Vater als Begriff und Symbol


 

 

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2.2 »Vater« als Symbol

In Coopers Lexikon der Symbole finden wir unter »Vater« die knappe Eintragung: »Die Sonne; der Geist; das männliche Prinzip; traditionelle Kräfte von Recht und Ordnung im Gegensatz zu den weiblichen Mächten des Instinkts. Der Himmelsgott ist der All-Vater. In Mythos und Legende symbolisiert die Figur des Vaters körperliche, geistige und geistliche Überlegenheit. >Vater Zeit<  - gleichgesetzt mit Kronos und Saturn - hält eine Sense und/oder Sichel in der Hand als Gott des Ackerbaus und als der Schnitter Zeit. Ein Stundenglas ist auch sein Attribut.« (Cooper, 1978, S. 204)

2.3 Die Bedeutung des Begriffs »Vater«

Der Etymologie-Duden verweist auf Entsprechungen in den indogermanischen Sprachen, die auf ein indogermanisches Wort mit der Bedeutung »Vater, Haupt der Familie« zurückgehen. Im Gemeingermanischen hat »Vater« zusätzlich noch die Bedeutung von »Erzeuger, Ernährer« (Duden Etymologie, 1963, 5. 735).

 

2.4 Kultur- und sozialhistorische Sicht des »Vaters«

Yvonne Knibiehler benennt drei ineinander greifende Aspekte der Funktion von Vätern:

1. einen biologischen: die Zeugung,

2. einen psychologischen: die Erziehung,

3. einen soziologischen: die Tradierung von Erbe (vgl. Knibiehler, 1996, S. 14).

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zitiert nach:

"Väter in der begleitenden Psychotherapie"

Jürgen Heinz

in: "Analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie", 2/2001, S.245-272

 


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