Unterhaltsvorschussgesetz - UVG


 

 

Das Unterhaltsvorschußgesetz (UVG) sichert einem sogenannten "allein" erziehenden Elternteil für ein 0 bis 12 Jahre altes Kind maximal 6 Jahre lang die Zahlung eines festgelegten Geldbetrages aus Mitteln des Staats- und Landeshaushaltes, unabhängig von der Zahlungsfähigkeit des getrennt lebenden anderen Elternteiles.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der sogenannte "allein" erziehende Elternteil, tatsächlich allein erziehend ist oder nicht, ausreichend ist schon, dass der sogenannte "allein" erziehende Elternteil, etwas mehr als 50 Prozent der Zeit das Kind betreut. Die meisten antragstellenden Eltern sind daher Mütter, die das Kind tatsächlich nicht allein erziehen, sondern parallel mit dem anderen Elternteil (Vater). 

 

Das UVG hat mehrere gravierende Mängel.

 

1. Zahlung nur bis zum 12. Lebensjahr. Eine Begründung, wieso dann die Zahlung entfällt wird nicht gegeben.

2. Die Zahlung wird eingestellt, sobald der "allein" erziehende Elternteil heiratet. Dabei spielt es auch keine Rolle, wie finanzstark der neue Ehepartner ist.

3. Unterhaltsvorschuss beziehende Kinder aus rein fiskalischen Gründen seit der Einführung des "Kindergeldkürzungsgesetzes" vom 1.1.2001 nunmehr Kinder "zweiter Klasse", weil sie weniger Geld vom Staat bekommen als Kinder von den nunmehr zu erhöhten Unterhalt verpflichteten Elternteilen.

 

Eine Broschüre zum UVG und seiner Handhabung kann beim Bundesfamilienministerium oder in der Bürgerberatung Ihrer Gemeinde bezogen werden.

 

 


 

 

 

"Unterhaltsvorschussgesetz UVG - Kommentar"

Rainer Scholz, Forum Verlag Godesberg, 4. Auflage 1999, ISBN 3-930982-38-2

 

 

 


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