Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Baden-Baden

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Baden-Baden

Kreisfreie Stadt

Marktplatz 2

76530 Baden-Baden

 

Telefon: 07221 / 93-0

Fax: 07221 / 277-652

 

E-Mail: buergerbuero@baden-baden.de

Internet: 

 

 

Internetauftritt der Stadt Baden-Baden (01/2015)

Visuelle Gestaltung: gut

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: mangelhaft

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: fehlt zum größten Teil

 

 

Der Stadtkreis Baden-Baden wird umgeben vom Landkreis Rastatt.

 

Bundesland Baden-Württemberg

 

 

 

Jugendamt Baden-Baden

Stadtjugendamt

 

Amt für Familien, Soziales und Jugend (AFSJ)

Gewerbepark Cité 1

76532 Baden-Baden

Telefon: (07221) 93-14 00

Telefax: (07221) 93-14 06

Email: afsj@baden-baden.de

 

 

Jugendhilfeausschuss Baden-Baden

Im Internet nur rudimentäre Fassung http://www.baden-baden.de/de/buergerservice/c/content/contentstadt/gemeinderat/01608/index.html&nav=457

Nach Anfrage vom 03.11.2013 Zusendung per Mail am 06.11.2013 - siehe unten.

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Baden-Baden

 

 

Väternotruf Baden-Baden

August Mustermann

Musterstraße 1

76532 Baden-Baden

Telefon: 07221 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Frank Fürle - Amtsleiter / Amt für Familien, Soziales und Jugend Baden-Baden (ab , ..., 2011)

Sonja Arendt - stellvertretende Amtsleiterin / Amt für Familien, Soziales und Jugend Baden-Baden (ab , ..., 2011)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Frau Kozlik - Amt für Familien, Soziales und Jugend Baden-Baden / Allgemeiner Sozialer Dienst (ab , ..., 2011, ..., 2015)

Frau Vögele - Amt für Familien, Soziales und Jugend Baden-Baden / Allgemeiner Sozialer Dienst (ab , ..., 2011)

 

 

 

Jugendhilfeausschuss Baden-Baden

Im Internet nur rudimentäre Fassung http://www.baden-baden.de/de/buergerservice/c/content/contentstadt/gemeinderat/01608/index.html&nav=457

Nach Anfrage vom 03.11.2013 Zusendung der Mitgliederliste mit Stand vom 30.09.2013 per Mail am 06.11.2013

CDU Dr. Ingrid Kath 1. Andreas Frietsch

Klaus Bloedt-Werner 2. Reinhilde Kailbach-Siegle

Beate Wirth 3. Dr. Werner Löhle

4. Klaus Maas

5. Ralf Müller

6. Christian Mussler

7. Hans-Jürgen Schnurr

8. Armin Schöpflin

9. Alfons Seiterle

10. Uwe Serr

SPD Dr. Johannes Lindemann 1. Paul Haußmann

Dr. Kurt Hochstuhl 2. Werner Henn

3. Joachim Knöpfel

4. Fritz Leese

5. Jürgen Waldvogel

6. Werner Schmoll

FW Ralf Schwellinger 1. Dr. Hans-Peter Ehinger

Margit Oser 2. Heinz Gehri

3. Kurt Jülg

4. Rainer Lauerhaß

5. Elfriede Walter

Grüne Beate Böhlen 1. Jürgen Louis

Michael Velten 2. Ulla Opitz

3. Günter Seifermann

4. Astrid Sperling-Theis

FDP Sven Jäger 1. Michael Bauer

2. Klaus Vollmer

3. Brigitte Feldmann

4. Hans Schindler

5. Bernd Weigel

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Weitere stimmberechtigte Mitglieder

1. Vertreter/innen der in der Jugendhilfe erfahrenen oder tätigen Personen:

Mitglied

Stellvertreter/in

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Hans-Peter Becker

Ludwig Herfs

Caritasverband

Clemens Litterst (siehe Vertretung)

Ursula Keilbach (nimmt Sitzungstermine wahr)

2. Vertreter/innen der freien Vereinigungen der Jugendhilfe

Mitglied

Stellvertreter/in

Arbeiterwohlfahrt

Eva Maria Pfistner

Olaf Köpke

Deutsches Rotes Kreuz

Renate Meinecke

Karin Ihli

Diakonisches Werk

Otto Tepper

N. N.

Kinderschutzbund/IN VIA

Marianne Schäferkord

Kerstin Gundlach

3. Vertreter/innen der Jugendverbände

Mitglied

Stellvertreter/in

Alexandra Wettstein

Gerd Astor

Jugendfeuerwehr Baden-Baden

Bogenschützen Baden-Baden e. V.1975

Petra Karvoqiri

Ulrich Streich

Evangelische Markusgemeinde

1. Badener Karate Dojo e.V.

Carina Feuerstein

Thomas Dinger

Jugendrotkreuz Baden-Baden

Katholisches Jugendbüro

Jugendforum

Simon Oesterle

1. Jasper Morlock

sowie

2. Leonie Kellner

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Nicht stimmberechtigte Mitglieder

Mitglied

Stellvertreter/in

Gesundheitsamt Rastatt Außenstelle Baden-Baden

Dr. Hans-Jürgen Bortel

Dr. Bettina Schillo-Burger

Vormundschafts-, Familien- oder Jugendrichter/in

Marion Brede

Marion Brede (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richterin am Landgericht Baden-Baden (ab 17.01.2011, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 19.09.2001 als Richterin am Amtsgericht Baden-Baden - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 17.01.2011 als Richterin am Landgericht Baden-Baden - halbe Stelle - aufgeführt. 01.01.2011: abgeordnet an das Landgericht Baden-Baden. 2013: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Baden-Baden. Namensgleichheit mit: Dr. Frank Konrad Brede (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe (ab 08.02.2008, ..., 2010) - ab 28.05.1996 bis zum Wechsel zum Oberlandesgericht Karlsruhe als Richter am Landgericht Baden-Baden tätig. Ab 12.01.2004 Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe.

Sabine Klose

Sabine Klose (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Amtsgericht Baden-Baden (ab 01.01.2009, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 31.10.1996 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.07.2007 als Richterin kraft Auftrags am Amtsgericht Baden-Baden - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010, 2012 und 2014 ab 31.10.1996 als Richterin am Amtsgericht Baden-Baden - halbe Stelle - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.01.2009 als Richterin am Amtsgericht Baden-Baden - 3/4 Stelle - aufgeführt. 2013: stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Baden-Baden. 2012: Familiensachen - Abteilung 3. Amtsgericht Baden-Baden - GVP 01.03.2013: nicht aufgeführt.

Vertreter/in der Schule

Heidemarie Mohr

Wolfgang Sennhenn

Vertreter/in der Katholischen Kirche

Martin Müller

Thomas Dinger

Vertreter/in der Evangelischen Kirche

Rainer Becker

Eberhard Schneider

Vertreter/in der Polizei

Christina Deschenes

Andreas Fütterer

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Baden-Baden

überregionale Beratung

http://familienberatung-baden-baden.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen

Stephanienstr. 9 

76530 Baden-Baden

Telefon: 07221 / 22000

E-Mail: efl-baden-baden@web.de

Internet: http://www.ehe-familie-lebensberatung.de

Träger: Evangelische und katholische Kirche

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Partnerberatung, Gruppenarbeit

 

 

Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenbezirks Baden-Baden und Rastatt - Außenstelle -

Maria-Viktoria-Str. 25 

76530 Baden-Baden

Telefon: 07221 / 3022760

E-Mail: baden-baden@diakonie-bad-ra.de

Internet: http://www.diakonie-bad-ra.de

Träger:

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Krisenintervention, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Sozialberatung

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern

Schwarzwaldstr. 101 

76532 Baden-Baden

Telefon: 07221 / 93-1462

E-Mail: birgit.vogel@baden-baden.de

Internet: http://www.baden-baden.de

Träger: Stadt

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Telefonische Beratung, Gruppenarbeit, Krisenintervention

 

 

Amt für Familien, Soziales und Jugend

Gewerbepark Cité 1 

76532 Baden-Baden

Telefon: 07221 / 93-1400

E-Mail: afsj@baden-baden.de

Internet: http://www.baden-baden.de

Träger: Stadt

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Familienberatung, Sozialberatung

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für die Stadt Baden-Baden

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Rastatt

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Rastatt

Frauenhaus Baden-Baden und Landkreis Rastatt e.V.

Straße: 

76530 Baden-Baden

Telefon: 07221 / 23040

E-Mail: info@frauenhaus-baden-baden-rastatt.de

Internet: http://www.frauenhaus-baden-baden-rastatt.de

Träger: Frauenhaus Baden-Baden und Landkreis Rastatt e.V.

 

 

 


 

 

ML Mona Lisa

Sendung am 06.07.2008

Versuchter "Ehrenmord"

Der Fall Aylin: Opfer, ein Leben lang

November 2007, Autobahnraststätte Baden-Baden: Aylin arbeitet hier, macht eine kurze Pause, als ihr Ex-Mann kommt. Er zerrt sie an den Haaren in einen Nebenraum, schließt ab und sticht mit zwei Messern 26 Mal auf sie ein - vor allem ins Gesicht. Er lässt erst von ihr ab, als er denkt, sie ist tot.

Wie durch ein Wunder überlebt die Mutter von drei Kindern. Zehn Tage liegt Aylin im Koma. Ihre Kinder kommen ins Heim. Als Aylin nach drei Wochen nach Hause kommt, wartet der nächste Schock auf sie: Ihre Kinder dürfen nicht zu ihr.

Zweifelhafter Beschluss des Jugendamts

Das Jugendamt teilt ihr mit: Erst müsse der in Untersuchungshaft sitzende Täter, der ja schließlich der Vater sei, dem zustimmen. Aylin ist fassungslos: "Er hat mich fast umgebracht, hat mein Gesicht so zerstört und ich brauche immer noch seine Unterschrift. Deshalb habe ich dem Jugendamt gesagt: Dieses Mal ist das Messer in meinem Herz. Ich bin wieder Opfer."

Jetzt muss Aylin sich auch noch im Prozess den Aussagen ihres Ex-Mannes stellen. Noch im Juli wird das Urteil erwartet. Der Gang ins Gericht fällt ihr nicht leicht, weil sie ihrem Peiniger gegenübertreten muss. Aber sie will öffentlich machen, was er ihr angetan hat.

Kampf um die Kinder

Schon vor dem Mordanschlag hat ihr Mann sie jahrelang immer wieder geschlagen. Seit sie ihn vor gut einem Jahr mit Hilfe der Polizei aus der Wohnung geworfen hatte, lebte sie mit den Kindern allein. Ausgerechnet nachdem sie ihr Mann fast ermordet hatte, sollten die Kinder nicht mehr zu ihr dürfen. Aylin war verzweifelt. Ihre Anwältin Birgit Gerhard Hentschel verhandelte mit dem Jugendamt: "Es gab überhaupt keine Grundlage dafür, dass die Zustimmung des Vaters eingeholt werden musste."

Tatsache ist: Die Kinder durften erst wieder nach Hause zu Aylin, nachdem ihr Vater, der Täter, zugestimmt hatte. Für Aylin kam es noch härter: Ihrem Eilantrag für das alleinige Sorgerecht wurde nicht stattgegeben. Erst nach über zwei Monaten bekam sie das alleinige Sorgerecht. Die Rechtsanwältin sagt: "Das einzige, was meines Erachtens sehr schnell ging, waren die Bescheide, die noch ergingen, als Frau Korkmaz im künstlichen Koma lag. Da wurde sie herangezogen für die Kinder- und Jugendheimkosten. Es wurde ihr das Kindergeld gestrichen und Folge dessen war letztlich, dass der Unterhaltsvorschuss erst mal nicht gezahlt wurde."

Achmet Korkmaz, der Bruder des Täters. Quelle: ZDF

 

Kein Zeichen der Reue

Es ist eine Leidensgeschichte, die nicht aufhört. Im Gerichtssaal erlebt Aylin dann die erste Begegnung mit ihrem Peiniger nach der Tat. Er schaut sie nicht an, als sie sein brutales Vorgehen schildert. Nach seinem Mordversuch soll er einem Polizisten gesagt haben: "Jetzt geht es mir gut, jetzt kann ich das erste Mal wieder schlafen". An die Tat könne er sich nicht mehr erinnern, sagt er vor Gericht. Kein Wort der Entschuldigung, kein Zeichen der Reue.

Sein Bruder Achmet Korkmaz macht Aylin sogar mitverantwortlich für die Tat: "Sie hat die ganze Ehe kaputt gemacht, sie hat die ganze Familie kaputt gemacht. Sie hat ihn kaputt gemacht. Sie hat drei Kinder kaputt gemacht."

Aylins Hoffnung

Nicht nur der Bruder, auch der Anwalt des Ex-Mannes, Wolfgang Vogt, stellt seinen Mandanten als Opfer dar, der unter der Scheidung und Trennung von den Kindern leidet. "Es ist ja nun nicht der einzige Fall wo, wenn es in die Auseinandersetzung geht, eigentlich der Mann der Dumme ist. Er steht ohne Kinder da. Er muss sich mit dem Umgangsrecht begnügen, das sehr spärlich ist." Für viele Prozessbeobachter ist das der blanke Zynismus.

Aylin hofft nur eines: Dass der Prozess bald vorbei ist uns sie in Ruhe ein neues Leben anfangen kann.

http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,7262077,00.html

 

 


 

 

ML Mona Lisa

Sendung vom 18.05.2008

 

Der Fall Aylin K.

Mordversuch im Namen der Ehre

Mit 26 Messerstichen versuchte Mehmet seine Exfrau Aylin vergangenen November zu ermorden. Die Türkin, die mit 20 zwangsverheiratet worden war, überlebte den Anschlag nur knapp. Die 35-Jährige geht nun mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit, um ein Umdenken bei jenen Menschen zu bewirken, die Gewalt gegen Frauen und Ehrenmord noch immer tolerieren.

 

Es geschieht an der Autobahnraststätte Baden-Baden im November 2007: Aylin arbeitet dort und macht eine kurze Pause, als ihr Ex-Mann kommt. Er zerrt sie an den Haaren in einen Nebenraum, schließt ab und sticht mit zwei Messern immer wieder auf sie ein - vor allem ins Gesicht.

An der Autobahnraststätte geschah die grausame Tat.

Schwer verletzt überlebt

Mehmet lässt erst von ihr ab, als er denkt, sie ist tot. Auch alle anderen Anwesenden denken das. Niemand holt einen Krankenwagen. Erst nachdem der Mann festgenommen ist, stellt eine Polizistin fest, dass Aylin noch lebt. Die 35-Jährige hat noch immer keine Erinnerung an die Tat selbst: "Ich war im Krankenhaus und habe die Augen aufgemacht und weiß nicht, was passiert ist."

 

Der versuchte Mord an Aylin ist das Ende einer langen Leidensgeschichte. Ihr Ex-Mann habe ihre Stärke nicht ertragen, erzählt Aylin: "Er hat mich oft wegen der Arbeit geschlagen. Ich wollte immer arbeiten. Das ist auch meine Freiheit, mein eigenes Geld zu verdienen. Die Familie hat Druck gemacht: Wie kannst Du Deine Frau auf Arbeit schicken?"

 

"Du gehörst mir"

Im Alter von 20 Jahren wurde Aylin zwangsverheiratet. Nach dem dritten Kind fing ihr Mann an, sie zu schlagen. Das ging über Jahre so, bis sich Aylin schließlich scheiden ließ. Später gab sie ihrem Ex-Mann wieder eine Chance, den Kindern zuliebe. Aber als er sie wieder schlug, warf sie ihn mithilfe der Polizei im Sommer 2007 aus der Wohnung. Für ihn ein Angriff auf seine Ehre. Aylin erinnert sich: "Er hat gesagt, ich sei seine Ehre, die Mutter seiner Kinder und ich gehöre nur ihm, egal ob wir getrennt oder zusammen seien."

 

"Ich schlag Dir den Kopf ab" - diese Todesdrohungen wiederholte er mehrmals. Aylin bekam immer mehr Angst. Mit ihrer Anwältin setzte sie durch, dass er sich ihr nicht nähern durfte. Aber das hielt ihren Ex-Mann nicht auf. Heute ist Aylin so entstellt, dass sie ihren Job noch nicht wieder ausüben kann. Sie kann keine Brotmesser sehen und kriegt Panik, wenn eine Tür abgeschlossen wird. Dennoch: Mit eisernem Willen kämpft sie sich raus aus der Opferrolle: "Ich will meinem Ex-Mann zeigen, dass ich keine Angst habe und gehe an die Öffentlichkeit. Er hat sein Ziel nicht erreicht. Mein Leben geht weiter und ich kämpfe gegen ihn."

 

Bewusstsein schaffen

In Baden Baden ist die türkisch-kurdische Gemeinde sehr klein. Und da, wo Aylin früher gewohnt hat, wagt es niemand, vor der Kamera die Tat mit dem Wort Ehre in Verbindung zu bringen. Aylin will besonders die kurdische Gemeinde erreichen: Sie gibt Interviews in einem kurdischen Fernsehsender und in einer kurdischen Zeitung, die dort erscheint.

Vergangene Woche dann ihr erster öffentlicher Auftritt in der Volkshochschule Stuttgart in Zusammenarbeit mit "Terre des Femmes". Sie kämpft gegen eine Vorstellung von Ehre, die schon vielen Frauen das Leben gekostet hat. Das gibt ihr auch Kraft. Aylins Weg in die Öffentlichkeit kann viel bewirken. Das glaubt auch Songül Karabulut vom "Kurdischen Frauenbüro für Frieden": "Ich hoffe, dass da eine Mobilisierung der türkischen-kurdischen Gesellschaft entsteht. Es reicht nicht, wenn das Familienministerium Plakate mit dem Slogan: "Wir sind gegen Ehrenmorde" aufstellt, wenn das dann nicht in der Gesellschaft ankommt. Deshalb ist es wichtig, dass Initiativen in diesen Gesellschaften entstehen, die sagen: Wir wollen es nicht."

 

Rückhalt in der Familie

Das Umdenken, das Aylin erreichen will, hat - im Kleinen - in der eigenen Familie stattgefunden. Mittlerweile bereut ihre Mutter, dass sie Aylin zwangsverheiratet hat. Heute steht sie hinter ihr: "Die Zwangsheirat war ein Fehler. Aylin musste deswegen sehr viel leiden. Ich habe diesen Fehler bei meiner ersten Tochter gemacht. Meine zweite Tochter konnte ihren Ehemann selbst aussuchen. Dies war die bessere Entscheidung."

 

Die Mutter von Aylin K. bereut zutiefst, ihre Tochter zwangsverheiratet zu haben.

Aylin hofft auf den Erfolg der anstehenden Schönheits-Operationen. Als sie noch gar nicht in den Spiegel schauen konnte, half ihr auch ihre Familie. Aylin: "Ohne Kinder hätte ich das vielleicht nicht geschafft. Egal wie kaputt mein Gesicht ist, das Leben ist schön." Sie will ihrem Peiniger, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt, beim Prozess entgegentreten, ihm in die Augen sehen und dabei möglichst schön aussehen. Denn sie will ihn wissen lassen: Er hat es nicht geschafft, ihre Stärke und ihr Leben zu zerstören.

http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,7242011,00.html

 

 


 

 

 

Baden-Baden

Bluttat an Autobahn-Raststätte

Mann attackiert Ex-Frau mit Messer

Baden-Baden - Nach einer Messerattacke auf seine geschiedene Frau an einer Raststätte ist ein 48 Jahre alter Mann aus Baden-Baden festgenommen worden. Nach Polizeiangaben war das getrennte Paar wegen eines Konfliktes um das Sorgerecht heillos zerstritten.

Der Mann soll seine 35-jährige Ex-Frau am Mittwochabend an der Rastanlage Baden-Baden zunächst in einen Umkleideraum gezerrt und diesen verriegelt haben. Zeugen, die die Tür daraufhin eingetreten hatten, fanden den Mann mit einem blutigen Messer vor, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Nachdem er auch die Zeugen bedroht hatte, konnten ihn Polizisten überwältigen.

Der 48-Jährige soll seine Frau durch die Stiche und Schnitte mit dem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

22.11.2007

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1572979

 

 

 

 


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