Väternotruf informiert zum Thema

Staatsanwaltschaft Ingolstadt


 

 

Staatsanwaltschaft Ingolstadt

Auf der Schanz 37

85049 Ingolstadt

 

 

Telefon: 0841 / 312-0

Fax: 0841 / 312-269

 

E-Mail: poststelle@sta-in.bayern.de

Internet: http://www.justiz.bayern.de/sta/sta/in/

 

 

Internetauftritt der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (06/2009)

Informationsgehalt: mangelhaft

Geschäftsverteilungsplan: fehlt

 

 

Bundesland Bayern

Landgericht Ingolstadt

 

 

Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt: Helmut Walter (Jg. 1950) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft  Ingolstadt (ab 01.05.2001, ..., 2009)

Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt: Wolfgang Herrle (Jg. 1955) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.06.2001, ..., 2009)

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Bayern beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt:

18 Staatsanwälte, davon 10 Frauen, eine Teilzeitkraft,

1 Geschäftsleiter,

7 Vollstreckungsrechtspfleger, davon 4 Frauen, 5 in Vollzeit,

In den Serviceeinheiten:

9 Beamte des mittleren Dienstes,

davon 6 Frauen, 4 als Teilzeitkräfte.

25 weibliche Beschäftigte, davon 23 als Teilzeitkräfte, eine mit Heimarbeitsplatz.

 

 

Das Gebiet der Staatsanwaltschaft Ingolstadt umfasst die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen/Ilm sowie Eichstätt und die Stadt Ingolstadt.

 

 

Übergeordnete Generalstaatsanwaltschaft:

Generalstaatsanwaltschaft München

 

 

Väternotruf Ingolstadt

August Mustermann

Musterstraße 1

85049 Ingolstadt

Telefon: 0841 /  ...

E-Mail: august.mustermann@web.de

Der hier genannte Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de.

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Materialien zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Staatsanwälte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Staatsanwälte: 

Denis Biermann (Jg. 1973) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.06.2005, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.12.2003 als Richter auf Probe beim OLG-Bezirk München aufgeführt.

Susanne Fritsche (Jg. 1975) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.09.2001, ..., 2004)

Wolfgang Herrle (Jg. 1955) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.06.2001, ..., 2009)

Stefanie Hubig (Jg. 1968) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.11.1999, ..., 2004)

Christian Veh (Jg. 1960) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.03.2000, ..., 2009) - 19.11.2009. "Schwiegervater und Rechtsanwalt nahm Rache" - siehe Pressemeldung unten

Helmut Walter (Jg. 1950) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft  Ingolstadt (ab 01.05.2001, ..., 2009)

Heike Will (Jg. 1961) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt (ab 01.01.2006, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.08.1993 als Richterin am Amtsgericht Ingolstadt aufgeführt.

 

 

Richter/Staatsanwalt auf Probe

Julia Haselsteiner (Jg. 1979) - Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk München (ab 01.12.2005 , ..., 2008) - 2008 Staatsanwaltschaft Ingolstadt  - siehe Pressemeldung unten

 

 

Amtsanwälte:

 - Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft  Ingolstadt (ab , ..., 2009)

 

 

Nicht mehr als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt tätig:

Guido Adam (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Richter am Amtsgericht Ingolstadt (ab 01.02.2003, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.01.2002 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt.

Sandra von Dahl (Jg. 1973) - Richterin am Landgericht Ingolstadt (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.11.2003 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt. 

Bettina Geschwilm (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richterin am Amtsgericht Pfaffenhofen / Direktorin am Amtsgericht Pfaffenhofen (ab , ..., 2009, 2010) - 1980 Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt. 1983 bis 1988 Richterin am Amtsgericht Ingolstadt. Ab 1988 Richterin am Landgericht Ingolstadt. Ab 2003 Vorsitzende Richterin am Landgericht Ingolstadt - Zivilkammer. Im Handbuch der Justiz 1988 ab 01.10.1981 als Richterin am Amtsgericht Ingolstadt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 als Richterin am Landgericht Ingolstadt aufgeführt. Ab 01.07.2003 Vorsitzende Richterin am Landgericht Ingolstadt.

Ruprecht Herbst (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1973) - Richter am Amtsgericht Neuburg (ab 01.10.2003, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.10.2001 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt.

Veronika Keller (Jg. 1972) - Richterin am Landgericht Augsburg (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.08.1999 als Richterin auf Probe beim OLG-Bezirk München aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.05.2002 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt. 

Konrad Kliegl (Jg. 1959) - Vorsitzender Richter am Landgericht Ingolstadt (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.09.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt.

Ulrich Klose (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Richter am Amtsgericht Pfaffenhofen / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Pfaffenhofen (ab 01.12.2005, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.05.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt.

Herbert Krammer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richter am Amtsgericht Ingolstadt / Direktor am Amtsgericht Ingolstadt (ab 01.10.2009, ..., 2010) - ab 01.01.1982 Richter am Amtsgericht Ingolstadt, danach Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt, Richter am Landgericht Ingolstadt und wieder Richter am Amtsgericht Ingolstadt. Vom 01.07.1999 bis 31.10.2004 Direktor am Amtsgericht Neuburg. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.11.2005 als Direktor am Amtsgericht Pfaffenhofen aufgeführt.

Dr. Andra Lindner (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richter/in am Amtsgericht Nürnberg (ab 01.10.1993 , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.10.1993 als Staatsanwalt/Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 01.10.1993 als Richter/in am Amtsgericht Nürnberg aufgeführt. Weiblich oder männlich ist bei dem Namen Andra nicht so ganz klar.

Birgit Piechulla (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1973) - Richterin am Landgericht Ingolstadt (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.09.1999 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk München aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.06.2002 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.06.2002 als Richterin am Landgericht Ingolstadt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.

Raimund Scherr (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1944) - Richter am Amtsgericht Ingolstadt / Direktor am Amtsgericht Ingolstadt (01.12.2000, ..., 30.09.2009) - ab 01.11.1973 Richter am Landgericht Regensburg. Ab 01.05.1980 Richter am Amtsgericht Pfaffenhofen - Zivil- und Strafrichter, Nachlass-, Grundbuch- und Vormundschaftsrichter. Mit Wirkung vom 01.06.1991 zum Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt ernannt. Ab 01.11.1994 weiterer aufsichtführender Richter am Amtsgericht Ingolstadt. 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Ingolstadt

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de 

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

 


 

 

 

Schwiegervater und Rechtsanwalt nahm Rache

19.11.2009

Von Harald Jung

Ingolstadt Wenn sich ein Ehepaar im Unfrieden trennt, artet das mitunter in einen Scheidungskrieg aus. Ein solcher beschäftigt die Ingolstädter Justiz jetzt schon seit Monaten. Erst war die Frau wegen Kindesentzug angeklagt und wurde verurteilt, weil sie die beiden Kinder als Druckmittel gegen ihren Ex-Mann missbraucht hatte. Gestern gab es jetzt aber einen überraschenden Freispruch für deren Vater - einen Rechtsanwalt.

2007 ging die Ehe in die Brüche. Da lebte die Familie noch in Hitzhofen. Der Mann war beruflich für Audi oft Wochen in China im Einsatz. Das strapazierte die Ehe. Als er eines Tages wieder mal von einem längeren Auslandsaufenthalt heimkam, war die Wohnung leer. Der Vater brauchte Tage, um herauszufinden, dass die Mutter mit den zwei Söhnen (heute fünf und sieben) in ihre Heimat nach Bremen gezogen war. Doch seine Schwiegerleute bauten eine Mauer des Schweigens auf und blockten völlig ab.

Der Schwiegervater nahm als Rechtsanwalt die Wahrung der Interessen seiner Tochter in die Hand. Es kam schließlich zu massiven Drohungen gegen den Mann, der sich zwischenzeitlich 22 Verfahren ausgesetzt sieht. Unter anderem wurde er aufgefordert, der Mutter das alleinige Sorgerecht zu übertragen, andernfalls würde er seine Söhne nie wieder sehen. Der Schwiegervater wollte Rache für die Schmach, die seine Tochter durch den Ex-Mann erlitten haben soll, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

Staatsanwalt geht in die Revision

Die Frau wurde bereits im Juli vergangenen Jahres vom Amtsgericht wegen Kindesentzug verurteilt. Später dann auch der Vater, der wegen Nötigung angeklagt war. Der 70-Jährige lieferte Oberstaatsanwalt Christian Veh damals schon eine erbitterte juristische Schlacht. Erwartungsgemäß ging er in Berufung und erreichte vor der Kammer unter Vorsitz von Richter Georg Sitka gestern einen überraschenden Freispruch. Oberstaatsanwalt Christian Veh wird dagegen Revision einlegen. Denn eine Familienrichterin am Amtsgericht Bremen hat erklärt, dass der Kindsvater massiv von seinem Schwiegervater unter Druck gesetzt wurde. Der Mann hatte seine Söhne ein halbes Jahr nicht gesehen und sah sie erst nach Anweisung des Gerichts wieder. Inzwischen wurde ihm sogar das alleinige Sorgerecht übertragen. „Das spricht doch Bände“, sagt der Oberstaatsanwalt.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Neuburg/Lokalnachrichten/Artikel,-Schwiegervater-und-Rechtsanwalt-nahm-Rache-_arid,1996462_regid,2_puid,2_pageid,4502.html

 

 


 

 

 

 

 

Familienvater muss für sieben Jahre in Haft

Bild: Familienvater muss für sieben Jahre in Haft . Ingolstadt (sic)

Als alles vorbei war, konnte keiner der Beteiligten leugnen: Das Geständnis war die beste Entscheidung des Angeklagten. Es wirkte strafmildernd, verhalf dem auf drei Tage angesetzten Prozess zu einem Urteilsspruch nach eineinhalb Verhandlungstagen und erlaubte es, die Vernehmung des minderjährigen Opfers vor Gericht so kurz wie möglich zu halten. Auch das wurde dem Beschuldigten, einem Gelegenheitsarbeiter aus dem Kreis Pfaffenhofen, angerechnet. Gestern verurteilte die erste Jugendkammer des Landgerichts Ingolstadt unter Vorsitz von Richter Georg Sitka den 30-Jährigen wegen vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch, zwei Fällen von schwerer sexueller Nötigung sowie einem Fall von sexuellem Missbrauch zu einer Haftstrafe von sieben Jahren.

Ingolstadt (sic) Als alles vorbei war, konnte keiner der Beteiligten leugnen: Das Geständnis war die beste Entscheidung des Angeklagten. Es wirkte strafmildernd, verhalf dem auf drei Tage angesetzten Prozess zu einem Urteilsspruch nach eineinhalb Verhandlungstagen und erlaubte es, die Vernehmung des minderjährigen Opfers vor Gericht so kurz wie möglich zu halten. Auch das wurde dem Beschuldigten, einem Gelegenheitsarbeiter aus dem Kreis Pfaffenhofen, angerechnet. Gestern verurteilte die erste Jugendkammer des Landgerichts Ingolstadt unter Vorsitz von Richter Georg Sitka den 30-Jährigen wegen vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch, zwei Fällen von schwerer sexueller Nötigung sowie einem Fall von sexuellem Missbrauch zu einer Haftstrafe von sieben Jahren.

Wie berichtet, hatte der Angeklagte am Donnerstag gestanden, sich zwischen Herbst 2005 und Frühjahr 2007 an seiner heute 15 Jahre alten Stieftochter vergangen zu haben. Es begann mit Berührungen im Intimbereich und führte "mit steigender Intensität in der Ausführung", so Sitka in der Urteilsbegründung, unter anderem zu zwei Fällen, in deren Verlauf der Angeklagte die damals 14-Jährige mit Klebeband ans Bett gefesselt hatte, um sie widerstandslos missbrauchen zu können. Ein Mal drückte er ihr ein Kissen ins Gesicht, um die Schreie zu ersticken.

Von Ehefrau erwischt

Die Serie der Straftaten endete, als der Mann im März 2007 von seiner Ehefrau, mit der er auch ein gemeinsames Kind hat, im Bett des Mädchens überrascht wurde. Im März dieses Jahres erfuhr der in Bonn lebende Großvater des Opfers von den Missbrauchsfällen. Er erstattete Anzeige, die Polizei nahm den Beschuldigten fest.

Der Angeklagte hatte zugegeben, dass er seine Stieftochter vergewaltigen wollte, doch wegen der Gegenwehr des Mädchens blieb es stets beim Versuch. Das stellte auch das Gericht fest. Den Vorwurf der schweren Vergewaltigung ließ Staatsanwältin Julia Haselsteiner daher fallen.

Sie sah die Anklage im Laufe der Verhandlung "zum größten Teil bestätigt" und hielt es dem 30-Jährigen zu Gute, "dass er ein relativ umfangreiches Geständnis" abgelegt habe. Zu seinen Lasten wertete Haselsteiner die Häufigkeit der Delikte. "Warum hat er die Taten über einen so langen Zeitraum fortgesetzt" Die "steigende Intensität" bei der Ausführung hält die Staatsanwältin ebenfalls für strafverschärfend. Die vor Gericht artikulierte sowie mit Fluten von Tränen begleitete Reue bewertete Julia Haselsteiner ambivalent: "Ich habe den Eindruck, dass es Ihnen jedenfalls jetzt leid tut." Am Ende forderte sie eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten.

"Volles Geständnis"

Marion Reisenhofer, die Verteidigerin des Angeklagten, hob das "volle Geständnis" hervor. Ihr Mandant habe alles unternommen, um die Vernehmung des Missbrauchsopfers vor Gericht zu verhindern. Der Auftritt der 15-Jährigen habe sich nur deshalb nicht verhindern lassen, weil es "einige Randpunkte" zu klären gab, "die für das Gericht wichtig waren".

Die Anwältin argumentierte: "Wer setzt sich schon hier hin und belastet sich selber in solcher Weise? Er hat zugegeben, dass er es nicht geschafft hat, die Gegenwehr des Mädchens zu überwinden." Marion Reisenhofer merkte an, dass sich ihr Mandant nicht allein auf sein Alkoholproblem herausreden wollte. Sie betonte: "Er hatte nie die Absicht, sich vor Gericht als Opfer darzustellen."

Diese Einlassung modifizierte Richter Sitka in der Urteilsbegründung. Sicherlich sei das "umfassende Geständnis auch von Reue getragen". Allerdings sei für ihn "nicht erkennbar gewesen, was der Angeklagte mehr bedauert: seine Taten oder sein Schicksal". Sitka attestierte dem 30-Jährigen "ein erhebliches kriminelles Potenzial und eine hohe dissoziale Neigung". Wenigstens habe er "die Taten beendet, ohne dass er von der Polizei dazu gezwungen wurde".

Es war der Großvater, der die Aufklärung der Verbrechen ins Rollen gebracht hatte. Er meldete sich gestern nach der Verhandlung kurz zu Wort: "Jetzt geht es mir etwas besser."

 

Von Christian Silvester

25.08.2008 19:43 Uhr

http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/wochennl352008-Familienvater-muss-fuer-sieben-Jahre-in-Haft;art599,1930203

 

 


 

 

 

20 Jahre Landgericht Ingolstadt

Am 9. April 2008 war es soweit: Auf Einladung unseres Präsidenten Dr. Thomas Dickert und des Leitenden Oberstaatsanwalts Dr. Helmut Walter feierten Justizangehörige sowie zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kirchen das 20-jährige Bestehen des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Der eigentliche Geburtstag war bereits am 1. März 2008 gewesen.

Im Fahnensaal des Neuen Schlosses begrüßte Dr. Thomas Dickert zunächst zum feierlichen Festakt. Justizministerin Dr. Beate Merk lobte in ihrer Rede den am Landgericht Ingolstadt herrschenden Teamgeist und kollegialen Zusammenhalt; der frühere Staatssekretär Herrmann Regensburger beschrieb in seiner Ansprache den langen Prozess bis zur Neugründung des Landgerichts im Jahr 1988.

Für den musikalischen Rahmen der Feierlichkeit sorgte im Fahnensaal unser Justizchor. Der sich anschließende Empfang in der Dürnitz mit allerhand Leckereien wurde von einer Justiz-Jazz-Formation untermalt – dementsprechend launig, fröhlich und zwanglos gestaltete sich auch der weitere Verlauf der Feier. “Schön war´s!“, so das einhellige Fazit von Gastgeber und Gästen.

Der Justizchor in Aktion Staatssekretär a.D. Regensburger, Justizministerin Dr. Merk, Präsident des Landgerichts Dr. Dickert und Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Walter stoßen auf das Jubiläum an Es darf gefeiert werden Es darf gefeiert werden Launiger Jazz in der Dürnitz Launiger Jazz in der Dürnitz Prost! Prost!

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region erhielten Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen von Landgericht und Staatsanwaltschaft Ingolstadt zu werfen.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Ingolstadt fanden am 12., 23. und 30.April 2008 Veranstaltungen unter dem Titel "Justiz lebensnah" statt. Nach einer kurzen Einführung durch den Präsidenten des Landgerichts und den Ltd. Oberstaatsanwalt über die Aufgaben und die Geschichte ihrer Behörden erhielten die Teilnehmer Insider-Informationen zu spektakulären Einzelfällen. Es schloss sich eine Führung durch das Gebäude Auf der Schanz 37 mit großem Schwurgerichtssaal, Haftzellen, Sitzungssälen für Zivilsachen, Richterzimmern, Geschäftsstellen und Bibliothek an. Abgerundet wurde die Führung durch eine Ausstellung von Tatwerkzeugen, sog. Asservaten, die die Staatsanwaltschaft sichergestellt hat.

http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/in/aktuell/

 

 


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