Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Landkreis Neu-Ulm

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Landkreis Neu-Ulm

 

Landratsamt Neu-Ulm

Kantstr. 8

89231 Neu-Ulm

 

Telefon: 0731 / 7040-0

Fax: 0731 / 7040-690

 

 

Landratsamt Neu-Ulm

Dienststelle Illertissen

Ulmer Straße 20

89257 Illertissen

 

Telefon: 07303 / 9664-0

Fax: 07303 / 9664-15

 

E-Mail: poststelle@lra.neu-ulm.de

Internet: www.landkreis.neu-ulm.de

 

 

Internetauftritt des Landkreis Neu-Ulm (03/2013)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Landkreis Neu-Ulm liegt im Westen des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Nachbarkreise sind im Norden der baden-württembergische Alb-Donau-Kreis, im Osten der Landkreis Günzburg, im Süden der Landkreis Unterallgäu und im Westen der baden-württembergische Landkreis Biberach sowie die kreisfreie Stadt Ulm. Zusammen mit diesen Kreisen ist er Teil der Region Donau-Iller. Sitz des Landratsamtes ist in Neu-Ulm.

 

Bundesland Bayern

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Städte

1. Illertissen (16.439)

2. Neu-Ulm, Große Kreisstadt (52.211)

3. Senden (22.197)

4. Vöhringen (13.075)

5. Weißenhorn (13.182)

 

Märkte

1. Altenstadt (4.773)

2. Buch (3.654)

3. Kellmünz a.d.Iller (1.351)

4. Pfaffenhofen a.d.Roth (6.999)

 

Gemeinden

1. Bellenberg (4.589)

2. Elchingen (9.239)

3. Holzheim (1.783)

4. Nersingen (9.240)

5. Oberroth (859)

6. Osterberg (866)

7. Roggenburg (2.707)

8. Unterroth (971)

 

Verwaltungsgemeinschaften

1. Altenstadt

mit den Mitgliedsgemeinden

Altenstadt (Markt), Kellmünz a.d.Iller (Markt) und Osterberg

2. Buch

mit den Mitgliedsgemeinden

Buch (Markt), Oberroth und Unterroth

3. Pfaffenhofen a.d.Roth

mit den Mitgliedsgemeinden

Holzheim und Pfaffenhofen a.d.Roth (Markt)

 

 

Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm

Mitglieder siehe unten

http://www.landkreis.neu-ulm.de/de/jugendhilfeausschuss.html

 

 

Jugendamt Landkreis Neu-Ulm

Kreisjugendamt

 

Landratsamt Neu-Ulm

Fachbereich Jugend und Familie

Kantstraße 8

89231 Neu-Ulm

Tilman Lassernig

Tel: 0731 / 7040-250

Fax: 0731 / 7040-671

Email: tilman.lassernig@lra.neu-ulm.de

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Neu-Ulm

 

 

Väternotruf Neu Ulm

August Mustermann

Musterstraße 1

89231 Neu-Ulm

Telefon: 0731 / ...

E-Mail:

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Tillmann Lassernig - Leiter des Jugendamtes des Landkreis Neu-Ulm (ab , ..., 2009, ..., 2011)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Beate Dambacher - Jugendamt Landkreis Neu-Ulm (ab , ..., 20092011)

 

 

 

Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm

Mitgliederliste am 21.03.2013 vom Landratsamt zugeschickt bekommen

Mitglieder Stellvertreter Partei

Albsteiger Katrin Gutter Johann CSU

Altmann Beate Simon Eva CSU

Engelhard Alexander Ölberger Josef CSU

Münzenrieder Margit Pressl Herbert CSU

Salzmann Susanne Hunger Roland CSU

Panning Klaus Heckmair Birgit SPD

Groer Richard Steidle Christa SPD

Zanker Werner Krätschmer Sabine SPD

Allgaier Hans-Manfred Ritsche-Thoma Heidi FW

Janson Karl Weiss Werner FW

Laupheimer Ingrid Neulist Annette Bündnis 90/Die Grünen

Stimmberechtigte Mitglieder Stellvertreter

Gnann Gisela, Kreisjugendring Neu-Ulm Bamboschek Iris, Kreisjugendring Neu-Ulm

Kast Stefan, BRK Kreisverband Neu-Ulm Schibath-Hajjeh Isabel, BRK Kreisverband Neu-Ulm

Kehm Rainer, Caritas Kreisverband Neu-Ulm Abel Mathias, Caritas Kreisverband Neu-Ulm

Koppitz Helga, Arbeiter-Samariter-Bund, KV Neu-Ulm Becker Michaela, Startbahn e.V., Kinder- und Jugendhilfe Ulm/Neu-Ulm

Ludwig Anja, gfi Neu-Ulm Fink Christiane, Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Ulm

Mayr Martin, Kreisjugendring Neu-Ulm Krnavek Erich, Kreisjugendring Neu-Ulm

Rose Sigrun, Diakonie Neu-Ulm Deininger Corinna, Diakonie Neu-Ulm

Seitz Michael, Jugendhilfe Seitz Neu-Ulm Schorer Anne, Arbeiterwohlfahrt Neu-Ulm

Beratende Mitglieder Stellvertreter

Brückner Sonja, Kreisjugenring Neu-Ulm Kastler Patrick, Kreisjugendring Neu-Ulm

Finkel Rainer, Polizeiinspektion Neu-Ulm Salzmann Jürgen, Polizeiinspektion Neu-Ulm

Hasler Jürgen, Amtsgericht Neu-Ulm Lang Bernhard, Amtsgericht Neu-Ulm

Jürgen Hasler (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richter am Amtsgericht Neu-Ulm / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Neu-Ulm (ab 01.03.2010, ..., 2012) - 1995 Richter am Amtsgericht Neu-Ulm - Strafsachen. Im Handbuch der Justiz 2004 ab 01.10.1997 als Richter am Landgericht Memmingen aufgeführt. Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München II. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 01.09.2005 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Memmingen  aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 01.03.2010 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Neu-Ulm aufgeführt. http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Illertissen/Lokalnachrichten/Artikel,-Zwei-Jahre-Knast-fuer-zwei-Kisten-Bier-_arid,2029850_regid,13_puid,2_pageid,4498.html. 2013: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm.

Bernhard Lang (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richter am Amtsgericht Neu-Ulm (ab 01.09.1990, ..., 2013) - 2013: stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm. 

Kling Ute, Evang. Luth. Dekanat Neu-Ulm Huster Lisa, Evang. Luth. Dekanat Neu-Ulm

Kögel Renate, Landratsamt Neu-Ulm Vahl Ingrid, Landratsamt Neu-Ulm

Lassernig Tilmann, Landratsamt Neu-Ulm Schmalz Brigitte, Landratsamt Neu-Ulm

Loew-Pietsch Katharina, Erziehungsberatungsstelle Illertissen Wonka Dr. Markus, Psychologische Beratungsstelle Neu-Ulm

Katharina Loew-Pietsch - Erziehungsberatungsstelle Illertissen. 2013: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm.

Dr. Markus Wonka - Psychologische Beratungsstelle Neu-Ulm.  2013: stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm. http://kirchensite.de/aktuelles/news-aktuelles/datum/2012/09/26/wenn-zwei-sich-streiten-hilft-der-dritte/

 Löschinger Roman Pt., Beschöfl. Dekanat Neu-Ulm Neumaier Julia, Bischöfl. Dekanat Neu-Ulm

Ruf Jochen-Uwe, Agentur für Arbeit Neu-Ulm Kroha Doris, Agentur für Arbeit Neu-Ulm

Schlecker Erwin, Staatliches Schulamt Neu-Ulm Batzner Dr. Ansgar, Staatliches Schulamt Neu-Ulm

Mitgliederliste vom 21.03.2013 im Internet unvollständig, keine Angaben zu den entsendenden Freien Trägern und Institutionen - http://www.landkreis.neu-ulm.de/de/jugendhilfeausschuss.html

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Neu-Ulm

überregionale Beratung

http://familienberatung-neu-ulm.de

 

 

Familienberatung Ulm

überregionale Beratung

http://familienberatung-ulm.de

 

 

Familienberatung Günzburg

überregionale Beratung

http://familienberatung-guenzburg.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Psychologische Beratungsstelle Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung

Ulmer Str. 20 

89257 Illertissen

Telefon: 07303 / 90181-0

E-Mail: info@eb-illertissen.de

Internet: http://www.kjf-augsburg.de

Träger: Kath. Jugendfürsorge

Angebote: Familienberatung, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Gruppenarbeit, Telefonische Beratung, Krisenintervention

Mitarbeiter/innen: Katharina Loew-Pietsch - Erziehungsberatungsstelle Illertissen. 2013: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm.

 

 

Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen

Johannesplatz 2 

89231 Neu-Ulm

Telefon: 0731 / 9705959

E-Mail: efl-neu-ulm@bistum-augsburg.de

Internet:

Träger: Diözese Augsburg

Im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes sowie der Bayrischen Staatskanzlei - Amen.

Mitarbeiter/innen: Dr. Markus Wonka - Psychologische Beratungsstelle Neu-Ulm. 2013: stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Neu-Ulm. http://kirchensite.de/aktuelles/news-aktuelles/datum/2012/09/26/wenn-zwei-sich-streiten-hilft-der-dritte/

 

 

Psychologische Beratungsstelle Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung

Marlene-Dietrich-Str. 3 

89231 Neu-Ulm 

Telefon: 0731 / 76050

E-Mail: info@eb-neu-ulm.de

Internet:

Träger: Kath. Jugendfürsorge

Im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes sowie der Bayrischen Staatskanzlei - Amen.

 

 

Deutscher Kinderschutzbund

Ortsverband Ulm/Neu-Ulm e.V.

Olgastraße 125

89073 Ulm

Telefon: 0731 / 28042

E-Mail: info@kinderschutzbund-ulm.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-ulm.de

Mitarbeiter/innen: 

Lothar Steurer - Diplom-Pädagoge / Stellenleiter Beratungsstelle Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm (ab , ..., 2007, ..., 2011)

Anita Laib-Koenemund - Diplom-Pädagogin / stellvertretende Stellenleiterin Beratungsstelle Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm (ab , ..., 2011)

Franz Müller - Diplom-Sozialpädagoge / Beratungsstelle Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm (ab , ..., 2011)

Bettina Müller Diplom-Psychologin / Beratungsstelle Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm (ab , ..., 2011)

Dr. Dietrich Eberhardt - Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm (ab , ..., 2007)

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die vom Landkreis bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Neu-Ulm

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Neu-Ulm

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Neu Ulm

 

 


 

 

Killer für Ex-Mann gesucht

Eine 23-jährige aus dem Kreis Neu-Ulm wollte offenbar einen Killer auf ihren Ex-Mann ansetzen.

Sie bot einem früheren Freund einen hohen Geldbetrag, wenn er ihren Exmann umbringt. Der Mann wandte sich an die Polizei. Die durchsuchte die Wohnung der Frau im südlichen Kreis Neu-Ulm und fand tatsächlich einen hohen Geldbetrag. Die Frau sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Um ihre beiden kleinen Kinder kümmert sich das Jugendamt. Laut dem Leiter der Behörede, "Tilmann Lassernig", kümmern sich vorerst die Oma und eine Nachbarin um die Kinder. Mit ihnen stehe man regelmäßig in Kontakt. Wenn die Frau länger in Haft bleibe, werde man eine Pflegefamilie suchen.

Mittwoch, 6. April 2011

http://www.donau3fm.de/default.aspx?ID=3700&showNews=950967

 

 


 

 

Kampagne

Jugendamt will weg vom „Kinderklau“-Image

Behörde beteiligt sich an bundesweiter Aktion

Landkreis Obwohl es eigentlich gar nicht nötig wäre, wird sich das Jugendamt des Landkreises Neu-Ulm an einer bundesweiten Imagekampagne mit dem Titel „Das Jugendamt – Unterstützung, die ankommt“ beteiligen. Im Jugendhilfeausschuss des Kreistags informierte gestern Behördenleiter Tilman Lassernig über Ziel und Zweck der Aktion. Er stimmte mit Landrat Erich Josef Geßner überein, wonach Jugendämter in der Vergangenheit im Zusammenhang mit schweren Verbrechen an Kindern „landauf, landab“ negativ Schlagzeilen produziert hätten.

In Neu-Ulm sei die Lage zwar „entspannter“, trotzdem solle etwas gegen das auch hierzulande gängige Vorurteil einer „Kinderklau“-Behörde unternommen werden. Lassernig wies darauf hin, dass es durchaus vorkommt, dass er oder seine Mitarbeiter Kinder aus ihren Familien heraus in die Obhut des Amtes nehmen müssen – im vergangenen Jahr gab es 31 derartiger Fälle; allerdings seien diesen Inobhutnahmen eine Vielzahl von Maßnahmen vorausgegangen, an denen das Jugendamt auf die eine oder andere Weise beteiligt war.

Tilmann Lassernig berichtete, dass allein im vergangenen Jahr das Jugendamt über 2200 „Beistandschaften“ von kleinen Kindern übernahm, in über 100 Fällen seien Mitarbeiter wegen des Verdachts einer Kindswohlgefährdung tätig geworden, 1067 Fälle seien bei der Jugendgerichtshilfe anhängig gewesen – „vom Stehlen eines Lippenstifts bis zum jugendlichen Intensivtäter“. Insgesamt, so Lassernig, habe sein Amt im Jahr 2010 über 18200 Klienten betreut.

Oft werde auch übersehen, dass bei anderen Angeboten – zum Beispiel bei der von freien Trägern durchgeführten Familienhilfe oder das „betreute Jugendwohnen“ – das Jugendamt „drinsteckt“, indem es die Maßnahmen bezahlt.

Mit Plakaten Eltern, Kinder und Mandatsträger ansprechen

Die Imagekampagne soll helfen, die vielfältigen Aufgaben einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. Mit Plakaten, beispielsweise in Rathäusern, soll Eltern, Kindern, aber auch Mandatsträger, einen „differenzierter Blick“ auf die Behörde ermöglicht werden. (kr)

24.03.2011

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Jugendamt-will-weg-vom-Kinderklau-Image-id14417511.html

 

 


 

 

Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

(NEU-ULM/mick) "Freispruch" lautete das Urteil des Neu-Ulmer Schöffengerichts beim Indizienprozess gegen eine 45-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm vor gut einer Woche. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Der Frau wurde vorgeworfen, im Juni vergangenen Jahres in die Garage auf dem Anwesen ihres Noch-Ehemannes eingedrungen zu sein und dort Feuer gelegt zu haben. Außerdem soll sie das Auto des Neu-Ulmer Geschäftsmannes total zerstört und Beleidigungen wie "Depp" oder "Kindermörder" in den Lack geritzt haben. Wie jetzt bekannt wurde, hat Oberstaatsanwalt Markus Schroth gegen die Entscheidung des Neu-Ulmer Schöffengerichts schriftlich Berufung eingelegt. Er hatte beim Prozess zwei Jahre Haft ohne Bewährung gefordert, da er die Schuld der Angeklagten als erwiesen betrachtete. Der Fall muss jetzt vor dem Memminger Landgericht neu aufgerollt werden. Wie der Neu-Ulmer Amtsgerichtsdirektor Bernt Münzenberg schätzt, wird es jedoch nicht vor Ende des Jahres zum erneuten Prozess gegen die 45-Jährige kommen.

(NEU-ULM/mick) "Freispruch" lautete das Urteil des Neu-Ulmer Schöffengerichts beim Indizienprozess gegen eine 45-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm vor gut einer Woche. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Der Frau wurde vorgeworfen, im Juni vergangenen Jahres in die Garage auf dem Anwesen ihres Noch-Ehemannes eingedrungen zu sein und dort Feuer gelegt zu haben. Außerdem soll sie das Auto des Neu-Ulmer Geschäftsmannes total zerstört und Beleidigungen wie "Depp" oder "Kindermörder" in den Lack geritzt haben. Wie jetzt bekannt wurde, hat Oberstaatsanwalt Markus Schroth gegen die Entscheidung des Neu-Ulmer Schöffengerichts schriftlich Berufung eingelegt. Er hatte beim Prozess zwei Jahre Haft ohne Bewährung gefordert, da er die Schuld der Angeklagten als erwiesen betrachtete. Der Fall muss jetzt vor dem Memminger Landgericht neu aufgerollt werden. Wie der Neu-Ulmer Amtsgerichtsdirektor Bernt Münzenberg schätzt, wird es jedoch nicht vor Ende des Jahres zum erneuten Prozess gegen die 45-Jährige kommen.

(Erschienen: 21.04.2009)

http://www.szon.de/lokales/ulm/ulm/200904210220.html

 

 

 

"Rosenkrieg" geht vor Gericht weiter

(NEU-ULM/mick) Der Vorwurf gegen eine 45-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm wiegt schwer. An einem Samstagmorgen im Juni des vergangenen Jahres soll sie in die Garage ihres Noch-Ehemannes eingedrungen sein und dessen Auto mit einem spitzen Gegenstand nahezu vollständig zerkratzt und demoliert haben.

Nachdem die dreifache Mutter im Lack des Wagens einige schriftliche Beleidigungen wie "Rindvieh", "Depp" oder "Kindermörder" hinterlassen hatte, soll sie noch dort herumliegende Müllsäcke und einen alten Teppich angezündet haben. Im Dach des Autos war außerdem die mysteriöse Botschaft "Schlaf gut" eingeritzt.

Nun nahm sich das Neu-Ulmer Schöffengericht der pikanten Sache an. Kein ganz leichtes Unterfangen, wie sich bereits am ersten Verhandlungstag zeigen sollte. Zwar ist sich der Geschädigte sicher, dass seine Ehefrau für die Tat verantwortlich ist. Doch weder er, noch sonst jemand hat den Vorgang beobachtet. "Damit habe ich nichts zu tun", machte die Angeklagte gleich zu Beginn der Sitzung ihren Standpunkt deutlich.

Ohne Geständnis blieb den Juristen und Laienrichtern nur die Möglichkeit, einen langwierigen Indizienprozess ins Rollen zu bringen. Zum Auftakt wurden die Angeklagte, ihr "Opfer" und dessen Haushaltshilfe vernommen.

"Er hat mich unheimlich geliebt", erklärte die Beschuldigte gegenüber Richter Bernt Münzenberg. Nach der Trennung von ihrem Mann habe dieser verzweifelt versucht, sie zurück zu gewinnen. Niemals habe sie ihm die gemeinsamen Kinder wegnehmen wollen und auch sonst sei ihr am Frieden mit dem Geschäftsmann gelegen. Dieser habe sie des Öfteren verprügelt und mit seiner ständigen Eifersucht tyrannisiert.

In der besagten Nacht habe die 45-Jährige mehrmals mit ihrem Mann telefoniert und über das Sorgerecht für die Kinder gestritten. "Ich werde dafür sorgen, dass du meine Jungs nicht bekommst", soll der Unternehmer ihr gedroht haben. Plötzlich, so die Beschuldigte, hatte sie dann eine Polizistin an der Strippe. Der Tatvorwurf habe sie aus heiterem Himmel getroffen. "Ich war geschockt", sagte die 45-Jährige unter Tränen.

Der Ehemann erzählte dem Gericht eine ganz andere Version. Seine trinkfreudige Gemahlin sei häufig grundlos ausgerastet, habe einmal alle seine Kleider zerschnitten und im Keller Feuer gelegt. Nachdem er sich einmal gegen die körperlichen Attacken der 45-Jährigen gewehrt und ihr eine "kräftige Schelle" gegeben habe, ließ er die Frau regelmäßig in ihrem aggressiven Tun gewähren. "Ich habe mich dann nur noch zusammengerollt", so sein Kommentar. Auch die Aussage der Hausangestellten stützte sein Bild von der Angeklagten als überforderte und cholerische Frau.

Wie beim Prozess zu erfahren war, haben die Ermittler auf dem Dach des zerstörten Autos zwei ausgedrückte Zigarettenkippen mit den DNA-Spuren der Beschuldigten gefunden. Die 45-Jährige erklärte dazu, sie sei am Abend vor dem Vorfall bei ihrem Mann gewesen und habe in seiner Gegenwart in der Garage drei Zigaretten geraucht. Dieser widersprach der Behauptung vehement. Am zweiten Prozesstag in der kommenden Woche werden weitere Zeugen gehört, darunter auch der frühere Ehemann der Angeklagten.

(NEU-ULM/mick) Der Vorwurf gegen eine 45-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm wiegt schwer. An einem Samstagmorgen im Juni des vergangenen Jahres soll sie in die Garage ihres Noch-Ehemannes eingedrungen sein und dessen Auto mit einem spitzen Gegenstand nahezu vollständig zerkratzt und demoliert haben.

Nachdem die dreifache Mutter im Lack des Wagens einige schriftliche Beleidigungen wie "Rindvieh", "Depp" oder "Kindermörder" hinterlassen hatte, soll sie noch dort herumliegende Müllsäcke und einen alten Teppich angezündet haben. Im Dach des Autos war außerdem die mysteriöse Botschaft "Schlaf gut" eingeritzt.

Nun nahm sich das Neu-Ulmer Schöffengericht der pikanten Sache an. Kein ganz leichtes Unterfangen, wie sich bereits am ersten Verhandlungstag zeigen sollte. Zwar ist sich der Geschädigte sicher, dass seine Ehefrau für die Tat verantwortlich ist. Doch weder er, noch sonst jemand hat den Vorgang beobachtet. "Damit habe ich nichts zu tun", machte die Angeklagte gleich zu Beginn der Sitzung ihren Standpunkt deutlich.

Ohne Geständnis blieb den Juristen und Laienrichtern nur die Möglichkeit, einen langwierigen Indizienprozess ins Rollen zu bringen. Zum Auftakt wurden die Angeklagte, ihr "Opfer" und dessen Haushaltshilfe vernommen.

"Er hat mich unheimlich geliebt", erklärte die Beschuldigte gegenüber Richter Bernt Münzenberg. Nach der Trennung von ihrem Mann habe dieser verzweifelt versucht, sie zurück zu gewinnen. Niemals habe sie ihm die gemeinsamen Kinder wegnehmen wollen und auch sonst sei ihr am Frieden mit dem Geschäftsmann gelegen. Dieser habe sie des Öfteren verprügelt und mit seiner ständigen Eifersucht tyrannisiert.

In der besagten Nacht habe die 45-Jährige mehrmals mit ihrem Mann telefoniert und über das Sorgerecht für die Kinder gestritten. "Ich werde dafür sorgen, dass du meine Jungs nicht bekommst", soll der Unternehmer ihr gedroht haben. Plötzlich, so die Beschuldigte, hatte sie dann eine Polizistin an der Strippe. Der Tatvorwurf habe sie aus heiterem Himmel getroffen. "Ich war geschockt", sagte die 45-Jährige unter Tränen.

Der Ehemann erzählte dem Gericht eine ganz andere Version. Seine trinkfreudige Gemahlin sei häufig grundlos ausgerastet, habe einmal alle seine Kleider zerschnitten und im Keller Feuer gelegt. Nachdem er sich einmal gegen die körperlichen Attacken der 45-Jährigen gewehrt und ihr eine "kräftige Schelle" gegeben habe, ließ er die Frau regelmäßig in ihrem aggressiven Tun gewähren. "Ich habe mich dann nur noch zusammengerollt", so sein Kommentar. Auch die Aussage der Hausangestellten stützte sein Bild von der Angeklagten als überforderte und cholerische Frau.

Wie beim Prozess zu erfahren war, haben die Ermittler auf dem Dach des zerstörten Autos zwei ausgedrückte Zigarettenkippen mit den DNA-Spuren der Beschuldigten gefunden. Die 45-Jährige erklärte dazu, sie sei am Abend vor dem Vorfall bei ihrem Mann gewesen und habe in seiner Gegenwart in der Garage drei Zigaretten geraucht. Dieser widersprach der Behauptung vehement. Am zweiten Prozesstag in der kommenden Woche werden weitere Zeugen gehört, darunter auch der frühere Ehemann der Angeklagten.

(Erschienen: 14.03.2009)

http://www.szon.de/lokales/ulm/ulm/200903140239.html

 

 


 

 

Die Mutter von Findelkind Emilia geht straffrei aus

20.04.2009 21:00 Uhr

Von Roland Ströbele

Neu-Ulm Die Mutter der kleinen Emilia, die ihr Kind in eiskalter Nacht im Bereich hinter der Neu-Ulmer Donauklinik ausgesetzt hat, geht straffrei aus. Gestern hat Walter Henle als zuständiger Staatsanwalt das Verfahren gegen die 18-jährige Frau eingestellt. Ein Tatnachweis der Kindesaussetzung sei nicht zu führen gewesen, sagte gestern der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Johannes Kreuzpointner.

Die junge Mutter hatte ihr erst vier Tage altes Baby in eine Decke gehüllt und um vier Uhr morgens im Bereich des Hintereinganges der an der Donau gelegenen Klinik abgelegt. Unmittelbar danach hatte sie telefonisch die Pförtnerin des Krankenhauses verständigt und auf das Kind aufmerksam gemacht. Kurze Zeit später entdeckten Beamte der Polizeiinspektion Neu-Ulm das Findelkind und brachten es in ärztliche Obhut. Die Tatsache, dass sie das Klinikpersonal verständigt hatte und das dem Kind dadurch nichts passierte, hat der 18-Jährigen nun Ärger mit der Justiz erspart. „Die Frau hatte weder eine schwere Gesundheitsschädigung des Kindes riskiert, noch das Baby der Gefahr des Todes ausgesetzt“, begründete Dr. Kreuzpointner die Einstellung des Verfahrens. Sie hatte das Kind auch so abgelegt war, dass es nicht zu übersehen war. Außer einer leichten Unterkühlung habe das vier Tage alte Mädchen keine Gesundheitsschäden davon getragen.

Der Telefonanruf bei der Klinikpförtnerin war es, der die Neu-Ulmer Kriminalpolizei auf die Spur der Mutter geführt hatte. Die Anrufe, die in der fraglichen Zeit in der Donauklinik eingegangen waren, wurden zurückverfolgt. So stießen die Fahnder relativ schnell auf die junge Mutter. Die Frau hatte, wie sich auch bei der Untersuchung des Säuglings herausgestellt hat, das Kind ohne medizinische Hilfe zur Welt gebracht. Das Kind war nicht fachmännisch abgenabelt.

Emilia ist, seit sie aus der Ulmer Kinderklinik entlassen worden ist, auf Vermittlung des Jugendamtes bei Pflegeeltern im nördlichen Landkreis untergebracht. Das weitere Schicksal des Kindes entscheidet sich in den nächsten Wochen. Noch hat die leibliche Mutter bis Mitte Juni Zeit für die Entscheidung, ob sie ihr Mädchen zur Adoption freigibt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß: In einem Schreiben hatte sie bereits angekündigt, dass dies ihr Wunsch sei.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Neu-Ulm/Lokalnachrichten/Artikel,-Die-Mutter-von-Findelkind-Emilia-geht-straffrei-aus-_arid,1565134_regid,13_puid,2_pageid,4503.html

 

 


 

 

Ulm

Pflegeeltern übernehmen Findelkind

Das Findelkind Emilia ist seit gestern bei ihren Pflegeeltern. Mitarbeiterinnen des Kreisjugendamtes haben das inzwischen elf Tage alte Mädchen zu dem kinderlosen Ehepaar gebracht, das den Säugling adoptieren will, sofern die leibliche Mutter zustimmt.

NEU-ULM (rost) Die 18-Jährige war am Donnerstag festgenommen und anschließend zur stationären Behandlung in die Frauenklinik Ulm gebracht worden. Unklar ist nach wie vor, ob sie ihr Kind zur Adoption freigeben will.

Die Freude bei den Pflegeeltern war nach Auskunft des Jugendamtes groß, als die kleine Emilia zu dem Ehepaar gebracht wurde, das nun hofft, dass ihr sehnlichster Kinderwunsch in Erfüllung geht. Die Eheleute sind um die 35 Jahre alt und wohnen im Landkreis Neu-Ulm. Sie haben sich beim Jugendamt als adoptiv-willig registrieren lassen und wurden in Gesprächen und Kursen auf den Tag vorbereitet, auf den sie seit längerem warten.

Wie berichtet, ist Tillmann Lassernig als Chef des Jugendamtes davon überzeugt, dass es die kleine Emilia bei dem ausgesuchten und gut beleumundeten Ehepaar gut haben wird. Ob die beiden das Mädchen behalten dürfen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Sie haben das Baby zunächst nur als Pflegeeltern bekommen. Dem hat die leibliche Mutter zugestimmt, bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurde, berichtet Lassernig.

Nun brauche die 18-Jährige sehr viele Ruhe und Zeit, bis sie sich entscheiden kann, ob sie ihr Kind zur Adoption freigibt. Dies war zwar ihr schriftlich formulierter Wunsch, als sie das Baby in eine Decke gehüllt an der Donauklinik in Neu-Ulm abgelegt hat.

Zu diesem Zeitpunkt aber war sie in einer emotionalen Ausnahmesituation. Lassernig will daher nicht ausschließen, dass die 18-Jährige ihre Ansicht ändert und ihr Kind doch behalten will. "So was kann man nicht zwischen Tür und Angel entscheiden, wir werden ihr zur Seite stehen und sie beraten", kündigte der Jugendamtsleiter an. Ausführlich würden der Frau Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, die sich ihr bieten.

Unklar ist, wie lange die junge Frau noch in der Klinik bleiben und behandelt werden muss. Schon beim Fund des Kindes war festgestellt worden, dass sie ihr Baby nicht sachgerecht abgenabelt hat, als sie es ohne medizinische Hilfe heimlich zur Welt brachte.

Ein Geheimnis ist noch, wer Emilias Vater ist. Bislang hat die Mutter den Namen nicht genannt. Sie muss es auch nicht tun. Da sind dem Jugendamt die Hände gebunden "Wir können sie nicht zwingen, uns den Vater zu nennen", sagt Lassernig. Es komme häufiger vor, dass Frauen den Vater ihres Kinder vor dem Jugendamt verheimlichen: "Da bekommen wir manchmal ganz abenteuerliche Geschichten aufgetischt", berichtet er aus seiner Erfahrung.

Ein Findelkind ist für das Jugendamt die absolute Ausnahme. So ein Fall ist Lassernig in seiner 30-jährigen Laufbahn noch nie untergekommen. Adoptionsverfahren sind dagegen keine Seltenheit. Im Jahresdurchschnitt kommen zwei bis drei Frauen ins Jugendamt mit dem Wunsch, ihr Kind zur Adoption freizugeben.

http://www.szon.de/lokales/ulm/stadt/200904040458.html

 

(Erschienen: 04.04.2009)

 

 

Kommentar Väternotruf:

Ein Geheimnis ist noch, wer Emilias Vater ist. Bislang hat die Mutter den Namen nicht genannt. Sie muss es auch nicht tun, denn der deutsche sexistische Staat kriminalisiert zwar Väter, die ohne Zustimmung und Wissen der Mutter ihre Vaterschaft klären wollen, aber schützt umgekehrt Mütter die dem Kind das Recht verweigern über seine Herkunft väterlicherseits informiert zu werden..  

Da sind dem Jugendamt die Hände gebunden "Wir können sie nicht zwingen, uns den Vater zu nennen", sagt Lassernig. Es komme häufiger vor, dass Frauen den Vater ihres Kinder vor dem Jugendamt verheimlichen: "Da bekommen wir manchmal ganz abenteuerliche Geschichten aufgetischt", berichtet er aus seiner Erfahrung. - so heißt es in der Pressemeldung. Allerdings ist dies nicht richtig, denn das elementare Menschenrecht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung ist höher zu bewerten als der mögliche Wunsch der Mutter, den Vater vor dem Kind zu verheimlichen. Sollte sich das etwa noch nicht bis nach Bayern herumgesprochen haben.

Im übrigen, warum sollen die Steuerzahler Unterhalt für ein Kind zahlen, wenn es einen Vater gibt. Auch von daher gibt es kein Recht der Mutter die Vaterschaft zu verheimlichen.

 

 


 

 

Polizei findet Mutter des Findelkinds

Der Fall des am Montag vor einer Neu-Ulmer Klinik aufgefundenen Säuglings ist geklärt: Die Polizei hat am Donnerstagmorgen eine junge Frau vorläufig festgenommen.

NEU-ULM (sz) Nach Angaben der Polizei hat die junge Mutter aus dem Großraum Neu-Ulm gestanden, das Kind in der vergangenen Woche in ihrer Wohnung alleine, ohne medizinische Hilfe, zur Welt gebracht zu haben.

Zur Motivation, warum sie das Kind ausgesetzt habe, hat sich die junge Frau bisher nicht geäußert. Das Kind befindet sich nach wie vor in der Obhut des Jugendamtes.

Mutter der kleinen Emilia verhaftet

Der Fall Emilia ist geklärt: Die Polizei kennt seit gestern die Mutter des Säuglings, der am Montag vor einer Neu-Ulmer Klinik aufgefunden worden ist.

NEU-ULM (rost) Beamte der Kriminalpolizei Neu-Ulm haben in den frühen Morgenstunden des gestrigen Donnerstags eine junge Frau aus dem Großraum Neu-Ulm festgenommen. Die noch sehr junge Frau hat ihr Baby ohne fremde Hilfe zur Welt gebracht und schweigt noch zu den Vorwürfen. Sie wurde in ärztliche Obhut gegeben und wird auch vom Jugendamt betreut.

 

Ausgerechnet der Telefonanruf, mit der die junge Frau das Klinikpersonal alarmiert hat, ist ihr zum Verhängnis geworden. Über die gespeicherten Verbindungsdaten ist die Kripo an ihre Handynummer und damit an ihre Adresse gekommen. "Sie war offenkundig mit der Geburt des Kindes und mit der Gesamtsituation überfordert", sagte gestern der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Johannes Kreuzpointner. Er hat keinen Zweifel, dass es sich bei der Festgenommenen um Emilias Mutter handelt. Sie hat nach ärztlichen Aussagen zweifelsfrei in den letzten Tagen ein Kind geboren. Der Nachweis, dass es sich dabei um Emilia gehandelt hat, sei relativ einfach über eine DNA-Probe zu führen.

 

Wie geht es mit Emilia weiter?

Das weitere Schicksal der kleinen Emilia, die im Laufe des heutigen Freitags – wie berichtet – an ihre neuen Eltern übergeben werden sollte, ist nun mit der Festnahme der leiblichen Mutter wieder vollkommen offen. Sicher ist, dass die junge Frau in einem emotionalen Ausnahmezustand war, als sie ihr Baby fünf Tage nach der Geburt in eiskalter Nacht am Hintereingang des Neu-Ulmer Kreiskrankenhaus abgelegt hat und dann verschwunden ist.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie nun von Gewissensbissen geplagt wird und das Mädchen doch nicht freigeben will. Anderseits war es sie selbst, die Adoptiveltern auf einem handschriftlich verfassten Brief ins Gespräch gebracht hatte weil sie glaubt, dass ihr Kind dort besser aufgehoben sei bei neuen Eltern, "die die finanziellen Mittel und die nötige Liebe haben".

Das Jugendamt hatte auch sehr schnell aus einer Liste mit 17 registrierten adoptionswilligen Ehepaaren im Landkreis ein Geeignetes gefunden und auch schon für den heutigen Freitag die Übergabe des Kindes geplant. Unter Umständen wird aus dieser Adoption nun doch nichts, falls die leibliche Mutter es sich anders überlegt hat. Wird ein Kind nämlich zur Adoption freigegeben, haben die leiblichen Eltern generell acht Wochen ein Widerrufsrecht.

Die jetzt festgestellte Mutter kann aber auch in die Adoption einwilligen. Dann dürfen die Eltern, die vom Jugendamt für die Adoption ausgesucht worden sind, das Kind behalten, auf das sie sich nach Darstellungen des Jugendamtes dem vergangenen Mittwoch so sehr freuen und für das sie schon die Grundausstattung gekauft haben.

Die leibliche Mutter kann sich einigermaßen sicher sein, dass sie straffrei bleiben wird. Es wird wohl schwierig sein, ihr nachzuweisen, dass sie eine Gesundheitsschädigung oder gar den Tod ihres Kindes in Kauf genommen hat, als sie das Kind an der Donauklinik ausgesetzt hat.

Immerhin hatte sie sofort das Klinikpersonal alarmiert und damit sichergestellt, dass ihr Kind so fort in ärztliche Behandlung kommt. Die weiteren Ermittlungen müssen nun ergeben, ob ein Verfahren wegen Kindesaussetzung gegen die junge Frau eingeleitet oder ob der Fall eingestellt wird.

 

(Erschienen: 02.04.2009) http://www.szon.de

 

 


 

 

Emilia hat es ab morgen gut im neuen Zuhause

Die kleine Emilia, die in der Nacht zum vergangenen Montag vor der Donauklink ausgesetzt worden ist, hat sehr wahrscheinlich schon morgen ein neues Zuhause.

 

NEU-ULM (sz) Am Freitag wollen die Adoptiveltern den jetzt acht Tage alten Säugling aus der Kinderklinik in Ulm abholen und nach Hause bringen. Sie haben am Dienstag schon auf Vermittlung des Jugendamtes den Säugling im Hosptial besucht und Gefallen an dem Mädchen gefunden. "Sie freuen sich riesig auf das Kind", sagte gestern Jugendamtschef Tillmann Lassernig, der mit dem kinderlosen Paar gesprochen hat. Bei aller Tragik des Falles sei das Elternpaar ein ausgesprochener "Glücksfall" für das Findelkind.

Von der leiblichen Mutter gibt es noch immer keine Spur, obwohl die Kriminalpolizei Neu-Ulm auf Hochdruck ermittelt. Die Decke und das Kleidchen, das die kleine Emilia anhatte, als Beamte der Polizeiinspektion Neu-Ulm sie im Bereich des Hintereinganges der Klinik entdeckt haben, werden im Landeskriminalamt auf etwaige Spuren untersucht, die zur wahren Mutter führen können.

Weiter wird versucht, über den handgeschriebenen Brief, der bei dem Säugling gefunden wurde, die Identität der Mutter herauszufinden – bislang allerdings ohne Erfolg. Trotz mehrfacher Aufrufe der Kripo hat sich bislang auch niemand gemeldet, der möglicherweise ein bis vor Kurzem schwangere Frau kennt, die kein Kind hat. "Unsere Ermittlungen gehen in alle Richtungen, haben aber bislang noch nicht den erhofften Erfolg gebracht", sagte ein Polizeisprecher gestern.

Währenddessen bereitet sich das Ehepaar, das beim Jugendamt in Neu-Ulm seit längerem als Adoptivwillig registriert ist, auf die Ankunft von Emilia vor. Dem Paar, das aus dem Großraum Neu-Ulm stammt, ist der Wunsch nach eigenen Kindern versagt geblieben. "Sie wünschen nichts sehnlicher, als dass sie ein Kind bekommen - dieser geht nun in Erfüllung" berichtet Tillmann Lassernig, der mit den Eheleuten am Dienstag im Jugendamt gesprochen hat.

Ob sie die kleine Emilia behalten dürfen, ist allerdings fraglich. Falls sich die leibliche Mutter den Behörden offenbart oder durch die Ermittlungen der Polizei ausfindig gemacht wird, könnte es sein, dass die Adoptiveltern die Kleine wieder hergeben müssen.

 

(Erschienen: 01.04.2009)

http://www.szon.de/lokales/ulm/ulm/200904011874.html

 

 


 

 

Noch immer fehlt Gutachten

(NEU-ULM/rost) Langsam aber sicher kommt der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Johannes Kreuzpointner in Erklärungsnöte. Ganze drei Monate, nachdem ein 50 Jahre alter Familienvater in Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm mit einer Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet worden ist, sind die näheren Umstände des Einsatzes noch immer nicht geklärt.

Es werde noch mindestens einen Monat dauern, bis ein beim bayerischen Landeskriminalamt in Auftrag gegebenes Gutachten vorliegen wird, sagte der Chefermittler gestern. Zunächst hatte Kreuzpointner angekündigt, das Ermittlungsergebnis liege Ende Januar vor, dann hatte er die Öffentlichkeit auf Ende Februar vertröstet. Nun soll es also Ende März werden bis Klarheit herrscht, warum Spezialeinsatzkräfte der Polizei am Abend des 30. November nach einem stundenlangen Nervenkrieg das Reihenhaus gestürmt und den 50-Jährigen erschossen haben.

Der mehrfache Familienvater hatte am Nachmittag des 30. November gegenüber zwei Beamten der Polizei angekündigt, er werde sich und andere töten. Ein Großaufgebot schwer bewaffneter Polizisten hatte daraufhin das Reihenhaus mehr als fünf Stunden lang umstellt, bevor es gegen 18.30 Uhr gestürmt wurde. Dabei starb der 50-jährige an einem von zwei Schüssen, die auf ihn abgefeuert worden waren.

Nicht nur die Öffentlichkeit wartet auf eine Klärung des spektakulären Falles, der für kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Musste die Polizei das Haus stürmen und den Mann töten? Gab es keine andere Möglichkeit, den 50-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen? Konnten die Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) den nur mit einer Schreckschusspistole bewaffneten Mann nicht auf eine andere Art überwältigen? Das sind nur drei von vielen Fragen, die sich nach den Todesschüssen aufdrängen. Die Antworten sind die Behörden bislang schuldig geblieben.

(NEU-ULM/rost) Langsam aber sicher kommt der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Johannes Kreuzpointner in Erklärungsnöte. Ganze drei Monate, nachdem ein 50 Jahre alter Familienvater in Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm mit einer Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet worden ist, sind die näheren Umstände des Einsatzes noch immer nicht geklärt.

Es werde noch mindestens einen Monat dauern, bis ein beim bayerischen Landeskriminalamt in Auftrag gegebenes Gutachten vorliegen wird, sagte der Chefermittler gestern. Zunächst hatte Kreuzpointner angekündigt, das Ermittlungsergebnis liege Ende Januar vor, dann hatte er die Öffentlichkeit auf Ende Februar vertröstet. Nun soll es also Ende März werden bis Klarheit herrscht, warum Spezialeinsatzkräfte der Polizei am Abend des 30. November nach einem stundenlangen Nervenkrieg das Reihenhaus gestürmt und den 50-Jährigen erschossen haben.

Der mehrfache Familienvater hatte am Nachmittag des 30. November gegenüber zwei Beamten der Polizei angekündigt, er werde sich und andere töten. Ein Großaufgebot schwer bewaffneter Polizisten hatte daraufhin das Reihenhaus mehr als fünf Stunden lang umstellt, bevor es gegen 18.30 Uhr gestürmt wurde. Dabei starb der 50-jährige an einem von zwei Schüssen, die auf ihn abgefeuert worden waren.

Nicht nur die Öffentlichkeit wartet auf eine Klärung des spektakulären Falles, der für kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Musste die Polizei das Haus stürmen und den Mann töten? Gab es keine andere Möglichkeit, den 50-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen? Konnten die Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) den nur mit einer Schreckschusspistole bewaffneten Mann nicht auf eine andere Art überwältigen? Das sind nur drei von vielen Fragen, die sich nach den Todesschüssen aufdrängen. Die Antworten sind die Behörden bislang schuldig geblieben.

(Erschienen: 03.03.2009)

http://www.szon.de/lokales/ulm/ulm/200903030353.html

 

 


 

 

 

INTERVIEW: Kinderschutz ernst nehmen

Lothar Steurer und Dr. Dietrich Eberhardt vom Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm begrüßen es, dass "hochrangige Politiker" das Thema Kinderschutz ernst nehmen.

CAROLIN STÜWE

 

Lothar Steurer: Die Sensibilität der Leute ist enorm gewachsen.

·· Angela Merkel spricht morgen mit den Ministerpräsidenten der Länder über mehr Hilfen für gefährdete und vernachlässigte Kinder. Wie denkt man in Ulm darüber?

 

LOTHAR STEURER: Es ist gut, dass sich hochrangige Politiker mit dem Thema Kinderschutz auseinandersetzen. Jedoch ist es ein Schnellschuss, nach konkreten Fällen gleich nach mehr Gesetzen zu rufen. (Die SPD beharrt auf zusätzlichen Rechten der Kinder im Grundgesetz, Anmerkung der Redaktion) Damit will man nur die Bevölkerung beruhigen. Vielmehr muss man praktisch werden.

 

Wie sieht die Praxis in Ulm aus?

 

STEURER: Die Vernetzung zwischen Hebammen, Kinderärzten und Gesundheitsamt wird intensiver. Und wir halten alle zwei Wochen Referate zum Thema Erziehung bei Elternabenden in Kindergärten und Schulen. Die Aufklärung wird auch gerne angenommen. . .

 

. . . aber wie erreichen Sie die hilfebedürftigen Mütter der Säuglinge?

 

STEURER: Es gibt Frauenärzte, die bei uns mitarbeiten. Und in Krefeld beispielsweise bekommt jedes Neugeborene der Stadt eine Begrüßungstasche etwa mit Windeln und Cremeproben. Das wäre auch eine Idee für Ulm.

 

DIETRICH EBERHARDT: Der Überbringer kommt aus Freude über den neuen Erdenbürger, nicht zur Kontrolle. Im Kreis Oberallgäu verteilt der Landrat die Begrüßungsgeschenke. Da kann dann auch ein Eintrittsgutschein fürs Museum oder fürs Freibad dabei sein.

 

Helfen den Kindern zusätzliche Rechte im Grundgesetz?

 

EBERHARDT: Ja, dann würde der Druck auf die Verantwortlichen größer. Und es wäre eine Grundlage und eine Aufforderung für weitere lokale Bemühungen.

 

Wäre ein bundesweit einheitliches Vorsorgesystem die Lösung?

 

EBERHARDT: Zumindest Bayern macht es zur Pflicht. Aber in Baden-Württemberg sollten wir kein Klima des staatlichen Zwangs schaffen, sondern den Anspruch eines Kindes auf eine Vorsorgeuntersuchung mit ins Gesetz hineinnehmen.

 

Welche Prävention hat sich beispielsweise bewährt in Ulm?

 

STEURER: Der von uns begleitete Umgang. Wenn Eltern getrennt leben und sich übers Sorgerecht nicht einig werden, wird das Kind zu uns in einen geschützten Raum gebracht, wo der andere Elternteil, meist der Vater, mit ihm spielen, es sehen kann. Wir werden über zwei Drittel der jährlich bis zu 50 Fälle - die Art der Auseinandersetzung ist mit den Jahren heftiger geworden - vom Familiengericht informiert.

 

Erscheinungsdatum: Dienstag 18.12.2007

http://www.suedwest-aktiv.de/region/swp_laichingen/ulm_und_neu_ulm/3293772/artikel.php?SWAID=332782bff2c0389721c244f2cec4e3cd

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

In Ulm, um Ulm, um Ulm herum, heißt es in einem alten Zungenbrecher. Man könnte auch auf neudeutsch sagen: Hilfen für bedürftige Mütter und kontrollierte Umgangskontakte für Väter. So sieht das Leben in Ulm, um Ulm und um Ulm herum aus.

Keine schönen Perspektiven für Männer. In früheren Zeiten wanderte man aus, heute harrt man aus. In Ulm, um Ulm, um Ulm herum.

 

 

 


 

 

Ulm

 

Sheilas Schicksal wird neu aufgerollt

REGION (nuz) --Am Schicksal der kleinen Sheila, die krank, ausgetrocknet und vernachlässigt aus der zugemüllten Wohnung ihrer Eltern in Illertissen gerettet wurde, haben Menschen in ganz Deutschland Anteil genommen. Jetzt steht fest, dass die Leidensgeschichte des Babys ein zweites Mal gerichtlich aufgearbeitet wird.

Dies teilte der Direktor des Amtsgerichts Neu-Ulm, Dr. Bernt Münzenberg, auf Anfrage mit. Münzenberg war Richter im ersten Prozess gegen Sheilas Eltern. Gleich nachdem sie im vergangenen September zu empfindlichen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt worden waren, hatten die unverheirateten Eltern Rechtsmittel eingelegt. Nach dem Ablauf der entsprechenden Fristen ist nun klar, dass der Fall in einem Berufungsverfahren vor dem Memminger Landgericht komplett neu aufgerollt wird.

Die 21 Jahre alte Mutter und der 22 Jahre alte Vater des Babys waren vom Amtsgericht Neu-Ulm wegen Vernachlässigung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, vorsätzlicher Körperverletzung und Tierquälerei in drei Fällen schuldig gesprochen worden. Tierquälerei, weil sich auch drei Katzen, die überall in der Wohnung ihre Exkremente hinterlassen hatten, in einem jämmerlichen Zustand befanden. Wegen unterschiedlicher Vorstrafen wurde der Vater zu einem Jahr und neun Monaten, die Mutter zu zehn Monaten Haft verurteilt.

Weil das Urteil durch die eingelegte Berufung noch keine Rechtskraft besitzt, befinden sich die Eltern derzeit auf freiem Fuß. Beide beschäftigen aber weiter die Justiz. Die Mutter muss wegen der Verurteilung fürchten, dass sie frühere, zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafen nach dem Jugendstrafrecht nun doch absitzen muss. Und der Vater wird Mitte des Monats erneut vor dem Richter stehen. Ihm wird vorgeworfen, einem Nachbarn die Digitalkamera gestohlen zu haben.

Die beiden Pflichtverteidiger des jungen Paares hatten im Prozess argumentiert, die unverheirateten Eltern seien mit der Pflege des wenige Wochen alten Mädchens schlichtweg überfordert gewesen. Eine Bewährungsstrafe sei deshalb angemessen. Das Gericht jedoch war zu der Überzeugung gelangt, dass das Elternpaar sogar die selbstverständlichsten Regeln der Pflege eines Säuglings grob missachtet hat.

Mehrere Zeugen, darunter Polizisten, Vertreter des Jugendamts und ein Arzt, hatten übereinstimmend berichtet, Sheila habe zwischen Müll und Katzenkot gelegen. Der Arzt hatte ausgesagt, dass das Baby nicht mehr lange gelebt hätte, wäre es nicht gerettet worden. Das kleine Mädchen ist in der Zwischenzeit wieder fast völlig gesund geworden. Es befindet sich weiterhin der Obhut seiner Großmutter, die sich auch nach Überzeugung des Gerichts liebevoll um das Kind kümmert.

 

Schwäbische Zeitung

http://www.szon.de/lokales/ulm/stadt/200712060568.html?_from=rss

 

 


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