Handbuch der Justiz


 

 

 

Handbuch der Justiz

Die Träger und Organe der Rechtsprechenden Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland

 

 

Handbuch der Justiz 2010/2011: Die Träger und Organe der rechtsprechenden Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland [Gebundene Ausgabe]

Deutscher Richterbund (Herausgeber)

Preis: EUR 74,95

 

# Gebundene Ausgabe: 831 Seiten

# Verlag: C.F. Müller; Auflage: 30. Jahrgang 2010 (1. September 2010)

# Sprache: Deutsch

# ISBN-10: 3811439162

# ISBN-13: 978-3811439160

 

 

Überblick über die Strukturen und personelle Besetzung der Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizverwaltungen in Bund und Ländern sowie des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften (EuGH und EuG), des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Internationalen Seegerichtshofs und der Anwaltsgerichte - Namen, Dienststellen, Dienstalter und Geburtsdatum von Richtern, Staatsanwälten und Beamten - Postanschriften, Telefon- und Faxnummern sowie E-Mail-Adressen der Justizverwaltungen, Gerichte und Staatsanwaltschaften - Detaillierte Angaben über die Anzahl der Planstellen der Gerichte und Staatsanwaltschaften - Einwohnerzahlen der Länder und der Gerichtsbezirke der ordentlichen Gerichtsbarkeit - Informationen über die Verbände der Richter und Staatsanwälte - Register sämtlicher Amts- und Landgerichte mit Nennung der jeweils zuständigen höheren Instanzgerichte - Bundesweites Namensregister

Herausgegeben vom Deutschen Richterbund

http://www.amazon.de/Handbuch-Justiz-2010-2011-rechtsprechenden/dp/3811439162

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Als erstes fragt man sich, wieso ein solches Buch nicht von der Bundesregierung, bzw. den Justizministerien der einzelnen Bundesländer herausgegeben, bzw. kostenlos im Internet präsentiert wird? Haben Bund und Länder doch die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, die Bürgerinnen und Bürger auch in Bezug auf die in Deutschland tätigen Richter/innen und Staatsanwälte umfassend zu informieren - dies nennt man bekanntlich auch Informationsfreiheit, die der eine oder andere sogenannte Datenschutzbeauftragte am liebsten abschaffen würde.

Statt dessen unterzieht sich dankenswerter Weise stellvertretend jedes Jahr der Deutsche Richterbund der undankbaren Aufgabe, stellvertretend für die teilnahmslos verharrende Bundesrepublik und die Bundesländer die interessierten Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Verkehrte Welt. Nächsten spart man sich noch die Bundesregierung und die Länderregierungen und lässt deren Arbeit durch private Organisationen erledigen. Das wird dann auch wesentlich billiger und effizienter.

Doch leider ist bei so viel privatem Engagement der Preis eines neu erschienenen Handbuch der Justiz, so etwa für das Jahr 2010/2001 mit 74,95 € so hoch, dass Millionen von interessieren Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen keine reale Chance haben, sich umfassend über die in Deutschland tätigen Richter/innen und Staatsanwälte zu informieren. Den Berliner Beauftragten für Datenschutz dürfte das wohl freuen, denn dieser ist der Meinung, eine ungehinderte Einsicht in die Sozialsphäre der in Deutschland tätigen Richter/innen und Staatsanwälte im Internet sollte unterbunden werden. Früher nannte man so etwas Zensur, heute ist es freilich eine respektable behördliche Leistung, die der in Deutschland ausufernden Informationsfreiheit energisch entgegentritt und einen Schutzwall vor unseren honorigen Richter/innen und Staatsanwälte errichtet, wie ihn besser die SED-Führung in der DDR auch nicht hätte bauen können.

Freilich können einzelne Richter/innen und Staatsanwälte noch identifiziert werden, wenn man in einer Gerichtsverhandlung mit ihnen zu tun hat. Dem könnte man aber wirksam begegnen, in dem die Richter/innen und Staatsanwälte Nummern erhalten unter denen sie auftreten. So hieße es dann z.B. nicht:

 

Prof. Dr. Andreas Voßkuhle (geb. 21.12.1963 in Detmold) - Präsident des Bundesverfassungsgericht (ab 16.03.2010, ..., 2010)

sondern:

Prof. Dr. Nummer 1 (geb. geheim in geheim) - Präsident des Bundesverfassungsgericht (ab geheim, ..., geheim)

 

Auf diese Weise könnte man alle Richter/innen und Staatsanwälte durchnummerieren. Auch die Namen der Datenschutzbeauftragten könnte man durchnumerieren. So hieße es dann z.B. nicht:

 

Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit:

Dr. Alexander Dix

 

sondern

 

Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit:

Dr. 007

 

Fürwahr schöne Zeiten, die wir da für Deutschland erwarten dürfen. Auch die Bürgerinnen und Bürger erhalten Nummern. Das ist sehr praktisch, da kann man niemanden miteinander verwechseln. 

 

Alfons Müller aus Bielefeld hieße dann

1.056.341 aus 33602

 

und 

Alfons Müller aus Waldshut hieße dann 

12.958.193 aus 79761

 

 

Schöne neue Welt.

 

Es grüßt Sie ganz herzlich.

Ihr

PKZ 30061893

 

 

 

 


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