Psychologe 

Psychologen / Psychotherapeuten


 

 

 

Treffen sich zwei Psychologen. Fragt der eine: "Weißt Du wieviel Uhr es ist?". Antwortet der andere: "Nein, aber gut, dass wir mal drüber gesprochen haben!!!"

Die beiden treffen sich eine Woche später wieder. Der Eine fragt: "Und, weisst  Du inzwischen, wieviel Uhr es ist?" - "Nein!", sagt der Andere. "Aber ich kann schon viel besser damit umgehen!"

 

 


 

 

Dass Psychologe, Psychiater und Psychotherapeut ganz verschiedene Berufe und Arbeitsgebiet umfasst, ist dem Laien häufig gar nicht bekannt. Irgendwie ist das alles das selbe, und irgendwie sind dass wohl alles ganz schlaue und kompetente Leute, denkt er. 

Aber auch die Berufsbezeichnung Psychologe/Psychologin ist keine Garantie für eine professionelle Arbeitsweise. Die Studienrichtung Psychologie wird häufig auch von jungen Frauen und Männern gewählt, die nach einer Möglichkeit suchen anderen "zu helfen" (Helfersyndrom). Dahinter steckt nicht selten der Wunsch sich selber zu helfen. Die Ausbildung zum/zur Psychologen/Psychologin umfasst üblicherweise keine therapeutische Selbsterfahrung. Dadurch bleibt der /die  diplomierte Psychologe / Psychologin in seiner / ihrer eigenen mitgebrachten, möglicherweise neurotischen, in Einzelfällen auch pathologischen Charakterstruktur gefangen. Dies kann in der Praxis zu verheerenden Fehlurteilen führen, die um so schwerer offenbar werden, da ein Psychologe/eine Psychologin erst einmal außerhalb jeder Kritik steht, da der Glaube vorherrscht dass diese keine Fehler begehen könnten. Für die Ausbildung zum Psychotherapeuten wird dagegen, je nach therapeutischer Schule und Ausbildungsinstitut, eine mehr oder weniger umfangreiche therapeutische Selbsterfahrung verlangt. Dies ist ein Schutz vor möglichen eigenen Fehleinschätzungen und Fehlhandlungen. Dazu kommen für praktizierende Psychotherapeuten laufende Inanspruchnahme von Supervision, um über die eigene Berufstätigkeit reflektieren zu können. Das auch dass nicht immer ausreicht zeigt die Praxis, wo auch von Fachkräften mit einer therapeutischen Qualifikation mitunter haarsträubende Fehler gemacht werden.

 

 


 

 

 

Durchschnittliche Jahresgehälter von Psychologen (wenn sie nicht gerade arbeitslos sind oder Taxi fahren)

 

BAT IV b Verheiratet Stkl. 3, Kist AOK 13,40 %

Brutto Netto

25 Jahre 2.368,31 EUR 1.724,14 EUR

30 Jahre 2.501,02 EUR 1.790,97 EUR

35 Jahre 2.700,14 EUR 1.885,23 EUR

 

BAT IV b ledig Stkl. 1, Kist AOK 13,40 %

Brutto Netto

25 Jahre 2.265,97 EUR 1.377,02 EUR

30 Jahre 2.398,68 EUR 1.434,72 EUR

35 Jahre 2.597,80 EUR 1.518,81 EUR

 

BAT II a Verheiratet Stkl. 3, Kist AOK 13,40 %

Brutto Netto

25 Jahre 2.954,60 EUR 2.003,18 EUR

30 Jahre 3.169,12 EUR 2.097,32 EUR

35 Jahre 3.490,89 EUR 2.260,08 EUR

 

BAT II a ledig StKl. 1, Kist AOK 13,40 %

Brutto Netto

25 Jahre 2.852,26 EUR 1.621,11 EUR

30 Jahre 3.066,78 EUR 1.703,02 EUR

35 Jahre 3.388,55 EUR 1.821,60 EUR

für jedes Kind kommen zusätzlich 86,70 EUR Brutto hinzu.

 

http://www.bdp-verband.org/beruf/gehalt.shtml

 

 

02/2008

 

 


 

 

Frankfurt/Main - Der Flugzeugentführer von Frankfurt ist ein liebeskrankes Muttersöhnchen.

Franz-Stephan Strambach, 31, hielt am Sonntag die Main-Metropole in Angst. Er hatte mit einer Schreckschusspistole einen Motorsegler gekapert und drohte sich in das Hochhaus der Europäischen Zentralbank zu stürzen. Sein irrer Grund: "Ich will auf die tote Astronautin Judith Resnik aufmerksam machen. Ich liebe sie, seit ich 14 bin." Nach drei Stunden Tiefflug gab er endlich auf.

 

Sonntag hielt der Amok-Flieger Frankfurt in Atem entführte mit vorgehaltener Pistole den Motorsegler vom Typ "Super Dimona" (u.r.)

Wer ist der irre Amok-Pilot? Er stammt aus Darmstadt, studiert dort seit acht Jahren Psychologie, spielt gerne Schach. Mit 18 machte er den Flugschein für einmotorige Maschinen (die Lizenz ist seit zwei Jahren erloschen). Im Internet hatte er eine Fan-Seite über Judith Resnik (starb 1986 beim Absturz der US-Raumfähre Challenger).

Auffällig: die extreme Beziehung zu seiner Mutter Ruth. Er lebt mit der 73-Jährigen in einer Drei-Zimmer-Wohnung zusammen. Sein Fluglehrer: "Zu den Übungsflügen brachte er immer seine Mutter mit, klammerte sich an sie." Bei den Nachbarn gilt sie als "verschroben", der Sohn sei "unauffällig und nett".

 

Die Mutter zu der Tat: "Ich bin schuld. Ich habe ihm immer alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt." So habe er nie schlechte Menschen kennen lernen können.

Warum der Amok-Flug? Der Kriminologe Prof. Rudolf Egg: "Es sind Größenfantasien. Möglichweise fühlte er sich zu wenig beachtet." Frankfurts Polizeichef Harald Weiss-Bollandt: "Er hat offenbar Realitätsverlust und hochgradige psychische Störungen."

Gestern Nachmittag wurde Strambachs Vernehmung abgebrochen - wegen Übermüdung. Er soll vorübergehend in die Psychiatrie. Ihm drohen 15 Jahre Haft.

 

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/030107/flieger.html

 

 

 

 


 

Tiefenpsychologischer Psychotherapeut

"... Bei ... der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, sind ... Qualitäten auf Seiten des Therapeuten erforderlich.

... Gerade die Bearbeitung aktueller interpersoneller Konflikte bringt die Gefahr einer einseitigen Parteinahme des Therapeuten mit sich. Hier muß der Therapeut auch fähig sein, die ´Seite zu wechseln´ und sich emphatisch in den jeweiligen Konfliktpartner des Patienten hineinversetzen zu können. Die Kunst besteht dann darin, den Patienten in geeigneter Weise mit der Sicht der ´anderen Seite´ zu konfrontieren und zugleich aber sein Anwalt zu bleiben. Damit hat der Therapeut nicht nur die Funktion gefährdete Beziehungen bis zu einer entgültigen Klärung zu schützen. Er fördert auch die Reifungsentwicklung des Patienten, indem er die therapeutische Dyade durch die Perspektive eines Dritten erweitert."

aus: "Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie", in: "Zeitschrift für Psychosomatische Medizinische Psychotherapie", 44/2002

 

 


 

 

"Müssen Therapeuten diagnostiziert werden?"

Friedemann Pfaff; Horst Kächele

in "Persönlichkeitsstörungen, Theorie und Therapie", 2/2000; S. 88-93

Endlich einmal ein Beitrag, der sich augenzwinkernd und doch seriös mit dem Thema der persönlichen und fachlichen Qualität von Psychotherapeuten beschäftigt. Das ganze ließ sich problemlos ausweiten auf andere im psychosozialen Feld tätigen Professionelle, vom Familienrichter, Sozialpädagogen bis hin zum Gutachter. Wer diagnostiziert diese eigentlich? Keiner! So ist es durchaus denkbar, dass ein Familienrichter zu Hause seine Frau schlägt, eine Sozialpädagogin zu Hause trinkt und ein Gutachter pädophil ist.

 

 


 

 

Berufsverband:

Bund deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) - www.bdp-verband.org

 

 

 

 

 

 


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