Suizid

Vater


 

 

 

Vätersuizid

Jeder der ehrenamtlich oder professionell mit Trennungsvätern arbeitet, die von Umgangsvereitelung betroffen sind, weiß um die suizidalen Gefährdungen dieser Männer, die häufig nicht nur eine Trennung, Wohnungsverlust, Arbeitslosigkeit und böse Briefe vom Jugendamt wegen zu zahlenden Kindesunterhalt zu verkraften haben, sondern auch den Verlust des Kontaktes zu ihren Kindern.

Wie viele Väter, die von Umgangsvereitelung betroffen sind, jährlich Selbstmord begehen, ist nicht bekannt. Im allgemeinen wird die Akte beim Gericht nach dem Tod des Vaters geschlossen. Wieder ein Fall, der sich von allein erledigt hat. Nur diesmal nicht durch die übliche Resignation ohne Todesfolge, sondern eine mit Todesfolge. Wie vieel von Umgangsvereitelung betroffene Väter sich totsaufen, mit Autos gegen Bäume fahren oder ähnliches, was als Suizid gar nicht in der Statistik erscheint, ist erst recht nicht bekannt. Dabei wäre eine wissenschaftliche Studie zu dem Thema gar nicht so schwer zu erstellen. Das Forscherteam würde einfach eine bestimmte Anzahl von strittigen Fällen (günstig vielleicht 1.000) zu einem Stichtag registrieren und nach fünf Jahren eine Kontrolluntersuchung machen. "Und dann schaun wir mal".

Hinzu kommen die besonders tragischen Fälle, wo der Vater nicht nur sich selbst, sondern auch das eigene Kind tötet.

 

Kein Mensch weiß, wie viele Väter sich jährlich das Leben nehmen, weil sie die schwere Lebenskrise einer Trennung mit anschließender Umgangsvereitelung psychisch nicht verkraften. Eine Langzeituntersuchung bei obdachlosen Männern könnte da sicher nähere Erkenntnisse bringen. 

Angesichts der nicht selten zu beobachtenden Schwerfälligkeit des familiengerichtlichen Apparates und von Tendenzen der staatlichen Unterstützung ausgrenzender Mütter, dürfte es nicht verwundern, wenn sich die jährlichen Suizide (einschließlich verdeckter Suizide durch Unfälle, Krankheiten, etc.) bei einigen Hundert liegen würde.

 

Das Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Uni Bremen führte im Jahr 2001 unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Amendt eine umfangreiche Studie über unterhaltspflichtige Väter durch. Damit wurden erstmalig im deutschsprachigem Raum Scheidungsväter ausführlich zu ihren Problemen und Konflikten befragt, in die sie durch die Trennung von der Familie in sehr unterschiedlichen Weisen geraten. Nicht erreicht wurden hier allerdings Väter, die schon innerlich den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen haben.

 

 


 

 

 

Werner Nordmeyer

Werner N. ist der zweite Vater innerhalb weniger Tage, der die Machenschaften der deutschen Kinder- und Jugendhilfeindustrie und die staatliche geförderte Entfremdung zwischen Eltern und ihren Kindern mittels Zersetzungstechniken und seelischen Quälereien nicht mehr ertragen konnte. Der Vertriebsingenieur und Vater zweier Kinder nahm sich laut Kriminalpolizei Mönchengladbach in der Nacht zu Donnerstag in seiner Wohnung das Leben. Er hinterlässt eine 26-jährige Tochter und einen vierjährigen Sohn, die er über alles liebte.

Werner war der hiesigen Redaktion als sehr sympathischer Mensch persönlich bekannt. Er war regelmäßig auf den Weltkindertagen in Bonn und Köln vertreten. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement bei öffentlichen Veranstaltungen war er erster Vorsitzender des Essener Elternvereines EfKiR (Eltern für Kinder im Revier) e.V. und setzte sich auch dort stets für Kinderrechte ein.

Werner musste am Familiengericht in Mönchengladbach selbst erleben, wir er systematisch aus der väterlichen Verantwortung für seinen vierjährigen Sohn gedrängt wurde. Er fühlte sich vom Familiengericht, vom Amtsgericht und vom Landgericht Mönchengladbach systematisch entrechtet und kriminalisiert und vor allem von staatlichen Stellen immer wieder aktiv daran gehindert, mit seinem geliebten Sohn Umgang haben zu können. ...

 

 

In stillem Gedenken

 

22.02.2014, Berlin/Mönchengladbach

Mit freundlichen Grüßen / Sincerely Yours

Dipl.-Red. (FH) Michael Mosuch, Freelance Journalist (DJV - Deutscher :Journalisten-Verband e.V.), Press Card No: 04-7259-ch

Hans-Thoma-Ring 46, D-38448 Wolfsburg, Germany

P: 0152-05942987, F: 03212-1301522,M:mmosuch@googlemail.com

 

 

 


 

 

 

Roland Rehmet

 

 

 

 

Gesendet: Donnerstag, 13. Februar 2014 um 20:26 Uhr

Von: ARCHE <archezeit@gmx.de>

An: "'AZ Zukunft für uns und unsere Kinder'" <archezeit@gmx.de>

Betreff: Nachricht vom Tod des Blauen Weihnachtsmannes Dr. Roland Rehmet - Trauerfeier am Samstag Blauer Weihnachtsmann setzt seinem Leben ein Ende

Postulat: Veränderung unserer Gesellschaft im Kindschaftsrecht, in der Gleichstellung und in der Suizidprävention

Im Dezember 2013 noch aktiv gegen Eltern-Kind-Entfremdung. Blauer Weihnachtsmann. Dr. Roland Rehmet bei der Aktion 'Geschenke, die nicht ankommen. Annahme verweigert!', um zu demonstrieren, dass entfremdete Kinder sogar die Geschenke ablehnen, nicht nur den Kontakt zum liebenden Elternteil. <http://www.archeviva.com/wp-content/uploads/2014/02/ARCHE-Extern-Foto-Keltern-Weiler-Blauer-Weihnachtsmann-Dr.-Roland-Rehmet.jpg>

Im Dezember 2013 noch aktiv gegen Eltern-Kind-Entfremdung. Blauer Weihnachtsmann. Dr. Roland Rehmet bei der Aktion ‘Geschenke, die nicht ankommen. Annahme verweigert!’, um zu demonstrieren, dass entfremdete Kinder sogar die Geschenke ablehnen, nicht nur den Kontakt zum liebenden Elternteil.

 

weiter: http://www.archeviva.com/blauer-weihnachtsmann-setzt-seinem-leben-ein-ende/

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Heiderose Manthey

1. Vorsitzende des ARCHE e.V.

Gründerin und Leiterin der ARCHE, Pädagogin, Freie Journalistin

 

ARCHE - DAS LEBEN

 

 

 


 

 

 

 

Kohlenmonoxid: Die Mutter und ihr Ehemann stellten Grill in die Wohnung

Der "leise Tod" der Familie W.

Neue Details zum Bramstedter Familiendrama: Rüdiger W. stand vor der Kündigung. Gemeinsam mit seiner Frau fasste er den Entschluss, in dem Haus Holzkohle zu entzünden.

Von Wolfgang Klietz

Bad Bramstedt -

Polizisten sprechen von einem "leisen Ende". Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung hat zum Tod der Familie aus Bad Bramstedt geführt, die in der Nacht zum 19. Februar am Landweg starb. Das tödliche Gas entstand, als Holzkohle auf einem Grill in der Wohnung entzündet wurde. Ein Beamter: "Die sind vermutlich langsam eingeschlafen."

Die Toten wurden im Kieler Institut für Rechtsmedizin obduziert. Einen Unfall oder Fremdverschulden schließt die Polizei Unfall aus. Rüdiger W. (38) und seine Frau Jennifer (33) hatten offenbar gemeinsam den Entschluss gefasst, sich selbst und die Kinder Angelina (12) und Justin (11) zu töten. Polizisten sprechen von einer "einvernehmlichen" Entscheidung der Erwachsenen, ohne Details zu nennen.

Noch ist die Suche nach dem Motiv nicht beendet. Doch immer klarer zeichnet sich ab, dass Rüdiger und Jennifer W. keine Zukunft für die Familie sahen. Erst vor wenigen Monaten war das Ehepaar mit den Kindern, die aus der ersten Ehe der Mutter stammen, von Bottrop (Nordrhein-Westfalen) nach Bad Bramstedt gezogen. Rüdiger W. hatte nach seiner Arbeitslosigkeit eine neue Arbeit in Schleswig-Holstein gefunden, Nachbarn berichten von einem fröhlichen Umzug (wir berichteten).

Die Hoffnung auf ein neues Leben zerschlug sich jedoch schnell: Die Familie konnte ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Außerdem kam jetzt heraus, dass Rüdiger W. kurz vor de Kündigung in seinem neuen Job bei der Firma in Schenefeld (Kreis Pinneberg) stand. "Die Situation kam ihnen aussichtslos vor", so ein Beamter.

Rüdiger W. litt außerdem unter großen psychischen Belastungen, weil er keinen Kontakt zu seinem eigenen, sieben Jahre alten Sohn hatte. Das Kind lebt bei seiner Ex-Frau im Ruhrgebiet. Immer wieder hatte W. in seinem Internet-Tagebuch (Blog) beklagt, dass sie Treffen mit dem Jungen unterbinde. Jeder Versuch, mit dem sieben Jahren alten Kind Kontakt aufzunehmen, war im vergangenen Jahr gescheitert.

Die Familie wurde eingeäschert und zur Bestattung ins Ruhrgebiet übergeführt. Mehrere Angehörige hatten zuvor in der Bramstedter Friedhofskapelle an den Särgen Abschied von den Toten genommen.

Bei einem anschließenden ökumenischen Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche an der Straße Sommerland sprach der evangelische Pastor Bernd Hofmann von einem bösen Traum, aus dem es kein Erwachen gebe. Zahlreiche Bramstedter besuchten den Gottesdienst, der gemeinsam von Hofmann und seinem katholischen Kollegen Berthold Bonekamp-Kerkhoff gehalten wurde. Auf einem Tisch in der Kirche zündeten die Geistlichen Kerzen an - für jeden Toten eine. Vor dem gelben Haus am Landweg brennen zum Gedenken an die Toten immer noch zahlreiche Friedhofskerzen. Regelmäßig liegen dort frische Blumen. Neben der Haustür hängt ein Trauerkranz. Viele Menschen haben ihre Gedanken über das Familiendrama auf Zettel geschrieben und sie aufgehängt. Der Familienname wurde vom Briefkasten entfernt.

erschienen am 5. März 2009

http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073298.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf

"Hier küsst der Killer sein Opfer" titelte die Bildzeitung am 22.02.2009 - http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/22/hier-kuesst/der-killer-sein-opfer.html

Im Abendblatt vom 05.03.2009 - http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073298.html - heißt es dagegen "Kohlenmonoxid: Die Mutter und ihr Ehemann stellten Grill in die Wohnung". Ja was denn nun? Böser Mann oder böse Frau oder böser Mann und böse Frau, die das Leben von zwei Kindern auslöschten, für die die Mutter vermutlich das alleinige Sorgerecht hatte. Doch wie sagte schon Adolf Hitler? Zitat: Dabei "betonte der Führer (Adolf Hitler) mit aller Entschiedenheit, daß nicht die Sorge für das Wohl des Kindes in erster Linie ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf das Kind", zitiert nach Schubert, Das Familien- und Erbrecht unter dem Nationalsozialismus, 1993, 703,704

Nun hat eine Mutter von diesem Hitlerschen Privileg Gebrauch gemacht und keiner fragt mehr, nach Schuld. Klappe zu Affe tot, der nächste bitte. 

 

 

 

 

Rüdiger W. - ein verzweifelter Vater

Der Vorsitzende des Vereins "Väteraufbruch für Kinder", Roger Lebien, ist davon überzeugt, dass der Streit um die Kinder nach Scheidungen in vielen Familien den "Grundstein" für eine Katastrophe legen kann, wie sie sich in Bad Bramstedt abgespielt hat. Lebien hat das Internet-Tagebuch (Blog) von Rüdiger W. gelesen und ist davon überzeugt, dass die erzwungene Trennung von seinem sieben Jahre alten Sohn den Familienvater zur Verzweiflung getrieben hat. "Offenbar aus der eigenen, von christlichen Wertvorstellungen geprägten Erziehungserfahrung heraus versuchte er vergeblich - trotz Trennung und Scheidung - einem bestimmten, ideellen Vaterbild gerecht zu werden", schreibt Lebien über W. Obwohl er bei Gericht einen Umgang mit seinem Sohn aus erster Ehe zugesprochen bekommen habe, ließ sich der Kontakt nicht durchsetzen. Lebien: "Wollen Politik und Justiz künftige Tragödien ernsthaft vermeiden, so werden sie nicht umhinkommen, die immateriellen Rechte von Vätern nach Trennung und Scheidung zu stärken oder eine Mitverantwortung für derartige Fälle zu übernehmen."

tz

erschienen am 5. März 2009

 

http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073256.html

 

 

 

 

 

Erweiterter Selbstmord

Familie in Bad Bramstedt tot aufgefunden

Panorama, 20.02.2009, DerWesten

Bad Bramstedt. Schon wieder ist es in Norddeutschland zu einer Familientragödie gekommen. Die Polizei hat in einem Haus in Bad Bramstedt die Leichen einer vierköpfigen Familie gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass der Vater sich selbst und seine Frau und Kinder tötete.

Eine vierköpfige Familie im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt ist offenbar Opfer eines sogenannten «erweiterten Selbstmordes» geworden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatten die Beamten nach einer Vermisstenmeldung des Arbeitgebers vier Leichen in einem Wohnhaus entdeckt. Es handelt sich um Vater, Mutter und zwei Kinder.

Erweiterter Selbstmord

Ein Beamter der Spurensicherung betritt das Haus, in dem die Toten gefunden worden waren. Foto: ddp

Ein Polizeisprecher in Bad Bramstedt erklärte, die Ermittlungen deuteten auf einen «erweiterten Selbstmord» hin. So werden Fälle genannten, in denen dem Selbstmord die Tötung anderer Personen vorausgeht, etwa von Familienmitgliedern.

Nach bisherigen Ermittlungsstand handelt es sich bei den Toten um ein Ehepaar mit zwei Kindern. Der Mann war 38 Jahre, die Mutter 33 Jahre alt, das Mädchen zwölf und der Junge elf Jahre alt. Die Leichen werden in der Rechtsmedizin in Kiel untersucht. Die Todesursache ist laut Polizei noch offen. Die Staatsanwaltschaft Kiel leitet die Ermittlungen.

Arbeitgeber gab Vermisstenmeldung auf

Laut Polizei hatte der Arbeitgeber des Mannes die Vermisstenmeldung abgegeben. Als die Polizei sich daraufhin Zutritt zum Wohnhaus der Familie 40 Kilometer nördlich von Hamburg verschaffte, wurden die vier Leiche entdeckt.

Erst zu Wochenbeginn hatte eine Familientragödie das nördlichste Bundesland erschüttert . Ein 37 Jahre alter Mann hatte Frau und Tochter in Harrislee bei Flensburg ermordet. Der Tatverdächtige Thomas Langkau ist auf der Flucht. Langkau hatte in einer E-Mail an eine Zeitung gestanden, seine 36 Jahre alte Frau und die siebenjährige Tochter erstochen zu haben. Gleichzeitig kündigte er an, auch sich zu töten. Als Motiv hatte er eine angebliche Erpressung und Bedrohung durch Geschäftspartner genannt, die 930.000 Euro von ihm gefordert hätten. Sein Auto wurde in Hamburg gefunden. Nach Angaben der Flensburger Polizei gibt es keine Verbindungen zwischen Langkau und den vier Toten von Bad Bramstedt. Es werde weiter nach ihm gefahndet. (AP)

 

http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/panorama/2009/2/20/news-111991159/detail.html

 

 

 

 

Bad Bramstedt

Vater vermutlich für Familiendrama verantwortlich

Die Kieler Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 38-jährige Vater für das Familiendrama von Bad Bramstedt verantwortlich ist. Zwar schließt sie die Mittäterschaft der Mutter noch nicht aus, doch es gebe keine Hinweise auf Beteiligung eines Fremden. Die Polizei sucht weiter nach dem Motiv für die Tat.

Vierkoepfige Familie in Bad Bramstedt tot aufgefunden

 

Bild 1 von 4

Vierkoepfige Familie in Bad Bramstedt tot aufgefunden

Foto: DDP

In dem Wohnhaus von Bad Bramstedt ist eine vierköpfige Familie tot aufgefunden worden.

 

„Es spricht einiges dafür, dass der Mann seine Frau und die beiden Kinder tötete und dann sich selbst“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Wick. Es sei aber auch nicht ganz auszuschließen, dass die 33 Jahre alte Mutter die Täterin war. Fremdeinwirkung aber werde nicht in Betracht gezogen. Zum Ergebnis der Obduktion wollte Wick wegen der laufenden Ermittlungen nichts sagen. Auch zum Motiv der Gewalttat wurde nichts bekannt.

Das Ehepaar und die beiden zwölf und elf Jahre alten Kinder waren am Donnerstag tot in ihrer Wohnung in Bad Bramstedt gefunden worden. Die Familie war erst vor einigen Monaten aus dem Ruhrgebiet nach Schleswig-Holstein gezogen.

Die Polizei fand die Leichen nach einer Vermisstenmeldung. „Der Arbeitgeber des Mannes hat ihn am Donnerstag als vermisst gemeldet, weil er nicht zur Arbeit gekommen war“, erklärt der Sprecher der Kieler Polizei, Jürgen Börner. Daraufhin fuhren Beamte zu dem Haus und machten den grausigen Fund. „Durch ein Fenster haben die Kollegen die Leichen gesehen und sich dann Zutritt zum Haus verschafft“, sagt Börner. Die Leichen lagen demnach alle in einem Zimmer. Sofort sei der Notarzt gerufen worden, der aber nur noch den Tod habe feststellen können.

Das Wie und Warum ist laut Börner noch völlig unklar: „Zu den Tatumständen können wir derzeit noch keine Angaben machen.“ Noch in der Nacht wurde mit der Spurensuche begonnen, die Leichen wurden in die Kieler Rechtsmedizin gebracht. Die Ermittler wollten sich zur persönlichen und finanziellen Situation der Familie nicht äußern.

Die Nachbarn sind erschüttert. „Es ist einfach nicht zu verstehen, dass jemand seine Familie selbst auslöscht“, sagt Günther Jakubzik, der direkt neben dem Haus eine Autowerkstatt betreibt. „Das war eine normale gut situierte Familie. Freundlich, nett und zurückhaltend“, erzählt er weiter. Sie sei erst vor einigen Monaten hierher gezogen, habe still und zurückgezogen gelebt. Alle seien gut gekleidet gewesen, und die Fenster seien schön geschmückt.

Auch eine andere Nachbarin kann die Tat nicht glauben. „Das ist so schrecklich. Die arme Familie“, sagt die 38-Jährige, die ihren Namen nicht nennen möchte. Ihre Tochter und das getötete Mädchen seien auf die selbe Hauptschule im Ort gegangen. „Die machten so einen netten Eindruck“, sagt die Nachbarin weiter. Sie vermutet finanzielle Schwierigkeiten als Motiv: Erst vor kurzem sei der BMW des Mannes abgeholt worden.

Ein Mann und ein Mädchen, die auf dem selben Grundstück wie die verstorbene Familie wohnen, wollen sich nicht äußern. Mit erstarrten Gesichtern gehen sie davon.

 

21. Februar 2009

http://www.welt.de/vermischtes/article3247952/Vater-vermutlich-fuer-Familiendrama-verantwortlich.html

 

 

 

 

 

Hier küsst der Killer sein Opfer

Im Dezember 2007 heiraten Rüdiger W. (†38) und Jennifer B. (†33)

 

Foto: Martin Brinckmann

Von K. SCHLICHTMANN, M. ENGELBERG, M. PÖNITZ, M.-A. RÜSSAU und S. SEILER

BILD am SONNTAG

Es war der schönste Tag in ihrem Leben. Ein Jahr nach diesem Hochzeitsfoto tötet der Mann die Frau, die er hier liebkost, und ihre beiden Kinder. In BamS erzählen die Freunde, die heute mit der scheinbar heilen Familie zum Kartenspielen verabredet gewesen wären.

„In jedem neuen Anfang steckt ein Stück Hoffnung. Ich freue mich auf unser Abenteuer und hoffe, dass alles gut gehen wird.“

Vier Monate, nachdem er diese Worte in sein Internet-Tagebuch schreibt, zieht Rüdiger W. ein letztes Mal die Jalousien seiner Wohnung in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) herunter.

Zwei Tage später lassen Polizisten seine Wohnungstür öffnen. Hinter ihr finden sie vier Leichen: Rüdiger W. († 38), seine Frau Jennifer († 33) und deren Kinder Angelina († 12) und Justin († 11) liegen leblos im Wohnzimmer.

Alles deutet darauf hin, dass die Familie starb, weil der Vater verlor, was er noch vier Monate zuvor in seinem Tagebuch beschworen hatte: die Hoffnung.

Oberstaatsanwalt Uwe Wick sagt: „Es ist davon auszugehen, dass Rüdiger W. seine Familie getötet hat.“ Motiv: finanzielle Schwierigkeiten.

Was für ein Mann war Rüdiger W.? Spurensuche in Bad Bramstedt.

Hintergrund

6. Fall in nur 4 Wochen - Irrer Vater bringt ganze Familie um

6. Fall in nur 4 Wochen

Irrer Vater bringt

ganze Familie um

Drama in Bad Bramstedt

Vierköpfige Familie

tot im Wohnhaus

Erst im Oktober war Rüdiger W. mit seiner Frau Jennifer und deren Kindern aus erster Ehe aus Bottrop (NRW) in den 13 000-Einwohner-Ort gezogen. Schnell schlossen sie Freundschaft mit der Familie von Manuela E. (39).

Ihre Kinder besuchten gemeinsam die Maienbeck-Grundschule. Abends trafen sie sich zum Kartenspielen, auch für den heutigen Sonntag waren sie verabredet.

Zu BILD am SONNTAG sagt Manuela E.: „Rüdiger war ein offener Typ. Er und seine Familie schienen sich hier wohlzufühlen, seine Ehe mit Jennifer war sehr harmonisch.“ Auch ihre Kinder mochten einander. Ein Tag vor Angelinas Tod übernachtete noch Manuela E.s Tochter Patricia bei ihr in der Altbauwohnung.

Aber während die beiden Karaoke sangen und mit Angelinas Lieblingskatze Püppi spielten, verzweifelte Rüdiger W. offensichtlich immer mehr.

Seit Jahren hatten sich seine Schulden aufgetürmt. Ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichte die Familie am 10. Juli 2008: An diesem Tag musste Rüdiger W. den Offenbarungseid ablegen.

Der gelernte Elektriker und ehemalige Bundeswehr-Soldat war zahlungsunfähig und arbeitslos. Hinzu kam der Rosenkrieg mit seiner Exfrau, die ihn mit immer neuen Unterhaltsansprüchen überhäuft haben soll.

Im Herbst die vermeintliche Wende: Rüdiger fand einen Job als Medizintechniker im Hamburger Forschungskonzern Proderm. Manuela E.: „Er hatte sich mehr aus Spaß beworben, war so glücklich, dass die Firma ihn haben wollte.“

Der Neuangestellte W. erhielt von einer Bramstedter Bank einen Kredit, richtete seiner Familie und sich damit die neue Wohnung ein.

Bottrop, seine Schulden und die Exfrau – das alles schien Rüdiger hinter sich gelassen zu haben. Doch sein Glück währte nur kurz.

Weil W. seiner Bramstedter Bank den Offenbarungseid verschwiegen hatte, forderte die umgehend das ausgezahlte Geld zurück. Wieder stand W. vor dem Nichts.

Dienstagmorgen traf Manuela E. ihre Freundin Jennifer zum letzten Mal: „Wir waren gemeinsam einkaufen, wollten die Tage eigentlich auf der Terrasse grillen. Alles war wie immer.“

Doch das war es nicht. Denn an diesem Tag hatte Rüdiger W. das Todesurteil für sich und seine Familie offenbar bereits gefällt.

http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/22/hier-kuesst/der-killer-sein-opfer.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Laut "Bild" ist Rüdiger W. nicht der Vater der beiden getöteten Kinder, also auch kein geschiedener Vater. Dieser Umstand wird in den anderen Zeitungsmeldungen nicht angesprochen, so dass man meinen könnte, ein Vater habe seine beiden Kinder getötet.

Wenn aber Rüdiger W. nicht der Vater der beiden getöteten Kinder ist, dann ist ein anderer Mann der Vater. Eigenartiger Weise wird in keiner der zahlreichen Zeitungsmeldungen von diesem Vater berichtet, der immerhin auf einen Schlag seine beiden Kinder verloren hat.

Es wäre nicht der erste Fall, wenn der tatsächliche Vater vor dem Umzug der Mutter, hier von Bottrop nach Bad Bramstedt, durch Jugendamt und Familiengericht ent-sorgt wurde, mit dem amtlichen Vortrag, dies entspräche dem Wohl der Kinder am besten und dem heimlichen Gedanken, ein Kind gehört der Mutter

 

 


 

 

Ermittlungen um Familiendrama werden eingestellt

Einsatzfahrzeug der Polizei in Bad Bramstedt vor dem Wohnhaus, in dem die vier Leichen entdeckt worden waren.

Bad Bramstedt (dpa/lno) - Das Familiendrama in Bad Bramstedt mit vier Toten wird die Ermittler nicht weiter beschäftigen. «Wir werden das Verfahren einstellen, weil wir gegen Tote nicht ermitteln können», sagte ein Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft am Montag. Zur Todesursache und dem genauen Motiv der Gewalttat wollte er keine Angaben machen. «Die Hintergründe liegen im familiären Umfeld, in persönlichen Problemen.» Die Polizei hatte das Ehepaar und die beiden elf und zwölf Jahre alten Kinder am Donnerstag tot in seiner Wohnung in Bad Bramstedt gefunden. Die Familie war erst vor einigen Monaten aus dem Ruhrgebiet nach Schleswig-Holstein gezogen.

© Die Welt

erschienen am 23.02.2009 um 13:04 Uhr

http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=20446636

 

 

 

 

 

Drama: Mordkommission hat Spurensicherung abgeschlossen

Familie getötet - Bad Bramstedt trägt Trauer

 

Vieles spricht dafür, dass der Vater die Tat beging. Aber weiterhin keine Klarheit über das Motiv.

Bilder der Tragödie.

 

Von Wolfgang Klietz, Florian Büh, Matthias Düngelhoff

 

Die ehemaligen Nachbarn in diesem Haus in Bottrop erinnern sich gern an Rüdiger W.: "Ein höflicher Mann." 

Foto: B.Schweizer

Bad Bramstedt -

Blumen liegen vor der Haustür, Kerzen brennen. Der Eingang zum gelben Haus am Landweg in Bad Bramstedt ist ein Ort der Trauer um die Familie W. Am Freitag, als sich die Nachricht vom Tod des Ehepaares und der beiden Kinder im Kurort herumgesprochen hatte, haben sich viele Bramstedter den Schock von der Seele geredet. Jetzt schweigen sie.

Für den Kieler Staatsanwalt Uwe Wick spricht einiges dafür, "dass der 38-jährige Rüdiger W. seine Frau und die beiden Kinder tötete und dann sich selbst". Aber warum entschließt sich ein Mensch, seine Familie und sich selbst auszulöschen? Heute und morgen wird die 13 000-Einwohner-Stadt Trauer tragen. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hat angeordnet, dass halbmast geflaggt wird. In den Schulklassen der beiden toten Kinder stehen Lehrern und Mitschülern schwere Stunden bevor. "Wir müssen Trauerarbeit leisten", heißt es aus der Stadtverwaltung.

Die Spurensicherung hat ihre Arbeit beendet. Die beiden Eingangstüren zum Erdgeschoss sind mit Dienstsiegeln verklebt. Vor den Fenstern sind alle Jalousien heruntergelassen.

Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel. Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie.

Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel. Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie. Foto: BÜH

Wie berichtet, hatte Polizisten am Donnerstagabend die Wohnung nach einer Vermisstenmeldung aufbrechen lassen und die Leichen von Rüdiger und Jennifer W. (genannt "Jenny") sowie der Kinder Angelina (12) und Justin B. (11) entdeckt. Das Mädchen und der Junge stammen aus der ersten Ehe von Jennifer W. Was genau in der Nacht zum Donnerstag geschah, ist weiter ungeklärt. Auch über die Art und Weise, wie die Familie ums Leben kam, schweigen die Ermittler. Nur so viel sagte ein Beamter: "Es gab kein Blutbad." Dass ein Unbekannter die Familie auslöschte, schließen die Ermittler der Kieler Mordkommission aus. Wick hatte am Freitag "familiäre Gründe" als Motiv genannt. Spekuliert wird aber auch über finanzielle Sorgen bis zum Offenbarungseid von Rüdiger W. Doch dagegen spricht, dass die Miete (600 Euro warm) stets pünktlich bezahlt wurde und die Familie oft auf Reisen war.

Die vier waren erst vor wenigen Monaten von Bottrop nach Bad Bramstedt gezogen. Im Ruhrgebiet hatten sie in einem Wohnblock an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße gewohnt - eine einfache, aber gepflegte Arbeitergegend. Dass die Familie, die hier rund vier Jahre im Erdgeschoss lebte, nun tot in Bad Bramstedt aufgefunden wurde - die Menschen im Viertel können es nicht fassen. "Gerade er war ein so höflicher Mann", sagt ein ehemals benachbartes Paar. Rüdiger W. sei zu einer solchen Tat nicht fähig, meint eine Frau. Was sie an der Nachricht vor allem schockiert, ist der Tod der Kinder. "Sie können doch nichts für die Probleme der Eltern. Warum zieht man sie da hinein?" Eine 60 Jahre alte Frau berichtet aber auch über Konflikte mit Jennifer W. "Manchmal hatte ich Angst vor ihr", sagt sie. Dennoch: Die Familie habe bei ihrem Umzug Ende 2008 einen fröhlichen Eindruck gemacht.

Am 20. Dezember 2007 hatten Jennifer und Rüdiger W. geheiratet. Danach ist die Familie oft verreist. Sie machte Urlaub in Kitzbühel, auf Helgoland und am Bodensee. Gemeinsam besuchten sie außerdem ein Spiel der Fußball-Europameisterschaft. Die Familie leistete sich die Urlaube, obwohl Rüdiger W. nach seiner Tätigkeit bei der Bundeswehr (Artillerieregiment 7) länger arbeitslos war. Schließlich fand er einen Job in Schenefeld bei Hamburg. Deswegen war die Familie in den Norden gezogen.

Alle Familiemitglieder haben oft mit ihren Spitznamen im Internet gechattet. Angelina war "Babyzicke", Justin nannte sich "Schmusebär". "Zicke" hieß die Mutter Jennifer, Rüdiger W. benannte sich nach dem Computerspiel "Tux Racer" und schrieb ein Internet-Tagebuch (Blog). Viele seiner Texte und die Fotos von den Reisen zeigen das Bild einer glücklichen Familie. "Ich liebe Dich", schrieb "Zicke" am 4. November 2008 an ihren "Tux Racer". Er antwortete vier Tage später: "... und ich Dich noch mehr." Auch die Angehörigen von Rüdiger W. gingen offenbar von einer harmonischen Partnerschaft aus. Am 8. Dezember 2008 schrieb ein enges Familienmitglied an Rüdiger W.: "Ihr beide seid ein tolles Paar, ultimativ mit Energie für die Herausforderungen, die Euch das Leben stellt. Ihr beide schafft alles zusammen." Und weiter: "Damit es alle wissen, Rüdiger ist der ehrlichste und korrekteste Mensch den ich kenne."

Das ist die fröhliche Seite von Rüdiger W. Die andere: Er hatte gesundheitliche Probleme, litt unter schweren Allergien. Die Luft im Norden habe ihm gutgetan, schrieb er. Außerdem gab es noch ungelöste Konflikte mit einer früheren Partnerin. Er habe einen Kampf verloren, schrieb W. nebulös im Oktober 2008. "Aber die Schlacht entscheidet sich erst viel später." Das Familiendrama von Bad Bramstedt ist noch längst nicht aufgeklärt.

erschienen am 23. Februar 2009

 

http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/23/1059443.html

 

 

 Kommentar Väternotruf:

"Familiäre Gründe" soll der Kieler Staatsanwalt Uwe Wick als Tatmotiv genannt haben. "Familiäre Gründe" das ist immer eine gute Begründung, denn "Familiäre Gründe" haben wir ja alle. Auch Staatsanwalt Uwe Wick hat familiäre Gründe, warum er als Staatsanwalt arbeitet. Da spart man sich jede Menge Nachfragen und das spart der Staatsanwaltschaft doch eine Menge Zeit.

Wenn wir jedoch zukünftige Familiendramen der obigen Art reduzieren wollen, dann kommen wir nicht umhin, uns auch den Motiven zuzuwenden, denn nur so kann man präventiv wirksam werden. "Familiäre Gründe" als der Weisheit letzter Schluss reicht da schlichtweg nicht aus, andernfalls könnte man auch da auch gleich die Christian-Albrechts-Universität Kiel mitsamt dem Institut für Sanktionenrecht und Kriminologie - Direktorin Prof. Dr. jur. Monika Frommel sparen, denn wozu sollen die noch forschen und Steuergelder verbrauchen, wenn man schon einfache Erklärungen wie "Familiäre Gründe" hat`?

 

 

 

 


 

 

 

Mitte

Mann stürzt sich am Potsdamer Platz in den Tod

Ein 52-Jähriger hat sich mit einem Sprung von einem Hochhaus am Potsdamer Platz am Donnerstagabend das Leben genommen. Der Unglücksort musste zeitweise gesperrt werden.

14.11.2008

Berlin - Am Donnerstagabend hat sich ein 52-Jähriger aus Niedersachsen von der Aussichtsplattform "Panoramapunkt" am Potsdamer Platz in die Tiefe gestürzt. Die Polizei geht nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen von Selbstmord aus, da sie am Tatort einen Abschiedsbrief fand.

Ein Zeuge beobachtete den Vorfall gegen 18.30 Uhr, als er gerade am Gebäude vorbeilief. Der 52-Jährige stürzte 95 Meter in die Tiefe, schlug auf ein fünf Meter hohes Gerüst auf, das über dem Gehweg vor dem Gebäude aufgestellt ist, und blieb dort regungslos liegen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Während der Bergung des Toten war die Alte Potsdamer Straße zwischen Varian-Fry-Straße und Potsdamer Platz bis 19 Uhr 30 gesperrt. (nal)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Mitte-Suizid;art126,2661255

 

 

Kommentar Väternotruf:

Arnim Franz, geboren am 19.04.1956, gestorben am 13.11.2008 beim Sprung vom Hochhaus am Potsdamer Platz.

Sprung eines Vaters von einem Hochhaus am Potsdamer Platz. Tragisches Ende eines beim Amtsgericht Nauen und dem Jugendamt Landkreis Havelland (Falkensee) ausgetragenen Familienkonfliktes zwischen einer machtversorgten Mutter und einem ohnmächtigen Vater.

"Das Kind soll endlich zur Ruhe kommen", dieser Leitsatz vieler Alleinvertretung beanspruchender Mütter, konservativer Jugendamtsmitarbeiter und Familienrichter, hier wird er nun Wirklichkeit - kein Vater mehr, der Widerspruch anmeldet und Beamtenseelen aus dem Gleichgewicht bringt. Nun kann man im Amt endlich die Akte schließen, tief durchatmen und den nächsten Fall in der gewohnten bürokratischen Weise abarbeiten.

 

 

 

Ein Nachruf von Daniela Quennet

Freundin von Arnim Franz - geboren im Frühling der Hoffnung in Konstanz am 19.04.1956, gestorben im Herbst der Hoffnungslosigkeit in Berlin am 13.11.2008 nach einem Sprung von einem Hochhaus im Herzen der Stadt am Potsdamer Platz und doch so unendlich allein.

http://www.die4ma-music.de/

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Dienstag, 30. Dezember 2008 12:21

An: info@vaeternotruf.de

Betreff: Eine traurige Geschichte

 

Guten Tag,

im Anhang finden Sie "Eine traurige Geschichte".

Mein Lebenspartner beging am 13.11.2008 Suizid. Den Verlust kann ich kaum ertragen, da alles so unendlich traurig und unnötig war.

Arnim könnte noch leben!!!! Nur die grenzenlose Verzweiflung trieb ihn in diese Tat.

Für Risiken und Nebenwirkungen brauche ich nicht meinen Arzt Apotheker fragen.

- Frau Passerini, Richterin am Familiengericht in Nauen

- Frau Olbert, Jugendamt in Falkensee

- Frau Kunze, Jugendamt in Falkensee

- Frau Haehne, Jugendamt Falkensee

und natürlich die NOCH Ehefrau. Es wird am 13.1.2009 eine Anhörung im Jugendamt geben. Ich hoffe, die Mutter des Kindes wird dann ...

Ich will, dass Verantwortung übernommen wird!

Viele Grüße

Daniela Quennet

 

 

 

Eine traurige Geschichte

Ich möchte mit dem Ende beginnen. Am 13.11.2008 verstarb mein

Lebens-Seelen- und Herzenspartner Arnim. Arnim ist aus 95m Höhe am Potsdamerplatz, in Berlin, in die Tiefe gesprungen. Seither hat mein Leben eine andere Qualität bekommen. Zuerst bin ich jedes Mal zusammen gezuckt, wenn der Schlüssel ins Türschloss gesteckt wurde. Ich kann nicht länger als zwei Stunden am Stück schlafen, lese immer und immer den Abschiedsbrief, habe ständig Kopfschmerzen, denke was er während des Sprungs gedacht haben mag, was, wenn er dann doch nicht wollte.....

Mein Name ist Daniela Quennet, Deutsch/Amerikanerin, ich bin 43 Jahre alt, habe Musikwissenschaften und Psychologie studiert. Ich habe eine 17 jährige Tochter, einen Hund, eine Katze, ein Pferd. Ich lebe in z.Zt. in Wolfsburg, die schrecklichste Stadt, die man sich vorstellen kann. Aber nur temporär. Wenn ich groß bin, gehe ich wieder zurück nach Köln.

Es geht aber nicht um mich. Oder vielleicht auch. Ich habe beschlossen diese/meine/unsere Geschichte aufzuschreiben und sie großzügig zu verteilen. Eigentlich möchte ich diese grenzenlose Ungerechtigkeit in Welt schreien. Aber wer würde mir zuhören? Wenn ich es aufschreibe, kann jeder entscheiden, ob er/sie es lesen wollen.

Unsere Geschichte begann vor ca. drei Jahren. „Interessant“ ist sie aber erst vor 1.5 Jahren geworden. An dem Tag als Arnim seine Frau final verließ. Getrennt von Tisch und Bett waren sie zu diesem Zeitpunkt schon sehr lange. Um genau zu sein Jahre. Und um noch genauer zu sein, war Arnim schon ein Jahr nach der Begegnung mit seiner Frau nicht mehr glücklich. Allerdings wusste er es zu diesem Zeitpunkt nicht.

Vor 1.5 Jahren nach seinem Eingeständnis vor sich und mir, dass aus Freundschaft Liebe wurde und nach einer sehr gewalttätigen Handlung seiner Frau, verließ er seine Frau, die Ehe, das Haus uns sein bis dahin geführtes Leben. Er verließ NICHT seine Tochter. Voller Euphorie blickte er in eine besser Zukunft.

Während der Woche lebte er im Osten der Republik, er hasste es. Zu diesem Zeitpunkt machte sein Job ihm allerdings viel Spaß und entschädigte für das Leben in Frankfurt/Oder. Arnim war Physiker. Ein Physiker mit vielen Patenten. Er hat u.a. dazu beigetragen, dass der Euro eingeführt wurde. Dies war allerdings vor seiner Zeit in der Solar-Industrie. Die Wochenenden verbrachten wir bei mir.

Vom ersten Tag an führte seine Frau Krieg. Der Einsatz war immer seine geliebte heute 8 jährige Tochter. Das Fatale ist, dass erst im Unterschied Defizite erkannt werden. Will heißen; Bis zur finalen Trennung war ihm nicht klar, was alles falsch gelaufen ist. Mit seiner Frau, mit der Kindererziehung, mit allem was sein Leben bis dahin ausmachte.

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Er (wir) haben uns Tag und Nacht mit seiner Frau auseinander setzen müssen. Telefonisch und per Email . Und immer wieder hat sie das Kind eingesetzt. Du kannst das Kind nur sehen, wenn dies oder das erfüllt wird.... waren immer die Sätze, die angeführt wurden.

Bei manchen Menschen tut es weh, zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Zu allem fing Arnims Frau dann an das Kind zu vernachlässigen. Sie wollte nicht, dass das Kind Zeit in unserem Haushalt verbringt, weil sie nicht wollte, dass die Kleine Zeit mit mir verbringt. Dies alles obwohl die Kleine meine Tochter und mich sofort in ihr kleines Herz geschlossen hatte. Die Zeichen für Patchwork Familie standen so günstig. Eine damals 15- jährig, eine damals 6-jährige, Arnim und ich haben uns miteinander so gut gefühlt. Es hat nicht sollen sein.

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Arnims Frau hat ihn, mich und meine Tochter unentwegt schikaniert. Z.B. hat sie meiner Tochter und mir unterstellt, schwerste Psychopharmaka in den Rucksack ihrer Tochter getan zu haben.

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Arnim war ein ruhiger, warmherziger, respektvoller und introvertierter Mensch. Wir haben alle zur Verfügung stehenden Instanzen eingeschaltet. Jugendamt, Gericht, Familientherapeutin. Sie haben es nicht hören wollen, es relativiert, die Vernachlässigung nicht gesehen, die Lieblosigkeit ignoriert und Arnim als einen „Übertreiber“ hingestellt.

In Deutschland ist es offensichtlich so, dass man eigene Fehler nicht korrigieren darf. Das ist unglaubwürdig. Wir haben reformierte Gesetze. Gemeinsames Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht. In der täglichen Praxis ist es nicht anwendbar. Im täglichen Leben schikaniert die Mutter des Kindes täglich den Vater und keiner will es wissen...... Keiner will wissen, dass das Kind emotional vernachlässigt wird!!!!

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid

Im April diesen Jahres der erste Suizid versuch. Ganz im Stil von Rainer Barschel. Es hat nicht geklappt. Ich war froh und glücklich. Er konnte die täglichen Auseinandersetzungen nicht mehr ertragen.... schrieb er in einem langen Brief an mich. Er konnte die Lügen seiner Frau, die Schikanen, den Stress im Job gepaart mit der Sorge um seine Tochter und die gemeinsamen Schulden (mit seiner Frau), nicht mehr aushalten. Wie kann ein Vater etwas tun, wenn die Instanzen es nicht wissen wollen....

Im Anschluss an diesen Suizid dachte ich wir finden gemeinsam Lösungen. Es sah auch so aus. „Die depressive Verstimmung ist vollständig abgeklungen“. So lautete der Bericht des Oberarztes der Charite, in Berlin.

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Aber, die Schikanen wurden schlimmer. Arnim hat von April bis August, seine Tochter nicht sehen dürfen. Seine Frau hat ihm als nächste Tat den erweiterten Suizid unterstellt. Dies alles, obwohl es ein psychiatrisches Gutachten des Oberarztes der Charite Berlin zu diesem Thema gab. Das Jugendamt hat dieses völlig ignoriert und nur das berücksichtigt, was die Mutter des Kindes vortrug. Er/wir haben seine Tochter dann einmal pro Woche im Kinderhort besucht, um eine völlige Entfremdung zu vermeiden. Eine Richterin die ... , eine Richterin die ... . Ein Jugendamt, dass bewusst und nachweislich ... hat. Ein Jugendamt, dass ein Mutter die ihr Kind massiv vernachlässigt und nach einem Hausbesuch bescheinigt: Die Mutter behandelt das Kind vorbildlich!!!! Mich wollte das Jugendamt nicht anhören. Sie hatten die Mutter des Kindes befragt, ob es ihr recht sei. Diese wollte es nicht. Erst nachdem mein Anwalt das Jugendamt darüber informierte, dass sie mich anhören müssen, konnte ich meine Angaben machen. Geholfen hat es nicht. Was kann ich auch schon zu allem sagen.....

Ab August gab es wieder regelmäßigen (alle zwei Wochen) Kontakt. Allerdings immer unter sehr schweren Bedingungen. Da immer und ich meine IMMER, seine väterliche Kompetenz, die Liebe zu seiner Tochter und die Liebe des gemeinsamen Kindes seitens der Mutter in Frage gestellt wurde. Per Email, Telefon und Auge in Auge.

Es gibt unendlich viele Emails. Ich habe schlimmste Telefonate miterlebt....

Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Arnim fuhr am Sonntag vor seiner Tat zu seiner Frau, um nochmals zu versuchen, ohne Familientherapeutin und in Ruhe mit ihr über seine Sorge um das gemeinsame Kind und die finanziellen Verhältnisse zu reden. Ich habe nach diesem Termin einen völlig resignierten Menschen am Telefon gehabt. Seine Frau hat ihn wie immer in die Sprachlosigkeit versetzt. Ich sagte ihm, dass wir am Wochenende nochmals über alles reden sollten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt eine sehr schwere Grippe und lag mit über 39 Grad Fieber im Bett.

Bei manchen Menschen tut es weh, zu sehen wie täglich ein Kind dazu eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche leiden und einige begehen Suizid.

Arnims Frau bekam seinen Abschiedsbrief am Tattag morgens. Sie hat alles dafür getan, dass ich nicht informiert werde. Ich weiß nicht, was in diesem Brief stand. Ich weiß aber, was in meinem Stand. Meinen bekam ich allerdings erst einen Tag nach seinem Sprung aus 95m. Die Kripo hatte mich ca. 2 Stunden vor seinem Sprung informiert. Dies nachdem die Kripo bei seinem Arbeitgeber war und dieser der Kripo mitgeteilt hat, dass Arnim schon seit Jahren nicht mehr mit seiner Frau zusammen lebt, sondern mit mir und auch hier seinen ersten Wohnsitz hat. Es gab dann viele Fehler im System. Die Kripo ist nicht an den Ort gefahren, wo ich ihn vermutet habe. Die Kripo hat auch nichts von dem angenommen, was ich ihnen gesagt habe. Die Ehefrau hat es verboten, war die Aussage. Und ich, wer bin ich schon, für den Gesetzgeber.......

Was ist geschehen:

Arnims streng katholische Familie, seine Frau, Schwiegereltern und in jedem Fall nicht seine Freunde, haben Arnim am Freitag, den 5.12. beigesetzt. Meiner Tochter und mir wurde untersagt, der Trauerfeier beizuwohnen. Das Beerdigungsunternehmen durfte mir nicht mitteilen, wo ich meinen Kranz niederlegen darf. Seine Frau war die Witwe, seiner Tochter wurde gesagt, dass ... ist, meine Tochter war mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Arnims Freunde und Mitarbeiter sind der Beisetzung fern geblieben. ... .

Ich nenne Arnims Frau übrigens nur so, weil ich keinen Namen nennen möchte. Per Gericht ist das offizielle Ende der Ehe 1.5.2008.

Ich werde nichts unversucht lassen, die ganz Geschichte zu erzählen. Diese unsere Geschichte betrifft vielleicht nicht in diesem Ausmaß, aber sicherlich viele Väter. Ich möchte, dass Jugendämter, Therapeuten und Richter Verantwortung übernehmen. Für ihren Beruf, für SÄMTLICHE Beteiligten, vor allem für die Kinder und letztlich auch für Moral, Menschlichkeit, Ehre und Würde.

Ich bin keine berühmte Persönlichkeit. Ich stehe nicht im Rampenlicht. Wenn dies so wäre, gäbe es sicherlich viele die über dieses schreckliche Geschehen berichten würden wollen. In der ganzen Ausführlichkeit und allen Niederschriften. Wenn ich aber nicht versuche die Geschichte zu erzählen, werde ich nie erfahren, ob sich jemand dafür interessiert hätte.

Arnim hat leider nicht annehmen können, dass ich ihn nicht für das geliebt habe was er hatte, sonder für das was er war.

UMSONST GESTORBEN DAFR ER NICHT SEIN!!!!!!!!!!!

Es gibt Menschen, die es nicht ertragen können. Suizid wird nicht aus Langeweile begangen und Menschen die es tun sind niemals zu verurteilen.

 

Falls Sie bis zum Schluss gelesen haben, vielen Dank!

Ich wünsche Ihnen Love, Joy and Happiness

Ihre

Daniela Quennet

http://www.die4ma-music.de/

 

 

 


 

 

Eine Abrechnung mit der "Familienvernichtungsmafia"

München (AZ/dpa) - Im Fall des 43-Jährigen Münchners, der an Weihnachten seinen kleinen Sohn und sich selbst tötete, ist im Internet ein Abschiedsbrief aufgetaucht. In dem von der tz abgedruckten Brief erhob der Mann massive Vorwürfe gegen seine Ex-Frau, ein Familiengericht sowie die Politik.

Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige weiter. Auch ein Familienrichter am Rosenheimer Amtsgericht sowie die "femifaschistischen Vollidioten von der SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für die schrecklichen Geschehnisse. Mit Blick auf das deutsche Scheidungsrecht sprach der Münchner außerdem von einer «Familienvernichtungsmafia».

Aus diesem Grund seien bereits unzählige Leben zerstört worden, heißt es in dem Brief weiter. "Und viele Väter haben denselben Weg gewählt wie ich." Der 43-Jährige appelliert deshalb schließlich an den Staat: "Vergällt den jungen Männern das Kinderzeugen oder gar Heiraten, gebt Babys in Krippen, lasst Frauen sich selbst verwirklichen und zerstört die bewährte Form der Familie - aber wundert euch nicht, wenn immer mehr entrechtete Männer, die nichts als eine intakte familie wünschen und stattdessen abgezockt, betrogen, diffamiert und um ihre Kinder gebracht werden, als letzten Ausweg (...) ihre Kinder und sich selbst töten."

Die Homepage wurde inzwischen von der Polizei gesperrt. Die Ermittler nehmen an, dass der Informatiker aus München seine Tat geplant hat. Eine Obduktion soll nun klären, woran der Achtjährige genau starb.

Artikel vom 27.12.07 - 13.57 Uhr

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,Eine-Abrechnung-mit-der-Familienvernichtungsmafia_arid,1139409_regid,1_puid,2_pageid,4289.html#null

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Zum Glück gehen trotz gängiger vulgärfeministischer Trompeterei die wenigsten Väter, die vom deutschen Familien(un)recht und von hetzerischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten kielgeholt werden und wurden, den zerstörerischen Weg, wie ihn der 43-jährige Vater des achtjährigen Jungen gewählt hat, in dem er offenbar seinen eigenen Sohn tötete.

Bei der noch weit verbreiteten Ausgrenzung von Vätern durch Mütter aller politischen Couleur und der zuarbeitenden Scheidungsindustrie muss man sich eigentlich wundern, dass es vergleichsweise selten, zu solchen Exzessen kommt, wie sie der 43-jährige Vater hier an den Tag legte.

Die meisten durch Mütter und staatliche Stellen ausgegrenzten Väter verhalten sich politisch korrekt. Sie ertränken ihren Kummer im Alkohol und stärken somit die Steuereinnahmen des Staates, der dazu beigetragen hat, ihnen ihre Kinder zu entziehen. Das nennt man männlichen Patriotismus, grad so wie im 1. und 2. Weltkrieg, wo sich deutsche Männer millionenfach als williges Kanonenfutter auf der Schlachtbank des Krieges angeboten haben. Ein geringer Prozentsatz hat sich dem staatlich gewollten, geförderten oder geduldeten Irrsinn entgegengestellt, sei es Karl Liebknecht, der als einziger SPD Abgeordneter im Reichstag gegen die Kriegskredite stimmte oder - wenn auch erst spät - Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg.

Heute braucht es viel weniger Zivilcourage. Eine friedliche Väterdemo, natürlich angemeldet, vor dem Amtsgericht Flensburg, tut es auch. Oder die Gründung des Väternotruf Deutschland, der bei heute monatlich über 60.000 Besuchern und über 300.000 Zugriffen, noch immer vorhandenen Dumpfbacken, Müttersöhnen und Müttertöchtern in Politik, Gerichtsbarkeit und Behörden, zum Tanz aufspielt. Dabei steht der Väternotruf in einer modernen Form des gewaltlosen Widerstandes in der Tradition von Mahatma Gandhi und Martin Luther King, gegen staatliche Väterdiskriminierung und für die Einhaltung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, das tagtäglich - man mag es als demokratiegläubiger Laie nicht glauben, bis man es selber gesehen hat - von Staats wegen bis in die höchsten Gerichte mit Füßen getreten wird.

 

 


 

 

 

Aus Rache an der Ex-Frau: Vater tötet Mickey (8) und dann sich selbst

 

München - Wie hatte er sich auf Heiligabend gefreut. Und als es dann endlich soweit war – da war der kleine Michael (zärtlich „Mikey“ genannt) gar nicht mehr zu halten. Unter dem Christbaum probierte er sofort mit seinem Vater Roman S. (43) seine neue elektrische Eisenbahn aus. Bis es Zeit war, ins Bett zu gehen…

 

Der mit Lametta geschmückte Christbaum steht noch dort, ebenso die Eisenbahn. Nur Mikey ist nicht mehr da. Mikey ist tot. Ermordet am Weihnachtsmorgen vom eigenen Vater, der anschließend Selbstmord beging.

Roman S. hinterließ einen Abschiedsbrief – eine hasserfüllte Abrechnung mit seiner Ex-Frau, mit der er erbittert ums Sorgerecht für Mikey gestritten hatte. Als für den Informatiker Roman S. und dessen Frau Monika (41) die Welt noch in Ordnung war, lebte die Familie in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim).

Doch die Ehe scheiterte, die Scheidung nach dem Trennungsjahr war bereits vollzogen. Monika S. lebte mit Sohn Mikey in einem Landhaus in Stephanskirchen unweit von Rosenheim. Roman S. dagegen war allein nach München in sein Elternhaus in der Lerchenstraße zurück – ein altmodisches, aber blitzsauberes Siedlungshäuschen, das noch mit Ölöfen beheizt wurde. Mikey musste fortan zwischen seinen Eltern pendeln.

In letzter Zeit soll sich Roman S. verändert haben. Zwar hielt er sich weiterhin zuverlässig an alle Vereinbarungen. Doch hatte Monika S. dass Gefühl, dass der Ex „irgendwie spinnt“, wie sie später der Polizei sagte. Dennoch setzte sie ihr Söhnchen am 21. Dezember unbesorgt in den Zug nach München, wo er vom Vater vereinbarungsgemäß abgeholt wurde. Wie hätte sie auch ahnen können, dass Roman S. da bereits einen tödlichen Entschluss gefasst hatte…

Den Auslöser kennt die Mordkommission noch nicht, wohl jedoch das Motiv: Blanker Hass auf die Ex- Frau, die ihm in seiner Vorstellung das Liebste genommen hatte – sein Kind. So reifte in seiner fanatischen und egoistischen Liebe zu Mikey der grausame Plan, seine Ex-Frau zu „bestrafen“. Vermutlich in den frühen Morgenstunden des 25. Dezember wurde das Häuschen in der Lerchenstraße Schauplatz eines unfassbaren Verbrechens.

Als Mikey am Ersten Weihnachtsfeiertag um 14 Uhr nicht nach Hause gebracht wurde und Roman S. nicht ans Telefon ging, hatte Monika S. eine böse Vorahnung. Sie verständigte die Polizei. Um 17 Uhr klingelten Münchner Polizisten in der Lerchenstraße 63. Niemand öffnete. Sie schauten von außen ins Wohnzimmer und sahen Mikey. Im Schlafanzug lag er auf dem Sofa. Er war sehr blass, sah aus, als ob er schliefe.

Die Beamten traten die Tür ein – helfen konnten sie nicht mehr. Mikey war bereits seit Stunden tot – vermutlich vergiftet. Dafür sprechen aufgefundene Medikamente. Im Kinderzimmer im ersten Stock fanden sie Roman S. Er lag auf Mikeys Bett, hatte eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Er ist vermutlich erstickt. Eine graue Helium-Gasflasche samt Schlauch, die er neben das Bett gestellt hatte, hatte er nicht benutzt. Zur Klärung der Todesursache werden beide erst heute obduziert.

Vieles spricht dafür, dass Roman S. dieses infame Verbrechen schon länger geplant hat. Auf einer Kommode hatte er persönliche Papiere zurechtgelegt – darunter einen Stapel Sorgerechts-Akten, Geldbeutel, Ausweis, ein Bild von Mikey und den noch in der Weihnachtsnacht geschrieben Abschiedsbrief. Monika S. befindet sich derzeit in der Obhut von Freunden, wird psychologisch unterstützt. Ihr Platz im Beyhartinger Kirchenchor blieb gestern früh leer. Nie wieder wird ihr strahlender Solo-Sopran an Weihnachten in der Kirche erklingen. Nie wieder wird sie ein unbeschwertes Weihnachtsfest erleben können. Die fürchterliche Rache ihres Ex- Mannes – sie ist aufgegangen.

 

dop.

27.12.2007

www.tz-online.de/tzheute/art1061,340064

 

 

 


 

 

Eine Mutter entführt ihr eigenes Kind - der Vater begeht Selbstmord

Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben worden, nun gibt ein Sprecher zu: Das muss uns eine Lehre sein. Ein Jahre dauernder Rechtsstreit an Stuttgarter Gerichten hat ein tragisches Ende gefunden. Ein 43-jähriger Deutschamerikaner hat sich am 10. Januar im texanischen Paris das Leben genommen - offenbar, weil er seinen Sohn nicht mehr zu sehen bekam.

Von Susanne Janssen

Jahrelang wurde der Streit zwischen dem Stuttgarter Amtsgericht und dem Oberlandesgericht (OLG) hin und her geschoben. Die Geschichte muss nach Ansicht des OLG-Sprechers Joachim Saam, den Gerichten eine Lehre sein. "Das ist eine tragische Sache, die wir sehr bedauern", sagte er. Sie zeige, wie ein Rechtsstaat unterwandert werden könne.

Begonnen hatte alles mit einer Hochzeit am 2. Januar 1999 in Paris, Texas: Der damals 40-jährige Stefan F. (Name geändert), der 1985 mit seiner Familie aus Ditzingen in die USA ausgewandert war, heiratete die Deutsche Angela F., die bereits einen 16-jährigen Sohn aus erster Ehe hatte. Am 13. Mai kam der gemeinsame Sohn als Frühgeburt zur Welt. Er litt an einem Wasserkopf, musste mehrmals operiert werden und ist behindert.

Die Ehe ging in die Brüche. Am 10. September 1999 zog Angela F. aus, die amerikanischen Gerichte sprachen dem Vater jedoch ein Umgangsrecht mit seinem Sohn zu.

Ende des Jahres wollte Angela F. für zwei Wochen nach Deutschland reisen, was ihr die Gerichte auch zugestanden. Als Ausgleich sollte Stefan seinen Sohn nach der Rückkehr 14 Tage zu sich nehmen dürfen. 

Dazu kam es nicht mehr: Statt am 7. Januar 2000 in die USA zurückzufliegen, reiste Angela F. erst am 4. Januar aus, um dann unter falschem Namen in Obersulm unterzutauchen. Nach dem Haager Übereinkommen ist nach einem Jahr die Frist verstrichen, innerhalb derer der verlassene Elternteil noch Ansprüche auf sein Kind hat. "Das ist eine Notbremse zum Wohl des Kindes, damit es nicht einem ihm völlig fremden Elternteil übergeben wird", erklärt Saam.

Stefan F. gelang es jedoch noch rechtzeitig, seine Exfrau ausfindig zu machen. Am 20. Februar stellte seine Rechtsanwältin dann den Antrag auf Rückführung des Kindes. Zuständig war das Amtsgericht Stuttgart als eine von 24 zentralen Dienststellen. Der Weg durch die Instanzen nahm seinen Lauf: Am 21. März wurde Angela F. vor dem Amtsgericht dazu verpflichtet, mit dem Kind bis zum 30. April in die USA zurückzukehren.

Zwangsmittel wurden durch das Gericht jedoch lediglich angedroht - weil es sich um ein kleines Kind handelte. Angela F. ging die Entscheidung an. Am 19. Juni schlossen beide Eltern vor dem OLG einen Vergleich: 

Die Frau verpflichtete sich, Einreisepapiere und Aufenthaltsgenehmigung für die USA zu beantragen. Im Gegenzug sicherte Stefan ihr freies Geleit und Unterhalt zu.

"Heute wissen wir, dass die Frau niemals vorhatte, sich an diese Vereinbarung zu halten," sagt Saam. Sie habe nur auf Zeit gespielt. Und wenn jemand es bewusst darauf anlege, die Rechtsprechung zu unterwandern, könne das Gericht wenig tun. "Es hätte nichts genützt, Zwangsgeld oder Zwangshaft anzuordnen", meint der Pressesprecher. Das diene nur dazu, den Willen zu beugen. Wie aber soll man eine Ausreise durchsetzen?

Die Frau habe angegeben, sie habe kein Visum bekommen, oder das Kind sei krank gewesen, oder sie habe es angeblich noch stillen müssen. "Die einzige Lösung wäre gewesen, die Frau mit roher Gewalt ins Flugzeug zu setzen." Aber das müsse erst angeordnet werden. Und das müsse beantragt werden.

Das tat die Rechtsanwältin auch - doch das Amtsgericht wies am 3. Dezember 2001 den Antrag zurück. Die Frau habe kein Visum. Und es sei herausgekommen, dass sie sich nie an die Vereinbarung halten wollte. Deshalb sei die Vereinbarung gegenstandslos, alles müsse neu entschieden werden.

Die Rechtsanwältin von Stefan B. legte am 8. Januar 2002 dagegen Beschwerde ein, "früher oder später hätte der Mann bestimmt noch Recht bekommen", sagt Joachim Saam. Doch schon die erneute Beschwerde erreichte ihn nicht mehr. Nach Angaben seiner Eltern sei Stefan am 7. Januar 2002 auf die Felder am Lake Gibbon hinausgefahren. Dort hinterließ er zwei Abschiedsbriefe: 

"Liebe Eltern! Ich glaube nicht mehr, dass ich G. bekomme. Frau R. (die Rechtsanwältin) kann den Gerichten in Deutschland gratulieren!" Und einen Tag später: "Jedes Mal, wenn ich gestern abdrücken wollte, hatte ich euch vor Augen", schrieb er. "Vater hat in den letzten Monaten versucht, mich mit Arbeit auf andere Gedanken zu bringen, aber ich kann G. einfach nicht vergessen. Ich wünschte, ich könnte es euch leichter machen."

Die Nachricht löste bei der Kammer am OLG große Betroffenheit aus. "Das hätten wir schon hingekriegt, aber das dauert natürlich", sagt Saam. "Einzelne können die ganze Rechtsprechung torpedieren. Denn unsere Rechtsordnung basiert auf der Fiktion, dass sich die Verfahrensbeteiligten dem Gericht unterwerfen." Wie sehr das Spiel auf Zeit manchmal Vorteile bringe, zeige auch der jüngst beendete Prozess gegen den "Schuhkönig" Mayer: Mit immer neuen Beweisanträgen gehe ein Prozess dann nicht zu Ende. Bis alle Beteiligten, auch das Gericht, mürbe würden und einen Vergleich schließen. Saam: "Es siegt nicht immer das Gute."

 

Aktualisiert: 25.01.2002, 05:33 Uhr

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/88511?_suchtag=aktiv

 


 

 

Südwest-Presse - 6.4.2000

Junginger Ex-Ortsvorsteher wegen Kindesentziehung verurteilt

Aus Verzweiflung entführt - Zehn Monate Bewährungsstrafe für Frank-Alexander Dachtler

Die Kurzschlusshandlung eines Verzweifelten - so hat der ehemalige Junginger Ortsvorsteher Dachtler die Entführung seiner Töchter nach Rumänien vor dem Amtsgericht Mannheim dargestellt. Der Richter verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.

CIRIN KOLP

Frank-Alexander Dachtler will für seine beiden Töchter nur das Beste. Das versichert der ehemalige Junginger Ortsvorsteher ebenso eindringlich wie unermüdlich. Was das Beste für die mittlerweile zwei und drei Jahre alten Mädchen ist, glaubt der Vater ganz genau zu wissen - und zur Durchsetzung dessen hat er zu einem ungesetzlichen Mittel gegriffen: Am 27. März 1999 holte er seine Töchter in der Mannheimer Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau ab, brachte sie aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurück, sondern flog mit ihnen nach Sibiu in Rumänien (wir berichteten). Zwei Monate blieben er und die Kinder spurlos verschwunden. Die Ehefrau, die nichts über den Verbleib ihrer Töchter wusste, schaltete Interpol ein. Dachtler stellte sich schließlich am 27. Mai im deutschen Generalkonsulat in Rumänien.

Seine Frau vernachlässige die Kinder, die sich zudem vor allem zu ihm als Vater hingezogen fühlten, deswegen habe er sich zu der - im Übrigen gut vorbereiteten - Entführung hinreißen lassen, argumentierte er vor dem Amtsgericht Mannheim, wo er gestern wegen Kindesentziehung angeklagt war. Seine Frau, die das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder hatte, sei unzugänglich für seine Versuche gewesen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben, habe Termine platzen lassen und ihm auch sonst im Umgang mit den Mädchen allerhand Steine in den Weg gelegt. "Ich habe gedacht, wenn die Kinder mal weg sind, ist sie zum Einlenken bereit'', sagte er. Keinesfalls habe er aber endgültig mit den Töchtern untertauchen wollen. Er sei völlig verzweifelt gewesen, die Entführung mithin eine Kurzschlusshandlung.

Der Mutter hat er damit einen nachhaltigen Schrecken eingejagt. "Ich hatte wahnsinnige Angst, dass er den Kindern etwas antut'', sagte die 30-Jährige vor Gericht. Sie schilderte sich als treu sorgende Mutter und ihren Noch-Ehemann, von dem sie nur als "Herr Dachtler'' sprach, als Vater, dem sein Job als Ortsvorsteher weit wichtiger gewesen sei als seine Töchter. Nicht sie, sondern er sei schuld daran, dass die Ehe gescheitert und es nie zu einer einvernehmlichen Sorgerechtsvereinbarung gekommen ist.

Mit derlei Konflikten wollte sich der Strafrichter freilich nicht eingehend befassen. Diese schwierige Aufgabe fällt dem Familienrichter zu. An dessen Urteil solle sich Dachtler unbedingt halten, legte ihm der Amtsrichter nahe, "auch wenn Ihnen seine Entscheidung nicht gefällt''. Er jedenfalls verurteilte den 31-Jährigen, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter arbeitet, zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Er gestand dem Vater zu, selbst durchaus der Meinung gewesen zu sein, zum Wohl der Töchter zu handeln. Damit übernahm der Richter die Argumentation von Verteidiger Heinrich Borst. Die Liebe des Vaters zu seinen Kindern sei in diesem Fall aber zwiespältig, sagte der Richter: "Je emotionaler jemand handelt, desto schwieriger ist die Beurteilung, ob sich so etwas wiederholt.''

 

 

 


 

 

 

 

Polnischer Verband Eltern gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland e.V.

Polskie Stowarzyszenie Rodzice Przeciw Dyskryminacji Dzieci w Niemczech t.z.

Vorsitzender Wojciech Leszek Pomorski, Ernst-Mittelbach-Ring 36. 22455 Hamburg,

Tel. +49 40 53206306 Mobil(BRD):+491737169797, Mobil(Polska): +48694384788,

Email: w.pomorski@gmail.com

 

Einladung

 

zur Verhandlung ... am 9.11.2007 um 9.15 Uhr im Saal B 136, Gebäude B, Amtsgericht Tiergarten, Wilsnacker Str. 4, 10559 Berlin, Aktenzeichen: (246 Cs) 93 Js 3880/06 (374/06), Tel: 030/9014-2699, Fax: 030/9014-3035. Tatvorwurf: Verleumdung und üble Nachrede gegen Personen des politischen Lebens.

 

Hamburg, den. 07.11.2007

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte Sie zu der o. g. Verhandlung einladen. Der Anlass dafür war eine angebliche Verleumdung und üble Nachrede betreffend der Bezirksbürgermeisterin Frau Ursula Meys der Leiterin des Jugendamtes und Bezirksamtes Berlin Spandau, in dem ein polnischer Vater Andrzej Luc am 10.03.2006 Suizid ... begonnen hatte.

 

 

...

 

Mit freundlichen Grüssen und mit Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

 

mgr Wojciech Leszek Pomorski

Vorsitzender

Polnischer Verband Eltern gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland e.V.

Polskie Stowarzyszenie Rodzice Przeciw Dyskryminacji Dzieci w Niemczech t.z.

 

 

 


 

 

 

"Familienvater erschießt sich im Jugendamt Spandau

Mitten in einem Beratungsgespräch erschoß sich gestern Vormittag ein 39jähriger Mann vor den Augen einer Sachbearbeiterin

Das Unglück geschah in einer Außenstelle des Jugendamtes in der Schönwalder Straße. Familienvater  Andrzej L. war zu einem Beratungsgespräch beim Sozialpädagogischen Dienst eingeladen. Kaum hatte er mit der Sachbearbeiterin zusammengesessen, zog er plötzlich eine Waffe und schoß sich in den Kopf. ..."

BZ, 11.03.2006

 

 

Link zum Fall Andrzej Luc:

 

http://bz.berlin1.de/archiv/060311_pdf/BZ060311_008_G3B142OBM.1.htm

 

 


 

 

Südwest-Presse

Donnerstag, 12. Juli 2001

Freitod - Frank Dachtler identifiziert

Der vor etwas mehr als drei Wochen an der Atlantikküste bei Brest gefundene Leichnam ist eindeutig als der von Frank-Alexander Dachtler identifiziert worden.

Eine rechtsmedizinische Untersuchung hat Klarheit gebracht: Bei dem an der bretonischen Atlantikküste gefundenen Leichnam handelt es sich um den des ehemaligen Ortsvorstehers von Jungingen, Frank Alexander Dachtler.

Wie ein Sprecher der Ravensburger Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilte, hat sich der ehemalige Ortsvorsteher ganz offensichtlich mit Tabletten das Leben genommen. Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen, Spuren äußerer Gewaltanwendung wurden nicht gefunden.

Noch steht ein abschließendes Gutachten aus. Aber alle bisher gewonnenen Erkenntnisse deuten auf eine Vergiftung durch eine Überdosis Medikamente hin. Ob Dachtler einen Abschiedsbrief hinterlassen und Gründe für seinen Freitod angegeben hat, wollte der Staatsanwalt nicht sagen. "Das geht doch zu sehr in die Privatsphäre der Familie."

Dachtler war nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst in die Nähe von Ravensburg gezogen, wo er in der Firma eines Bekannten mitgearbeitet hat. Er ist 32 Jahre alt geworden und hinterlässt zwei Mädchen im Alter von drei und vier Jahren.

Wie berichtet, hatte er im März 1999 die getrennt von ihm lebenden Töchter der Mutter entzogen und war in Rumänien untergetaucht. Erst Wochen später hatte er sich freiwillig den deutschen Behörden gestellt und war zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Sorgerecht bekam die Mutter zugesprochen, Dachtler durfte seine Töchter anfangs gar nicht und später nur stundenweise sehen und auch das nur unter Aufsicht.

HANS-ULI MAYR

 

gefunden auf: www.pappa.com/faelle/dachtler/frank-ist-tot.htm

 

 


 

 

 

Gerade eben erreichte uns die Mitteilung, dass eines der Mitglieder von paPPa.com nicht mehr die Kraft hatte, weiter zu machen.

Frank Dachtler Vater von Ann-Kathrin und Sarah-Victoria ist tot.

13.6.2001

 

Am 21.08.2000 kündigte sich in einer von Frank Dachtler verbreiteten E-mail der Suizid schon an. Er sandte mit der folgenden Zeile gescannt die nachfolgenden Zeitungsausschnitte.

"Sorry, konnte es nur einscannen und als Anlage mitsenden.

Frank

Papa von Ann-Kathrin und Sarah-Victoria"

 


 

 

Eine Mutter entführt ihr eigenes Kind - der Vater begeht Selbstmord

Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben worden, nun gibt ein Sprecher zu: Das muss uns eine Lehre sein

Ein Jahre dauernder Rechtsstreit an Stuttgarter Gerichten hat ein tragisches Ende gefunden. Ein 43-jähriger Deutschamerikaner hat sich am 10. Januar im texanischen Paris das Leben genommen - offenbar, weil er seinen Sohn nicht mehr zu sehen bekam.

Von Susanne Janssen

Jahrelang wurde der Streit zwischen dem Stuttgarter Amtsgericht und dem Oberlandesgericht (OLG) hin und her geschoben. Die Geschichte muss nach Ansicht des OLG-Sprechers Joachim Saam, den Gerichten eine Lehre sein. Das ist eine tragische Sache, die wir sehr bedauern", sagte er. Sie zeige, wie ein Rechtsstaat unterwandert werden könne.

Begonnen hatte alles mit einer Hochzeit am 2. Januar 1999 in Paris, Texas: Der damals 40-jährige Stefan F. (Name geändert), der 1985 mit seiner Familie aus Ditzingen in die USA ausgewandert war, heiratete die Deutsche Angela F., die bereits einen 16-jährigen Sohn aus erster Ehe hatte. Am 13. Mai kam der gemeinsame Sohn als Frühgeburt zur Welt. Er litt an einem Wasserkopf, musste mehrmals operiert werden und ist behindert.

Die Ehe ging in die Brüche. Am 10. September 1999 zog Angela F. aus, die amerikanischen Gerichte sprachen dem Vater jedoch ein Umgangsrecht mit seinem Sohn zu. Ende des Jahres wollte Angela F. für zwei Wochen nach Deutschland reisen, was ihr die Gerichte auch zugestanden. Als Ausgleich sollte Stefan seinen Sohn nach der Rückkehr 14 Tage zu sich nehmen dürfen.

Dazu kam es nicht mehr: Statt am 7. Januar 2000 in die USA zurückzufliegen, reiste Angela F. erst am 4. Januar aus, um dann unter falschem Namen in Obersulm unterzutauchen. Nach dem Haager Übereinkommen ist nach einem Jahr die Frist verstrichen, innerhalb derer der verlassene Elternteil noch Ansprüche auf sein Kind hat. Das ist eine Notbremse zum Wohl des Kindes, damit es nicht einem ihm völlig fremden Elternteil übergeben wird", erklärt Saam.

Zwangsmittel nur angedroht

Stefan F. gelang es jedoch noch rechtzeitig, seine Exfrau ausfindig zu machen. Am 20. Februar stellte seine Rechtsanwältin dann den Antrag auf Rückführung des Kindes. Zuständig war das Amtsgericht Stuttgart als eine von 24 zentralen Dienststellen. Der Weg durch die Instanzen nahm seinen Lauf: Am 21. März wurde Angela F. vor dem Amtsgericht dazu verpflichtet, mit dem Kind bis zum 30. April in die USA zurückzukehren. Zwangsmittel wurden durch das Gericht jedoch lediglich angedroht - weil es sich um ein kleines Kind handelte. Angela F. ging die Entscheidung an. Am 19. Juni schlossen beide Eltern vor dem OLG einen Vergleich: Die Frau verpflichtete sich, Einreisepapiere und Aufenthaltsgenehmigung für die USA zu beantragen. Im Gegenzug sicherte Stefan ihr freies Geleit und Unterhalt zu.

Heute wissen wir, dass die Frau niemals vorhatte, sich an diese Vereinbarung zu halten," sagt Saam. Sie habe nur auf Zeit gespielt. Und wenn jemand es bewusst darauf anlege, die Rechtsprechung zu unterwandern, könne das Gericht wenig tun. Es hätte nichts genützt, Zwangsgeld oder Zwangshaft anzuordnen", meint der Pressesprecher. Das diene nur dazu, den Willen zu beugen. Wie aber soll man eine Ausreise durchsetzen? Die Frau habe angegeben, sie habe kein Visum bekommen, oder das Kind sei krank gewesen, oder sie habe es angeblich noch stillen müssen. Die einzige Lösung wäre gewesen, die Frau mit roher Gewalt ins Flugzeug zu setzen." Aber das müsse erst angeordnet werden. Und das müsse beantragt werden.

Das tat die Rechtsanwältin auch - doch das Amtsgericht wies am 3. Dezember 2001 den Antrag zurück. Die Frau habe kein Visum. Und es sei herausgekommen, dass sie sich nie an die Vereinbarung halten wollte. Deshalb sei die Vereinbarung gegenstandslos, alles müsse neu entschieden werden.

Die Rechtsanwältin von Stefan B. legte am B. Januar 2002 dagegen Beschwerde ein, früher oder später hätte der Mann bestimmt noch Recht bekommen", sagt Joachim Saam.

Doch schon die erneute Beschwerde erreichte ihn nicht mehr. Nach Angaben seiner Eltern sei Stefan am 7. Januar 2002 auf die Felder am Lake Gibbon hinausgefahren. Dort hinterließ er zwei Abschiedsbriefe: Liebe Eltern! Ich glaube nicht mehr, dass ich G. bekomme. Frau R. (die Rechtsanwältin) kann den Gerichten in Deutschland gratulieren!" Und einen Tag später: Jedes Mal, wenn ich gestern abdrücken wollte, hatte ich euch vor Augen", schrieb er. Vater hat in den letzten Monaten versucht, mich mit Arbeit auf andere Gedanken zu bringen, aber ich kann G. einfach nicht vergessen. Ich wünschte, ich könnte es euch leichter machen."

Nicht immer siegt das Gute"

Die Nachricht löste bei der Kammer am OLG große Betroffenheit aus. Das hätten wir schon hingekriegt, aber das dauert natürlich, sagt Saam. Einzelne können die ganze Rechtsprechung torpedieren. Denn unsere Rechtsordnung basiert auf der Fiktion, dass sich die Verfahrensbeteiligten dem Gericht unterwerfen." Wie sehr das Spiel auf Zeit manchmal Vorteile bringe, zeige auch der jüngst beendete Prozess gegen den Schuhkönig" Mayer: Mit immer neuen Beweisanträgen gehe ein Prozess dann nicht zu Ende. Bis alle Beteiligten, auch das Gericht, mürbe würden und einen Vergleich schließen. Saam: Es siegt nicht immer das Gute."

Haager Konvention

Wer sich das Sorgerecht mit dem Partner teilt, darf nicht einfach den Lebensmittel punkt des Kindes auf Dauer verändern. Der klassische Fall - ein Elternteil, der im Ausland gelebt hat, kehrt mit dem Kind in die alte Heimat zurück - stellt den zurück gebliebenen Expartner vor Probleme. Um Abhilfe zu schaffen, regelt das Haager Übereinkommen zwischen 60 Staaten die Rückführung der Kinder im Alter bis zu 16 Jahren. Dabei handelt es sich meist darum, den Zustand vor der internationalen Kindesentführung" wiederherzustellen: Haben beide Eltern das Sorgerecht und wurde das Kind ohne Zustimmung eines Elternteils in ein fremdes Land gebracht, so muss es zurück. Das Sorgerecht wird da durch nicht geregelt - ebenso wenig die Frage, wo das Kind am besten aufgehoben ist. Eine zentrale Behörde bei der Generalbundesanwaltschaft versucht zunächst, eine gütliche Einigung herbeizuführen. Kommt es zum Prozess, müssen die Beteiligten diesen bezahlen. Im Paragrafenwerk wurde eine durchschnittliche Verfahrensdauer von sechs Wochen angestrebt. In Deutschland liegt die Dauer jedoch durchschnittlich bei 25,5 Wochen. Zum Vergleich: In Großbritannien bringen es die Richter auf nur rund 7,5 Wochen.

jan

 

Stuttgarter Zeitung 24.01.2002

 

 

 

MUTTER ENTFÜHRT EIGENES KIND; VATER BEGEHT SELBSTMORD

Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben worden. Nun gibt ein Sprecher zu, dass diese Entwicklung dem Rechtsstaat eine Lehre sein müsse:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/88511

 

 


 

 

 

Südwest-Presse 6.4.2000: Junginger Ex-Ortsvorsteher wegen Kindesentziehung verurteilt

Aus Verzweiflung entführt - Zehn Monate Bewährungsstrafe für Frank-Alexander Dachtler

Die Kurzschlusshandlung eines Verzweifelten - so hat der ehemalige Junginger Ortsvorsteher Dachtler die Entführung seiner Töchter nach Rumänien vor dem Amtsgericht Mannheim dargestellt. Der Richter verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.

CHIRIN KOLB

Frank-Alexander Dachtler will für seine beiden Töchter nur das Beste. Das versichert der ehemalige Junginger Ortsvorsteher ebenso eindringlich wie unermüdlich. Was das Beste für die mittlerweile zwei und drei Jahre alten Mädchen ist, glaubt der Vater ganz genau zu wissen - und zur Durchsetzung dessen hat er zu einem ungesetzlichen Mittel gegriffen: Am 27. März 1999 holte er seine Töchter in der Mannheimer Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau ab, brachte sie aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurück, sondern flog mit ihnen nach Sibiu in Rumänien (wir berichteten). Zwei Monate blieben er und die Kinder spurlos verschwunden. Die Ehefrau, die nichts über den Verbleib ihrer Töchter wusste, schaltete Interpol ein. Dachtler stellte sich schließlich am 27. Mai im deutschen Generalkonsulat in Rumänien.

Seine Frau vernachlässige die Kinder, die sich zudem vor allem zu ihm als Vater hingezogen fühlten, deswegen habe er sich zu der - im Übrigen gut vorbereiteten - Entführung hinreißen lassen, argumentierte er vor dem Amtsgericht Mannheim, wo er gestern wegen Kindesentziehung angeklagt war. Seine Frau, die das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder hatte, sei unzugänglich für seine Versuche gewesen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben, habe Termine platzen lassen und ihm auch sonst im Umgang mit den Mädchen allerhand Steine in den Weg gelegt. "Ich habe gedacht, wenn die Kinder mal weg sind, ist sie zum Einlenken bereit'', sagte er. Keinesfalls habe er aber endgültig mit den Töchtern untertauchen wollen. Er sei völlig verzweifelt gewesen, die Entführung mithin eine Kurzschlusshandlung.

Der Mutter hat er damit einen nachhaltigen Schrecken eingejagt. "Ich hatte wahnsinnige Angst, dass er den Kindern etwas antut'', sagte die 30-Jährige vor Gericht. Sie schilderte sich als treu sorgende Mutter und ihren Noch-Ehemann, von dem sie nur als "Herr Dachtler'' sprach, als Vater, dem sein Job als Ortsvorsteher weit wichtiger gewesen sei als seine Töchter. Nicht sie, sondern er sei schuld daran, dass die Ehe gescheitert und es nie zu einer einvernehmlichen Sorgerechtsvereinbarung gekommen ist.

Mit derlei Konflikten wollte sich der Strafrichter freilich nicht eingehend befassen. Diese schwierige Aufgabe fällt dem Familienrichter zu. An dessen Urteil solle sich Dachtler unbedingt halten, legte ihm der Amtsrichter nahe, "auch wenn Ihnen seine Entscheidung nicht gefällt''. Er jedenfalls verurteilte den 31-Jährigen, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter arbeitet, zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Er gestand dem Vater zu, selbst durchaus der Meinung gewesen zu sein, zum Wohl der Töchter zu handeln. Damit übernahm der Richter die Argumentation von Verteidiger Heinrich Borst. Die Liebe des Vaters zu seinen Kindern sei in diesem Fall aber zwiespältig, sagte der Richter: "Je emotionaler jemand handelt, desto schwieriger ist die Beurteilung, ob sich so etwas wiederholt.''

 

 

Bemerkung vaeternotruf.de: 

Bis zum heutigen Tag können alleinsorgeberechtigte Mütter völlig legal die gemeinsamen Kinder entführen und untertauchen ohne, dass auch nur ein Hahn oder Staatsanwalt danach kräht.

 

 


 

 

 

Karin Jäckel

 

Ich habe Frank Dachtler nur per eMail, jedoch schon seit der Zeit gekannt, als er seine Strafe erwartete, mit der er fuer das Kidnapping seiner Kinder zu rechnen hatte. Eine seiner ersten eMails, die er mir schrieb, war ein Aufschrei aus tiefster Verzweiflung, zugleich aber immer noch von der Hoffnung erfuellt, dass die Mutter seiner Kinder doch nicht so gemein sein koenne, ihn als Vater doch nicht einfach so ausradieren koenne, doch irgendwie zur Vernunft kommen muesse, dass es doch um die Kinder ginge, die ja nichts dafuer koennten, dass ihre Eltern sich nicht mehr lieben, dass die Richter dieses Spiel doch durchschauen muessten.

In der nachfolgenden Zeit erlebte ich mit, wie Frank Dachtler sich in diesem verzweifelten Kampf um die Kinder von einem leidenschaftlichen Hoffnungstraeger mit grossem Siegeswillen in einen vor Schmerz, Wut und unertraeglicher Ohnmacht bruellenden Michael Kohlhaas verwandelte. Seine Trauer, sein Aufbegehren gegen den Verlust seiner Kinder, sein Widerstand gegen die Paragraphenklauberei der Justizbeamten und seine in gluehende Wut umgeschlagene einstige Liebe zu der Mutter seiner Kinder erschienen mir elementar. Zwischen den oft radikal wirkenden Zeilen, die er mir schrieb, um wenigstens durch diese Wutattacken und Aufschreie ein wenig von dem Druck abzulassen, unter dem seine Persoenlichkeit litt, schwang sehr deutlich die suizidale Gefaehrdung mit.

Obwohl ich keine Psychologin bin, war er fuer mich ein lehrbuchhaftes Beispiel dafuer, wie ein Mensch unter dem Pressdruck eines unabaenderlich immer unertraeglicher werdenden, scheinbar auswegslosen Lebens zu der einzigen, letztmoeglichen freien Entscheidung findet, mit der er sich selbst und der Aussenwelt ein letztes Mal beweisen kann, dass er nicht hilflos, nicht ohnmaechtig, nicht fuer immer und ewig unterdrueckt ist. Zweimal gelang es mir, ihn kurz vor dem letzten Schritt zum Innehalten zu bewegen. Selbstmord ist ja selten das Zeichen dafuer, dass ein Mensch keine Wuensche mehr an das Leben hat und wirklich nicht mehr leben will. Es ist vielmehr das Zeichen dafuer, dass ein Mensch so nicht mehr leben will, wie er zu leben gezwungen ist. Sich selbst dieses Leben zu nehmen, heisst es aus eigenem Entschluss zu beenden und sich aus der Unertraeglichkeit der erduldeten Fremdbestimmung zu befreien, indem ein allerletztes Mal eine selbstbestimmte Entscheidung getroffen und in einem allerletzten Kraftakt durchgefuehrt wird.

Fuer Frank Dachtler mag diese Entscheidung als der letztmoegliche Schritt in die letztmoegliche Freiheit erschienen sein. Fuer seine Kinder ist sein Schritt der erste Schritt in die lebenslange Qual der Warum-Fragen. Warum-Fragen dieser Art habe ich hundertfach gehoert, als ich meine Buecher "Der gebrauchte Mann", "Im Stich gelassen" und "Furcht vor dem Leben" recherchierte.

Warum-Fragen wie:

"Papa, warum hast du das getan?"

"Warum hast du mir das angetan?"

"Vati, warum war ich dir nicht wert, dass du leben wolltest?"

"Warum hast du vergessen, dass ich dich liebe und brauche?"

"Dad, warum bin ich nicht bei der Mutter weggelaufen, hin zu dir?"

"Warum bin ich am letzten Abend so boese mit dir gewesen?" "Papi, warum habe ich dir nicht deutlich genug gezeigt, wie lieb ich dich habe?" "Papa, warum hast du mich verlassen?"

Fragen, die niemand mehr beantwortet. Fragen, die quaelen und aengstigen, sich auswirken auf die Sicherheit der Kinder im Leben, auf ihre eigene Liebesbeziehung und spaeter auf ihre eigenen Kinder. Der Suizid des Vaters (ebenso wie der Mutter) ist eine Erfahrung, die Vertrauen zerstoert und eine Angst vor dem Leben erzeugt, die Kinder und Jugendliche nur allzu oft den Lebensmut und jede Zuversicht in die eigene Kraft verlieren laesst und alle Energie in eine Spirale aus verzweifelt machtloser Aggressionen verwandelt. Traurig oft richtet sich diese gegen sich selbst.

Fuer Frank Dachtler war dieser Tage der Moment des Loslassens gekommen. Ob seine Kinder diesen Moment auf de Suche nach dem Vater und der eigenen Identitaet jemals finden, bleibt fraglich. Und ob es das war, was der Vater sich ersehnte? Ich kann es nicht glauben.

Gewiss ist, Frank Dachtler war ein verzweifelter Mann. Am Ende aller Hoffnung. Fertig von diesem Leben und mit diesem Leben, am Ende eines schweren Kampfes, ohne Hoffnung auf Besserung. Er hat sich allen Fragen entzogen, um endlich Ruhe zu finden. Die Mutter seiner Kinder ist es, die eines Tages auf dem Pruefstein stehen wird und sich von ihnen fragen lassen muss: "Mama, warum hat Papa das getan? Warum hast du ihm das angetan? Warum hast du es uns angetan? Warum hast du uns nicht mehr geliebt?" Ob die Mutter darauf ueberzeugende Antworten hat?

Ich glaube es nicht.

Nur die Verantwortlichen in der Justiz und in den sozialen Diensten werden ihre Haende in Unschuld waschen. Die in der Justiz haben die Verantwortung an Gutachter und Jugendamtsamtsexperten abgegeben. Schliesslich haben sie vom obersten Gericht die Anweisung erhalten, keinen Schritt von der Expertise der psychologischen und sozialen Experten abzuweichen. Die Experten aber haben nur nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und die Verantwortung an die Justiz abgegeben.

Schliesslich ist ein Urteil zu faellen Sache des Gerichts. Die Schuld ist ein Chamaeleon. Sie faerbt sich passend zu jedem beliebigen Hintergrund um. Und wer gewohnt ist, ueber die Schuld der Anderen zu richten, vergisst leicht die eigene.

Mein Gedanke an Frank Dachtler, den ich leider nicht mehr lebend antraf, als ich aus Washington DC zurueckkam, wo ich fuer das Recht aller Kinder auf ihre beiden Eltern gekaempft habe, ist ein kleines Wortbild, an das sein Name mich erinnert. Dachtler, der Dochte Macher, dessen Docht heruntergebrannt und dessen Flamme erloschen ist. Im

Geist werde ich ihm und meinen anderen Bekannten, die wie er an der Liebe gescheitert sind, manchmal, wenn ich spaet nachts noch an meiner Arbeit sitze, eine Kerze anzuenden.

 

Karin Jaeckel

Dr.Karin Jaeckel, Autorin

(u.v.a. Deutschland frisst seine Kinder - Der gebrauchte Mann -

Die Frau an seiner Seite - Furcht vor dem Leben - Monika.B.)

Hansjakobstr.5*77704 Oberkirch

 

 


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