Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Bodenseekreis

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Bodenseekreis

Landkreis

 

Landratsamt Bodenseekreis

88041 Friedrichshafen

 

Telefon: 07541 / 204-0

Fax: 07541 / 204-5699

 

E-Mail: info@bodenseekreis.de

Internet: www.bodenseekreis.de

 

 

Internetauftritt des Bodenseekreis (10/2013)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Bodenseekreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Landkreis Ravensburg und dem Landkreis Sigmaringen die Region Bodensee-Oberschwaben im Regierungsbezirk Tübingen. Der Bodenseekreis grenzt im Norden an die Landkreise Sigmaringen und Ravensburg, im Osten an den bayerischen Landkreis Lindau, im Süden bildet der Bodensee die natürliche Grenze zur Schweiz (Kantone Thurgau und St. Gallen) und zu Österreich (Vorarlberg), im Westen grenzt er an den Landkreis Konstanz.

 

Bundesland Baden-Württemberg

Städte und Gemeinden:  

(Einwohner am 30. September 2006)

Städte

1. Friedrichshafen (58.504)

2. Markdorf (12.727)

3. Meersburg (5.582)

4. Tettnang (18.545)

5. Überlingen (21.455)

 

Gemeinden

1. Bermatingen (3.828)

2. Daisendorf (1.527)

3. Deggenhausertal (4.246)

4. Eriskirch (4.658)

5. Frickingen (2.760)

6. Hagnau am Bodensee (1.430)

7. Heiligenberg (2.886)

8. Immenstaad am Bodensee (6.070)

9. Kressbronn am Bodensee (8.117)

10. Langenargen (7.654)

11. Meckenbeuren (13.488)

12. Neukirch (2.690)

13. Oberteuringen (4.491)

14. Owingen (4.193)

15. Salem (11.188)

16. Sipplingen (2.195)

17. Stetten (986)

18. Uhldingen-Mühlhofen (8.071)

 

 

 

Jugendhilfeausschuss des Bodenseekreis

Mitglieder siehe unten

https://ratsinfo.bodenseekreis.de/buergerinfo/kp0040.php?__kgrnr=5&

 

 

 

Jugendamt Bodenseekreis

Kreisjugendamt

 

 

Amtsgerichte mit Zuständigkeit für den Landkreis 

Amtsgericht Tettnang

Amtsgericht Überlingen (Bodensee)

 

 

Väternotruf Friedrichshafen

August Mustermann

Musterstraße 1

88041 Friedrichshafen

Telefon: 07541 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Werner Feiri - stellvertretender Leiter des Jugendamtes Bodenseekreis (ab , ..., 2007, ..., 2010)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Evelyn Hoffmann - Jugendamt Bodenseekreis / Kindesunterhalt / Beistandschaften (ab , ..., 2008)

Eva Hope - Jugendamt Bodenseekreis (ab , ..., 2013)

Frau Reinhardt - Jugendamt Bodenseekreis / Sozialer Dienst (ab , ..., 2012)

Simone Schilling - Jugendamt Bodenseekreis (ab , ..., 2013)

"Gute Nachrichten für Väter von Kindern aus getrennten Beziehungen hat Simone Schilling vom Kreisjugendamt. Vor dem Ausschuss für Soziales und dem Jugendhilfeausschuss referierte sie über die neuen Gesetze zur Änderung des Sorgerechts bei nicht miteinander verheirateten Eltern und zur Stärkung der Vaterrechte von leiblichen, aber nicht rechtlichen“ Vätern. ..." - http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/bodenseekreis/Beide-Elternteile-sollen-gleich-behandelt-werden;art410936,6400886

Frau Schömer - Jugendamt Bodenseekreis / Vormundschaften (ab , ..., 2013)

Ulrike Stecher - Jugendamt Bodenseekreis / Sozialer Dienst (ab , ..., 2012)

Frau Welte - Jugendamt Bodenseekreis / Kindesunterhalt / Beistandschaften (ab , ..., 2009)

Frau Zweifel - Jugendamt Bodenseekreis / Unterhaltsvorschuss (ab , ..., 2008)

 

 

Jugendhilfeausschuss des Bodenseekreis

Mitgliederdaten unvollständig, kein Hinweis auf die Herkunft der stimmberechtigten und beratenden Mitglieder.

Vorsitzender

Wölfle, Lothar Vorsitz

stimmberechtigte Mitglieder

Abler, Ingrid Mitglied

Abler, Michael Mitglied

Baier, Eberhard Mitglied

Blümcke, Simon Mitglied

Brauer, Helga Mitglied

Böttinger, Joachim A. Mitglied

Daecke, Udo Mitglied

Ehrle, Manfred Mitglied

Geiger, Paul Mitglied

Günthör, Christina Mitglied

Göggerle, Antoinette Mitglied

Hatt, Bernhard Mitglied

Heidenreich, Matthias Mitglied

Hoehne, Dr. Dagmar Mitglied

Höfele, Rainer Mitglied

Jaekel, Karl-Heinz Mitglied

Krüger, Joachim Mitglied

Leber-Becker, Jürgen Mitglied

Mattes, Dr. Boris Mitglied

Paulsen, Sebastian Mitglied

Pfeiffer, Evi Mitglied

Sauter, Ingrid Mitglied

Scholz, Joachim Mitglied

Schuler, Jürgen Mitglied

Schuler-Seckinger, Sabine Mitglied

Spieth, Markus Mitglied

Weinert, Heidi Mitglied

beratende Mitglieder

Feiri, Werner Mitglied

Kaltenmark, Peter Mitglied

Kiß, Dr. Bernhard Mitglied

Kopfmann, Nicole Mitglied

Pursche, Udo Mitglied

Völk, Günther Mitglied

Wolfsturm, Karl-Heinz Mitglied

Wöhrle, Edgar Mitglied

stellvertretende Mitglieder

Arnegger, Ernst stellvertretendes Mitglied

Baader, Josef stellvertretendes Mitglied

Beck, Karl-Heinz stellvertretendes Mitglied

Bott-Eichenhofer, Elke stellvertretendes Mitglied

Brennecke, Ralf stellvertretendes Mitglied

Bussmann, Franz stellvertretendes Mitglied

Böhm, Hermann stellvertretendes Mitglied

Endres, Werner stellvertretendes Mitglied

Faden, Helmut stellvertretendes Mitglied

Garimort, Helmut stellvertretendes Mitglied

Gotzmer-Groß, Angela stellvertretendes Mitglied

Hager, Eduard stellvertretendes Mitglied

Hahn, Leon stellvertretendes Mitglied

Hauswald, Peter stellvertretendes Mitglied

Hecht-Fluhr, Christa stellvertretendes Mitglied

Härle, Manfred stellvertretendes Mitglied

Jehle, Jochen stellvertretendes Mitglied

Kanngießer, Ingo stellvertretendes Mitglied

Keller, Petra stellvertretendes Mitglied

Keßler, Konrad stellvertretendes Mitglied

Kohler, Ewald stellvertretendes Mitglied

Kuhnle, Harald stellvertretendes Mitglied

Lembke, Bernadette stellvertretendes Mitglied

Maier, Karl stellvertretendes Mitglied

Müller, Axel stellvertretendes Mitglied

Niederprüm, Gerhard stellvertretendes Mitglied

Rauch, Heide-Rose stellvertretendes Mitglied

Reiners, Harald stellvertretendes Mitglied

Rothmund, Annett stellvertretendes Mitglied

Röben, Klaus stellvertretendes Mitglied

Schmidt, Julia stellvertretendes Mitglied

Schneider, Rosemarie stellvertretendes Mitglied

Sechser, Reinhard stellvertretendes Mitglied

Selg, Petra stellvertretendes Mitglied

Stauber, Dieter stellvertretendes Mitglied

Stumpf, Kathrin stellvertretendes Mitglied

Weber, Volkmar stellvertretendes Mitglied

Wirth, Maria stellvertretendes Mitglied

Zeller, Norbert stellvertretendes Mitglied

https://ratsinfo.bodenseekreis.de/buergerinfo/kp0040.php?__kgrnr=5&

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Friedrichshafen 

überregionale Beratung

http://familienberatung-friedrichshafen.de

 

 

Familienberatung Konstanz

überregionale Beratung

http://familienberatung-konstanz.org

 

 

Familienberatung Ravensburg

überregionale Beratung

http://familienberatung-ravensburg.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Psychologische Familien- und Lebensberatung

Katharinenstr. 16 

88045 Friedrichshafen 

Telefon: 07541 / 300000

E-Mail: pfl-fn@caritas-bodensee-oberschwaben.de

Internet: http://www.caritas-bodensee-oberschwaben.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention

Mitarbeiter/innen: Frieder Vögele - Diplom-Psychologe (ab , ..., 2012, 2013), Norbert Hensel - Diplom-Sozialarbeiter, Susanne Magino - Diplom-Sozialarbeiterin (ab , ..., 2013)

 

 

Deutscher Kinderschutzbund OV Friedrichshafen e.V.

Schanzstr. 19 

88045 Friedrichshafen 

Telefon: 07541 / 22124

E-Mail: dksb.fn@t-online.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-friedrichshafen.de

Träger: Deutscher Kinderschutzbund OV Friedrichshafen e.V.

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung für Kinder und Jugendliche, Telefonische Beratung

Vorstand: Gisela Jäger-Leins (Vorsitzende), Gisela Merath-Pfister (Vorsitzende), Raimund Moser (Schatzmeister), Marion Lenz (Schriftführerin), Kirsten Bauermeister (Beisitzer/innen), Dr. Friederike Lutz (Beisitzer/innen), Ingrid Pfannkuchen (Beisitzer/innen), Fred Schill (Beisitzer/innen) (Beisitzer/innen)

Mitarbeiter/innen: Heidrun Burger - Dipl. Psychologin, Seyda Sheikhi - Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (FH)

 

 

Psychologische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Außensprechstd. von Friedrichshafen

Lindauer Str. 19 

88069 Tettnang

Telefon: über 07541 / 3000-40

E-Mail: pb-fn@caritas-bodensee-oberschwaben.de

Internet: http://www.caritas-bodensee-oberschwaben.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Jugendberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention

 

 

Diakonisches Werk

Christophstr. 31

88662 Überlingen

Telefon: 07551 / 918990

E-Mail: u.pursche@diakonie-ueberlingen.de

Internet: http://www.diakonie-ueberlingen.de

Träger:

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Sexualberatung, Familienplanungsberatung, Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Beratung für psychisch Kranke und solche, die es werden wollen oder sich dafür halten, Telefonische Beratung, Sozialberatung, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Gruppenarbeit, Beratung für Migranten und Spätaussiedler, Schuldner- und Insolvenzberatung

 

 

Psychologische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Mühlbachstr. 18

88662 Überlingen

Telefon: 07551 / 30856-0

E-Mail: psychologische.beratungsstelle@caritas-linzgau.de

Internet: http://www.psychologischeberatungsstelle-ueberlingen.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention, Jugendberatung

 

 

Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen

Münsterplatz 5

88662 Überlingen

Telefon: 07551 / 63117

E-Mail: ueberlingen@eheberatung-bodensee.de

Internet: http://www.eheberatung-bodensee.de

Träger: Katholische Kirche

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Gruppenarbeit, Krisenintervention, Partnerberatung, Sexualberatung

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Kreisjugendamt Soziale Dienste

Albrechtstr. 75 

Friedrichshafen

Telefon: 07541 / 204-5364

E-Mail:

Internet: http://www.bodenseekreis.de

Träger: Landkreis Bodensee

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Familienberatung, Sozialberatung

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kreisgruppe Bodenseekreis

Sprecher: Burkhart Tabel

0171- 46 270 64

Internet: http://www.vafk-bodensee.de

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im  Bodenseekreis

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Bodenseekreis

Frauen- und Kinderschutzhaus Bodenseekreis

Straße: 

88000 Friedrichshafen

Telefon: 07541 / 4893626

E-Mail: info@frauenhaus-bodenseekreis.de

Internet: http://www.frauenhaus-bodenseekreis.de

Träger: Arbeiterwohlfahrt

Angebote: Hilfe und Beratung für Frauen, Krisenintervention, Telefonische Beratung, Beratung für Opfer jeglicher Gewalt (laut Angaben auf www.dajeb.de offenbar auch Beratung für Männer als Opfer von Gewalt)

 

 

Väteraufbruch Bodenseekreis

Friedrichshafen Überlingen Konstanz Ravensburg

Funk: 0171 - 46 270 64

E-Mail: burkhart.tabel@vafk.de

Internet: http://www.bodenseekreis.vaeteraufbruch.de/bodenseekreis.htm

 

 


 

 

 

Markdorf

Soziales

Ein Vater kämpft um seinen Sohn

Drei Väter, drei Fälle: Wolfgang Pfeiffer, Marc Lewis und Burkhart Tabel (v. li.) im Juni in Salem beim Gespräch mit dem SÜDKURIER. Von Schicksalen wie ihren handelt Douglas Wolfspergers Film „Entsorgte Väter“.

Den Abend im Frühsommer 2000 wird Wolfgang Pfeiffer niemals vergessen. Als er von einer Vortragsveranstaltung nach Hause kam, waren die Lebensgefährtin und der fast zweijährige gemeinsame Sohn Florian verschwunden. Die Hausschlüssel lagen auf dem Tisch. Für Pfeiffer, der 1999 mit dem Bau eines Eigenheims in Ittendorf begonnen hatte, brach eine Welt zusammen. Nach Fertigstellung des Hauses war die Hochzeit geplant.

Das Jugendamt sprach das Sorgerecht für das Kind der Mutter zu. Die hatte mittlerweile einen neuen Partner, bei dem sie auch lebt. Sie haben geheiratet und jetzt zwei weitere Kinder. Sie gestand Wolfgang Pfeiffer zu, alle zwei Wochen übers Wochenende seinen Sohn zu sehen. Doch Wolfgang Pfeiffer, der seinen Sohn liebt, wollte mehr: das Sorgerecht. Denn er hatte eine eigene Wohnung mit Kinderzimmer und eine Mutter, die sich tagsüber des Sohnes angenommen hätte. Denn Wolfgang Pfeiffer ist berufstätig. Er arbeitet als Wassermeister der Stadt Markdorf und ist ein angesehener und beliebter Bürger.

Gegenüber dieser Zeitung betont er, sich um Florian in vielerlei Hinsicht gekümmert zu haben. Sie habe ihn zwar beim Kindergarten angemeldet, „aber alles andere war meine Sache“. Florians Tretroller, Kettcar und Fahrrad hat der Vater bezahlt. Er habe sich um Einschulung, Kommunion gekümmert, am Wochenende die Hausaufgaben nachgeschaut. „Sie machte 14 Tage lang gar nichts, und ich soll das dann an einem Wochenende nachholen“.

Bis zum neunten Lebensjahr von Florian habe er „das Theater mitgemacht“. „Die Mutter hat ihm nie geholfen, das habe ich an den Schulheften erkannt.“ Wie Florian in der Schule ist, weiß Pfeiffer nicht. Zeugnisse hat er nie gesehen.

Allerdings habe ihm die Lehrerin bereits im dritten Schuljahr mitgeteilt, man müsse sich mal zusammensetzen. Es gebe Probleme wegen nicht gemachter Hausaufgaben. Der Termin sei mit ihm, Mutter, Lehrerin und Schulpsychologin zustande gekommen, aber ausgegangen wie das Hornberger Schießen.

In einem Telefongespräch, so schildert Wolfgang Pfeiffer, habe er dem Jugendamt telefonisch mitgeteilt, es könne so nicht weitergehen. Florian sei in seiner Familie das fünfte Rad am Wagen. Nach den Wochenenden beim Vater wollte er nicht mehr nach Hause. „Die Mutter war überfordert, macht nichts, schreit nur rum“, schildert der Vater. Sein weiterer Vorwurf: „Florian gehört nicht zu der Familie. Die Mutter hat kein Interesse an ihm, sondern nur an meinem Geld, monatlich 254 Euro.“ Wörtlich habe sie zu Florian gesagt: „Du gehörst nicht zur Familie. Du bist ein Unglücksfall.“ Im Herbst sei der Junge noch in kurzen Hosen gekommen.

Wolfgang Pfeiffer sorgt sich um dessen Wohl. Sei er erst mal 18 Jahre, sei er verkorkst und sie wirft ihn auf die Straße. Der Vater hat den Eindruck, sein Sohn wäre lieber bei ihm. Zuletzt am Vatertag 2009. „Florian wollte unbedingt im Neubau das Kinderzimmer sehen und war völlig neben der Kappe“, als er wieder zurück sollte. Pfeiffer wollte das Jugendamt einbeziehen, bekam vom Leiter Werner Feiri die Auskunft, er besitze noch nicht alle Informationen und werde zurückrufen. Das soll er nicht getan haben.

Pfeiffer gewann nach mehreren Anrufen den Verdacht, er werde hingehalten. Als das Telefonat dann endlich zustande kam, habe er nach einer Viertelstunde den Eindruck gehabt, Feiri habe keine Ahnung davon, dass Florian keine Zuwendung erfahre. Oft habe Florian Tränen in den Augen, wenn er von ihm heimgebracht werde. Pfeiffer: „Abends ist das Kind alleine und die Mutter mit dem Auto unterwegs.“

Auch vermutet Pfeiffer, Florian werde aus der Familie ausgeschlossen und nur zum Vater abgeschoben, wenn die Familie etwa einen Ausflug unternehme. Jetzt hat sich Wolfgang Pfeiffer hilfesuchend an den Verein „Väteraufbruch“ gewandt. Gegründet wurde er unter anderem von Douglas Wolfsperger, dem Konstanzer Regisseur und Macher des Films „Entsorgte Väter“.

Werner Feiri vom Jugendamt weist derweil darauf hin, das Amt habe keine Entscheidungskompetenz. „Nur die Mutter bestimmt“, sagt er gegenüber dem SÜDKURIER. Solange es keine gravierenden Hinweise auf Kinderwohlgefährdung gebe, seien seinem Amt die Hände gebunden. Die Schulsozialarbeiterin sehe keinen Anlass, Negatives zu erkennen. Feiri empfiehlt Wolfgang Pfeiffer, beim Familiengericht Überlingen Antrag auf Sorgerechtsübertragung zu stellen. Dann entscheide ein Richter. „Wir behaupten auch nicht, dass wir alles sehen und einschätzen können“, sagt Feiri.

26.08.2009

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/markdorf/Ein-Vater-kaempft-um-seinen-Sohn;art372484,3916091

 

 

 


 

 

Politik

Vater Courage

„Die Mutter hat das in Kauf genommen“(von links): Wolfgang Pfeiffer, Marc Lewis und Burkhart Tabel kämpfen um ihre Kinder.

Foto: lünstroth

Eigentlich könnte Burkhart Tabel (46) glücklich sein. Er hat eine Partnerin, die er liebt, er ist gerade wieder Vater geworden und lebt ein gutes Leben im idyllischen Deggenhausertal. Aber über dem Ort ziehen sich immer wieder dunkle Wolken zusammen. Wolken aus der Vergangenheit, aus einem anderen Leben. Sie bringen Wut und Verzweiflung mit sich. Verantwortlich dafür ist seine Exfrau und Mutter seiner beiden Söhne, weil sie, so Tabel, alles daran setze, ihm den Umgang mit seinen Söhnen zu erschweren. Burkhart Tabels Geschichte ist eine dramatische „Wenn-aus-Liebe-Hass-wird-Geschichte“: 2006 ging die Ehe in die Brüche, danach begann der schmutzige Rosenkrieg mit Lügen, bösen Gerüchten, bestellten Schlägertypen und offenen Drohungen. „Ich sollte provoziert werden“, sagt der 46-Jährige.

Er sollte die Fassung verlieren, austicken, durchknallen, damit er als böser Aggressor und verantwortungsloser Vater vor Gericht dasteht, seine Erziehungsfähigkeit – und letztlich möglicherweise seine Kinder für immer verliert. Tabel hat sich nicht provozieren lassen. Er ist von Niedersachsen nach Baden-Württemberg gezogen. 700 Kilometer von seinen Kindern entfernt. Zurzeit sieht er sie etwa einmal im Monat, selbst das sei oft ein Kampf mit der Mutter. Dieser Frau, die er mal geliebt hat und mit der er heute nur noch per E-Mail kommuniziert.

Burkhart Tabels Fall ist einer von vielen in Deutschland. 2007 wurden bundesweit rund 187 000 Ehen geschieden, 145 000 Kinder (unter 18 Jahren) waren davon betroffen und standen plötzlich zwischen Vater und Mutter, traumatisiert von der Trennung und in etlichen Fällen missbraucht als Waffe im Elternkampf. Längst beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Phänomen und kommt zu dem Schluss: Kinder brauchen Vater und Mutter gleichermaßen. In dem jüngsten Familienbericht der Bundesregierung wird das indirekt bestätigt: „Die größte Sorge der Kinder ist ein Verlust ihrer Eltern“, heißt es dort. Vater und Mutter ergänzen einander, betonen Psychologen. Sie können dem Nachwuchs stärker das Gefühl von Sicherheit vermitteln als ein Elternteil alleine.

Burkhart Tabel wünschte, seine Exfrau würde dies auch so sehen. Die Hoffnung darauf hat er allerdings schon lange aufgegeben. 18 einzelne Verfahren haben sie gegeneinander geführt, seinen Ruf in seiner alten Heimat hat sie ruiniert, den Sorgerechtsprozess habe sie mit Tricksereien und Intrigen gewonnen. Dass seine Kinder nicht unbeschadet aus der Sache rauskommen, das weiß er: „Dieser ganze Rosenkrieg auf dem Rücken der Kinder, das ist nicht gut.“ Die Schulleistungen seines ältesten Sohnes sind in der dramatischen Phase in den Keller gegangen. „Die Mutter hat das in Kauf genommen“, sagt Tabel. Aber warum?

Über den Ursprung der Konflikte kommt man mit Vätern eher schwer ins Gespräch. Auch deshalb, weil sie offensichtlich oft davon überrascht wurden und sie es vor dem Ausbruch selten problematisiert hatten. Oft heißt es dann, die Frauen seien plötzlich ausgezogen, ohne Vorwarnung, ohne Gründe zu nennen. Und dass es ihnen in dem Streit jetzt nur noch um das Unterhaltsgeld gehe: „Die Aktie Kind“, sagt Burkhart Tabel, „nichts bringt bessere Rendite“, und er meint das nicht als Scherz.

„Ja, das Geld“, sagt auch Marc Lewis aus einer Stadt vom östlichen Bodenseeufer. Noch so ein Vater, der sich vom Versorger zum Versager abgestempelt fühlt. Zwei Kinder hat er mit seiner Ex-Frau: einen Sohn, der heute 17 ist und eine 12-jährige Tochter. Er sieht sie regelmäßig 14 Tage im Monat, würde sie aber gerne häufiger sehen. Auch weil er glaubt, dass die Mutter ihrer Erziehungsaufgabe nur unzureichend nachkommt. Vor mittlerweile sechs Jahren hat das Drama begonnen. Die Ehe ging auseinander, weil „ich sie wieder bei einer Affäre erwischt habe“, sagt Lewis. Trotz Eheberatung und vieler Versuche habe es danach einfach nicht mehr funktioniert. Sie verlebten das Trennungsjahr in ihrem gemeinsamen Haus, allerdings in getrennten Zimmern. Als Marc Lewis das Sorgerecht für seine Kinder anstrebte, begann der Terror. „Sie ging mit einem Messer auf mich los, hat mich mit einer Kamera geschlagen und mich mit einem abgebrochenen Bierglas bedroht“, erzählt er. Während er spricht, liegen vor ihm Fotos von den Wunden, die er davongetragen hat: Tiefe Kratzspuren auf dem Rücken, Narben im Gesicht und ein fast abgerissenes Ohrläppchen. Er hat es ertragen, weil er Angst hatte, ansonsten seine Kinder nie mehr wiederzusehen. Dazu kamen verbale Demütigungen – vor den Kindern. Ihr Vater sei ein Schlappschwanz, eine Schwuchtel, ein Versager, habe die Mutter den Kindern gesagt. All das hat er fein säuberlich dokumentiert. Mit Fotos, Notizen und Briefen. Allein: Das Jugendamt und die Gerichte interessierte das bisher herzlich wenig. Lewis hat resigniert: „Gerechtigkeit kann man vom Familiengericht nicht erwarten“, sagt er.

Das deckt sich mit den Erfahrungen von Burkhart Tabel. Er spricht von feministischen Netzwerken in den Familiengerichten, die der Mutter jedes und dem Vater kein Recht einräumten. Es klingt ein bisschen nach Verschwörungstheorie. Sehr schwarz und weiß. „Aber so ist es einfach leider oft“, erklärt Tabel. Um Vätern in einer ähnlichen Situation zu helfen, hat Burkhart Tabel einen Kreisverein des bundesweit tätigen Vereins „Väteraufbruch“ im Bodenseekreis gegründet. „Die Geschichten, die man da hört, sind oft haarsträubend“, sagt Tabel. Und meint das nicht nur auf einer persönlichen, sondern auch auf einer juristischen Ebene. Tatsächlich ist die Rolle der Juristen in dieser Angelegenheit zumindest zweifelhaft. Nicht selten gießen sie Öl in das Konfliktfeuer, hetzen die ehemaligen Ehepartner gegeneinander auf. Schließlich verdienten sie damit ihr Geld, sagt Burkhart Tabel. „Je größer der Streitwert, desto mehr springt für sie am Ende dabei heraus“, fügt er an. Es gibt immer mal wieder Gesetzesänderungen zum Thema, merklich geändert hat sich bisher aber nichts. Auch nicht durch das neue Kindschaftsrecht von 1998. Darin wurde zwar das Recht der Kinder auf beide Elternteile festgehalten und die gemeinsame Sorge vorgesehen. Allerdings kann dies einseitig jederzeit wieder aufgekündigt werden. Genau diese Willkür ist es, die den Vätern so oft das Leben schwer macht. Sie wollen für ihre Kinder da sein und aktiv an der Erziehung teilnehmen. Wenn die Mutter das aber nicht will, dann haben sie kaum eine Chance.

Burkhart Tabel ist inzwischen wieder Vater geworden. Vater einer Tochter. Ob er es nach dem Desaster mit seiner Exfrau nicht eher skeptisch gegenüber dem Konzept Familie sei? „Nein, Vater zu werden ist einfach das Tollste“, sagt er.

Michael Lünstroth

29.06.2009

http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/politik/art410924,3834973

 

 


 

 

Friedrichshafen

Handfester Streit mit dem Ex-Mann

In der Löwentaler Straße ist eine 31-Jährige mit ihrem Ex-Ehemann und dessen Ehefrau in Streit geraten. Die Polizei vermutet als Hintergrund der handfesten Auseinandersetzung das Sorgerecht für die Kinder.

Wegen Körperverletzung ermittelt die Polizei gegen eine 31-Jährige, die am Sonntag um 15.45 Uhr auf der Löwentaler Straße mit ihren geschiedenen Ehemann und dessen Ehefrau aneinander geraten war. Während dieser Auseinandersetzung schlug und trat die Tatverdächtige auf den Mann ein und attackierte auch dessen Ehefrau mit Fausthieben, berichtet die Polizei. Hintergrund dieser Auseinandersetzung dürften Streitigkeiten um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder zwischen der 31-Jährigen und ihren Ex-Ehemann sein, berichtet die Polizei weiter.

19.01.2009

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/art372474,3599217

 

 


 

 

 

Friedrichshafen

Vortrag: "Kinder brauchen Väter"FRIEDRICHSHAFEN (sz) 

Die Vortrags- und Gesprächsreihe "Eltern bleiben - trotz Trennung" geht weiter. Der nächste Abend unter dem Motto "Kinder brauchen Väter - Väter wollen Väter bleiben" beginnt am heutigen Donnerstag um 20 Uhr im Caritas-Centrum.

Oft geraten Menschen, die sich entschlossen haben, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen, an einen Punkt, an dem sie nicht weiter wissen, heißt es in der Ankündigung des Jugendamts. In dieser Krise werden unterschiedliche Lösungsversuche unternommen. Viele Paare sehen in Trennung und Scheidung den einzigen Ausweg aus der Sackgasse. Beratungsdienste bieten bei Fragen zu Partnerschaft, Familie und Erziehung Hilfe und Beratung an. Menschen mit Trennungsabsichten und in Trennungssituationen würden eine Vielfalt von belastenden Gedanken und Gefühlen erleben, informiert das Amt weiter. Sie müssten sich auf veränderte materielle Gegebenheiten und oft auch auf ein neues Umfeld einstellen.

Auch die Beziehung zu den Verwandten, Freunden und Bekannten sei von der Trennung betroffen. Vor allem aber ist das Kind und die Beziehung der Eltern zu ihm starken Belastungen ausgesetzt. Wie ein Kind mit der Beendigung der ehelichen Beziehung seiner Eltern fertig wird, hänge entscheidend davon ab, wie die Eltern in dieser Krisensituation miteinander und mit dem Kind umgehen, heißt es weiter. Die konstruktive Bewältigung der erfolgten Trennung sei für Ehepartner, Eltern und Kinder eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung ihrer Zukunft.

In der Arbeitsgemeinschaft Sorgerechtsberatung im Bodenseekreis haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsdienste, des Kreisjugendamtes, Rechtsanwälte und Familienrichter zusammengefunden. Sie wollen über finanzielle, rechtliche, soziale und psychologische Aspekte von Trennung und Scheidung informieren und dazu beitragen, dass Probleme deutlicher erkannt und - vielleicht - neue Wege im Umgang mit diesen Problemen gefunden werden können, teilt das Kreisjugendamt in einer Pressemitteilung mit.

http://www.szon.de/lokales/friedrichshafen/stadt/200710180038.html

 

 


 

 

 

"Junge Frauen sind unsere Sorgenkinder"

FRIEDRICHSHAFEN - Überforderte junge Mütter, abwesende Väter, Kinder, denen die Nestwärme fehlt. Diese Alarmzeichen und die Meldungen über Vernachlässigung, Misshandlung oder gar Tötung von Kindern hat das Jugendamt auf den Plan gerufen, ein Netzwerk zu schaffen, um sogenannte Kindeswohlgefährdungen zu vermeiden.

Auf Einladung des Jugendamtes Bodenseekreis haben sich am Mittwochabend im Auditorium des Klinikums Friedrichshafen Kinderärzte, Gynäkologen, Hebammen und Vertreter von Beratungsstellen getroffen, um sich über ein Frühwarnsystem zur Verhinderung von Kindeswohlgefährdungen zu informieren. Es trägt den Namen "Projekt mobile", ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten wissenschaftlich begleitet. "Projekt mobile" soll frühe Hilfen für junge Mütter und Väter in psychosozial belasteten Situationen durch ein Netzwerk sicherstellen. Werner Feiri, stellvertretender Leiter des Jugendamtes, und der Leiter der Kinderklinik, Dr. Udo Radlow, machten die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen und Fachkräfte deutlich. "Gewalt in Familien allgemein und speziell gegen Kinder ist ein Problem ersten Ranges", sagte Dr. Radlow. Nach einer Erhebung der Ärztekammer seien zehn Prozent der Verletzungen bei Kleinkindern auf Schläge zurückzuführen, weitere zehn Prozent der behandelten Kinder weisen Anzeichen von Vernachlässigung auf. "Jeder Arzt, der Kinder untersucht und behandelt wird zwangsläufig mit dem Thema konfrontiert", sagte Radlow.

Wie ein Arzt auf einen solchen Verdacht reagieren soll, darauf gebe es keine einfache Antwort. Es bestehe keine Anzeigepflicht, sagte Radlow, und man sollte auch nicht in Aktionismus verfallen, sondern Vertrauen schaffen zu dem Kind und auch zu den Eltern und auf jeden Fall ein zweites Urteil einholen. Radlow wies auf entsprechende Empfehlungen der Ärztekammer hin. Ein gemeinsames Fallmanagement mit Jugendamt, Beratungsstellen, sozialen Diensten und anderen hält der Kinderarzt für notwendig.

"Junge Mütter sind unsere Sorgenkinder", sagte Werner Feiri. Ihre Zahl nehme im Bodenseekreis stark zu. Von 2000 bis 2005 habe das Jugendamt 53 Mütter zwischen 15 und 23 Jahren begleitet, davon 44 längerfristig. 180 Kinder seien derzeit in Obhut von Pflegefamilien oder in Heimen untergebracht. Im Jugendamt würden pro Jahr zwischen sechs und acht Fälle akuter Kindeswohlgefährdung registriert.

Wie ein Arzt auf einen solchen Verdacht reagieren soll, darauf gebe es keine einfache Antwort. Es bestehe keine Anzeigepflicht, sagte Radlow, und man sollte auch nicht in Aktionismus verfallen, sondern Vertrauen schaffen zu dem Kind und auch zu den Eltern und auf jeden Fall ein zweites Urteil einholen. Radlow wies auf entsprechende Empfehlungen der Ärztekammer hin. Ein gemeinsames Fallmanagement mit Jugendamt, Beratungsstellen, sozialen Diensten und anderen hält der Kinderarzt für notwendig.

Fälle oft sehr komplex

Das Jugendamt habe eine sogenannte Garantenpflicht für das Wohl der Kinder. Seine Mitarbeiter hätten dafür einzustehen, dass von ihnen mitbetreute Kinder nicht durch vorhersehbare vorsätzliche Misshandlungen durch die Mutter oder durch einen von ihr beauftragten ungeeigneten Dritten körperlich verletzt werden oder zu Tode kommen. Dabei habe das Amt auch das Elternrecht zu beachten und könne nicht ohne weiteres in eine Familie eingreifen. In der Praxis sei diese Konstellation Kindeswohl - Elternrecht oft problematisch, dazu seien die Fälle oft sehr komplex und schwierig. "Aber wir machen keine Familienpolitik, sondern müssen die Gesetze beachten", sagte Feiri.

Gynäkologen und Kinderärzte berichteten, sie hätten bei Patienten hin und wieder gewisse Anhaltspunkte, dass in der Familie etwas nicht stimme, aber selten harte Fakten. Ein Hinweis auf Beratungsstellen der Caritas und der Diakonie wären da schon sehr hilfreich, meinte eine Vertreterin. Das Jugendamt will künftig stärker mit Hebammen kooperieren. Sie seien die Einzigen, die bei Hausbesuchen einen Einblick in die Familien bekommen.

Der Ruf nach dem Jugendamt sei nicht immer angezeigt, sagte Radlow. "Wir wollen schließlich keinen Überwachungsstaat". Aber je mehr Ärzte, Berater, Sozialarbeiter und Hebammen voneinander wissen, desto besser können sie reagieren und die notwendigen Hilfen in die Wege leiten. Die Möglichkeiten zu Prävention und Unterstützung gebe es, allein man müsse davon wissen und sie in Anspruch nehmen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Durch das Projekt mobile soll das künftig besser funktionieren, hoffen die Beteiligten.

http://www.szon.de/lokales/friedrichshafen/stadt/200710120230.html?apage=1&SZONSID=6194b860a1f7e4fff4496d5576b4e823.

 

 


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