Väternotruf informiert zum Thema

Landgericht Chemnitz


 

 

Landgericht Chemnitz

Hohe Straße 19-23

09112 Chemnitz

 

 

Telefon: 0371 / 4530

Fax: 0371 / 302174

 

E-Mail: Pressestelle-P@lgc.justiz.sachsen.de

Internet: www.justiz.sachsen.de/lgc/

 

 

Internetauftritt des Landgerichts Chemnitz (10/2009)

Informationsgehalt: mangelhaft

Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt

 

 

Bundesland Sachsen

Oberlandesgericht Dresden

 

 

Präsident am Landgericht Chemnitz: No Name - Präsident am Landgericht Chemnitz (ab , ..., 2009)

Vizepräsident am Landgericht Chemnitz: Josef Bauer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz / Vizepräsident am Landgericht Chemnitz (ab 01.11.2008, ..., ) - ab 1988 Staatsanwalt und ein Jahr später Richter am Amtsgericht. 1992 bis 1996 als Staatsanwalt (GL) bei der Staatsanwaltschaft München I tätig. August 1996 Abordnung in die sächsische Justiz. Stationen bei den Amtsgerichten in Chemnitz und Hoyerswerda: Februar 1998 Direktor des Amtsgerichtes Hoyerswerda. Ab 15.01.2002 Vizepräsident des Amtsgerichtes Chemnitz. Von November 2005 bis Oktober 2006 Abordnung an das Sächsische Landessozialgericht in Chemnitz. Siehe auch unten.

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Sachsen beschäftigen am Landgericht Chemnitz 156 Mitarbeiter/innen, davon 50 Richter/innen. 

Das Landgericht Chemnitz ist gegliedert in:

...

7. Zivilkammer

 

 

 

Amtsgerichte:

Amtsgericht Annaberg

Amtsgericht Chemnitz

Amtsgericht Döbeln - ab 01.08.2008 im Bezirk des Landgerichts Chemnitz

Amtsgericht Freiberg

Amtsgericht Hainichen

Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal

Amtsgericht Marienberg

Amtsgericht Stollberg

 

 

Staatsanwaltschaft:

Staatsanwaltschaft Chemnitz

 

 

Väternotruf Chemnitz

August Mustermann

Musterstraße 1

09110 Chemnitz

Telefon: 0371 / ...

E-Mail: august.mustermann@web.de

Der hier genannte Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte im Landgerichtsbezirk

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Richter: 

Josef Bauer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz / Vizepräsident am Landgericht Chemnitz (ab 01.11.2008, ..., ) - ab 1988 Staatsanwalt und ein Jahr später Richter am Amtsgericht. 1992 bis 1996 als Staatsanwalt (GL) bei der Staatsanwaltschaft München I tätig. August 1996 Abordnung in die sächsische Justiz. Stationen bei den Amtsgerichten in Chemnitz und Hoyerswerda: Februar 1998 Direktor des Amtsgerichtes Hoyerswerda. Ab 15.01.2002 Vizepräsident des Amtsgerichtes Chemnitz. Von November 2005 bis Oktober 2006 Abordnung an das Sächsische Landessozialgericht in Chemnitz. Siehe auch unten.

Helmut Berger (Jg. 1951) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 15.05.1994, ..., 2002)

Jens Bonitz (Jg. 1965) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 18.11.1999, ..., 2002)

Bernd Bräunlich (Jg. 1958) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 25.07.1994, ..., 2002)

Dagmar Buck (Jg. 1967) - Richterin am Landgericht Chemnitz (ab 01.08.2000, ..., 2002) - Namensgleichheiten mit anderen Personen haben keine Bedeutung und sind mit Sicherheit rein zufällig. Stefan Buck (Jg. 1968) - Richter am Landgericht Chemnitz

Stefan Buck (Jg. 1968) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.01.2001, ..., 2010) . 2009, 2010: stellvertretender Pressesprecher. Namensgleichheiten mit anderen Personen haben keine Bedeutung und sind mit Sicherheit rein zufällig. Dagmar Buck (Jg. 1967) - Richterin am Landgericht Chemnitz

Dominik Börner (Jg. 1962) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.10.1997, ..., 2002)

Andreas Frei (Jg. 1960) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.05.1998, ..., 2002)

Frank Giesecke (Jg. 1963) - Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.03.2001, ..., 2002)

Simone Herberger (Jg. 1962) - Vorsitzende Richterin am Landgericht Chemnitz (ab , ..., 2009) - ab 01.07.2000 Richterin am Amtsgericht Chemnitz. 2009 stellvertretende Richterin am Verfassungsgerichtshof Sachsen.

Ulrich Holzinger (Jg. 1966) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.08.1998, ..., 2002) - Namensgleichheiten mit anderen Personen haben keine Bedeutung und sind mit Sicherheit rein zufällig. Dania Holzinger - Richterin am Landgericht Chemnitz

Dania Holzinger (Jg. 1967) - Richterin am Landgericht Chemnitz (ab 01.03.2001, ..., 2002) - Namensgleichheiten mit anderen Personen haben keine Bedeutung und sind mit Sicherheit rein zufällig. Ulrich Holzinger - Richter am Landgericht Chemnitz

Bernhard Irgang (Jg. 1961) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.04.2000, ..., 2002) -

 

 

# Kirsten Jankowski

# Hans Kroeßner

# Christel Kaiser

# Ilonka Kies

# Holger Klyne

# Petra Kürschner

# Dr. Bernhard Klose

 

 

Paul Lang (Jg. 1950) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.11.1995, ..., 2008) - 2008 abgeordnet an das Amtsgericht Chemnitz / Straf- und Bußgeldsachen

Thomas Mrodzinsky (Jg. 1963) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 21.07.1995, ..., 2010) - 2009, 2010: Pressesprecher am Landgericht Chemnitz

Christian Wirth (Jg. 1945) - Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.01.1996, ..., 2008) - 09.03.2000: Antje K. tötete ihre drei Babys - dreizehneinhalb Jahre Haft - siehe Pressemeldung unten

Matthias Wolff (Jg. 1962) - Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.06.1997, ..., 2008)

 

 

 

# Rosmarie Zezulka

# Siegfried Schick

# Markus Zimmermann

# Peter Melcher

# Thomas Schäfer

# Jürgen Schulhauser

# Andreas Scholz

# Regine Reckling

# Steffi Ullmann

# Michael Nolting

# Gabriele Reichert

# Marianne Lindner

# Joachim Müller

# Rutgart Ströher

# Michael Langfritz

# Paul Lang

# Thomas Zarm

# Petra Merkl

# Karin Schneider

# Jürgen Wintermeyer

# Thomas Nitsche

# Marika Lang

# Andre Steger

# Uwe Seifert

# Monika Schedel

# Sybille Schlemming

# Michael Mularczyk

# Anne Pohl-Kukowski

# Kay-Uwe Sander

# Katja Uhlig

# Helga Ruland

 

 

Nicht mehr als Richter am Landgericht Chemnitz tätig:

Dr. Eginhard Blunk (Jg. 1943) - Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz (ab 01.09.1995, ..., 2002)

Dr. Helmut Bolten (Jg. 1945) - Richter am Amtsgericht Döbeln / Direktor am Amtsgericht Döbeln (ab 01.05.2001, ..., 2008) - vorher Richter am Landgericht Chemnitz. Im Handbuch der Justiz 2008/9 nicht mehr aufgeführt. - http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0516/politik/0006/index.html

Dominik Börner (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Richter am Amtsgericht Annaberg / Familiengericht - Abteilung 4 (ab 01.12.2004, ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1997 als Richter am Landgericht Chemnitz aufgeführt.

Hermann Joachim Hermann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Richter am Amtsgericht Annaberg / Direktor am Amtsgericht Annaberg (ab , ..., 2010, 2011) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.03.2001 als Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz aufgeführt. 2008: Pressesprecher am Landgericht Chemnitz 

Peter Ignee (Jg. 1942) - Präsident am Landgericht Chemnitz (ab 01.11.1991, ..., 25.06.2007) - ab Dezember 1972 Richter am Amtsgericht Starnberg. Abordnung an das Bundesministerium der Justiz 1978. Anfang 1980 Richter am Oberlandesgericht München. Oktober 1980 Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft München. August 1981 Oberstaatsanwalt als ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts der Staatsanwaltschaft Würzburg. April 1987 Direktor des Amtsgerichts Würzburg. Januar 1991 Wechsel zur sächsischen Justiz . Zunächst war er hier mit den Aufgaben des Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz betraut. Nach seiner Versetzung in den sächsischen Justizdienst im November 1991 folgte seine Ernennung zum Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz. Am 01. Januar 1993 Leitung des Landgerichts Chemnitz. - siehe unten

Lothar Kreyssig (geb. 30.10.1898 in Flöha) - Vormundschaftsrichter in Brandenburg (ab 1937, ..., 12/1940) - vorher ab 1928 Richter am Landgericht Chemnitz. Im Dezember 1940 zwangsbeurlaubt. Versuche der Gestapo, ihn ins Konzentrationslager zu bringen, scheiterten. Zwei Jahre später, im März 1942, wurde Kreyssig durch Erlass Hitlers in den Ruhestand versetzt. - http://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Kreyssig

Norbert Radmacher (Jg. 1947) - Präsident am Landgericht Zwickau (ab 23.06.2008 , ..., 2008) - vorher ab 1975 Richter und Staatsanwalt  in der bayerischen Justiz . März 1994 im Wege der Abordnung als Richter an das Landgericht Chemnitz. März 1997 Versetzung in die sächsische Justiz, Vorsitzender Richter am Landgericht Chemnitz. Januar 1999 Vizepräsident des Amtsgerichtes Chemnitz. Ab 01.09.2001 Vizepräsident des Landgerichtes Chemnitz. 

Miko Runkel (geb. 0 9.11.1960 in Steinheidel-Erlabrunn) - Richter am Amtsgericht Freiberg (ab 01.07.1998, ..., 2008) - ab 01.09.1989 Assistent bei der Staatsanwaltschaft des Kreises Karl-Marx-Stadt/Land. Ab 0 1.11.1989 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft des Kreises Hohenstein-Ernstthal. Ab 1990 bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Ab 1996 Richter am Landgericht Chemnitz. Ab 1998 Richter am Amtsgericht Freiberg.

Gerd Schmidt (Jg. 1952) - Präsident am Sächsischen Landessozialgericht (ab 11/2008, ..., ) - ab 1980 Justizlaufbahn in Bayern. 1983 zum Staatsanwalt ernannt. Ab 1985 Richter am Amtsgericht Hof. 1991 Wechsel in den Dienst der sächsischen Justiz, Direktor der Kreisgerichte Plauen und Oelsnitz. Versetzung in die sächsische Justiz am 01.04.1992. Vorsitzenden Richter am Landessozialgericht in Chemnitz ab 01.04.2000, am 15.06.2001 Ernennung zum Vizepräsidenten des Landessozialgerichts. Ab 01.11.2005 Leitung der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Ab 01.09.2007 Präsident des Landgerichts Chemnitz. - siehe unten

Dr. Irene Singer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg (ab 09/2008, ..., 2011) - als Staatsanwältin, Gruppenleiterin und Oberstaatsanwältin sowie als Richterin am Amts- und Landgericht in Würzburg tätig. War Vorsitzende eines Schwurgerichts in Chemnitz und wiederholt als Beraterin in Wirtschaftsstrafsachen bei der Staatsanwaltschaft Dresden tätig. 1998 kehrte Singer als Vorsitzende einer Wirtschaftsstrafkammer an das Landgericht Würzburg zurück, bevor sie 2004 als ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts nach Schweinfurt wechselte. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.02.1995 als Vorsitzende Richterin am Landgericht Würzburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.10.2004 als stellvertretende Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Schweinfurt.

Dr. Wilfried Spriegel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952 in Dinkelsbühl) - Richter am Amtsgericht Leipzig / Präsident am Amtsgericht Leipzig (ab 01.10.2002, ..., 2008) - nach Abschluss der juristischen Ausbildung Richter bei den Amtsgerichten Ansbach und Weißenburg. Seit 1983 bei der Staatsanwaltschaft Ansbach. Ab 1988 Richter am Landgericht Ansbach. Von 1992 bis 1994 im Wege der Abordnung am Kreisgericht Chemnitz und am Landgericht Chemnitz tätig. Zum 16. Mai 1994 Wechsel in den Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Chemnitz ernannt. Von August 1994 bis 1997 leitete er das Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal. Im Oktober 1997 Versetzung an das Amtsgericht Dresden als Vizepräsident. Ab 15.05.2000 Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Dresden. Zum 1. Oktober 2002 Ernennung zum Präsidenten des Amtsgerichts Leipzig. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.10.2002 als Präsident am Amtsgericht Leipzig aufgeführt. Seit April 2008 Abteilungsleiter im Sächsischen Rechnungshof.

Mario Stein (Jg. 1961) - Richter am Amtsgericht Hainichen (ab 01.01.2003, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.01.2000 als Richter am Landgericht Chemnitz aufgeführt.

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org 

 

 

 

Rechtsanwälte:

 

Gutachter:

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Landgerichtsbezirk

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de 

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

 


 

 

 

05.11.2008 - Neuer Vizepräsident für das Landgericht Chemnitz

- Justizminister Geert Mackenroth ernennt Josef Bauer -

Josef Bauer ist seit dem 01. November 2008 neuer Vizepräsident des Landgerichtes Chemnitz. ¹

...

Josef Bauer, der 1955 in Neukirchen geboren wurde, begann seine Justizlaufbahn 1985 in Bayern. 1988 wurde er zum Staatsanwalt und ein Jahr später zum Richter am Amtsgericht ernannt. Von 1992 bis 1996 war Josef Bauer als Staatsanwalt (GL) bei der Staatsanwaltschaft München I tätig. Im August 1996 wechselte er zunächst im Wege der Abordnung - in die sächsische Justiz. Nach Stationen bei den Amtsgerichten in Chemnitz und Hoyerswerda wurde Josef Bauer im Februar 1998 zum Direktor des Amtsgerichtes Hoyerswerda ernannt. Seit dem 15. Januar 2002 war Josef Bauer Vizepräsident des Amtsgerichtes Chemnitz. Von November 2005 bis Oktober 2006 war er an das Sächsische Landessozialgericht in Chemnitz abgeordnet.

http://www.justiz.sachsen.de/smj/content/1199.php

 

 

 


 

 

06.09.2007

SMJus - Justiz

Zwei Führungswechsel in der sächsischen Justiz

Justizminister Mackenroth führt Gerd Schmidt und Bernd Hohmann in ihre Ämter ein

Justizminister Geert Mackenroth lädt anlässlich der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Landgerichtes Chemnitz, Gerd Schmidt, und der Verabschiedung seines Vorgängers, Peter Ignée, sowie der Amtseinführung des neuen Leitenden Oberstaatsanwaltes der Staatsanwaltschaft Chemnitz, Bernd Hohmann, zu einer Feierstunde am 07.September 2007 ein.

Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen sind herzlich willkommen. Der Termin ist besonders für die Bildberichterstattung geeignet.

Termin: Freitag, den 07. September 2007, 11:00 Uhr

Ort: Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses,

Am Markt 1, 09111 Chemnitz

Justizminister Geert Mackenroth: „Mit Peter Ignee verabschieden wir einen exzellenten Präsidenten, der in über 16 Jahren mit herausragendem Sachverstand und bemerkenswerter Tatkraft das Landgericht Chemnitz und zuvor das Bezirksgericht vorbildlich geführt hat. Ich danke ihm für sein langjähriges, engagiertes und erfolgreiches Wirken im Dienst der sächsischen Justiz. Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Chemnitz erhalten mit Gerd Schmidt und Bernd Hohmann Führungskräfte, die sich durch hervorragende fachliche Qualifikationen und breitgefächerte Erfahrungen auch in der Region auszeichnen. Ich gratuliere ihnen zur Berufung in diese verantwortungsvollen Ämter.“

Peter Ignée wurde 1942 in Berlin geboren. Seine berufliche Laufbahn begann er 1969 im Bayerischen Staatsministerium der Justiz und als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München II. Ab Dezember 1972 war Peter Ignée als Richter am Amtsgericht Starnberg tätig. Nach einer Abordnung an das Bundesministerium der Justiz im Jahr 1978 wurde er Anfang 1980 zum Richter am Oberlandesgericht München ernannt. Im Oktober 1980 wechselte Peter Ignée als Oberstaatsanwalt zur Generalstaatsanwaltschaft München. Im August 1981 wurde er zum Oberstaatsanwalt als ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts der Staatsanwaltschaft Würzburg ernannt. Ab April 1987 führte Peter Ignée als Direktor das Amtsgericht Würzburg, ehe er im Januar 1991 in die sächsische Justiz wechselte. Zunächst war er hier mit den Aufgaben des Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz betraut. Nach seiner Versetzung in den sächsischen Justizdienst im November 1991 folgte seine Ernennung zum Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz. Am 01. Januar 1993 übernahm er die Leitung des Landgerichts Chemnitz. Im Juni 2007 trat er in den Ruhestand.

Gerd Schmidt wurde am 7. Juli 1952 in Fürth geboren. Nach dem Abschluss der juristischen Ausbildung 1980 begann er seine berufliche Laufbahn bei der Staatsanwaltschaft Hof und den Amtsgerichten Hof und Wunsiedel. Im Juni 1991 wechselte Gerd Schmidt – zunächst im Wege der Abordnung – in die sächsische Justiz und wurde mit den Aufgaben des Direktors der Kreisgerichte Plauen und Oelsnitz betraut. Im April 1992 folgte seine Ernennung zum Direktor des Kreisgerichts Plauen (später Amtsgericht Plauen) unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Betrauung mit den Aufgaben des Direktors des Amtsgerichts Oelsnitz. Acht Jahre später, im April 2000, wurde Gerd Schmidt zum Vorsitzenden Richter am Landessozialgericht ernannt. Von Juni 2001 bis Oktober 2005 war er Vizepräsident des Landessozialgerichts. Am 01. November 2005 übernahm er die Leitung der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Mit Wirkung zum 01. September 2007 trat er die Nachfolge von Peter Ignèe im Amt des Präsidenten des Landgerichts Chemnitz an.

Der 52-jährige Bernd Hohmann stammt aus Bayern. Seine berufliche Laufbahn begann er beim Landgericht Würzburg und der Staatsanwaltschaft Würzburg. Im August 1991 ließ er sich zunächst an die Bezirksstaatsanwaltschaft Chemnitz und danach an die Staatsanwaltschaft Zwickau abordnen. Zum 01. Juli 1992 wurde Bernd Hohmann in den Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz versetzt und gleichzeitig zum Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Zwickau ernannt. Im August 1994 wechselte er an das Staatsministerium der Justiz und leitete das Referat für die Dienstaufsicht über die Staatsanwaltschaften. Ab Januar 1996 nahm er zudem die Aufgaben des stellvertretenden Abteilungsleiters wahr. Am 01. Januar 2000 wurde Bernd Hohmann zum Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Zwickau ernannt. Seit dem 01. September 2007 leitet er die Staatsanwaltschaft Chemnitz.

http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/27258

 

 


 

 

Stabwechsel

Justizminister Geert Mackenroth ernennt Gerd Schmidt und Bernd Hohmann

(lifepr) München, 15.08.2007 - Justizminister Geert Mackenroth hat den Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Chemnitz, Gerd Schmidt, mit Wirkung zum 01. September 2007 zum neuen Präsidenten des Landgerichts Chemnitz ernannt. Gerd Schmidt folgt damit Peter Ignèe im Amt, der im Juni 2007 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Zwickau, Bernd Hohmann, wird Nachfolger von Gerd Schmidt und übernimmt ab dem 01. September 2007 die Leitung der Staatsanwaltschaft Chemnitz.

Gerd Schmidt wurde am 7. Juli 1952 in Fürth geboren. Nach dem Abschluss der juristischen Ausbildung 1980 begann er seine berufliche Laufbahn bei der Staatsanwaltschaft Hof und den Amtsgerichten Hof und Wunsiedel. Im Juni 1991 wechselte Gerd Schmidt – zunächst im Wege der Abordnung – in die sächsische Justiz und wurde mit den Aufgaben des Direktors der Kreisgerichte Plauen und Oelsnitz betraut. Im April 1992 folgte seine Ernennung zum Direktor des Kreisgerichts Plauen (später Amtsgericht Plauen) unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Betrauung mit den Aufgaben des Direktors des Amtsgerichts Oelsnitz. Acht Jahre später, im April 2000, wurde Gerd Schmidt zum Vorsitzenden Richter am Landessozialgericht ernannt. Von Juni 2001 bis Oktober 2005 war er Vizepräsident des Landessozialgerichts. Am 01. November 2005 übernahm er die Leitung der Staatsanwaltschaft Chemnitz.

Der 52-jährige Bernd Hohmann stammt aus Bayern. Seine berufliche Laufbahn begann er beim Landgericht Würzburg und der Staatsanwaltschaft Würzburg. Im August 1991 ließ er sich zunächst an die Bezirksstaatsanwaltschaft Chemnitz und danach an die Staatsanwaltschaft Zwickau abordnen. Zum 01. Juli 1992 wurde Bernd Hohmann in den Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz versetzt und gleichzeitig zum Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Zwickau ernannt. Im August 1994 wechselte er an das Staatsministerium der Justiz und leitete das Referat für die Dienstaufsicht über die Staatsanwaltschaften. Ab Januar 1996 nahm er zudem die Aufgaben des stellvertretenden Abteilungsleiters wahr. Am 01. Januar 2000 wurde Bernd Hohmann zum Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Zwickau ernannt.

Die feierlichen Amtseinführungen finden voraussichtlich am Freitag, den 07. September 2007, im Rathaus Chemnitz statt, wozu die Presse eingeladen werden wird.

Ansprechpartner:

Herr Dr. Martin Marx

Telefon: +49 (351) 564-1510

Fax: +49 (351) 564-1669

Zuständigkeitsbereich: Pressesprecher

http://www.lifepr.de/pressemeldungen/bayerisches-staatsministerium-der-justiz/boxid-11991.html

 

 


 

 

25.06.2007 - Präsident des Landgerichts Chemnitz im Ruhestand

- Justizminister Geert Mackenroth verabschiedet Peter Igneé -

Justizminister Geert Mackenroth hat heute den Präsidenten des Landgerichts Chemnitz, Peter Igneé, in den Ruhestand verabschiedet.

Justizminister Geert Mackenroth: »Mit Peter Ignee verabschieden wir einen exzellenten Präsidenten, der in über 16 Jahren mit herausragendem Sachverstand und bemerkenswerter Tatkraft das Landgericht Chemnitz und zuvor das Bezirksgericht vorbildlich geführt hat. Ich danke ihm für sein langjähriges, engagiertes und erfolgreiches Wirken im Dienst der sächsischen Justiz und wünsche ihm für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute. Seine Nachfolge werden wir zeitnah regeln.«

Peter Igneé wurde 1942 in Berlin geboren. Nach dem Abschluss der juristischen Ausbildung 1969 begann er seine berufliche Laufbahn im Bayerischen Staatsministerium der Justiz und als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München II. Ab Dezember 1972 war Peter Igneé als Richter am Amtsgericht Starnberg tätig. Nach einer Abordnung an das Bundesministerium der Justiz im Jahr 1978 wurde er Anfang 1980 zum Richter am Oberlandesgericht München ernannt. Im Oktober 1980 wechselte Peter Igneé als Oberstaatsanwalt zur Generalstaatsanwaltschaft München. Im August 1981 wurde er zum Oberstaatsanwalt als ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts der Staatsanwaltschaft Würzburg ernannt. Ab April 1987 führte Peter Igneé als Direktor das Amtsgericht Würzburg, ehe er im Januar 1991 in die sächsische Justiz wechselte. Zunächst war er hier mit den Aufgaben des Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz betraut. Nach seiner Versetzung in den sächsischen Justizdienst im November 1991 folgte seine Ernennung zum Präsidenten des Bezirksgerichts Chemnitz. Am 01. Januar 1993 übernahm er die Leitung des Landgerichts Chemnitz.

Hintergrund:

Im Landgericht Chemnitz sind derzeit 156 Mitarbeiter, davon 50 Richter, beschäftigt. Zum Landgerichtsbezirk Chemnitz gehören die Amtsgerichte Annaberg, Freiberg, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Marienberg und Stollberg, in denen weitere 341 Mitarbeiter, davon 50 Richter, tätig sind.

http://www.justiz.sachsen.de/smj/content/935.php

 

 


 

 

 

 

"Massivst angestaute Aggressionen"

Der Chemnitzer Prozess um die Tötung eines Vaters neigt sich dem Ende zu

Peter Brock

CHEMNITZ, 15. Mai. Thomas K. hat keine Chance. Als er kurz vor Mitternacht betrunken seine Haustür im sächsischen Reichenbach aufschließt, steht Karsten schon im Flur. Der 17-Jährige startet in diesem Moment den Versuch "einer endgültigen Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit", rekonstruiert die Psychologin Sabine Rehfeld. Er greift nach einem Kantholz, dann nach einer Eisenstange. Karsten sieht in dem arbeitslosen Lokführer Thomas K. "die Rückkehr seines Vaters in anderer Gestalt". Dieser Vater hatte Karsten regelmäßig brutal verprügelt, hatte seine Schwester immer wieder vergewaltigt. Bis er vor Gericht gestellt und zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Karstens Persönlichkeit ist seither gestört. Er sei gehemmt aggressiv, sagt der Psychiater Günther Petermann.

Zertrümmerter Schädel

Am 4. September 1999 lebt Karsten die "massivst angestauten Aggressionen" an einem anderen Mann, dem 47-jährigen Thomas K., aus. Er schlägt mit solcher Wucht zu, dass der Rechtsmediziner Ralf Plack später nur noch einen "vollständig zertrümmerten Schädel" vorfindet. Für Karsten ist Thomas K. "auch so ein Schwein". Thomas K. soll seine 15-jährige Stieftochter Peggy vergewaltigt haben. Deshalb, sagt Karsten, prügelte er auf Thomas ein, er habe gewollt, "dass der auch mal spürt, wie das ist, solche Schmerzen zu erleiden". Karsten weiß über Thomas K. so gut Bescheid, weil Peggy die Freundin seines Bruders Joachim ist.

Nun sitzt Karsten in Chemnitz auf der Anklagebank - neben Peggy und Joachim, neben den Freunden Andreas (19) und Dany (17) und neben Peggys Mutter. Die sechs sind vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Gemeinsam hatten sie beschlossen, dass Thomas K. "weg muss" - und alle sahen zu, als Karsten schlug.

Staatsanwalt Wolfgang Blümbott wertet die Tötung in seinem Plädoyer am Montagabend eindeutig als Mord - Thomas K. sei unter dem Vorwand, seine Frau habe sich verletzt, nach Hause in einen "klassischen Hinterhalt" gelockt worden. Deshalb sei das "Mordmerkmal der Heimtücke" erfüllt, Karsten habe "erbarmungslos" zugeschlagen. Weil der 17-Jährige aber unter einer Persönlichkeitsstörung leide, forderte Blümbott, Karsten nicht zur Höchststrafe für Jugendliche von zehn Jahren, sondern nur zu acht Jahren Haft zu verurteilen. Für Karstens Bruder Joachim forderte er eine sechsjährige Jugendstrafe.

Peggys Ex-Freund Andreas, der noch mit einer Schaufel auf den Sterbenden einschlug, soll nach dem Willen des Staatsanwalts für neuneinhalb Jahre ins Jugendgefängnis. Der 17-jährige Dany, der während der Tat auf Peggys kleinen Bruder aufpasste, hat sich nach Ansicht des Staatsanwalts nur der Beihilfe zu Mord schuldig gemacht - er soll deshalb zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt werden.

Peggy hingegen, auf die "die Jungs gehört haben", wie Blümbott sagt, will der Staatsanwalt zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt sehen. Für ihre Mutter Marion K. fordert der Staatsanwalt - wegen einer strafmildernden Persönlichkeitsstörung - nicht lebenslänglich, sondern 13 Jahre Haft wegen Mordes. Die 34-jährige Marion K. hatte in der U-Haft einer Sozialarbeiterin gesagt, "der Tod meines Mannes war die Lösung vieler Probleme".

Peggy, aufgewachsen in einer "Atmosphäre von Aggression und mangelnder Fürsorge", so Psychologin Rehfeld, wurde erstmals als Dreijährige von dem damaligen Partner der Mutter "sexuell berührt". Als sie dann vom Stiefvater Thomas K. vergewaltigt worden sei, habe sie keinen anderen Ausweg gewusst, als den Mann umzubringen, sagte das Mädchen der Gutachterin. Deshalb, argumentiert Psychologin Rehfeld, habe Peggy "eine emotionale Berechtigung für die Tat" empfunden.

14 Tage nach der Todesnacht war der Termin angesetzt, an dem Thomas K. von der Polizei wegen der Missbrauchsvorwürfe hätte gehört werden sollen. Peggy hatte ihn im Sommer 1999 angezeigt. Es habe "intensive Hilfsangebote des Jugendamtes" gegeben, sagt Uta Luckner von der Jugendgerichtshilfe. Diese Angebote seien von Familie K. jedoch "immer wieder abgelehnt" worden. "Und die Mutter hat dem Jugendamt damals glaubhaft versichert, dass sie den Vorfällen Einhalt gebieten kann."

Das Jugendamt vertraute einer Mutter, die nicht nur alkoholabhängig und eingeschränkt erziehungsfähig ist, wie die Gutachter feststellten. Marion K., die in der U-Haft ihren fünften Selbstmordversuch unternahm, ist - laut Gutachten - auch eine derart abhängige und unselbstständige Persönlichkeit, dass sogar ihre 15-jährige Tochter glaubte, sie beschützen und eine Mutterrolle für sie übernehmen zu müssen. Mehrmals hatte Peggy die Polizei gerufen, als Thomas K. seine Frau verprügelte.

Als dann aber Karsten an dem 4. September auf Thomas K. einschlägt, als ihr Stiefvater "Marion, Marion" schreit und die Mutter Hilfe holen will, in diesem Moment ruft Peggy keine Polizei - sie reißt das Telefonkabel aus der Wand. Der Staatsanwalt rechnet ihr das strafverschärfend an. Ihre Freunde vergruben Thomas K. dann in einem Maisfeld hinterm Haus - zu diesem Zeitpunkt, urteilt Rechtsmediziner Placke, lebte das Opfer nicht mehr. Allerdings glaubten die Rechtsmediziner zunächst auch an einen Selbstmord. Denn Peggys Freunde hatten die Leiche am Morgen nach der Tat wieder ausgegraben, weil der Hund der Familie sein totes Herrchen gewittert hatte. Sie legten den Toten dann unter die bei Selbstmördern beliebte Göltzschtalbrücke. Als jedoch Freunde von Thomas K. an der Selbstmordtheorie Zweifel anmeldeten und die Polizei die Ermittlungen wieder aufnahm, war für einige Beschuldigte "der emotionale Druck zu hoch", sagt Staatsanwalt Blümbott. Der Prozess soll nach nur fünf Verhandlungstagen am Donnerstag enden.

PROZESS UM EINE BLUTIGE TAT Mit einem Kantholz und einer Eisenstange // Seit dem 5. Mai müssen sich die sechs Tatverdächtigen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren vor dem Chemnitzer Landgericht wegen gemeinschaftlichen Mordes an dem 47-jährigen Thomas K. verantworten.

Thomas K. soll seine 15-jährige Stieftochter Peggy mehrfach vergewaltigt haben. Peggy, ihre Mutter Marion K. , ihr Freund Joachim, dessen Bruder Karsten und zwei weitere Freunde beschlossen deshalb, den arbeitslosen Thomas K. umzubringen.

Sie alle sahen zu, als der 17-jährige Karsten am 4. September 1999 kurz vor Mitternacht mit einem Kantholz und einer Eisenstange auf Thomas K. einschlug.

Ein Psychiater erläuterte vor Gericht, dass Karsten gehemmt aggressiv sei, weil sein Vater jahrelang seine Schwester vergewaltigt habe. Er habe seine Aggressionen in der Attacke gegen Thomas K. ausgelebt.

Wie Thomas K. war auch Karstens Vater Eisenbahner. Er vergewaltigte seine Tochter erstmals, als sie drei war. Bisweilen mussten sich Karsten und seine Geschwister nackt aufstellen. Dann wurden sie vom Vater mit einer Antenne verprügelt. Der Vater wurde von einem Gericht zu sieben Jahren Haft verurteilt.

"Wir wollen alle gemeinsam die Tat aufklären, dass Sie damit leben können. Wir gehen nicht davon aus, dass Sie so eine Tat nochmals begehen werden. " Richter Helmut Bolten

16.05.2010

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0516/politik/0006/index.html

 

 

 


 

 

Archiv » 2000 » 09. März » Vermischtes

Textarchiv

Sie nahm das Leben hin

Antje K. tötete ihre drei Babys - dreizehneinhalb Jahre Haft

Peter Brock

CHEMNITZ, 8. März. Der Junge war gesund, 52 Zentimeter groß und 3 846 Gramm schwer. Mitten in der Nacht brachte ihn seine Mutter im Badezimmer zur Welt. Ihre anderen beiden Kinder, Franziska und Patrick, haben nebenan wohl geschlafen. Wahrscheinlich auch ihr Mann. Aber das weiß man nicht so genau. Man weiß nur, dass diese Frau verzweifelt war. So verzweifelt, dass sie die Nabelschnur nahm und dem Neugeborenen um den Hals legte, dann zog sie zu. Der Junge erstickte, nachdem er gerade mal zehn Minuten gelebt hatte. Die Mutter packte das Kind dann in eine Plastiktüte mit der bunten Aufschrift eines Supermarkts. Dann öffnete sie die Tiefkühltruhe in der Küche und legte den Körper hinein.

Knebel im Mund gefunden

Das war in der Nacht vom 19. auf den 20. August 1993. Im Frühjahr 1995 tat sie es wieder. Diesmal stopfte sie ihrem neugeborenen Jungen im Badezimmer ein Papiertaschentuch in den Mund. Anfang Juni 1999 machte sie es ein drittes Mal. Diesmal war es ein Mädchen. Auch dieses Kind musste sterben, auch dieses Kind landete in der Kühltruhe. Bei der Obduktion fand sich ein "grüner Damenschlüpfer in Mund- und Rachenraum".

Die 28 Jahre alte Antje K. aus dem vogtländischen Mühltroff hat all dies getan. Deshalb muss sie jetzt ins Gefängnis. Das Landgericht Chemnitz verurteilte sie zu dreizehneinhalb Jahren Haft wegen Totschlags in drei Fällen. Antje K. schaut vor sich auf den Tisch, als der Vorsitzende Richter Christian Wirth das Urteil verkündet. Sie nimmt es scheinbar teilnahmslos hin. Vielleicht so, wie sie alles im Leben hingenommen hat. So, wie sie den Jungen, den sie mit 15 bei einer Schülerfreizeit kennen lernte, "auf Druck der Schwiegereltern" heiratete, nachdem sie im Alter von 16 und 18 Jahren zwei Kinder von ihm bekommen hatte. So unterwürfig, wie sie ihm später folgte, als aus diesem Jungen ein "Macho" geworden war, wie Antje K. einer Sozialarbeiterin in der U-Haft erzählte, und dieser Macho Sex verlangte und sie das immer als Zwang empfand. Vielleicht auch so angsterfüllt, wie sie es hinnahm, dass ihr Mann sagte, er wolle keine Kinder mehr und ihr drohte, im Falle einer Scheidung Patrick und Franziska nach Polen zu verkaufen.

Vielleicht nahm Antje K. das alles einfach so hin, weil sie sich nicht wehren konnte, weil sie wie sie einer Freundin in der Haft erzählte überhaupt niemanden hatte, dem sie ihre Probleme hätte erzählen können. Vielleicht litt sie unter einer Persönlichkeitsstörung, vielleicht war sie bei den Taten psychisch so gestört, dass man von einem minder schweren Fall des Totschlags hätte ausgehen können. Vielleicht fror sie ihre Kinder deshalb ein, weil sie das Gefühl haben wollte, eines Tages die Tat rückgängig machen zu können. Vielleicht, man weiß es nicht.

Das ist auch deshalb so, weil Antje K. dem psychiatrischen Gutachter Günther Petermann nichts sagte. "Wir haben eine Viertelstunde über Belangloses geredet, aber auf Anraten ihres Anwaltes wollte sie nicht mehr sagen", sagt Petermann der "Berliner Zeitung". Er sei deshalb außer Stande, den psychischen Zustand der Angeklagten zu beurteilen. Aber das muss er auch gar nicht mehr. Denn Verteidiger Volker Knobloch gibt nach einer vierstündigen Unterbrechung der Verhandlung, während der er sich mit Antje K. beriet und vielleicht auch mit dem Gericht über einen Strafnachlass als Gegenleistung für ein Geständnis verhandelte, eine Erklärung ab. Er sagt: "Meine Mandantin räumt den Sachverhalt in allen drei Anklagepunkten voll umfänglich ein."

Antje K. nickt. Und ihr Verteidiger spricht weiter: "Wenn sie könnte, würde sie alle Taten ungeschehen machen." Antje K. nickt wieder. Und ihr Verteidiger fährt fort: "Sie verzichtet auf sämtliche Zeugen und Sachverständige und wird auch keine weitergehende Erklärung abgeben."

Mit dieser Wendung schon am ersten Prozesstag hat keiner gerechnet. Deshalb fragt der Vorsitzende Richter Christian Wirth nach, ob sie denn auch hinter allem stehe, was ihr Verteidiger soeben gesagt hat. Antje K. nickt wieder und sagt ganz leise "ja". Dann hakt der Richter noch mal nach, fragt, ob sie nicht wenigstens für eine psychiatrische Begutachtung zur Verfügung stünde. Diesmal antwortet ihr Verteidiger. Nein, auch bei einer solchen Begutachtung würde die Mandantin keine Angaben machen, sagt er. Kurz darauf fordert Verteidiger Knobloch für seine Mandantin elf Jahre Haft.

Der Anwalt sagt, dass die Frage des Warum offen bleibe. Aber es gebe Ansatzpunkte dafür, dass seine Mandantin die Kinder "ungewollt zu Tode gebracht hat". Sie sei überfordert gewesen, sei der "psychischen Seite der Situation wohl nicht gewachsen" gewesen. Und trotzdem sagt er: "Die Verteidigung geht nicht von einem minder schweren Fall aus." Antje K. vergräbt ihren Kopf in den Händen, während ihr Anwalt spricht. Sie hat gelernt, sich zu fügen. Nur einmal blickt sie auf als Staatsanwalt Thomas Richter sagt, dass die Taten ja vielleicht Verzweiflungstaten gewesen seien.

Dann fügt er jedoch an: "Aber die Angeklagte war ja für eine psychologische Begutachtung nicht zugänglich." Deshalb spricht er im Plädoyer fortan von "zielgerichteten, bewussten Handlungen", die einem Mord "sehr nahe" stünden. Er fordert vierzehneinhalb Jahre Haft. Die Höchststrafe für Totschlag liegt bei 15 Jahren. Auch der Richter kritisiert in der Urteilsbegründung indirekt die Verteidigungsstrategie: "Die Angeklagte hat die Chance nicht wahrgenommen, mehr Milderungsgründe darzutun." Über ihre Beweggründe, sagt er, "wissen wir nichts". Antje K., die bis zum Prozess geschwiegen hatte und dann nur ihren Anwalt sprechen ließ, wird abgeführt. Ein Wachtmeister legt ihr Handschellen an.

Auch andere Fragen sind noch offen. Schließlich ermittelt die Polizei auch gegen den Ehemann Jens K., den 31 Jahre alten Baggerfahrer. Aber er kam nicht in Haft. Ihm glaubte man, nichts von den Schwangerschaften, nichts von den Taten mitbekommen zu haben. Vor dem Chemnitzer Gericht hat Jens K. zwar von seinem Recht Gebrauch gemacht, als Ehemann zu schweigen. Aber der Staatsanwalt hat zuvor bereits Antje K. ein leises "Ja" entlocken können, als er sie fragte, ob sie denn bereit sei, nach Abschluss ihres Prozesses Angaben darüber zu machen, was ihr Mann wusste. Noch aber ist gegen Jens K. keine Anklage erhoben. Noch ist Antje K. ganz alleine schuld am Tod ihrer drei Kinder.

"Antje K. sagte, ihr Ehemann sei ein Macho, er habe sie bedroht und geschlagen und zum Sex gezwungen. " Eine Sozialarbeiterin "Sie hatte Angst, dass ihr Ehemann nach einer Scheidung die Kinder bekommt und nach Polen verkauft. " Ein Mithäftling

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0309/vermischtes/0009/index.html

 

 


 

 

 

Waldheimer Prozesse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Verhandlung gegen Ernst Heinicker, Sturmführer der SA und stellvertretender Lagerkommandant des Konzentrationslagers Hohenstein; Das Urteil lautet nach Kontrollratsgesetz Nr. 10 und Direktive 38 auf Todesstrafe wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit. (21. Juni 1950)

Die Waldheimer Prozesse (auch: die Waldheim-Schnellprozesse) fanden im Zeitraum vom 21. April bis zum 29. Juni 1950 im Zuchthaus der sächsischen Kleinstadt Waldheim statt. Mehrere Strafkammern des Landgericht Chemnitz verhandelten dort gegen 3.442 Personen, denen vorgeworfen wurde, Kriegs- bzw. nationalsozialistische Verbrechen begangen zu haben. 3.324 Angeklagte wurden verurteilt, überwiegend zu Freiheitsstrafen von 15 bis 25 Jahren. In 1.327 Fällen waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit Grund der Urteile.

Die Angeklagten wurden aus den verbliebenen drei sowjetischen NKWD-Speziallagern Bautzen, Buchenwald und Sachsenhausen, in denen sie teilweise seit 1945 inhaftiert waren, nach Waldheim gebracht. Da die Sowjetische Kontrollkommission im Verlauf des Jahres 1950 ihre Lager in der DDR aufzulösen beabsichtigte, hatte ihr Vorsitzender Tschuikow im Januar 1950 die Überstellung der Gefangenen an die ostdeutschen Behörden angekündigt.

Bei der Verfahrensführung wurde schwerwiegend gegen grundlegende rechtsstaatliche Regeln verstoßen. Die Masse der Prozesse erfolgte im Schnelldurchgang - die einzelnen Verfahren dauerten häufig nur wenige Minuten - ohne kritische Würdigung des von den sowjetischen Untersuchungsorganen vorgelegten Belastungsmaterials und bis auf wenige Ausnahmen ohne Zulassung von Rechtsbeiständen. Lediglich in zehn Fällen ließ sich das Gericht die Zeit, eindeutig belastete Angeklagte öffentlich in Schauprozessen abzuurteilen.

Der Prozessverlauf folgte den Planungen der SED-Führung und wurde während des gesamten Zeitraums von ihr überwacht. Die Richter und Staatsanwälte waren entsprechend ihrer Regimetreue aus dem Kreis der seit 1946 in Kurzlehrgängen ausgebildeten Volksrichter ausgewählt worden, um sicherzustellen, dass die Urteile auch den Erwartungen der SED-Führung und der russischen Besatzer entsprachen. Auch die spätere Justizministerin Hilde Benjamin war beratend tätig. Vereinzelter Widerstand auf Seiten der eingesetzten Richter wurde massiv unterdrückt. Die zu fällenden Urteile sollten nicht unter fünf Jahren Zuchthaus ausfallen. Bei den Verteidigern handelte es sich, sofern welche zugelassen waren, um von der Staatsführung abkommandierte Staatsanwälte.

Nach dem Abschluss der 1.317 Revisionsverfahren im Juli 1950 waren 33 Todesurteile gefällt. Sieben der zum Tode Verurteilten wurden begnadigt und zwei weitere starben vor der Vollstreckung, so dass 24 Todesurteile vollstreckt wurden.

Nachdem die Urteile zu weltweiten Protesten führten, wurden 1952 zahlreiche Verurteilte freigelassen oder das Strafmaß reduziert. Zudem erfuhren zahlreiche Verurteilte nach der deutschen Wiedervereinigung Rehabilitation. Gegen einige Richter und Staatsanwälte der Waldheimer Prozesse gab es nach der Wiedervereinigung Deutschlands Strafverfahren unter dem Vorwurf der Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung.

Literatur

* Wolfgang Eisert: Die Waldheimer Prozesse. Der stalinistische Terror 1950. Ein dunkles Kapitel der DDR-Justiz, Esslingen und München 1993.

* Karl Wilhelm Fricke: Politik und Justiz in der DDR, Wissenschaft und Politik, Köln 1990, ISBN 3-8046-8568-4.

* Wilfriede Otto: Die „Waldheimer Prozesse“ 1950. Historische, politische und juristische Aspekte im Spannungsverhältnis zwischen Antifaschismus und Stalinismus, Berlin 1993.

* Christiaan Frederik Rüter, Günther Wieland: DDR-Justiz und NS-Verbrechen / Verfahrensregister und Dokumentenband. Amsterdam University Press gemeinsam mit Saur K G, München, 2002. ISBN 3-5982-4622-6 (In ca. 13 Folgebänden werden 927 Verfahren, in denen es beispielsweise um die Verbrechen in Oradour oder um den Aufstand im Warschauer Ghetto geht, dokumentiert. Die Edition ist rückläufig chronologisch geordnet; damit umfasst Band I der Sammlung Strafurteile aus dreißig Verfahren der Jahre 1975 bis 1990. Prospekt-Register)

* Falco Werkentin: Die "Waldheimer Prozesse" der Jahre 1950/52, in: Materialien der Enquete-Kommission. Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland (12. Wahlperiode des Deutschen Bundestages), hrsg. vom Deutschen Bundestag, Frankfurt am Main 1995 (a), Band IV, S. 849 ff.

* Falco Werkentin: Politische Strafjustiz in der Ära Ulbricht, Ch. Links, Berlin 1995 (b), S.176ff, ISBN 3-86153-069-4.

* Günther Wieland: Justitielle Ahndung von Okkupationsverbrechen in: Werner Röhr (Hrsg.): Europa unterm Hakenkreuz. Analysen, Quellen, Register, Bd.8, Heidelberg 1996, ISBN 3-7785-2338-4

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Waldheimer_Prozesse

12.12.2009

 

 


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