Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Landskreis Heilbronn


 

 

Landskreis Heilbronn

 

Landratsamt Heilbronn

Lerchenstraße 40

74072 Heilbronn

 

Postadresse: 

74064 Heilbronn

 

Telefon:  07131 / 994-0

Fax: 07131 / 994-190

 

E-Mail: poststelle@landratsamt-heilbronn.de

Internet: www.landkreis-heilbronn.de

 

 

Internetauftritt des Landkreis Heilbronn (11/2010)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Landkreis Heilbronn ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Heilbronn-Franken im Regierungsbezirk Stuttgart. Sein Gebiet umschließt wie ein Ring die kreisfreie Stadt Heilbronn, welche mitten im Kreisgebiet liegt, jedoch nicht zum Landkreis gehört. Der Landkreis Heilbronn grenzt im Westen an den Landkreis Karlsruhe und an den Rhein-Neckar-Kreis, im Norden an den Neckar-Odenwald-Kreis, im Osten an den Hohenlohekreis und an den Landkreis Schwäbisch Hall, im Südwesten an den Enzkreis, im Süden an den Landkreis Ludwigsburg und im Südosten an den Rems-Murr-Kreis.

 

Bundesland Baden-Württemberg

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Städte

1. Bad Friedrichshall (18.949)

2. Bad Rappenau (20.782)

3. Bad Wimpfen (6.900)

4. Beilstein (6.090)

5. Brackenheim (15.277)

6. Eppingen (21.479)

7. Güglingen (6.206)

8. Gundelsheim (7.361)

9. Lauffen am Neckar (10.998)

10. Löwenstein (3.107)

11. Möckmühl (8.171)

12. Neckarsulm (27.172)

13. Neudenau (5.222)

14. Neuenstadt am Kocher (9.540)

15. Schwaigern (11.133)

16. Weinsberg (11.585)

17. Widdern (1.966)

 

Die Städte und Gemeinden des Landkreises Heilbronn

Gemeinden

1. Abstatt (4.484)

2. Cleebronn (2.728)

3. Eberstadt (3.182)

4. Ellhofen (3.331)

5. Erlenbach (4.864)

6. Flein (6.570)

7. Gemmingen (4.901)

8. Hardthausen am Kocher (4.103)

9. Ilsfeld (8.357)

10. Ittlingen (2.457)

11. Jagsthausen (1.530)

12. Kirchardt (5.502)

13. Langenbrettach (3.573)

14. Lehrensteinsfeld (2.130)

15. Leingarten (10.684)

16. Massenbachhausen (3.558)

17. Neckarwestheim (3.542)

18. Nordheim (7.535)

19. Obersulm (13.883)

20. Oedheim (5.963)

21. Offenau (2.707)

22. Pfaffenhofen (2.358)

23. Roigheim (1.461)

24. Siegelsbach (1.665)

25. Talheim (4.792)

26. Untereisesheim (4.146)

27. Untergruppenbach (7.608)

28. Wüstenrot (6.790)

29. Zaberfeld (3.960)

 

 

 

Jugendamt Landkreis Heilbronn

Kreisjugendamt

 

Jugendamt Landkreis Heilbronn

74072 Heilbronn

Lerchenstraße 40

Mail: Jugendamt@landratsamt-heilbronn.de

Telefon: 07131 / 994-406

Fax: 07131 / 994-6992

 

 

Beratungsstelle für Familie und Jugend im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn

Lerchenstraße 40

74072 Heilbronn

Telefon: 07131/994-338

Fax: 07131/994-196

 

 

Zuständige Amtsgerichte:

Amtsgericht Brackenheim - Für Familiensachen aus dem Bezirk des Amtsgerichts Brackenheim ist das Amtsgericht Heilbronn - Familiengericht - in Heilbronn zuständig

Amtsgericht Heilbronn - Das Amtsgericht Heilbronn ist zuständig für die Gemeinden Abstatt, Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Erlenbach, Flein, Gemmingen, Gundelsheim, Hardthausen am Kocher, Heilbronn, llsfeld, Ittlingen, Jagsthausen, Kirchardt, Langenbrettach, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Möckmühl, Neckarsulm, Neckarwestheim, Neuenstadt am Kocher, Neudenau, Nordheim, Obersulm, Oedheim, Offenau, Roigheim, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untereisesheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Widdern und Wüstenrot

 

 

Väternotruf Heilbronn

August Mustermann

Musterstraße 1

74072 Heilbronn

Telefon: 07131 / ...

E-Mail: august.mustermann@web.de

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Beate Stahl - Sachgebietsleiterin Allgemeiner Sozialer Dienst im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2008)

Helwig Niklasch - Amtsleiter / Beratungsstelle für Familie und Jugend im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2008)

Waltraud Wolpert - Sachgebietsleiterin Amtsvormundschaften / Amtspflegschaften im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2008)

Marion Yantdilok - Sachgebietsleiterin Besonderer Sozialer Dienst im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2008)

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Anita Fischer - Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Familie und Jugend im Sozialdezernat des Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2008)

Frau Münch - Jugendamt Landkreis Heilbronn (ab , ..., 2007)

Regionalteam - Nord

Regionalteam Ost

Regionalteam Süd

Regionalteam West

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

www.familientherapie.org

 

Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

www.familientherapie.org

 

 

Kinder- und Jugendlichentherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

 

Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF) - www.familientherapie.org

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die vom Landkreis bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Heilbronn

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Heilbronn

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Heilbronn

 

 

Klinikum am Weissenhof

Kliniken für Neurologie, Psychiatrie, Suchttherapie und Entwöhnung, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Hausanschrift Weißenhof 1

74189 Weinsberg

Telefon: 07134/750

Internet: http://www.klinikum-weissenhof.de

 

 

 


 

 

Morddrohungen

Tim K.s Eltern wollen zum fünften Mal umziehen

Donnerstag, 11. November 2010 20:22

Seit dem Amoklauf ihres Sohnes sind die Eltern von Tim K. wegen Morddrohungen schon viermal umgezogen. Und es könnte weitergehen.

Den Eltern des Amokläufers von Winnenden geht es nach Zeugenaussage einer Familienbetreuerin seit der Gerichtsverhandlung gegen den Vater Jörg K. psychisch schlechter als am Tag der Amoktat. „Für sie ist erneut eine Welt zusammengebrochen,“ berichtete die ehrenamtliche Kriseninterventionshelferin am Donnerstag vor dem Landgericht in Stuttgart.

Seit der Amoktat ihres Sohnes Tim K. sei die Familie nach Angaben der Beraterin wegen Morddrohungen viermal umgezogen. Derzeit überlege die Familie, ob sie ein weiteres Mal umziehe. Der Grund: Die Eltern seien vor zwei Wochen von einem Nebenkläger des Prozesses bedroht worden, so die 48-jährige Kauffrau und Mediatorin, die bis heute die Familie betreut.

„Ich fühle mich komisch“, habe Tim K. den Eltern im April 2008 mitgeteilt. Nach einem Besuch beim Hausarzt sei er dann in die psychologische Behandlung nach Weinsberg (bei Heilbronn) überwiesen worden. Dort soll er in der ersten Behandlungsstunde gesagt haben, dass er einen Hass auf die Welt habe und die ganze Menschheit umbringen wolle. Im zweiten Gespräch habe die behandelnde Psychologin den Eltern mitgeteilt, Tim habe diese Aussage zurückgenommen.

Den Eltern sei am Ende der Behandlung mitgeteilt worden, dass Tim „keine schwerwiegende Erkrankung“ habe, sagte die Familienbetreuerin aus. Bis heute könnten die Eltern kaum glauben, „dass die in Weinsberg das nicht gemerkt haben“.

Besonders schmerze es den Vater, dass die Waffenmunition, die ihm von seinem Sohn zum Geburtstag geschenkt wurde, von Tim für den Amoklauf missbraucht wurde. „Ich habe mich so gefreut, dass mir mein Sohn ein Geschenk machte“, soll der Angeklagte Jörg K. der Familienbetreuerin gesagt haben.

Die Psychologin, die Tim K. vor seiner Amoktat behandelte, verweigerte am Donnerstag ihre Aussage. Auch ihre frühere Aussagen dürften nicht verwendet werden, sagte sie. Die Psychologin des Weinberger Klinikums berief sich dabei auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht. Bei der polizeilichen Vernehmung hatte sie von „Fremdverletzungsgedanken“ gesprochen, die der 17-Jährige vor seiner Amoktat gehabt hatte.

Voraussichtlich werden auch die behandelnden Ärzte, die in der nächsten Woche vor Gericht geladen sind, nach Einschätzung von Verteidigung und Nebenklagevertretern keine Aussage machen. Die Frage, ob die Eltern von den Tötungsfantasien ihres Sohnes wussten, könne damit nicht geklärt werden.

Tims Vater Jörg K. steht bisher wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor Gericht. Seit vier Prozesstagen ist er nicht mehr zur Gerichtsverhandlung erschienen. Der 51-Jährige wird beschuldigt, die Tatwaffe im Schlafzimmerschrank unverschlossen aufbewahrt zu haben.

Sein Sohn hatte mit der Pistole am 11. März 2009 an der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart neun Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1448618/Tim-K-s-Eltern-wollen-zum-fuenften-Mal-umziehen.html

 

 


 

Dittmar Dirks

Verzweifelter Vater mit Flugblatt: Trotz vieler Rückschläge sucht Jens-Christoph Prechtel weiter seinen Sohn.

Region Heilbronn - Jens-Christoph Prechtel hat seinen Sohn verloren. Die Mutter - seine Ex-Partnerin - ist mit dem fünfjährigen Joey am 12. Oktober 2007 in Ägypten untergetaucht. Unerreichbar für den Vater in Neckarwestheim und die Justizbehörden in Deutschland. Zwei Wochen später hätte eigentlich vor dem Besigheimer Gericht über das Sorgerecht entschieden werden sollen. Doch die Flucht verhinderte das. Für den 29-jährigen Vater ist das nur der Gipfel eines jahrelangen nervenaufreibenden Kampfes, in dem alle Schranken der Fairness längst gefallen sind.

Die Flucht „war angekündigt und geschah vor den Augen der Justiz“, wie Alexander Wingerter sagt, der Anwalt des Vaters. „Sie hat das eiskalt und frech durchgezogen.“ Die langsamen Mühlen der Behörden hätten der 35-Jährigen genügend Zeit gegeben, ihren Haushalt aufzulösen und alle Brücken hinter sich abzubrechen. Obwohl er und sein Mandant Gericht und Jugendamt warnte, „konnte sie in aller Seelenruhe verschwinden“, so Wingerter. Jetzt hat niemand mehr mit Irene P. Kontakt. Auch ihre beiden älteren Kinder Vivian (8) und Luca (6) nicht mehr, für die der Vater schon 2005 das Sorgerecht zugesprochen bekommen hatte.

Selbstmordversuch Noch nicht einmal Irene P.s Mutter, die in Heilbronn lebt, weiß, wo sie ist. „Meine Tochter hat mit Deutschland abgeschlossen“, sagt sie. „Sie musste das Land verlassen, um das Leben ihres Kindes und das eigene zu retten.“ Sie sei „seelisch vergewaltigt“ worden und habe schon einen Selbstmordversuch hinter sich. Jens-Christoph Prechtel wirft ihr dagegen vor, „den Kleinen unter aller Sau behandelt“ zu haben. Er hat sogar ihre Schimpfkanonaden mit den übelsten Kraftausdrücken per Handy aufgenommen und auf Papier protokolliert: Szenen einer nicht-ehelichen Gemeinschaft im Endstadium.

Tatsache ist, dass Irene P. ein Alkohol- und Drogenproblem hatte. Prechtel: „Sie hat viel gekifft.“ Deswegen verlor Joeys Mutter den Führerschein. Doch Irene P. fuhr auch ohne Erlaubnis weiter Auto. Ihr Ex-Partner hat sie darum bei der Polizei angezeigt, „weil sie mit dem Jungen ohne Führerschein unterwegs war.“ Richter Reinhard Viertel hat inzwischen seine Meinung über Irene P. geändert und fühlt sich von ihr „hinters Licht geführt“. Er hatte dem Vater und seinem Anwalt zunächst keinen Glauben geschenkt, als sie vor der bevorstehenden Flucht nach Ägypten warnten. Die Befürchtung, dass jemand mit den Kindern ins Ausland verschwinden will, höre er oft vor Gericht. Nur passiere es nie. „In dem Fall ist es aber geschehen“, sagt Viertel. In Zukunft werde er wohl „etwas anders an solche Verfahren herangehen“.

Die Einsicht kommt zu spät. Denn nach der „Verkettung blöder Umstände“ (Richter Viertel) ist Irene P. mit Joey in Ägypten erstmal sicher. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft Heilbronn sucht die Frau zwar inzwischen mit einem nationalen Haftbefehl wegen „Kindesentzug“, lehnt es aber ab, einen internationalen zu beantragen. Doch nur mit einem solchen Dokument denken die ägyptischen Behörden daran, sich zu rühren. Die Begründung von Pressestaatsanwältin Michaela Molnar nimmt dem Vater vollends den Glauben an eine gerechte Justiz: „Kindesentzug ist nur ein Vergehen, kein Verbrechen.“

Lieber ins Gefängnis Aber nur im letzteren Fall sei ein internationaler Haftbefehl „verhältnismäßig“. Außerdem gebe es im Moment keine Anzeichen dafür, dass das Kind in Ägypten „einer seelischen oder körperlichen Gefahr ausgesetzt ist“. Die Staatsanwältin räumt ein, dass die Lage für den Vater „misslich“ und „traurig“ ist. Aber sie könne nur tun, was rechtlich möglich sei. Amtsrichter Viertel stellt jedoch nach der Flucht sehr wohl eine „akute Kindeswohlgefährdung fest“. Es sei schon eine „gravierende Maßnahme“, das Kind aus seiner bisherigen Situation herauszureißen. Die Entscheidung sei wohl nicht nach den Interessen von Joey, sondern nach den Interessen der Mutter getroffen worden.

Der Richter hat dem Vater inzwischen das Sorgerecht für seinen Sohn zugesprochen, und den sogenannten Herausgebebeschluss gefällt, der anordnet, dass Irene P. das Kind hergeben muss. Doch die will lieber ins Gefängnis gehen, als Joey herzugeben. Das hat sie dem deutschen Vizekonsul in Ägypten gesagt, der die Mutter Ende Dezember aufgesucht hatte, um sie umzustimmen - in Begleitung von Jens-Christoph Prechtel. Damals wusste der Vater noch, wo sie sich aufhält. Jetzt hat er nichts weiter mehr, als eine Handynummer und eine E-Mail-Adresse, unter denen Irene P. ihm nicht antwortet.

Kampf geht weiter Wie soll es weitergehen? „Ich weiß es nicht“, antwortet Jens-Christoph Prechtel. Er ist sich sicher, dass Irene P. nicht um Joeys Willen geflüchtet ist, „sondern um mir eins auszuwischen“. Er will jetzt überall Plakate aufhängen, hat im Internet eine Homepage eingerichtet, um herauszubekommen: Wo ist Joey? Den Kampf um seinen Sohn gibt er nicht auf. Auf die Hilfe des Rechtsstaates verlässt sich Jens-Christoph Prechtel nicht mehr.

15.03.2008 10:47

http://stimme.de/nachrichten/heilbronn/art16305,1204501

 

 


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