Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Weimarer Land


 

 

Landkreis Weimarer Land

 

Landratsamt Weimarer Land

Bahnhofstraße 28

99510 Apolda

 

 

Telefon: 03644 / 540-0

Fax: 03644 / 540-850

 

E-Mail: poststelle@lraap.thueringen.de

Internet: www.weimarer-land.de

 

 

 

Internetauftritt des Landkreis Weimarer Land (12/2010)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Landkreis Weimarer Land ist ein Landkreis in der östlichen Mitte von Thüringen. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Sömmerda sowie der sachsen-anhaltische Burgenlandkreis, im Osten der Saale-Holzland-Kreis und die kreisfreie Stadt Jena, im Süden der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Südwesten der Ilm-Kreis und im Westen die kreisfreie Stadt Erfurt. Die kreisfreie Stadt Weimar wird vollständig vom Landkreis Weimarer Land umgeben.

 

Bundesland Thüringen

Städte und Gemeinden: 

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Städte

¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft

² erfüllende Gemeinde (siehe Gemeinden)

1. Apolda (23.774)

2. Bad Berka (7631)

3. Bad Sulza ² (3000)

4. Blankenhain (6740)

5. Buttelstedt ¹ (1366)

6. Kranichfeld ¹ (3664)

7. Magdala ¹ (1987)

8. Neumark ¹ (480)

 

Verwaltungsgemeinschaften

1. Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt (5078)

1. Ballstedt (332)

2. Berlstedt (1878)

3. Ettersburg (590)

4. Krautheim (493)

5. Neumark, Stadt (499)

6. Ramsla (331)

7. Schwerstedt (351)

8. Vippachedelhausen (623)

 

2. Verwaltungsgemeinschaft Buttelstedt (4183)

1. Buttelstedt, Stadt (1.380)

2. Großobringen (850)

3. Heichelheim (315)

4. Kleinobringen (286)

5. Leutenthal (261)

6. Rohrbach (213)

7. Sachsenhausen (381)

8. Wohlsborn (511)

 

3. Verwaltungsgemeinschaft Grammetal (7021)

1. Bechstedtstraß (271)

2. Daasdorf a. Berge (252)

3. Hopfgarten (641)

4. Isseroda (551)

5. Mönchenholzhausen (1655)

6. Niederzimmern (1047)

7. Nohra (1922)

8. Ottstedt a. Berge (261)

9. Troistedt (196)

 

4. Verwaltungsgemeinschaft Ilmtal-Weinstraße (6479)

1. Kromsdorf (1592)

2. Liebstedt (457)

3. Mattstedt (521)

4. Niederreißen (233)

5. Niederroßla (1170)

6. Nirmsdorf (86)

7. Oberreißen (190)

8. Oßmannstedt (1312)

9. Pfiffelbach (628)

10. Willerstedt (290)

 

5. Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld (6594)

1. Hohenfelden (374)

2. Klettbach (1308)

3. Kranichfeld, Stadt (3664)

4. Nauendorf (308)

5. Rittersdorf (267)

6. Tonndorf (673)

 

6. Verwaltungsgemeinschaft Mellingen (8177)

1. Buchfart (178)

2. Döbritschen (232)

3. Frankendorf (189)

4. Großschwabhausen (1066)

5. Hammerstedt (169)

6. Hetschburg (243)

7. Kapellendorf (447)

8. Kiliansroda (230)

9. Kleinschwabhausen (252)

10. Lehnstedt (341)

11. Magdala, Stadt (1987)

12. Mechelroda (248)

13. Mellingen (1229)

14. Oettern (149)

15. Umpferstedt (620)

16. Vollersroda (217)

17. Wiegendorf (380)

 

Gemeinden

eigenständige Gemeinden:

1. Saaleplatte (3080)

die Stadt Bad Sulza ist erfüllende Gemeinde für die Gemeinden:

1. Auerstedt (478)

2. Eberstedt (219)

3. Flurstedt (275)

4. Gebstedt (290)

5. Großheringen (676)

6. Ködderitzsch (136)

7. Niedertrebra (885)

8. Obertrebra (292)

9. Rannstedt (196)

10. Reisdorf (324)

11. Schmiedehausen (427)

12. Wickerstedt (838)

 

 

 

Jugendamt Weimarer Land

Kreisjugendamt

 

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Apolda

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Corona Herbst - Leiterin des Kinder- und Jugendamts Weimarer Land. (ab , ..., 2008)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Hannelore Braun - Leiterin Vormundschaftswesen (ab , ..., 2008)

Doreen Schlömilch-Müller - Sozialarbeiterin / Kinder- und Jugendamts Weimarer Land (ab , ..., 2008)

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

www.familientherapie.org

 

Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

www.familientherapie.org

 

 

Kinder- und Jugendlichentherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

 

Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGSF)

www.familientherapie.org

 

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Schwangerschafts-, Partner- und Sexualberatungsstelle

Träger: profamilia

Erfurter Str. 28

99423 Weimar

Telefon: 03643-59904

Fax: 03643-908763

E-Mail: weimar@profamilia.de

 

 

Kinderschutzdienst “Känguruh”

Ernst – Thälmann – Str. 53 99423 Weimar Tel.: 85 07 00 Fax.:80 89 80

E-Mail: weimar-ksd@profamilia.de

Elke Lieback - pro familia Weimar Kinderschutzdienst (2004, 2005))

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Weimarer Land

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

Männerhaus im Landkreis Weimarer Land

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Weimarer Land

 

  

 


 

 

Das Kind entgeht dem Brunnen

Weimarer Land. (tlz) Das Ausmaß der Bedrängnis, in der sich eine Behörde wie das Kinder- und Jugendamt befindet, wenn es um Kenntnis und Eingriff bei Missständen in Familien geht, wird vielleicht an solchen Aussagen betroffener Eltern deutlich: "Wenn Sie mir das Kind wegnehmen, kriege ich eben ein neues." Sätze wie diesen haben viele der Sozialarbeiter schon mal gehört, die im Auftrag der Kreisverwaltung mit dem Balanceakt befasst sind, kein Kind zu wenig vor Missbrauch oder Verwahrlosung zu schützen und kein Kind zu viel aus seiner Umgebung heraus zu reißen. Kinder werden von manchen Eltern instrumentalisiert, etwa als Bestätigung, etwas zustande gebracht zu haben.

"Die haben einen verdammt harten Job", sagt der Landrat über seine Sozialarbeiter. Hans-Helmut Münchberg darf sich glücklich schätzen, keiner der Behörden irgendwo in Deutschland vorzustehen, die sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, einmal zu wenig hingeschaut zu haben. 

Doch wie fast überall im Bundesgebiet sind die Fallzahlen sogenannter Inobhutnahmen auch im Weimarer Land in den zurückliegenden Monaten extrem gestiegen. Allein in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres hat das Jugendamt in 22 Fällen die Notbremse gezogen und Kinder für eine befristete Zeit aus ihren Familien genommen. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2007 wurden nur 13 Kinder in die Obhut der Verwaltung genommen. Jedes dieser Kinder bleibt seiner Familie, sofern die ihm nach Einschätzung der Sozialarbeit gefährlich werden könnte, durchschnittlich 14 Tage fern. Die Mehrzahl der Fälle wird von Dritten gemeldet. Dass betroffene Kinder selbst um Hilfe bitten, kommt aber auch des öfteren vor.

Die immense mediale Aufmerksamkeit, die extreme Fälle wie der des Jungen Kevin in Bremen erregen, setzt auch ihre Kollegen massiv unter Druck, weiß Corona Herbst, die Leiterin des Kinder- und Jugendamts im Weimarer Land. Andererseits hat die Präsenz solcher Fälle die Menschen auch sensibilisiert. Man schaut genauer hin, Kindergärtnerinnen, Lehrer, Nachbarn, Kinderärzte trauen sich in stärkerem Maße zu, das Jugendamt in Kenntnis zu setzen von beunruhigenden Beobachtungen.

Hinweis oft berechtigt

Corona Herbst begrüßt solches Engagement und beruhigt jene, die sich vor dem Vorwurf der Denunziation fürchten. Lieber einmal zu viel hingeschaut, als einmal zu oft die Augen verschlossen. "Wir gehen jedem Hinweis nach, auch den anonymen." Denn die Mehrzahl der Hinweise stelle sich als durchaus berechtigt heraus. Wobei die Indizien oft nicht justiziabel sind: Seien es nun Versäumnisse bei Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren, der ungeregelte Tagesablauf einer Wöchnerin, das über Tage und Wochen schreiende Kind in der Nachbarschaft, die übergroße Lautstärke, die aus Wohnungen dringt, in denen kleine Kinder schlafen müssten, oder die vielen Personen, die dort ein- und ausgehen.

Nichts davon spricht eine so deutliche Sprache wie ein mit blauen Flecken übersäter Kinderkörper. Aber jedes Detail könnte der Hinweis auf ein bitteres Schicksal sein, während zugleich jede Kinderseele schaden nehmen könnte durch die Trennung von den Eltern. Sozialarbeiterin Doreen Schlömilch-Müller kennt das Erklärungsmuster, anhand dessen von ihren Müttern getrennte Kinder die Schuld für das Scheitern der Familie bei sich selbst suchten. Sie habe ein Kind kennen gelernt, zu dem die Mutter jeglichen Kontakt abbrach, weil sie ihm das Zerbrechen der Familie in die Schuhe schob, während sie bereits mit einem neuen Mann eine neue Familie gründete.

Säuglinge stellen zwar nicht den größten Teil der in Obhut genommenen Kinder dar - in diesem Jahr mussten bislang vier Babys von ihren Müttern getrennt werden. Aber ihre Fälle verdeutlichen das emotionale Gewitter, dem sich insbesondere das stark verjüngte Team des Apoldaer Sozialamts aussetzt, wenn es um die Abwägung von Risiken für das Kind geht. Oft sind es besonders junge Mütter, die mit der Pflege ihres Nachwuchses an ihre psychischen und intellektuellen Grenzen geraten. Fälle, in denen die Familienhelfer mit psychisch kranken Müttern konfrontiert sind hätten stark zugenommen: Herbst berichtet von Müttern, die nicht in der Lage sind, die Anweisungen zur Zubereitung von Säuglingsnahrung zu lesen. Oder von einer Frau, die im vergangenen Jahr nicht erkannte, dass ihr Baby unter Krämpfen litt. Trotz der Empfehlung von Freunden verzichtete sie darauf, das Kind einem Arzt vorzustellen: "Als wir es schließlich mitgenommen hatten, war es fünf vor zwölf. Das Kind hatte bereits bleibende Schäden", erinnert sich die Amtsleiterin.

Mit seinen elf Sozialarbeitern, von denen allein sieben direkt in die Familien gehen, um die Betroffenen notfalls dazu zu überreden, Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist das Jugendamt Weimarer Land nicht schlecht aufgestellt. Empfohlen wird ein Sozialarbeiter pro Tausend Einwohner. Und die Hilfsangebote erschöpfen sich beiweitem nicht in der Inobhutnahme.

Die ist ohnehin eine der letzten Alternativen. Ehe es dazu kommt, erhalten betroffene Familien in aller Regel "Familienhilfe" angeboten, also einen Sozialarbeiter, der bei elementarsten Dingen wie der Strukturierung des Tagesablaufs Hilfestellung gibt.

Auch mit einer Reihe ambulanter Handreichungen, wie etwa die diversen Erziehungsberatungsstellen, hatte es das Amt versucht, sagt Hannelore Braun, zuständig für das Vormundschaftswesen. "Wir hatten gehofft, damit mehr Fälle von Überforderung abfangen zu können." Aber die Rechnung ging nur bedingt auf. "Die Leute, die die Beratung am nötigsten haben, kommen nicht auf die Idee, sie aufzusuchen."

16.09.2008 Von Sabine Brandt

http://www.tlz.de/tlz/tlz.weimar.volltext.php?zulieferer=tlz&kennung=on2tlzLOKStaWeimar39706&rubrik=Stadt&region=Weimar&kategorie=LOK

 

 

 


 

 

 

Richter kritisieren Jugendämter

Nach Ansicht von Jugendrichtern könnten in Thüringen Präventionsprojekte die Jugendkriminalität senken. Doch wegen unklarer Kostenteilung zwischen Land und Kreisen würden sie oft eingespart.

JENA. Es war die erste Straftat des Jugendlichen. Der Weimarer Richter Karl-Heinz Götz verurteilte ihn deshalb zunächst zu einem "Sozialtraining", um ihm noch eine Chance zu geben. Doch das wollte das Jugendamt des Weimarer Lands nicht bezahlen. Zu teuer, erinnert sich Götz. Schließlich einigte man sich nach vielen Gesprächen auf fünf "Beratungsgespräche" im Amt.

Das Beispiel aus Weimar sei kein Einzelfall, befand gestern der Jugendgerichtsverband DVJJ in Jena. Viele Kreise hätten nämlich die Projekte zur Prävention von Jugendkriminalität gekürzt, etwa für Konflikttrainings oder Täter-Opfer-Ausgleiche. Dabei sei die Rückfallquote von inhaftierten Jugendlichen mit über 80 Prozent doppelt so hoch wie jene, die solche Programme absolvierten. Besonders kritisch sei die Lage etwa in Eisenach, Nordhausen und im Weimarer Land, wo es gar keine gebe. Sehr gut gelinge die Prävention dagegen etwa im Kreis Saalfeld-Rudolstadt.

Das Wegkürzen der Projekte spare zwar kurzfristig Geld, langfristig führe dies wegen der Rückfälligkeit jedoch zu höheren Kosten für die Gesellschaft, kritisierte die Thüringer DVJJ-Vorsitzende Heike Ludwig. Grund für die Kürzung sei, dass es für die Kreise derzeit keine Anreize gebe, die Programme fortzuführen. Zudem sei die Verantwortung unklar geregelt. Die Richter, die solche Konflikttrainings als Strafe aussprechen, fallen in die Zuständigkeit des Landes, die ausführenden Jugendämter in die der Kreise. Ludwig rief deshalb das Land auf, sich an den Kosten solcher Projekte mit 50 Prozent zu beteiligen. Dagegen lehnt der Verband "Warnarreste" und längere Gefängnisstrafen für Jugendliche ab. Dies würde nur die Rückfallquote erhöhen.

10.03.2008 Von Falk HEUNEMANN

www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.volltext.php?kennung=on4taTHUThuNational39516&zulieferer=ta&kategorie=THU&rubrik=Thueringen&region=National&auftritt=TA&dbserver=1

 

 


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