Väternotruf informiert zum Thema

Staatsanwaltschaft Neuruppin


 

 

Staatsanwaltschaft Neuruppin

Feldmannstraße 1

16816 Neuruppin

 

 

Telefon: 03391 / 515-200

Fax: 03391 / 515-499

 

E-Mail: fehlt

Internet: www.sta-neuruppin.brandenburg.de

 

 

Internetauftritt der Staatsanwaltschaft Neuruppin (02/2012)

Informationsgehalt: bescheiden

Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute in Brandenburg eigentlich Steuern, wenn die Brandenburgische Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt.

 

 

Bundesland Brandenburg

Landgericht Neuruppin

 

 

 

Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin: Gerd Schnittcher (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1949) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.12.1996, ..., 2012)

Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin: Jürgen Schiermeyer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.04.2004, ..., 2010) - ab 01.06.1995 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Cottbus. 2009, ..., 2012: stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Brandenburg beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Staatsanwälten und sonstigen Mitarbeitern.

Die im Norden des Landes Brandenburg gelegene Staatsanwaltschaft Neuruppin nimmt die gesetzlichen Aufgaben der Strafverfolgung und der Strafvollstreckung in ihrem Zuständigkeitsbereich wahr. Dieser entspricht dem des Landgerichts Neuruppin mit den dazugehörigen Amtsgerichten Neuruppin, Oranienburg, Perleberg, Prenzlau und Zehdenick und erstreckt sich auf die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel sowie den nordwestlichen Teil der Uckermark.

Für das Jahr 2009 sieht der Geschäftsverteilungsplan folgende Struktur vor:

Abteilung I

Verwaltung

Abteilung II

Politische Strafsachen,

Rechtshilfe, Verfahren gegen Abgeordnete, Politiker u. Diplomaten,

Verfahren gegen Polizei- und Justizbedienstete

Ansprechpartner im Bereich der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus, Verfahren gegen Angehörige ausländischer Streitkräfte,

Abteilung III

Wirtschaftsstrafsachen, Bekämpfung Schwarzarbeit und sonstige besondere Strafsachen

Abteilung IV

Allgemeine Strafsachen,

Verfahren gegen RA' e, Notare, Richter und Staatsanwälte

vereinfachtes UJS - Verfahren

Abteilung V

Besondere Strafsachen, Kapital-, Btm-Sachen, etc.

Abteilung VI

Schwerpunktstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg zur Bekämpfung der Korruptionskriminalität

Abteilung VII

Strafsachen gegen Jugendliche und Heranwachsende,

Jugendschutzsachen, Straftaten gem. §§ 171, 225, 235 StGB,

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Fälle häuslicher Gewalt; beschleunigte Verfahren

Abteilung VIII

Allgemeine Strafsachen des Amtsanwalts

 

 

Übergeordnete Generalstaatsanwaltschaft:

Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg

 

 

Väternotruf Neuruppin

August Mustermann

Musterstraße 1

15344 Strausberg

Telefon: 03341 / ...

E-Mail: august.mustermann@web.de

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Materialien zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Staatsanwälte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Staatsanwälte: 

Heike Bock (Jg. 1971) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 20.04.2005, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.01.2002 als Richterin auf Probe beim OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt.

Gabriele Gordon (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.12.1994, ..., 2008)  

Gerhard Grübler (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 16.02.1994, ...., 2008) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.02.1994 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin aufgeführt.

Hans-Jürgen Helten (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Ministerialrat im Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg (ab 01.09.2006, ..., 2008) - ab 01.02.2002 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Detlef Hommes (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab , ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 19.09.1997 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Cottbus aufgeführt. 2009, 2010: stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. 2012: Stellvertretender Pressesprecher (für den Bereich der Wirtschaftskriminalität) bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Lolita Lodenkämper (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.02.1998, ..., 2012) - 2009, ..., 2012: stellvertretende Pressesprecherin (für den Bereich der politisch-motivierten Kriminalität)

Jürgen Schiermeyer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.04.2004, ..., 2010) -  ab 01.06.1995 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Cottbus. 2009, ..., 2012: stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Gerd Schnittcher (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1949) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.12.1996, ..., 2012)

Manfred Weidemann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1954) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.12.2004, ..., 2008) - ab 04.02.1992 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin. 08/2008: Richter am Amtsgericht Perleberg? 

Frank Winter (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 01.12.2004,..., 2012) - ab 16.02.1994 Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Neuruppin. 2009, ..., 2012: stellvertretender Pressesprecher für den Bereich der Schwerpunktabteilung Korruption.

 

 

# Carola Störmer

# Hannelore Sperlich

# Rosemarie Lorenz

# Claudia Hucke

# Martina Erdstein

# Matthias Kegel

# Klaus Deutschländer

# Thomas Böttcher

# Hans Raida

# Elke Winterhoff

# Rüdiger Sonnen

# Christian Jacoby

# Sophie Kromphardt

# Marion Benkert

# Jörg Möbius

# Mechthild Wiegard

# Thomas Meyer

# Torsten Lowitsch

# Joachim Desens

# Günter Pollak

# Patricia Flender-Huth

# Kai-Uwe Scholz

# Silvia Quass

# Kai Clement

# Karsten Sprigode

# Angela Oppermann

# Torsten Sauermann

# Karin Kraus--Wenzel

 

 

 

Amtsanwälte:

 - Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab , ..., 2009)

 

 

Nicht mehr als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin tätig:

Jörg Möbius (Jg. 1959) - Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Potsdam (ab , ..., 2009) - vorher ab 22.11.1995 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin

Andreas Pelzer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin (ab 15.09.2000, ..., 2010) - 2012: Oberregierungsrat - http://www.sta-potsdam.brandenburg.de/sixcms/detail.php?query=allgemein_stpdm&sv[relation_stpdm.gsid]=lbm1.c.221768.de

Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg (geb. 10.03.1953 - von der Zensur des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" nicht erfasst) - Generalstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg / Leiter der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg (ab 01.03.1996, ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 26.03.1986 als Leitender Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck - abgeordnet - aufgeführt. 1991 Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig. 1993 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de 

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

 


 

 

Drama in Oranienburg

Mutter erdrosselt Kinder, erhängt sich

08. Juni 2010 19.23 Uhr, B.Z.

Warum erdrosselte die Polizistin Diana R. (32) ihre zwei Kinder (5, 10) und tötete sich dann selbst?

Erschütterndes Familiendrama in Oranienburg. Eine Mutter, Polizeibeamtin, tötet ihre Kinder, nimmt sich schließlich selbst das Leben. Und wieder bleibt nur eine durchdringende Frage: Warum?

Verzweifelt hatten Verwandte am Montagmittag an die Wohnungstür der alleinerziehenden Mutter geklopft, geschrien, gefleht, sie möge öffnen. Schließlich versuchten sie sogar selbst, diese einzutreten. Die Angst um die Polizeibeamtin aus Oranienburg, die an diesem Montag nicht zur Arbeit in ihrer Dienstelle erschienen war, war zu groß. Alarmierte Feuerwehrmänner, die schließlich die Tür der 4-Zimmer-Wohnung in der Kösener Straße aufbrachen, fanden die böse Ahnung der Familie grausam bestätigt.

Kein Abschiedsbrief

Diana R. (32), ihre zehnjährige Tochter Anna und der kleine Sohn Max (5) lagen leblos in der Dachgeschosswohnung. Die Obduktion ergab, dass die junge Frau zunächst ihre beiden Kinder erdrosselte und sich dann erhängt hatte. Allein das Motiv der Tat ist jedoch völlig unklar. Es wurde kein Abschiedsbrief gefunden. Auch soll Diana R. die Tat nicht angekündigt haben. „Es handelt sich um eine persönliche Tragödie“, so Staatsanwalt Andreas Pelzer. Auch Anhaltspunkte, die Tat könnte dienstliche Hintergründe haben, lägen bislang nicht vor.

Als möglicher Grund gilt bei Bekannten die wenige Monate zurückliegende Trennung vom Ehemann und Vater der Kinder. Er ist, wie auch der Vater von Diana R., ebenfalls Polizist in Oranienburg. Auch deshalb werden die Ermittlungen von der Kripo im benachbarten Schutzbereich Ostprignitz-Ruppin geleitet.

Die genaue Todesursache soll nun eine Obduktion klären. Warum Diana R., die so sehr an ihren Kindern hing, Max und Anna mit in den Tod nahm, wird wohl ihr trauriges Geheimnis bleiben.

http://www.bz-berlin.de/bezirk/umland/mutter-erdrosselt-kinder-erhaengt-sich-article872872.html

 

 


 

 

Tochter neun Jahre lang versteckt

Keiner Behörde fiel es auf, dass das Kind nicht zur Schule ging. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt

Jens Blankennagel

LÜBBENOW. Versteckt, verheimlicht, fast vergessen: Ein 13 Jahre altes Mädchen aus dem kleinen Uckermarkdorf Lübbenow hat in seinem Leben noch nie eine Schule besucht. Und keiner Behörde fiel auf, dass das körperlich und geistig behinderte Kind seit Jahren nicht mehr gesehen wurde, weil es von seinen Eltern eingesperrt wurde. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin. Experten müssen nun klären, wie schwer das Mädchen anfangs behindert war und wie stark die massive Abschottung vor allem seine geistige Behinderung verstärkt hat.

Die Eltern haben drei Kinder. Zwei gehen ordnungsgemäß zur Schule, sie gelten als unauffällig. Aber die 13-jährige Tochter wurde von den Eltern schon lange nicht aus dem Haus gelassen. "Das Kind wurde vor zwei Jahren zum letzten Mal auf dem Hof der Eltern gesehen", sagte gestern eine Nachbarin. "Alle wussten, dass das Mädchen behindert ist. Aber wir dachten, dass die Behörden informiert sind."

Nachbar alarmiert Polizei

Die Behörden haben aber erst jetzt eingegriffen. Nach Jahren des Schweigens hatte ein Nachbar die Polizei informiert und damit das Martyrium des Mädchens beendet. "Unser Kreisjugendamt hat das Kind sofort aus der Familie genommen und in eine Klinik gebracht", sagte die Sprecherin der Kreisverwaltung, Ramona Fischer. Äußerlich habe es keine Misshandlungsspuren gegeben.

"Wir ermitteln gegen die Eltern", sagte Jürgen Schiermeyer von der Staatsanwaltschaft Neuruppin. "Die Eltern sind verdächtig, die Fürsorge- und Erziehungspflicht gegenüber der 13-jährigen Tochter verletzt zu haben und sie dadurch körperlich und geistig geschädigt zu haben." Wegen dieser Straftat drohen bis zu drei Jahren Haft.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Eltern ihre Tochter versteckt haben, weil sie sich wegen deren Behinderung geschämt haben. Die beiden Geschwister sollen, wie es gestern hieß, vorerst in der Familie bleiben.

Der aktuelle Vorfall weist starke Parallelen zum Fall Dennis auf, der bundesweit für Aufsehen sorgte. Der Sechsjährige war im Dezember 2001 völlig entkräftet verhungert. Zehn Monate vorher hätte er zur Schuleingangsuntersuchung gemusst. Doch jahrelang fragte kein Amt ernsthaft nach. Die Leiche, die die Mutter in einer Kühltruhe versteckte, fand die Polizei erst 2004.

"Nach diesem Fall wurde die Grundschulverordnung verschärft", sagte Karsten Friedel vom Bildungsministerium. Eindeutig präzisiert wurde, wann die Eltern - nun auch mit dem Kind - zur Schulanmeldung erscheinen müssen. Wann die Behörden eingreifen müssen, wenn die Eltern nicht reagieren und wann Bußgeldverfahren eingeleitet werden, wann notfalls die Polizei eingeschaltet wird. "Wenn sich alle an die eindeutig formulierten Vorschriften halten, kann so ein Fall Dennis oder der aktuelle Fall nicht passieren", sagte er. "Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Behörden falsch gehandelt haben."

Glücklicherweise gebe es recht wenige Fälle von Kindsverwahrlosung, sagte Friedel. Die Zahlen seien seit Jahren stabil. "Pro Jahr nehmen die Jugendämter etwa 35 von 10 000 Kindern aus ihren Familien." Dazu gehören aber auch Fälle, bei denen Kinder selbst im Streit aus den Familien geflüchtet sind.

Dass die Eltern in Lübbenow lange Zeit durch die eigentlich engmaschige soziale Kontrolle der Nachbarn in einem Dorf fielen, liegt vielleicht auch daran, dass die Familie erst vor neun Jahren aus Berlin zuzog. "Sie leben am Dorfrand und haben nie den Kontakt gesucht", sagte Henry Bergmann von der örtlichen Initiative Bürgerstiftung. "Aber immerhin hat ein Nachbar reagiert und Anzeige erstattet."

Wie so oft in jüngster Zeit. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) wurden 2007 insgesamt 117 Fälle von Verletzung der Fürsorgepflicht polizeilich registriert. Im Jahr 2008 waren es 237 Fälle. "Der relativ hohe Anstieg der Fälle ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine verstärkte Anzeigebereitschaft von Behörden, Nachbarn und Verwandten zurückzuführen", sagte LKA-Sprecher Toralf Reinhardt.

29.07.2009

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0729/brandenburg/0020/index.html

 

 


 

 

 

UNTERM STRICH: WARTEMUSIK

Mit James Last in den Knast

Thomas Melzer

Anruf im Knast, man will ja nicht unangemeldet kommen. Die Zentrale findet keinen Anschluss, also ab in die Warteschleife. "Please hold the line!" "Walk the line?" Ja, Johnny Cashs "Folsom Prison Blues" wäre jetzt eine prima Einstimmung oder wenigstens der Gefangenenchor aus "Nabucco". Stattdessen erklingt hier Big-Band-Sound. James Last sei das, sagt Wilfried Stehr, der Gefängnisdirektor aus Frankfurt an der Oder. Trotz "breiter Einbringung seiner Mitarbeiter" habe er den Titel jedoch nicht identifizieren können.

Anruf in der neuen JVA Wulkow bei Neuruppin. Hier ist das Abstellgleis gänzlich unbeschallt. In der alten Anstalt war das besser. Vor zehn Jahren hatte der Anrufer hier die Neue Deutsche Welle im Ohr: "Flieg nach Babylon - Hotel mit Vollpension, flieg nach Hawaii - wir sind auch dabei." In Brandenburgs Gefängnissen sägten sich seinerzeit die Gefangenen mit Alumessern durch die morschen Gitterstäbe, das ganze Unternehmen galt - benannt nach dem damaligen Justizminister - als "Reisebüro Bräutigam". In der Telefonanlage der JVA Schwarze Pumpe versuchte man damals, die Gefangenen mit alter deutscher Schlagermusik abzuwimmeln: "Du bist verrückt mein Kind, geh' nach Berlin, wo die Verrückten sind, da jehörste hin!"

Das meint der Brandenburger heute noch: Verrückte gehören in die Klapse oder nach Berlin. Brandenburg ist langweilig geworden, jedenfalls in den Telefonklängen seiner Gefängnisse. Zur Amtseinführung des Luckauer Gefängnisdirektors Hans Christian Hoff gab es noch Hausmusik, doch ach, in der behördlichen Warteschlaufe findet sich nur "integrierte synthetische Musik von Panasonic", natürlich Gema-frei. Wo bleibt der Sponsor, der die Tantiemen für Lee Harvey Oswalds "A Taste Of Prison" übernimmt? In Brandenburg an der Havel, wo in der größten märkischen Haftanstalt mehr als 600 Gefangene schmoren, zwitschert dem Anrufer als Vorgeschmack auf den Knast sommers wie winters Vivaldis "Frühling" ins Ohr. Anstaltsleiter Hermann Wachter wünscht sich zu Vivaldi einen Ansagetext, der auf die Produkte der anstaltseigenen Werkstätten hinweist. Jedenfalls Kleingärtner dürfte diese Kombination am Nerv packen.

Günter Tübben, Anstaltsleiter in Cottbus, hätte als Ersatz für die anonyme "melodiöse instrumentale Notenfolge" gern Mozarts "Üb' immer Treu und Redlichkeit". Gesungen sei die vierte Strophe empfohlen: "Dem Bösewicht wird alles schwer/ Er tue was er tu/ Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr/ Die Nacht ihm keine Ruh."

Der Mozart'sche Imperativ steht auch in der Gunst einiger Gerichtsvorstände hoch. Potsdams Landgerichtspräsident Christian Gaude hat zwar schon einen Mozart in der Leitung ("Eine kleine Nachtmusik"), würde aber "Üb' immer ." bevorzugen. Der Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, Wolfgang Farke, hat sich zum neuen Jahr vorgenommen, den "entsetzlichen Synthesizer-Pop" in seiner Telefonanlage zu ersetzen, möglichst auch durch "Treu und Redlichkeit". Gerd Schnittcher, Leitender Oberstaatsanwalt in Neuruppin, beklagt das "undefinierbare Geklimper" in seiner Warteschleife. Am Amtsgericht Bad Freienwalde setzt Direktor Silvio Seidel den Schließungserwägungen der Landesregierung akustische Modernisierung entgegen: Mozarts "Nachtmusik" raus, die hier eh nach Kapitulation klingt, und frischer Jazz rein. Auch Sabine Stachwitz, Direktorin des Amtsgerichts Oranienburg, will ihre "Nachtmusik" loswerden, die "damals im Telekom-Angebot das kleinste Übel war." Sie wünscht sich Glucks "Reigen seliger Geister". Zu fröhlich war die Warteschleife am Amtsgericht Brandenburg. Nachdem ein trauernder Hinterbliebener, der nicht gleich mit der Nachlassabteilung verbunden werden konnte, sich beschwert hatte, wurde sie ersatzlos gekappt.

Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg hat persönlich dafür gesorgt, dass in seinen Amtsleitungen ein Thema aus Bachs "Brandenburgischen Konzerten" erklingt. Das bietet auch die Telefonanlage des Justizministeriums in Potsdam. Überraschend ist, dass der Generalstaatsanwalt auf seinem Handy mit häufig wechselnden Klingeltönen experimentiert. Sein Kollege Gerd Schnittcher dagegen setzt auf akustische Berechenbarkeit. Wer miterlebt, wie sein Handy anschlägt, weiß, dass Schnittcher zum Jagen nicht getragen werden muss. Klares Signal: Sau tot.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0104/feuilleton/0019/index.html

 

 


 

 

 

Verbrechen

Potzlow-Mörder kommt vorzeitig auf freien Fuß

Der grausame Mord an dem 16-jährigen Marinus im brandenburgischen Potzlow hatte vor sechs Jahren für Entsetzen gesorgt. Nun kommt einer der damals jugendlichen Täter vorzeitig aus der Haft frei.

Marcel S. 2003 auf dem Weg ins Gericht. Nun wird er aus der Haft entlassen. - Foto: ddp

10.8.2008 10:36 Uhr

München/ Potzlow - Einer der Mörder von Potzlow kommt nach knapp sechs Jahren Haft frei. Wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin einer vorzeitigen Entlassung nicht widersprochen. Da dem 23-Jährigen eine "positive Entwicklung" bescheinigt werde, müsse die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Justizkreise.

Marcel S. war 2003 wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu achteinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Er hatte als Haupttäter mit seinem Bruder und einem weiteren Komplizen 2002 den 16-jährigen Schüler Marinus Schöberl in Potzlow gequält und getötet. Danach versenkten die drei Rechtsextremisten die Leiche in einer Jauchegrube. (ut/ddp)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Potzlow-Mord;art128,2589991

 

 


 

 

SKINHEAD-MORD VON POTZLOW

Bundesgerichtshof verschärft Urteile

Zwei Jahre nach dem brutalen Mord an dem 16-jährigen Marinus aus Potzlow hat der Bundesgerichtshof die Urteile teilweise verschärft. Die Richter sprachen den beiden Mittätern eine größere Verantwortung an der grausamen Tat zu.

Leipzig - Marinus aus dem brandenburgischen Potzlow starb auf grausamste Weise: Drei Skins aus seinem Dorf quälten und demütigten den 16-Jährigen stundenlang, schließlich musste sich Marius vor einen Steintrog knien, einer der Täter, Marcel, sprang ihm auf den Kopf. Anschließend versenkten die drei jungen Männer die Leiche in einer Jauchegrube. Das war am 13. Juli 2002. Erst am 17. November wurde das Opfer entdeckt. Der damals 17-jährige Marcel hatte vor Jugendlichen im Dorf geprahlt, er wisse, wo der Vermisste zu finden sei. Er habe ihn umgebracht.

Vor dem Landgericht Neuruppin wurde Marcel im Oktober 2003 als Haupttäter wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Gegen seinen zum Tatzeitpunkt 23 Jahre alten Bruder Marco wurde eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren verhängt. Der damals 17-jährige Sebastian kam mit zwei Jahren Jugendstrafe ohne Bewährung davon.

Heute hat der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Leipzig das Urteil gegen den Haupttäter Marcel bestätigt. Angesichts "beträchtlicher psychischer Defekte" des Angeklagten und seines für die Wahrheitsfindung "besonders förderlichen Geständnisses" habe das Landgericht die gesetzliche Höchststrafe von zehn Jahren Jugendstrafe unterschreiten dürfen.

Die Bundesrichter erklärten jedoch, dass die beiden Mittäter Marco und Sebastian sich der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gemacht hätten. Sie hätten "im Rahmen der schweren Misshandlungen des Opfers mit einem derartigen Exzess" rechnen müssen. Marco, heute 25 Jahre alt, wird trotzdem keine höhere Freiheitsstrafe erhalten, "da die Verhängung lebenslanger Freiheitsstrafe gegen den grenzdebilen und persönlichkeitsgestörten Angeklagten ausschied", urteilten die Richter. Das Landgericht Neuruppin muss aber prüfen, ob Marco in der Sicherungsverwahrung oder in einer Entziehungsanstalt untergebracht wird. Gegen Sebastian muss die Höhe der Jugendstrafe vor dem Landgericht Neuruppin erneut verhandelt werden.

(Aktenzeichen 5 StR 218/04)

19.08.2004

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,314018,00.html

 

 


 

 

"Havemann-Prozess. Haftstrafen für Ex-DDR-Staatsanwälte"

15.08.2000

 http://www.rp-online.de/politik/Haftstrafen-fuer-Ex-DDR-Staatsanwaelte_aid_251118.html

 

 


zurück