Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Bottrop

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Bottrop

Kreisfreie Stadt

 

Ernst-Wilczok-Platz 1

46236 Bottrop

 

Stadt Bottrop

Postfach 10 15 54

46215 Bottrop

 

Telefon: 02041 / 703-0

Fax: 02041 / 703-280

 

E-Mail: stadtverwaltung@bottrop.de

Internet: www.bottrop.de

 

 

Internetauftritt der Stadt Bottrop (04/2011)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Stadtteile:

 

 

 

Jugendamt Bottrop

Kreisfreie Stadt

 

Allgemeiner Sozialer Dienst

Prosperstraße 71/1

46236 Bottrop

 

 

Das Jugendamt Bottrop hat Teile seines Zuständigkeitsbereiches an den Sozialdienst katholischer Frauen Bottrop e. V. abgegeben. Warum nicht auch an einen Sozialdienst katholischer Männer. Ist doch hoffentlich nicht männerdiskriminierend gemeint?

 

 

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Bottrop

 

 

Väternotruf Bottrop

August Mustermann

Musterstraße 1

46236 Bottrop

Telefon: 02041 / ...

E-Mail: august.mustermann@web.de

Der hier genannte Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Herr Notthoff -  Leiter des Jugendamtes Bottropp (ab , ..., 2006, ..., 2008) 

Karl-Heinz Ehring -  Leiter des Jugendamtes Bottrop (ab , ..., 1996, ..., 2004) 

Kerstin Stiewe - Abteilungsleiterin im Jugendamt Bottrop / Allgemeinen sozialen Dienst - Erzieherische Jugendhilfe (ab , ..., 2008, ..., 2010)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Wolfgang Denninghaus - Allgemeiner Sozialer Dienst (Sachgebietsleiter/in Team 1) im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2004, ..., 2008)

Jürgen Stolpe - Allgemeiner Sozialer Dienst (Sachgebietsleiter/in Team 2) im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2005, 2008)

Ursel Schlüter - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Birgit Hüsken - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Andreas Ignaszak - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Ulrike Kirschstein - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Ulrike Norpoth - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Kerstin Pohl - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Peter Solbach - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Jörg Wingold - Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2008)

Peter Riesener - Jugendamt Bottrop (ab , ..., 2004)

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Bottrop

überregionale Beratung

www.familienberatung-bottrop.de

 

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Paßstr. 2 

46236 Bottrop

Telefon: 02041 / 6902-64

E-Mail: kinder.jugend.familie@caritas-bottrop.de

Internet: http://www.caritas-bottrop.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Familienberatung, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Lebensberatung, Partnerberatung, Gruppenarbeit, Ber. b. sex. Missbrauch

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes

Prosperstr. 71/1 

6238 Bottrop

Telefon: 02041 / 70-3617

E-Mail: amt51@bottrop.de

Internet: http://www.bottrop.de

Träger: Stadt

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Sozialberatung, Telefonische Beratung

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für die Stadt Bottrop

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus Bottrop

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus Bottrop

Straße: 

46200 Bottrop

Telefon: 02041 / 409203

E-Mail: frauenhaus-bot@gelsennet.de

Internet: http://www.awo-bottrop.de

Träger: Arbeiterwohlfahrt

Angebote: Hilfe und Beratung für Frauen, Telefonische Beratung, Krisenintervention

 

 

 

Sozialdienst katholischer Frauen Bottrop e. V.

Unterberg 11b

46242 Bottrop

www.skf-bottrop.de

http://www.caritas-muenster.de/49592.html

Übernahme von Aufgaben des Jugendamtes Bottrop.

Mitarbeiter/innen: 

Allgemeiner Sozialer Dienst - Allgemeine Sozialberatung

Silke Rassek, Mechthild Schenke, D. Schulte-Fischedick

Erziehungsbeistandschaft

W. Bartelt-Brüggemeier, Frau Golnar Kahfi Zadeh, Ruth Kaatze-Steinberg

(ab , ..., 2010, 2011)

 

 


 

 

 

Hier küsst der Killer sein Opfer

Im Dezember 2007 heiraten Rüdiger W. (†38) und Jennifer B. (†33)

 

Foto: Martin Brinckmann

Von K. SCHLICHTMANN, M. ENGELBERG, M. PÖNITZ, M.-A. RÜSSAU und S. SEILER

BILD am SONNTAG

Es war der schönste Tag in ihrem Leben. Ein Jahr nach diesem Hochzeitsfoto tötet der Mann die Frau, die er hier liebkost, und ihre beiden Kinder. In BamS erzählen die Freunde, die heute mit der scheinbar heilen Familie zum Kartenspielen verabredet gewesen wären.

„In jedem neuen Anfang steckt ein Stück Hoffnung. Ich freue mich auf unser Abenteuer und hoffe, dass alles gut gehen wird.“

Vier Monate, nachdem er diese Worte in sein Internet-Tagebuch schreibt, zieht Rüdiger W. ein letztes Mal die Jalousien seiner Wohnung in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) herunter.

Zwei Tage später lassen Polizisten seine Wohnungstür öffnen. Hinter ihr finden sie vier Leichen: Rüdiger W. († 38), seine Frau Jennifer († 33) und deren Kinder Angelina († 12) und Justin († 11) liegen leblos im Wohnzimmer.

Alles deutet darauf hin, dass die Familie starb, weil der Vater verlor, was er noch vier Monate zuvor in seinem Tagebuch beschworen hatte: die Hoffnung.

Oberstaatsanwalt Uwe Wick sagt: „Es ist davon auszugehen, dass Rüdiger W. seine Familie getötet hat.“ Motiv: finanzielle Schwierigkeiten.

Was für ein Mann war Rüdiger W.? Spurensuche in Bad Bramstedt.

Hintergrund

6. Fall in nur 4 Wochen - Irrer Vater bringt ganze Familie um

6. Fall in nur 4 Wochen

Irrer Vater bringt

ganze Familie um

Drama in Bad Bramstedt

Vierköpfige Familie

tot im Wohnhaus

Erst im Oktober war Rüdiger W. mit seiner Frau Jennifer und deren Kindern aus erster Ehe aus Bottrop (NRW) in den 13 000-Einwohner-Ort gezogen. Schnell schlossen sie Freundschaft mit der Familie von Manuela E. (39).

Ihre Kinder besuchten gemeinsam die Maienbeck-Grundschule. Abends trafen sie sich zum Kartenspielen, auch für den heutigen Sonntag waren sie verabredet.

Zu BILD am SONNTAG sagt Manuela E.: „Rüdiger war ein offener Typ. Er und seine Familie schienen sich hier wohlzufühlen, seine Ehe mit Jennifer war sehr harmonisch.“ Auch ihre Kinder mochten einander. Ein Tag vor Angelinas Tod übernachtete noch Manuela E.s Tochter Patricia bei ihr in der Altbauwohnung.

Aber während die beiden Karaoke sangen und mit Angelinas Lieblingskatze Püppi spielten, verzweifelte Rüdiger W. offensichtlich immer mehr.

Seit Jahren hatten sich seine Schulden aufgetürmt. Ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichte die Familie am 10. Juli 2008: An diesem Tag musste Rüdiger W. den Offenbarungseid ablegen.

Der gelernte Elektriker und ehemalige Bundeswehr-Soldat war zahlungsunfähig und arbeitslos. Hinzu kam der Rosenkrieg mit seiner Exfrau, die ihn mit immer neuen Unterhaltsansprüchen überhäuft haben soll.

Im Herbst die vermeintliche Wende: Rüdiger fand einen Job als Medizintechniker im Hamburger Forschungskonzern Proderm. Manuela E.: „Er hatte sich mehr aus Spaß beworben, war so glücklich, dass die Firma ihn haben wollte.“

Der Neuangestellte W. erhielt von einer Bramstedter Bank einen Kredit, richtete seiner Familie und sich damit die neue Wohnung ein.

Bottrop, seine Schulden und die Exfrau – das alles schien Rüdiger hinter sich gelassen zu haben. Doch sein Glück währte nur kurz.

Weil W. seiner Bramstedter Bank den Offenbarungseid verschwiegen hatte, forderte die umgehend das ausgezahlte Geld zurück. Wieder stand W. vor dem Nichts.

Dienstagmorgen traf Manuela E. ihre Freundin Jennifer zum letzten Mal: „Wir waren gemeinsam einkaufen, wollten die Tage eigentlich auf der Terrasse grillen. Alles war wie immer.“

Doch das war es nicht. Denn an diesem Tag hatte Rüdiger W. das Todesurteil für sich und seine Familie offenbar bereits gefällt.

http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/22/hier-kuesst/der-killer-sein-opfer.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Laut "Bild" ist Rüdiger W. nicht der Vater der beiden getöteten Kinder, also auch kein geschiedener Vater. Dieser Umstand wird in den anderen Zeitungsmeldungen nicht angesprochen, so dass man meinen könnte, ein Vater habe seine beiden Kinder getötet.

Wenn aber Rüdiger W. nicht der Vater der beiden getöteten Kinder ist, dann ist ein anderer Mann der Vater. Eigenartiger Weise wird in keiner der zahlreichen Zeitungsmeldungen von diesem Vater berichtet, der immerhin auf einen Schlag seine beiden Kinder verloren hat.

Es wäre nicht der erste Fall, wenn der tatsächliche Vater vor dem Umzug der Mutter, hier von Bottrop nach Bad Bramstedt, durch Jugendamt und Familiengericht ent-sorgt wurde, mit dem amtlichen Vortrag, dies entspräche dem Wohl der Kinder am besten und dem heimlichen Gedanken, ein Kind gehört der Mutter

 

 

 

 

Drama: Mordkommission hat Spurensicherung abgeschlossen

Familie getötet - Bad Bramstedt trägt Trauer

 

Vieles spricht dafür, dass der Vater die Tat beging. Aber weiterhin keine Klarheit über das Motiv.

Bilder der Tragödie.

 

Von Wolfgang Klietz, Florian Büh, Matthias Düngelhoff

 

Die ehemaligen Nachbarn in diesem Haus in Bottrop erinnern sich gern an Rüdiger W.: "Ein höflicher Mann." 

Foto: B.Schweizer

Bad Bramstedt -

Blumen liegen vor der Haustür, Kerzen brennen. Der Eingang zum gelben Haus am Landweg in Bad Bramstedt ist ein Ort der Trauer um die Familie W. Am Freitag, als sich die Nachricht vom Tod des Ehepaares und der beiden Kinder im Kurort herumgesprochen hatte, haben sich viele Bramstedter den Schock von der Seele geredet. Jetzt schweigen sie.

Für den Kieler Staatsanwalt Uwe Wick spricht einiges dafür, "dass der 38-jährige Rüdiger W. seine Frau und die beiden Kinder tötete und dann sich selbst". Aber warum entschließt sich ein Mensch, seine Familie und sich selbst auszulöschen? Heute und morgen wird die 13 000-Einwohner-Stadt Trauer tragen. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hat angeordnet, dass halbmast geflaggt wird. In den Schulklassen der beiden toten Kinder stehen Lehrern und Mitschülern schwere Stunden bevor. "Wir müssen Trauerarbeit leisten", heißt es aus der Stadtverwaltung.

Die Spurensicherung hat ihre Arbeit beendet. Die beiden Eingangstüren zum Erdgeschoss sind mit Dienstsiegeln verklebt. Vor den Fenstern sind alle Jalousien heruntergelassen.

Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel. Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie.

Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel. Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie. Foto: BÜH

Wie berichtet, hatte Polizisten am Donnerstagabend die Wohnung nach einer Vermisstenmeldung aufbrechen lassen und die Leichen von Rüdiger und Jennifer W. (genannt "Jenny") sowie der Kinder Angelina (12) und Justin B. (11) entdeckt. Das Mädchen und der Junge stammen aus der ersten Ehe von Jennifer W. Was genau in der Nacht zum Donnerstag geschah, ist weiter ungeklärt. Auch über die Art und Weise, wie die Familie ums Leben kam, schweigen die Ermittler. Nur so viel sagte ein Beamter: "Es gab kein Blutbad." Dass ein Unbekannter die Familie auslöschte, schließen die Ermittler der Kieler Mordkommission aus. Wick hatte am Freitag "familiäre Gründe" als Motiv genannt. Spekuliert wird aber auch über finanzielle Sorgen bis zum Offenbarungseid von Rüdiger W. Doch dagegen spricht, dass die Miete (600 Euro warm) stets pünktlich bezahlt wurde und die Familie oft auf Reisen war.

Die vier waren erst vor wenigen Monaten von Bottrop nach Bad Bramstedt gezogen. Im Ruhrgebiet hatten sie in einem Wohnblock an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße gewohnt - eine einfache, aber gepflegte Arbeitergegend. Dass die Familie, die hier rund vier Jahre im Erdgeschoss lebte, nun tot in Bad Bramstedt aufgefunden wurde - die Menschen im Viertel können es nicht fassen. "Gerade er war ein so höflicher Mann", sagt ein ehemals benachbartes Paar. Rüdiger W. sei zu einer solchen Tat nicht fähig, meint eine Frau. Was sie an der Nachricht vor allem schockiert, ist der Tod der Kinder. "Sie können doch nichts für die Probleme der Eltern. Warum zieht man sie da hinein?" Eine 60 Jahre alte Frau berichtet aber auch über Konflikte mit Jennifer W. "Manchmal hatte ich Angst vor ihr", sagt sie. Dennoch: Die Familie habe bei ihrem Umzug Ende 2008 einen fröhlichen Eindruck gemacht.

Am 20. Dezember 2007 hatten Jennifer und Rüdiger W. geheiratet. Danach ist die Familie oft verreist. Sie machte Urlaub in Kitzbühel, auf Helgoland und am Bodensee. Gemeinsam besuchten sie außerdem ein Spiel der Fußball-Europameisterschaft. Die Familie leistete sich die Urlaube, obwohl Rüdiger W. nach seiner Tätigkeit bei der Bundeswehr (Artillerieregiment 7) länger arbeitslos war. Schließlich fand er einen Job in Schenefeld bei Hamburg. Deswegen war die Familie in den Norden gezogen.

Alle Familiemitglieder haben oft mit ihren Spitznamen im Internet gechattet. Angelina war "Babyzicke", Justin nannte sich "Schmusebär". "Zicke" hieß die Mutter Jennifer, Rüdiger W. benannte sich nach dem Computerspiel "Tux Racer" und schrieb ein Internet-Tagebuch (Blog). Viele seiner Texte und die Fotos von den Reisen zeigen das Bild einer glücklichen Familie. "Ich liebe Dich", schrieb "Zicke" am 4. November 2008 an ihren "Tux Racer". Er antwortete vier Tage später: "... und ich Dich noch mehr." Auch die Angehörigen von Rüdiger W. gingen offenbar von einer harmonischen Partnerschaft aus. Am 8. Dezember 2008 schrieb ein enges Familienmitglied an Rüdiger W.: "Ihr beide seid ein tolles Paar, ultimativ mit Energie für die Herausforderungen, die Euch das Leben stellt. Ihr beide schafft alles zusammen." Und weiter: "Damit es alle wissen, Rüdiger ist der ehrlichste und korrekteste Mensch den ich kenne."

Das ist die fröhliche Seite von Rüdiger W. Die andere: Er hatte gesundheitliche Probleme, litt unter schweren Allergien. Die Luft im Norden habe ihm gutgetan, schrieb er. Außerdem gab es noch ungelöste Konflikte mit einer früheren Partnerin. Er habe einen Kampf verloren, schrieb W. nebulös im Oktober 2008. "Aber die Schlacht entscheidet sich erst viel später." Das Familiendrama von Bad Bramstedt ist noch längst nicht aufgeklärt.

erschienen am 23. Februar 2009

 

http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/23/1059443.html

 

 

 Kommentar Väternotruf:

"Familiäre Gründe" soll der Kieler Staatsanwalt Uwe Wick als Tatmotiv genannt haben. "Familiäre Gründe" das ist immer eine gute Begründung, denn "Familiäre Gründe" haben wir ja alle. Auch Staatsanwalt Uwe Wick hat familiäre Gründe, warum er als Staatsanwalt arbeitet. Da spart man sich jede Menge Nachfragen und das spart der Staatsanwaltschaft doch eine Menge Zeit.

Wenn wir jedoch zukünftige Familiendramen der obigen Art reduzieren wollen, dann kommen wir nicht umhin, uns auch den Motiven zuzuwenden, denn nur so kann man präventiv wirksam werden. "Familiäre Gründe" als der Weisheit letzter Schluss reicht da schlichtweg nicht aus, andernfalls könnte man auch da auch gleich die Christian-Albrechts-Universität Kiel mitsamt dem Institut für Sanktionenrecht und Kriminologie - Direktorin Prof. Dr. jur. Monika Frommel sparen, denn wozu sollen die noch forschen und Steuergelder verbrauchen, wenn man schon einfache Erklärungen wie "Familiäre Gründe" hat`?

 

 

 


 

 

 

Montag, 25. Februar 2008

Gewalt gegen Kinder: Thema in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30.11.2006

(Bottrop, 25.10.2006) - In der Sitzung des Hauptausschusses am 23.10.2006 berichtete der Leiter des Jugendamtes, Herr Notthoff, über die Situation hinsichtlich der Kindeswohlgefährdung in Bottrop. In einem Antrag wurde ein aktueller Sachstandsbericht vor dem Hintergrund des Schicksals des kleinen Kevin aus Bremen gefordert.

Bei auffälligen Fällen, den sog. „Kontrollfällen“, wird regelmäßiger Kontakt zu den betroffenen Familien gehalten, der ca. alle 14 Tage erfolgt. Bei Bedarf werden die Familien auch öfter aufgesucht. Dabei verschaffen sich die Mitarbeiter des Jugendamtes stets persönlich einen Eindruck vom Zustand des Kindes. Die Betreuung dieser Familien erfolgt über einen Zeitraum von 6 Monaten. Während dieser Zeit entscheidet man über die Form der Hilfe zur Erziehung. Ist dieses nicht möglich, schaltet das Jugendamt das Familiengericht ein, um das Wohl des Kindes zu durchzusetzen.

Das Jugendamt hat ein Netzwerk hinsichtlich Kindeswohlgefährdung aufgebaut. Der aufsuchende Sozialdienst des Jugendamtes arbeitet eng mit Schulen, Kindertagesstätten, der Polizei und Organisationen des Gesundheitswesens zusammen. Des weiteren besteht Kontakt zu den Sozialdiensten und Beratungsstellen sowie den Trägern der freien Jugendarbeit. Meldungen und Beobachtungen von Nachbarn werden sehr ernst genommen und weiter verfolgt.

Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr vertrauensvoll; da aber dieses Thema einen sehr sensiblen Bereich betrifft, geschieht sie leise, aber effizient.

Herr Notthoff, betonte, dass auch beim Jugendamt ein Kostendruck bestehe. Aber hinsichtlich der anstehenden Sparmaßnahmen hat das Jugendamt den Bereich Kleinkinder und Kindeswohlgefährdung unangetastet lassen.

Letztendlich können solche Schicksale, wie es der kleine Kevin erleben musste, niemals ganz ausgeschlossen werden. Das Jugendamt wird weiterhin sehr eng mit den entsprechenden Institutionen und Einrichtungen in der Stadt Bottrop zusammen arbeiten. Vereinbarungen sollen geschlossen werden, in denen die Einrichtungen einen „Kinderschutzbeauftragte/n“ benennen sollen.

Eine intensive Beratung des Themas Kindeswohlgefährdung erfolgt in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30.11.2006.

 

http://www.cdu-fraktion-bottrop.de/pressemitteilungen.php?currentid=00428

 

 

 

 


 

 

Absender Herr ... - 45130 Essen

Jugendamt der Stadt Bottrop

- Herrn Peter Riesener -

(z. K. dem Herrn Amtsleiter)

Prosperstr. 71/1

46236 Bottrop

 

 

Essen, den 16.05.04

- Umgangsrecht mit meiner Tochter .. , Mutter: , wohnhaft: Bottrop

- Bezug: Mein Schreiben an Sie vom 25.04.04; Ihr Schreiben vom 05.05.04

- Ihr Az.: ...

 

Sehr geehrter Herr Riesener,

Ihr Schreiben wirft – mit Verlaub mehr Fragen auf, als es einer Klärung zuführen würde; Sie schreiben u.a.

1. „(...) zugesicherte Telefongespräche“ seien von Ihrer Seite aus nicht zustandegekommen, „auch deshalb nicht“, da Ihre „Rückrufversuche leider erfolglos blieben.“

Frage meinerseits: Wie können Ihre Rückrufversuche (auch deshalb [was waren sonst noch Gründe?]) erfolglos bleiben?

– Ganz erfolglos konnten Sie nicht gewesen sein, da Sie auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht hätten hinterlassen können, etwa mit einem Hinweis, wann ich Sie hätte zurückrufen können.

2. Sie schreiben weiterhin, Sie hätten mir kein Umgangsrecht vermitteln können, „da sich die Tochter – angeblich* – weigere, mit (mir) zusammen zu treffen.“ Weiterhin schreiben Sie, ob ich „nicht selber eine Erklärung für diese Haltung (meiner) Tochter (hätte)“.

Wie verhält es sich nun mit der Weigerung ..., die sie als eine nur angebliche darstellen?

Wenn Sie nur von meiner Seite aus „angeblich“ war, wäre diese Angabe mithin nicht ganz zuverlässig, eben nur „angeblich“. Tatsächlich, so unterstellt Ihre Formulierung, mag es mit der ‚Weigerung’ ... ganz anders aussehen, diese Weigerung gar nicht existieren. Im Weiteren beziehen Sie sich dann wieder auf diese nunmehr zur Tatsache formulierten „Haltung (meiner) Tochter, für die (ich) selber eine Erklärung haben dürfte.“

Gibt es nun ... Haltung? – Haben Sie sie dazu befragt oder ist das lediglich Ihre Ansicht?

3. Weiterhin schreiben Sie, Sie „(dächten) da an andere* (was für welche, wie viele? MG) gerichtliche Verfahren, in die (meine) Tochter wohl* durch (meine) Veranlassung hineingezogen wurde.“

Sie vermuten all dies, nennen nicht einmal die Herkunft/Quelle dieser Ihrer Vermutungen, und beziehen sich gleichwohl im jeweils Folgenden auf diese Vermutungen, die aber dann sich nolens volens zur Tatsache gewandelt haben! (Bereits in meinem ersten Schreiben an mich hatten Sie von einem „umfangreichen Schriftwechsel* zwischen (mir) und dem Rechtsanwalt der Kindesmutter“ gesprochen. Tatsächlich war jeweils nur ein Brief bzw. Fax übermittelt worden!)

4. „Erst wenn für Ihrer (!) Tochter klar geworden ist (!) – möglicherweise kann hier eine Therapie helfen –, dass ein persönlicher Kontakt zu Ihnen nicht dazu benutzt wird, gegen die Mutter zu agieren, wird sie auch wieder „wollen“ wollen.“

Wem diese von Ihnen ‚gut gemeinte’ Therapie gelten soll, ist wiederum nicht klar, Ihre gern verwendeten Parenthesen sind denn auch immer dort platziert, wo Sie sich einer eindeutigen Stellungnahme entziehen (entziehen möchten, um nicht für Aussagen verantwortlich gemacht werden zu können?!)

Darüber hinaus können Sie versichert sein, dass sowohl ich, den Sie gemeint haben dürften, wie auch ... Sorgeberichtigte eine mögliche Therapiebedürftigkeit selbst einzuschätzen und wahrzunehmen wissen!

 

Insgesamt kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie, Herr Riesener, in der Sache der nicht nur für mich wichtigen Umgangsregelung mit meiner Tochter ... nicht immer hinreichend objektiv und genau verfahren. Dies deutete sich bereits in dem seinerzeit (im März 03 ff.) von mir gewünschten und von Ihnen zugesagten Gesprächstermin mit Ihnen oder Herrn Eßling an. Nachdem Sie bereits den von mir vorgeschlagenen Termin zugesagt hatten, stellte sich später heraus, dass zu diesem Termin auch meine geschieden Frau durch Sie geladen worden war. Mit ihr hatten Sie sich bereits unterhalten. Dass Sie sich in einem später dann doch noch zustandegekommenen Einzelgespräch mit mir gleich zu Beginn als Duz-Bekanntschaft meiner geschiedenen Frau zu erkennen gaben („Wir arbeiten zusammen im ‚Arbeitskreis gegen Gewalt.’“), mag erfreulich für Sie und eine gedeihliche Arbeit ebendort sein, die Bedeutung dieser Aussage in dem Gespräch mit mir blieb mir bisher versagt.

In der mir mit o.g. Schreiben dankenswerterweise überlassenen Anlage ist u.a. zu lesen, dass „das Gesetz Kindern kein Umgangsverweigerungsrecht (einräume). Kind (oder Elternteil, bei dem es lebt) könne sich in einem solchen Fall mit der Bitte um Hilfe an das Jugendamt wenden.“

Ist dies nun geschehen oder nicht? Und wenn ja, in welchem Rahmen und mit welchem Ersuchen der Mutter bzw. ...? All dies bleibt in Ihrer Darstellung im Ungefähren und mithin unverbindlich!

Aufgrund Ihres bisherigen Vorgehens halte ich Sie, Herr Riesener, für befangen und bitte das Jugendamt eine/n andere/n Mitarbeiter/-in mit der Angelegenheit zu betrauen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

 

Nachtrag: keine Informationen durch meine gesch. Frau über ...

- Urlaube

- Gesundheit

- Schulbesuch

 

 

 

 

Schreiben des Leiters des Jugendamts Bottrop vom 09.06.04, Herrn K.H Ehring an mich.

 

Umgangsregelung mit Ihrer Tochter ...

 

Sehr geehrter Herr ...!

 

Ich bestätige Ihnen den Erhalt Ihrer Zuschriften vom 16. und 31. 05. 2004.

Sehr gut kann ich aus Ihrer Sichtweise nachvollziehen, dass Sie Ihre Interessen durch den zuständigen Sachbearbeiter, Herrn Riesener, nicht ausreichend gewürdigt sehen.

Dies liegt in der Natur der Sache, d.h. Wenn sich Eltern mit der Bitte um Beratung und Vermittlung an das Jugendamt oder eine andere Institution wenden, kommt es mitunter häufiger vor, dass sich ein Elternteil als „Verlierer“ fühlt und die weitere Zusammenarbeit ablehnen möchte.

Dies ist sehr bedauerlich, da es in Umgangs- und Sorgerechtfragen einzig um das Wohl des Kindes gehen sollte und nicht um Sieg oder Niederlage.

Wichtig erscheint mir, in der Beratung auf eine gemeinsame Kommunikation der Eltern und eine Verbesserung der Gesprächsstrukturen hinzuarbeiten.

Dies - so versicherte mir Herr Riesener - wurde von Ihnen und Frau ... allerdings von Anfang an als problematisch angesehen und z. T. auch nicht gewollt.

Zur Zeit steht nach meiner Einschätzung kein weiterer Beratungsbedarf an, ein Verfahren beim Familiengericht ist nicht anhängig.

Ein Wechsel der Sachbearbeitung ist von daher nicht erforderlich.

Sollte ein weiterer Antrag beim Familiengericht eingereicht werden, ist Herr Denninghaus: (Familienrechtsachen) zuständig.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrage:.

(Ehring)

 

 

 


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