Alleinerziehen 


 

 

 

 

 

Spaßbroschüre sogenannter Alleinerziehender (2008) neu erschienen. Der größte Unsinn, seit es Marmelade gibt.

 

Wie immer: Mit parteilicher Unterstützung des sogenannten Bundesfamilienministeriums:

 

 

 

„allein erziehend – Tipps und Informationen“

VAMV-Taschenbuch komplett aktualisiert erschienen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der beliebte Ratgeber des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter ist in der 17. Auflage erschienen, aktuell im Erscheinungsbild und natürlich auch im Inhalt: Als eine der ersten Veröffentlichungen zum neuen Unterhaltsrecht bietet es einen differenzierten Überblick über die Ansprüche von Eltern und ihren Kindern. Aber auch alle anderen Themen und Lebensbereiche, die rund um das Alleinerziehen wichtig sind, werden wie üblich kompetent und gut verständlich in diesem Ratgeber dargestellt:

 

Familienrechtliche Angelegenheiten wie die Sorge und der Umgang mit dem Kind,

Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten,

Finanzierung der Familie, Steuern und Alterssicherung,

ALG I und ALG II-Ansprüche,

Alleinerziehende Migrantinnen

Möglichkeiten der Beratung und des Kontakts.

 

In diesem VAMV-Ratgeber spiegelt sich die Vielfalt der gelebten Familienformen wider. Unabhängig davon, ob Mütter oder Väter ihre Kinder von Anfang an alleine erziehen, geschieden sind, unverheiratet und ohne Partnerschaft leben, verwitwet oder getrennt lebend sind – immer stellt das Alleinerziehen hohe Anforderungen an die Eltern und fordert ihren ganzen Einsatz und ihre ganze Persönlichkeit.

 

Der Ratgeber bietet den Eltern eine solide Grundlage, alle Schwierigkeiten und Anforderungen zu meistern. Seit den Siebzigerjahren ist er das erfolgreichste Handbuch zum Alleinerziehen und wird bundesweit von allen bekannten Beratungsstellen weitergegeben.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung!

 

Einzelexemplare beim VAMV- Berlin, Telefon 851 51 20

e-Mail: vamv-berlin@t-online.de

 

Mehrere Exemplare können nach telefonischer Absprache in unserer Geschäftsstelle Seelingstr.13 , 14059 Berlin abgeholt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Elisabeth Küppers

Projektleiterin

 

 

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Verband alleinerziehender Mütter und Väter

Landesverband Berlin e.V.

Seelingstraße 13

14059 Berlin

 

Tel.: 030 851 51 20

Fax: 030 85 96 12 14

 

Bürozeiten:

Mo, Di, Do und Fr von 09.00 - 13.00 Uhr

 

www.vamv-berlin.de

 

 

 


 

 

 

 

"Liebe Alleinerziehende, liebe Einelternfamilien,

wenn Sie dieses Buch in die Hand bekommen, leben Sie wahrscheinlich erst seit kurzem in einer Einelternfamilie ... Für mich ist diese Lebensform die schönste, die ich bisher erlebt habe. ...

Ihre Bundesvorsitzende Carola Schewe"

 

So tönt es in der vom Bundesfamilienministerium mit Steuermitteln finanzierten Broschüre des VAMV. Wen wunderts, wenn viele Mütter diese honigschleckende Lebensform einmal ausprobieren wollen, statt sich der Mühe von Beziehungskonflikten auszusetzen. Wenns einem dann langweilig wird, sucht man sich eben einen neuen Mann oder zur Abwechslung auch mal eine Frau. Für Kinder kann das nur gut sein, wenn sie viele Menschen im 12 Monatstakt kommen und gehen sehen. Na ja und irgendwann kann die Mutter dann auch mal alleine leben, bestätigt in ihrer Sicht auf die Welt, dass Männer nur schmutzen.

25.1.2002

 

 


 

 

 

Alleinerziehen versus Getrennterziehen

 

Da zu vielen sogenannten "Alleinerziehenden" fast immer noch ein zweiter ausserhalb lebender Elternteil (zumeist der Vater) gehört, der sich, wenn auch in zeitlich verringerter Form an der Betreuung und Erziehung des gemeinsamen Kindes beteiligt, finden wir die Verwendung des Begriffes "Alleinerziehend" bedenklich und sogar kindeswohlschädlich, da ein Kind das Recht auf beide Eltern hat und begrifflich dem Kind nicht suggeriert werden sollte, als ob es nur einen Elternteil hätte. Wir sprechen daher von "Getrennterziehen", wenn sich der andere Elternteil, wenn auch in geringerem Umfang an der Betreuung des gemeinsamen Kindes beteiligt. Nur dort, wo dieser Elternteil kaum in Erscheinung tritt, oder völlig aus dem Lebend des Kindes verschwunden ist, finden wir den Begriff "alleinerziehen" angemessen.

Von daher sind auch die offiziellen Statistiken, die von Millionen von "Alleinerziehenden" sprechen, mehr ideologisch geprägt und ungeeignet für ein adäquate Widerspiegelung der Realität. 

 

 


 

 

 

 

"Allein erziehend - Tipps und Informationen"

 

eine Broschüre des Verband alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V. (VAMV)

in 13. überarbeiteter Auflage 2001 erschienen 

 

 

Hier mal ein ideologischer Bonbon aus dem Vorwort: 

"Liebe Alleinerziehende, liebe Einelternfamilien,

wenn Sie dieses Buch in die Hand bekommen, leben Sie wahrscheinlich erst seit kurzem in einer Einelternfamilie ... Für mich ist diese Lebensform die schönste, die ich bisher erlebt habe. ...

Ihre Bundesvorsitzende Carola Schewe"

Schön wäre es, wenn der Geldgeber für diese Broschüre, das Bundesfamilienministerium (das ja bekanntlich auch aus Steuermitteln von getrennt lebenden Vätern finanziert wird), den VAM auffordern würde, bei der 14. Auflage die ideologischen Peinlichkeiten wie obige aus dem Buch zu tilgen.

 

Von den ideologischen Entgleisungen "Einelternfamilien" und "alleinerziehend" abgesehen, kann die Broschüre auch von getrennterziehenden (und "entsorgten") Vätern und Mütter mit Informationsgewinn gelesen werden. 

Die Broschüre ist zu erhalten bei den VAMV-Kontaktstellen oder über Internet: www.vamv-bundesverband.de

 

 


 

 

 

 

Fachtagung "Alleinerziehen in Deutschland - Ressourcen und Risken einer Lebensform" 

23. Juni 2000 in Berlin. 



Hier einige subjektive Eindrücke. 

Ca 150 Teilnehmer/innen, davon ca. 20 Prozent männlichen Geschlechts. Presse reichlich vertreten, ganz im Gegensatz zur Tagung "Mann und Familie" letzten Jahres in Frankfurt/Main. Auch diverse weibliche Bundestagsabgeordnete (PDS, Grüne, FDP, CDU/CSU) liessen sich durch eine Mitarbeiterin vertreten. Auch von diesen war in Frankfurt niemand anwesend. Es macht sich eben leichter über "abwesende und flüchtende Väter" zu klagen, als sich wirklich für mehr Väterlichkeit zu engagieren. Daraus entsteht leicht der Eindruck, dass letztlich Frauen den jetzigen Zustand verewigt wünschen, so können sie ihre Dominanz in der Familie und bei der Kindererziehung behaupten und sich gleichzeitig in der Opferrolle behaglich einrichten.


Familienministerin Bergmann hielt eine ausgewogene Rede, wobei sie auch einigen Mythen über "Alleinerziehende" frei nach dem Motto "Die armen alleinerziehenden Mütter") widersprach. Auch wäre unklar, wer denn heute alles "alleinerziehend" wäre. 
(Das jede nichteheliche Lebensgemeinschaft statistisch immer noch als "alleinerziehend" (natürlich der Mutter) gilt, soll hier angemerkt werden

In der anschliessenden Diskussio folgte Frau Bergmann in moderater Form meiner Kritik zur Verfassungwidrigkeit des 1626a BGB, sinngemäss an Jutta Limbach vom Bundesverfassungsgericht gewandt "Da müsse man noch einiges verbessern".

Anschliessend sprach Jutta Limbach, mit einigen versteckten Spitzen gegen die Männer und Väter. Emotional für jeden Menschen zu akzeptieren, ist zu überlegen, ob dies einer Bundesverfassungsrichterin gut zu Gesicht steht.
Frau Limbach sprach sich dagegen aus, Sanktionsmöglichkeiten für Eltern gesetzlich vorzusehen, wenn diese den Umgang mit dem Kind nicht wahrnehmen, bzw. diesen vereiteln. Sie meinte so etwas habe im Familienrecht nichts zu suchen. 
Das das Strafgesetzbuch bei Kindesmissbrauch, Gewalt in der Familie und Pflichtverletzung bei Unterhaltszahlungen Sanktionen bis zu Gefängnisstrafen vorsieht, ließ sie hierbei unberücksichtigt.

Die Reden einiger ReferentInnen, so auch des Rostocker Psychiaters und Psychotherapeuten Jörg Fegert, waren immer wieder mit dem Begriff der Ein-Eltern-Familie, bzw. Ein-Elternschaft gespickt. Einem unmöglichen Begriff, wie ich in der Diskussion monierte, da er den anderen Elternteil, zumeist dem Vater sprachlich aus dem Leben des Kindes drängt. Frau Conen, Abteilungsleiterin Familie im Bundesministerium, bestätigte meine Kritik, schon grammatikalisch wäre das Wort nicht korrekt. von ihr kamen auch deutliche Worte, die Väter stärker als bisher mit zu denken und zu berücksichtigen.

Professor Andress von der Uni Bielefeld hielt anschliessend einen Vortrag zu "Die wirtschaftliche Lage Alleinerziehender". Von ihm erschien aktuell das Buch "Die wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung", in der Schriftenreihe Kohlhammer, des BMfFSFJ. Das nichteheliche Trennungen darin nicht erfasst sind, bestätigte er mir in der Pause.

Frau Professor Ott von der Uni Bochum räumte in ihrem Vortrag auch mit einigen Mythen über "Alleinerziehende" auf und gab interessante Informationen. So erhalten getrennt lebende Elternteile mit 2 Kindern 400 DM mehr Sozialhilfe (ohne Miete) als zusammenlebende Eltern. (Die Konsequenz sollte heissen, den Sozialhilfesatz für zusammenlebende Eltern entsprechend zu erhöhen, Anm. vaeternotruf.de)

Sachlich und konstruktiv (bis auf den Gebrauch des Unwortes "Ein-Eltern-Familie") Prof. Fegert aus seiner Praxis als Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie Rostock. 


Frau Schmidt-Nieraese Leiterin des Jugendamtes Mannheim hielt einen wohltuenden Vortrag. Hier konnte man(n) den Eindruck gewinnen, das in diesem Jugendamt zumindest auf der Leitungsebene gute Arbeit geleistet wird. Einen Eindruck, den man nicht von jedem Jugendamt erhält. Von ihr wurde auch durchgängig von "alleinerziehenden Vätern und Müttern" gesprochen, während viele andere PodiumsrednerInnen immer wieder mit "den alleinerziehenden Müttern" aufwarteten. Sie plädierte dafür "Alleinerziehendencafes und -treffs" durch Elterncafes zu ersetzen, um so aus der selbstauferlegten Sonderbehandlung und Sondergruppierung wegzukommen.


In der Diskussion zeigte sich, das "Alleinerziehende" nicht ohne den anderen Elternteil betrachtet werden können. Das es über die "nichtbetreuenden Elternteile" so gut wie keine Studien gibt (mir selber ist nur die Diplomarbeit von Ursula Kodoje bekannt) ist ein enormes Manko, ein Teilnehmer mahnte an, dies endlich auch in den Blick der Forschung zu nehmen.

Vorgetragen wurde von "Alleinerziehendenlobbyisten" die Forderung den Selbstbehalt der unterhaltspflichtigen Elternteile auf den Sozialhilfebedarf herabzusetzen. In den Reden der Offiziellen war aber nichts davon zu spüren, diesen Vorschlag aufzugreifen. Wobei fraglich ist, ob der Vorschlag in der Praxis Erfolg hätte, fehlt doch in diesem Fall den unterhaltspflichtigen Elternteilen jegliche positive Motivation überhaupt noch arbeiten zu gehen. 
Wahrscheinlich wären die Steuerausfälle grösser als die zu erwartenden Mehreinnahmen. Auch wenn der Vergleich etwas weit hergeholt scheinen mag, die Sklavenhaltung ist genau aus diesem Grund abgeschafft worden, weil man gemerkt hat, dass Sklaven schlechter arbeiten als billig bezahlte Lohnarbeiter.

Abschliessend sprachen zwei weibliche "Alleinerziehende". Ein "alleinerziehender" Vater war nicht geladen.


Der Wortlaut der Redebeiträge soll in einer Dokumentation des Familienministeriums zu erhalten sein. 

 

23.6.2000

 

 


 

 

 

Leserbrief zu "Väter abwesend, Mütter überlastet." von Barbara Dribbusch in TAZ 24./25.6.00 zur Tagung "Alleinerziehend ..."

Frau Dribbusch strapaziert wieder einmal das Unwort "Einelternfamilie". Sie sollte sich einmal der Mühe unterziehen 100 Kinder, deren Eltern getrennt leben zu befragen, wer alles zu ihrer Familie gehört. Die meisten Kinder werden ihr in der Reihenfolge antworten: meine Mutter, mein Vater ...
Eine Einelternfamilie ist schon sprachlich ein Unding, weil es Eltern nicht in der Einzahl gibt. Und das Märchen von Jesus Christus, dem Sohn der Maria aus unbefleckter Empfängnis und dessen dümmlich guckenden "Nichtvater" Joseph glaubt heute höchtens noch die kleine Susi aus der Christenlehre.

Einelternfamilie ist auch familiensystemisch ein Unding, das kann man und frau jeden Familientherapeuten befragen. Selbst wenn ein Elternteil verstorben ist, gehört er systemisch als Verstorbener weiter zur Familie. Zu begreifen ist die Begriffsschöpfung "Einelternfamilie" nur vor dem dringenden Wunsch des betreuenden Elternteils, meist der Mutter, dem Kind zu suggerieren den Verlust des Vaters als nicht so bedeutsam zu empfinden, da frau mit Kind ja weiterhin eine Familie - eine Einelternfamilie wäre.
Zum anderen sind Trennungen in der Regel schmerzhafte Prozesse, bei denen ein enormes Wut- und Agressionspontential auftritt. Und da möchte man oder frau, den anderen Elternteil am liebsten für nichtexistent erklären. 
Frau Conen, Abteilungsleiterin Familie im Bundesministerium hat auf der Tagung auf meine Anfrage hin auch ihre Probleme mit dem Begriff "Einelternfamilie" bekannt.

Pauschal wird auch im TAZ-Artikel wieder von den unterhaltssäumigen Vätern berichtet. Das die unterhaltspflichtigen Mütter eine bessere Zahlungsmoral hätten, harrt jedoch noch des Beweises.
Die angegebenen Prozentzahlen 15 Prozent Väter und 85 Prozent Mütter, die ihre Kinder "alleinerziehend" sind sehr in Zweifel zu ziehen, rechnet doch das Statistische Bundesamt bisher alle nichtehlichen Lebensgemeinschaften als Alleinerziehende und schlägt sie somit den Müttern zu. 

Philipp, 27.6.2000

 

 


 

 

 

 

"Der gegenwärtige Vater, der am Rand der Familie steht.
Über allein erziehende Frauen, veränderte Mütterlichkeit und die Sehnsucht der Kinder nach Väterlichkeit."


von Gerhard Amendt in: "Frankfurter Rundschau" 20.12.99
ganzseitig

Ein hervorragender Artikel über "vier Arten von Alleinerziehen" und die Rolle  der Väter. 
Typ 1: Alleinerziehen infolge Tod des Partners
Typ 2: als Folge von Scheidung
Typ 3: als einen Lebensentwurf, der den Mann als Vater ausschlägt
Typ 4: als breit strömende psychische Reaktion auf enttäuschend verlaufene  Beziehungen zu Männern, die sich von der Kindheit bis ins erwachsene Leben erstrecken



ein gekürztes Kapitel aus dem Buch von Amendt "Vatersehnsucht. Annäherung in elf  Essays", 50 DM, ISBN 3887224523, 
zu beziehen auch mit Scheck über: Uni Bremen, Institut für Geschlechter und Generationenforschung, PF 330440, 28334 Bremen

 

 

 


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