Väternotruf informiert zum Thema

Bezirksgericht Cottbus


 

 

Bezirksgericht Cottbus

 

 

 

Deutsche Demokratische Republik

Bezirk Cottbus

http://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Justiz

 

 

später dann angegliedert an die ehemalige Bundesrepublik Deutschland

Bundesland Brandenburg

 

 

Das Bezirksgericht Cottbus ist ein ehemaliges Bezirksgericht in der DDR. 

Dem Bezirksgericht Cottbus übergeordnet war das Oberste Gericht der DDR

 

Untergeordnete Kreisgerichte:

Kreisgericht Cottbus

 

 

 

 

Bezirk Cottbus

http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Cottbus

Der Bezirk umfasste den Stadtkreis Cottbus (ab dem 1. März 1954) sowie die nachfolgenden Landkreise. Für die Kreise, die zum Siedlungsgebiet der Sorben gehörten, ist jeweils auch die sorbische Bezeichnung angegeben.

1. Kreis Bad Liebenwerda

2. Kreis Calau (sorb. Wokrejs Kalawa)

3. Kreis Cottbus-Land (sorb. Wokrejs Chośebuz)

4. Kreis Finsterwalde

5. Kreis Forst (sorb. Wokrejs Baršć)

6. Kreis Guben (sorb. Wokrejs Gubin)

7. Kreis Herzberg

8. Kreis Hoyerswerda (sorb. Wokrjes Wojerecy)

9. Kreis Jessen

10. Kreis Luckau

11. Kreis Lübben (sorb. Wokrejs Lubin)

12. Kreis Senftenberg (sorb. Wokrejs Zły Komorow)

13. Kreis Spremberg (sorb. Wokrejs Grodk)

14. Kreis Weißwasser (sorb. Wokrjes Běła Woda)

 

 

 

Richter am Bezirksgericht Cottbus: 

Jörg-Detlef Radtke (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1954) - Richter am Amtsgericht Senftenberg / Familiengericht - Abteilung 31 / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Senftenberg (ab 29.08.1994, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1992 ab 14.10.1991 als Richter auf Probe am Bezirksgericht Cottbus aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994 ab 14.10.1991 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. 2012: beratendes Ausschussmitglied im Jugendhilfeausschuss Landkreis Oberspreewald-Lausitz - http://www.osl-online.de/texte/seite.php?id=91469

 

 

Richter auf Probe im Bezirk des Bezirksgericht Cottbus:

Johannes Wolfs (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Richter am Amtsgericht Zehdenick / Direktor am Amtsgericht Zehdenick (ab 01.07.1996, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1992 ohne Angabe Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter auf Probe im Bezirk des Bezirksgericht Cottbus aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994 ab 01.12.1993 als Richter am Landgericht Neuruppin - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 01.07.1996 als Direktor am Amtsgericht Zehdenick aufgeführt. 2012, ..., 2014: Familiengericht - Abteilung 3. Richter Wolffs wird als Familienrichter vom Väternotruf nicht empfohlen. Namensgleichheit mit: Dr. Martin Wolfs (Jg. 1954) - Richter am Landgericht Berlin (ab 13.07.1987, ..., 1988) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 13.07.1987 als Richter am Landgericht Berlin aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994, 2000 und 2008 unter dem Namen Martin Wolfs nicht aufgeführt.

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse des Bezirksgerichts Cottbus oder nachgeordneter Kreisgerichte? Diese können wir hier gerne veröffentlichen.

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

 

Todesurteile am Bezirksgericht Cottbus

Heinz Friedemann

Am 22.12.1955 hingerichtet

http://www.althand.de/basdorf951116

 

 

Karl-Albrecht Tiemann (* 1902 in Cottbus; † 26. Juli 1955 in Dresden) war ein deutscher Philologe, Geheimdienst-Mitarbeiter und Opfer der DDR-Justiz.

Nach Abschluss der Schulausbildung studierte Tiemann Philologie. Während des Zweiten Weltkriegs diente er in der Wehrmacht und unterhielt Verbindungen zur Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke. Zum Kriegsende geriet Tiemann in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung kehrte er in seine Geburtsstadt Cottbus in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone zurück und wurde Dozent an der dortigen Volkshochschule. 1948 trat Tiemann der SED bei, überwarf sich aber schnell mit der Partei, und erhielt zunächst Lehrverbot an der Volkshochschule, was später auch auf seinen Privatunterricht ausgeweitet wurde.

Da Tiemann in der DDR keine Lebensperspektive mehr sah und dem sozialistischen Regime zunehmend kritisch gegenüberstand, siedelte er mit seiner Familie ins damalige West-Berlin über und lebte hier im Ortsteil Zehlendorf. Hier arbeitete er zunächst für die Geheimdienste des Vereinigten Königreiches und Frankreichs, bevor er 1954 in den Dienst des Berliner Landesamtes für Verfassungsschutz trat. Hier soll er mit dem Aufbau eines Informantennetzes in der DDR beschäftigt gewesen sein. Wegen seiner Tätigkeiten in West-Berlin gegen die DDR geriet Tiemann schnell ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, zumal die DDR seine Übersiedlung nach West-Berlin als illegal ansah.

Am 1. August 1954 wurde er von einem Cousin seiner Ehefrau in eine Falle gelockt, von einer Operativgruppe des MfS der DDR über die Sektorengrenze nach Potsdam entführt und inhaftiert. Im April 1955 wurde Tiemann vor dem Bezirksgericht Cottbus der Prozess wegen „Verbindungen zu westlichen Geheimdiensten“ gemacht. In dem Geheimprozess wurde Tiemann schließlich zum Tode verurteilt. Die von seinem Pflichtverteidiger eingelegte Berufung wies das Oberste Gericht der DDR einen Monat später zurück, das Gnadengesuch an DDR-Präsident Wilhelm Pieck wurde abgelehnt. Am 26. Juli 1955 wurde Karl-Albrecht Tiemann im Zuchthaus Dresden mit dem Fallbeil enthauptet.

Seinen von der Staatssicherheit zurückgehaltenen Abschiedsbrief erhielt die Familie erst nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Arbeitsgemeinschaft 13. August e.V. beantragte schließlich die Rehabilitation Tiemanns. Anfang Mai 2006 erklärte das Landgericht Cottbus das DDR-Todesurteil für rechtsstaatswidrig und hob es auf, da es “der politischen Verfolgung gedient” gedient habe.

Karl-Albrecht Tiemann war verheiratet und hatte zwei Kinder.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Albrecht_Tiemann

 

 


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