte Mann müssen sich in Kelheim vor Jugendrichter Peter König wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht verantworten. Weil er seine Kinder mit einem Gegenstand geschlagen haben soll, wird dem Vater zusätzlich gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Postbote klingelte vergebens
Als die Ladung in diesen Tagen zugestellt werden sollte, traf der Postbote im Haus der Eltern niemanden an. Die Vorladung müsse persönlich übergeben werden, erklärt Dr. Clemens Prokop, Direktor des Amtsgerichts Kelheim auf Anfrage der MZ. „Selbst wenn wir die Eltern jetzt noch finden, kann der Termin für den Prozessbeginn am 17. November nicht mehr gehalten werden“, gibt der Jurist an. Zwar könnten die Eltern noch fristgerecht geladen werden, „aber auch die Zeugen müssen einbestellt werden. Das schaffen wir in so kurzer Zeit nicht mehr“, sagt Prokop.
Notfalls wird Haftbefehl erlassen
Über die genauen Umstände wollte sich Dr. Prokop am Freitag nicht äußern. Das Scheitern der Zustellung könne viele verschiedene Gründe haben. Dass sich die beiden irgendwohin abgesetzt hätten, dafür gebe es momentan keine Anhaltspunkte. Seien die Frau und der Mann nur unbekannt verzogen, handle es sich lediglich um einen Verstoß gegen das Melderecht. Auch wenn der Termin dadurch nun ausfalle, drohe den Eltern aber keine Strafe.
Spekulieren wollte der Jurist über den Verbleib des Paares nicht, was nun passiere sei aber immer derselbe Vorgang: „Über die Polizei werden wir versuchen, sie zu finden. Tauchen die Eltern nicht mehr auf, kann Haftbefehl gegen sie erlassen werden“, sagte er. Das sei aber das äußerste aller Mittel. Ein Bekannter (Name der Red. bekannt) des Ehepaars sagte der MZ, „dass nicht einmal die Kinder wissen, wo ihre Eltern sind“. Es gebe keinen Kontakt mehr. „Wir besuchen die Kleinen ab und an. Sie baten uns – sogar in einem Brief – mit ihren Eltern zu sprechen. Wir haben es versucht, aber niemanden erreicht.“ Nach zuverlässigen Informationen hielt sich die Mutter der acht Kinder in Kelheim auf; manche wollen von einer Trennung des Paares wissen. Wo der Vater abblieb, ist indes völlig unklar.
Ein Bekannter spricht
Ein Bekannter der Familie, der vor wenigen Monaten noch Partei für die Beschuldigten ergriff (MZ berichtete): „Ich habe das Urteil zum Sorgerechtsentzug gelesen und weitere Infos, die mir bis dahin unbekannt waren, erhalten. Danach habe ich meine Meinung vollkommen geändert. Ich habe den Vater zur Rede gestellt – seine Maske ist regelrecht abgebröckelt.“
In dem nun verschobenen Prozess, der im Vorfeld auf fünf Verhandlungstage festgesetzt worden war, sollten 37 Zeugen gehört werden. Das Sorgerecht für die acht Kinder im Alter von eineinhalb bis elf Jahre war den Eltern vom Kreisjugendamt bereits vorher genommen worden. Die Kinder sind derzeit bei Pflegefamilien im Landkreis sowie einer Betreuungseinrichtung in Eichstätt untergebracht.
http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3074&pk=315999&p=1
Weiter Ringen um die Ihrlersteiner Kinder
wende Beschuldigtes Ehepaar zieht Beschwerde gegen vorläufigen Sorgerechtsentzug zurück – will aber vor dem Kelheimer Gericht „weiter kämpfen“.
Von Martin Rutrecht, MZ
kelheim/ihrlerstein. Die Entscheidung, wer künftig die Verantwortung für die acht Kinder eines der Misshandlung bezichtigten Ihrlersteiner Ehepaars tragen wird, trifft das Amtsgericht Kelheim. Wie mehrfach berichtet, wurden die Kinder im Alter von zehn Monaten bis elf Jahren vom Kreisjugendamt in Obhut genommen, weil gegen den (Stief-)Vater (37) sowie die Mutter (36) Misshandlungsvorwürfe erhoben werden. Gestern trat eine Wende im Fall ein: Das Ehepaar nahm beim OLG (Oberlandesgericht) Nürnberg seine Beschwerde gegen den vorläufigen Sorgerechtsentzug zurück (siehe auch Teil 1).
Damit landet die Causa wieder beim Amtsgericht Kelheim. „War es bisher ein vorläufiges Verfahren, so wird nun ein Hauptsacheverfahren eingeleitet“, erklärte Dr. Clemens Prokop, Direktor des Amtsgerichts. Will heißen: „Es wird geklärt: Wer ist für die Kinder in Zukunft verantwortlich?“ Dieser Frage werde man „mit größtmöglicher Sorgfalt und Sensibilität“ nachgehen.
„Wir strengen eine umfassende Aufklärung an“, sagte Dr. Prokop. Dabei werde man auch die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Regensburg miteinbeziehen. Dort werden mit Hilfe der Kripo Landshut etwaige strafrechtliche Tatbestände ermittelt. „Die Ermittlungen dauern noch an“, erklärte Leitender Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel gestern gegenüber der MZ.
Warum die Eltern die Beschwerde zurücknahmen, blieb gestern offen. Weder ihr Anwalt noch das Ehepaar wollten Stellung nehmen. Der beschuldigte 37-jährige Vater sagte aber der MZ: „Wir kämpfen um unsere Kinder.“
Das Kelheimer Verfahren wird wie bisher von Familienrichter Dirk Janzen geleitet, der am 12. November 2007 eine einstweilige Anordnung ausgesprochen hatte. Dadurch wurde die Inobhutnahme der acht Kinder durch das Kreisjugendamt für rechtens erklärt. Auch in einer Anhörung am 14. Januar 2008 hatte das Gericht seinen Standpunkt aufrecht erhalten.
Das Ehepaar hatte Rechtsmittel eingelegt, diese aber nun wieder zurückgezogen. Ob es wieder das Sorgerecht für seine Kinder erhält, wird nun das Amtsgericht Kelheim entscheiden.
Meldung vom 30.01.2008
Gericht nimmt Ehepaar aus Ihrlerstein acht Kinder weg
Das Jugendamt Kelheim hat acht Kinder eines Ehepaars in Ihrlerstein in Obhut genommen. Gegen die Eltern steht der Vorwurf auf Misshandlung und Vernachlässigung im Raum. Es gibt Hinweise, dass die Kinder in ihren Zimmern eingesperrt wurden und dort ihre Notdurft verrichten mussten, wie der zuständige Richter des Amtsgerichtes Kelheim, Dirk Janzen, der MZ bestätigte. Zudem sollen die Eltern einige Kinder mit einem Kochlöffel blutig geschlagen oder in den Kot gedrückt haben. Die Kinder sind zwischen neun Monaten und elf Jahren alt. Vier Mädchen zwischen sechs und elf Jahren wurden in einem SOS-Kinderdorf untergebracht, das Baby und seine jüngsten Geschwisterchen (2 und 3 Jahre) bei einer Pflegefamilie. Der einzige Bub (9) lebt – wie schon zuvor – im Jugendheim St. Vincent in Regensburg.
Familienrichter Dirk Janzen erklärte gegenüber der MZ: „Das Jugendamt ist am 12. November an mich herangetreten. Die fünf älteren Kinder haben sich in ihren jeweiligen Einrichtungen wie Schule oder Heim an Betreuer gewandt und unabhängig voneinander von unangemessener Behandlung gesprochen.“
Unter anderem, so der Richter, hätten sie berichtet, mit dem Kochlöffel so lange geschlagen worden zu sein, bis sie bluteten. In der Nacht und auch tagsüber waren sie in ihren Zimmern eingeschlossen; die Türklinken mit Latten verrammelt. „Weil sie nicht raus kamen, mussten sie auch die Notdurft dort verrichten. In gemeinsamen Aktionen haben die Kinder dann am Morgen den Kot beseitigt, um nicht wieder Ärger zu bekommen.“ Darüber hinaus seien zwei Kinder von ihren Eltern in ihren eigenen und den Kot ihrer Geschwister gedrückt worden.
Aufgrund all dieser Angaben erschien das Jugendamt ohne Voranmeldung bei der Familie in Ihrlerstein. „Tatsächlich“, so der Richter, „waren Kinder eingesperrt. Die Zustände wurden vom Jugendamt als desolat beschrieben.“ Sofort wurden alle acht Kinder mitgenommen. Das Gericht entzog den Eltern in einer einstweiligen Anordnung teilweise das Sorgerecht (hinsichtlich Aufenthaltsbestimmung, Gesundheitsfürsorge und Sozialleistung sprich Kindergeld). „Für mich sind gravierende Anhaltspunkte für eine Kindeswohl-Gefährdung gegeben“, sagte Dirk Janzen.
16.01.2008
Donnerstag, 17. Januar 2008 14:00
Noch kein Termin für OLG-Entscheidung zu Kindesmisshandlung
Nach den Kindesmisshandlungsvorwürfen gegen Eltern aus dem niederbayerischen Landkreis Kelheim ist noch unklar, wann sich das Oberlandesgericht Nürnberg (OLG) mit dem Fall befasst.
Der Vater und die Mutter haben unterdessen die Anschuldigungen in einem Interview zurückgewiesen. Sie hätten ihre Kinder nie blutig geschlagen, sagten der 37-jährige Mann und die ein Jahr jüngere Frau der «Mittelbayerischen Zeitung». «Vieles stimmt einfach nicht», sagte der Vater.
Einige Kinder hatten ihren Erziehern berichtet, dass sie zuhause mit Kochlöffeln geprügelt und in ihren Zimmern eingesperrt würden. Sie müssten daher auch in den Kinderzimmern ihre Notdurft verrichten, sagten die bis zu elf Jahre alten Kinder.
Das Jugendamt hatte deshalb den Eltern die sieben Mädchen und den einen Buben weggenommen. Das Kelheimer Familiengericht hat diese Entscheidung bestätigt. Dagegen hat der Anwalt der Eltern Beschwerde eingelegt.
Derzeit seien die Akten auf dem Weg nach Nürnberg, sagte heute ein OLG-Sprecher. Erst nach dem Eingang der Unterlagen könne der zuständige Senat entscheiden, wann über den Entzug des Sorgerechtes neu entschieden wird. Insbesondere sei noch unklar, ob die Richter die Eltern anhören werden oder nur nach den Akten entscheiden. Davon sei die Dauer des Verfahrens abhängig, erklärte der Justizsprecher.
Der Vater der Kinder berichtete der Zeitung, dass die Familie seit sieben Jahren Kontakt zu dem Jugendamt habe. Die Behördenmitarbeiter und die Lehrer hätten nie irgendwelche Verletzungen der Kinder gemeldet. Der Mann räumte aber ein, dass der Bub und ein Mädchen zum Einschlafen im Zimmer eingesperrt wurden. Die Kinder hätten sonst «das Haus auf den Kopf gestellt», meinte der Mann.
http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=1769&showNews=171861
16. Januar 2008
Misshandlung
Jugendamt rettet acht Kinder vor ihren Eltern
Sie wurden mit einem Kochlöffel blutig geschlagen, wurden eingesperrt und waren mit Kot beschmiert. Das Jugendamt beendete jetzt das erschütternde Martyrium von acht Kindern in Bayern. Die sieben Mädchen und ein Junge lebten unter erbärmlichen Zuständen in einer völlig vergammelten Wohnung.
Im niederbayerischen Landkreis Kelheim haben die Behörden acht mutmaßlich misshandelte Kinder einer Familie in Obhut genommen. Es gebe Hinweise, dass die Kinder in ihren Zimmern eingesperrt wurden und dort ihre Notdurft verrichten mussten, bestätigte der zuständige Richter des Amtsgerichtes Kelheim einen Bericht der „Mittelbayerischen Zeitung“.
Das Ehepaar soll die Türen mit Latten versperrt haben. Zudem sollen die Eltern einige Kinder mit einem Kochlöffel blutig geschlagen oder in Kot gedrückt haben. Die sieben Mädchen im Alter bis elf Jahren und der neunjährige Junge wurden in einem Heim, einer Pflegefamilie und einem Kinderdorf untergebracht. Wegen der Vorwürfe haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen.
Auf die Missstände hatten die Kinder unabhängig voneinander im November selbst hingewiesen. „Die Kinder haben alarmierende Angaben gegenüber ihren Lehrern, Erziehern und Betreuern gemacht, und daraufhin ist das Jugendamt aktiv geworden“, sagte Familienrichter Dirk Janzen.
Die Eltern wollen ihre Kinder zurück
Bei einer Kontrolle der Wohnung sei mindestens ein Kinderzimmer verschlossen gewesen. Die Mitarbeiter der Behörde hätten die Mädchen und den Jungen sofort mitgenommen. Zudem haben die Pädagogen die Aussagen der Kinder protokolliert. Die Notizen liegen dem Gericht vor.
Obwohl mittlerweile einige Mädchen wieder zurück wollen, hat Janzen entschieden, dass die acht Kinder weiter getrennt von den Eltern bleiben. Der Rechtsanwalt des Ehepaares hat gegen diesen Beschluss Rechtsmittel eingelegt, so dass sich nun das Oberlandesgericht Nürnberg mit dem Fall befassen muss.
Janzen betonte, dass es bislang keinen endgültigen Tatnachweis für die Misshandlungen gebe. Das Gericht müsse zwischen den Interessen der Eltern und der Kinder abwägen. Im vorliegenden Fall seien das Familiengericht und das Jugendamt der Ansicht gewesen, dass die Kinder aus der Familie geholt werden sollten, weil das Risiko zu groß erschien.
http://www.welt.de/vermischtes/article1558385/Jugendamt_rettet_acht_Kinder_vor_ihren_Eltern.html