Väternotruf informiert zum Thema
Jugendamt Ludwigsburg
Landkreis Ludwigsburg
Kreishaus
Hindenburgstraße 40
71207 Ludwigsburg
Telefon: 07141 / 144-0
Fax:
E-Mail:
Internet: www.landkreis-ludwigsburg.de
Internetauftritt des Landkreis Ludwigsburg (04/2011)
Visuelle Gestaltung:
Nutzerfreundlichkeit:
Informationsgehalt:
Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal:
Der Landkreis Ludwigsburg ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart. Sitz des Landkreises ist die ehemalige württembergische Residenzstadt Ludwigsburg, die größte Stadt des Kreises. Er grenzt im Norden an den Landkreis Heilbronn, im Osten an den Rems-Murr-Kreis, im Süden an die kreisfreie Stadt Stuttgart und an den Landkreis Böblingen und im Westen an den Enzkreis.
Bundesland Baden-Württemberg
Städte und Gemeinden:
(Einwohner am 31. Dezember 2007)
Städte
1. Asperg (13.041)
2. Besigheim (11.806)
3. Bietigheim-Bissingen (42.515)
"Kurt Hager Stadt Bietigheim" - Kurt Hager (* 24. Juli 1912 in Bietigheim (Württemberg); † 18. September 1998 in Berlin) hat als Mitglied des Zentralkomitees (ZK) und des Politbüros des ZK der SED die Kultur- und Bildungspolitik in der DDR maßgeblich mitbestimmt. Er galt als Chefideologe der SED. - http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hager
4. Bönnigheim (7.579)
5. Ditzingen (24.251)
6. Freiberg am Neckar (15.714)
7. Gerlingen (18.873)
8. Großbottwar (8.269)
9. Korntal-Münchingen (18.397)
10. Kornwestheim (31.136)
11. Ludwigsburg (87.349)
12. Marbach am Neckar (15.601)
13. Markgröningen (14.594)
14. Oberriexingen (3.004)
15. Remseck am Neckar (22.656)
16. Sachsenheim (17.352)
17. Steinheim an der Murr (11.962)
18. Vaihingen an der Enz (28.927)
Gemeinden
1. Affalterbach (4.614)
2. Benningen am Neckar (5.620)
3. Eberdingen (6.512)
4. Erdmannhausen (4.740)
5. Erligheim (2.672)
6. Freudental (2.464)
7. Gemmrigheim (4.004)
8. Hemmingen (7.409)
9. Hessigheim (2.181)
10. Ingersheim (6.032)
11. Kirchheim am Neckar (5.131)
12. Löchgau (5.398)
13. Möglingen (10.246)
14. Mundelsheim (3.208)
15. Murr (6.202)
16. Oberstenfeld (7.992)
17. Pleidelsheim (6.274)
18. Schwieberdingen (11.166)
19. Sersheim (5.235)
20. Tamm (12.026)
21. Walheim (2.994)
Jugendamt Ludwigsburg
Kreisjugendamt
Zuständige Amtsgerichte:
Amtsgericht Ludwigsburg - für die Städte und Gemeinden: Stadt Vaihingen an der Enz, Sachsenheim, Oberriexingen, Eberdingen, Sersheim.
Amtsgericht Vaihingen a. d. Enz
Väternotruf Ludwigsburg
August Mustermann
Musterstraße 1
71638 Ludwigsburg
Telefon 07141 / ...
E-Mail: august.mustermann@web.de
Der hier genannte Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de.
Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de
Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen?
Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de
Fachkräfte
Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de
Amtsleitung:
Jugendamtsmitarbeiter/innen:
Frau Burk - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2007)
Frau Ewert - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2008)
Herr Friz - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2008)
Frau Häußner - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2008)
Herr Mössner - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2008)
Frau Pälmer - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2008)
Frau Seiter - Jugendamt Ludwigsburg (ab , ..., 2010)
Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:
Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org
Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF) - www.familientherapie.org
Kinder- und Jugendlichentherapeuten in freier Praxis:
Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)
Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF) - www.familientherapie.org
Erziehungs- und Familienberatung
a) in Freier Trägerschaft
b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung
Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die vom Landkreis bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.
Väteraufbruch für Kinder e.V.
Kontaktstelle für den Landkreis Ludwigsburg
Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de
Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.
Sonstige:
Männerhaus im Landkreis Ludwigsburg
Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.
Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de
Frauenhaus im Landkreis Ludwigsburg
Kinderschutzbund Ortsverband Ludwigsburg
Frau Becker und Frau Gold
Kinderschutzbund Ludwigsburg bietet Begleiteten Umgang an. Eine Empfehlung seitens des Väternotrufes kann leider nicht gegeben werden. Daher sollte man sich bei Bedarf besser nach einem anderen Anbieter in der Region umsehen.
BIETIGHEIM-BISSINGEN, 12. AUGUST 2010
"Ein Kind braucht Vater und Mutter" Bietigheim-Bissinger begrüßt neues Sorgerechtsurteil - Alleinerziehende Frau hat Bedenken
Ledige Väter sind künftig nicht mehr vom Okay der Mutter abhängig, wenn es um das gemeinsame Sorgerecht geht. Hans-Peter Eitel aus Bietigheim begrüßt das Urteil. Er musste Jahre um sein Kind kämpfen.
Er musste lange um seine Tochter kämpfen, heute hat Hans-Peter Eitel das alleinige Sorgerecht. Foto: Martin Kalb
Trennt sich ein Paar, kommt das Kind zur Mutter. "Das ist immer noch ein Grundimpuls", sagt Hans-Peter Eitel, Vater einer Tochter, um die er lange kämpfen musste. 1997 wurde das Mädchen geboren, seit 2007 lebt sie bei ihm. Dazwischen liegen Jahre, in denen Eitel mit seiner psychisch kranken Exfreundin um das Kind stritt. Er wollte Kontakt, sie verwehrte ihn. Erst als die gemeinsame Wohnung von Mutter und Kind ausbrannte, räumte die Frau dem Bietigheim-Bissinger ein Mitsorgerecht ein. Jahre später sollte er das alleinige Sorgerecht bekommen.
Ein "leidvoller Prozess", sagt Eitel im Rückblick, um den er nicht herum kam. Als lediger Vater hatte er so gut wie keine Rechte. Denn bislang galt: War die Mutter gegen die gemeinsame Erziehung, konnten die Väter kaum etwas dagegen tun. Auch wenn das Bundesverfassungsgerichtsurteil von vergangener Woche, das das gemeinsame Sorgerecht vom Einverständnis der Mutter loslöst, für ihn zu spät kommt, begrüßt er es: "So kann man die Väter nicht mehr von vornherein fernhalten."
Dass "ein Kind beide Elternteile braucht", davon ist auch Karin Schray, alleinerziehende Mutter aus Vaihingen, überzeugt. Gegen das jetzige Gerichtsurteil hat sie dennoch ihre Vorbehalte. Sie findet, dass die ledigen Väter erst ihre Pflichten wahrnehmen sollten, bevor sie Rechte eingeräumt bekommen. In Schrays persönlichem Fall sieht es so aus, dass der Vater ihrer Tochter, die im Teenageralter ist, sich nicht um den Kontakt bemüht. Die Folge sei, dass alles an ihr hängen bleibe. Ihr Exfreund zahle zwar Unterhalt für die Tochter, alles andere übernimmt jedoch Schray. Mit Blick darauf hält es die Alleinerziehende für falsch, den unverheirateten Vätern vor vornherein ein geteiltes Sorgerecht anzubieten. Sie findet, dass die Männer zunächst einige Jahre ihr Umgangsrecht wahrnehmen sollten, und wenn dann keiner widerspreche, könne man den nächsten Schritt gehen.
Wie ein mögliches Gesetz zum Urteil aussehen könnte, ist noch unklar. Diskutiert wird, zunächst den Müttern das Sorgerecht einzuräumen, und der Vater muss dagegen Widerspruch einlegen. Oder beide haben es von Beginn an, und die Mutter muss aktiv werden. Gelte von vornherein das geteilte Sorgerecht, so Schray, müsse sie ihren Exfreund - egal ob der interessiert am Kind sei oder nicht - in jede wesentliche Entscheidung (welche Schule, welche Ausbildung, Operation ja oder nein) miteinbeziehen. Für Schray in ihrem Fall nicht unbedingt praktikabel. An sich findet sie es aber wichtig, dass ein Kind seinen Vater kennt.
Immer mehr ledige Männer wollen unterdessen Teil haben am Leben ihrer Kinder. Das hat auch Martin Zahn, Mitarbeiter in der psychologischen Beratungsstelle der Caritas Ludwigsburg, festgestellt. "Das ist ein Zeichen unserer Zeit", sagt der Diplom-Sozialpädagoge. Was auch daran liegt, dass immer mehr Kinder unehelichen Verbindungen entspringen. Hans-Peter Eitel stellt dazu fest: "Ich kenne keinen Vater, der nicht in der Lage oder willens wäre, sich um sein Kind zu kümmern." Negativbeispiele, wie Karin Schray eines beschrieben hat, sind für ihn daher Einzelfälle. Für die Gesellschaft allerdings nicht. Allein das Ludwigsburger Jugendamt habe es ihm, als ledigem Vater, mehr als schwer gemacht, das alleinige Sorgerecht für seine Tochter zu erhalten, berichtet Eitel. Obwohl die Kindsmutter psychisch krank und oft in stationärer Behandlung war, reagierte das Amt, so Eitel, zunächst nicht auf seine Warnungen, seine Exfreundin könne sich nicht in adäquater Weise um das Kind kümmern.
Selbst nachdem die Wohnung laut Hans-Peter Eitel "durch Verschulden der Mutter" ausgebrannt sei, sei das Jugendamt nicht von einer akuten Gefahr ausgegangen. Als seine Exfreundin sich in einer psychiatrischen Klinik befand, habe man seine Tochter lieber für ein Dreivierteljahr ins Kinderheim als zu ihm nach Hause geschickt. Bis heute ist Eitel darüber empört. Er habe keinerlei Unterstützung vom Amt bekommen. Seine Forderung daher: "Das Wohl des Kindes muss in den Mittelpunkt gerückt und eingefahrene Handlungsschablonen der Jugendämter überdacht werden."
Auch Karin Schray, die alleinerziehenden Mutter aus Vaihingen, findet wie Eitel, dass es um das Wohl des Kindes gehen sollte. Eitel und Schray wissen jedoch beide, dass es allzu oft eben nicht ums Kind, sondern um Egoismen, Geld und Macht geht. "Das Kind wird nicht selten zum Druckmittel", sagt Eitel.
Info Hans-Peter Eitel ist Mitglied im Verein "Väteraufbruch", einer Stelle für alleinerziehende Väter und Mütter, oft ohne Sorgerecht.
Informationen gibt es im Internet auf der Homepage des Vereins. Die Adresse lautet http://www.vafk.de.
Redaktion: DOMINIQUE LEIBBRAND
http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/stadt_kreis_artikel.php?artikel=5182943
Dittmar Dirks
Verzweifelter Vater mit Flugblatt: Trotz vieler Rückschläge sucht Jens-Christoph Prechtel weiter seinen Sohn.
Region Heilbronn - Jens-Christoph Prechtel hat seinen Sohn verloren. Die Mutter - seine Ex-Partnerin - ist mit dem fünfjährigen Joey am 12. Oktober 2007 in Ägypten untergetaucht. Unerreichbar für den Vater in Neckarwestheim und die Justizbehörden in Deutschland. Zwei Wochen später hätte eigentlich vor dem Besigheimer Gericht über das Sorgerecht entschieden werden sollen. Doch die Flucht verhinderte das. Für den 29-jährigen Vater ist das nur der Gipfel eines jahrelangen nervenaufreibenden Kampfes, in dem alle Schranken der Fairness längst gefallen sind.
Die Flucht „war angekündigt und geschah vor den Augen der Justiz“, wie Alexander Wingerter sagt, der Anwalt des Vaters. „Sie hat das eiskalt und frech durchgezogen.“ Die langsamen Mühlen der Behörden hätten der 35-Jährigen genügend Zeit gegeben, ihren Haushalt aufzulösen und alle Brücken hinter sich abzubrechen. Obwohl er und sein Mandant Gericht und Jugendamt warnte, „konnte sie in aller Seelenruhe verschwinden“, so Wingerter. Jetzt hat niemand mehr mit Irene P. Kontakt. Auch ihre beiden älteren Kinder Vivian (8) und Luca (6) nicht mehr, für die der Vater schon 2005 das Sorgerecht zugesprochen bekommen hatte.
Selbstmordversuch Noch nicht einmal Irene P.s Mutter, die in Heilbronn lebt, weiß, wo sie ist. „Meine Tochter hat mit Deutschland abgeschlossen“, sagt sie. „Sie musste das Land verlassen, um das Leben ihres Kindes und das eigene zu retten.“ Sie sei „seelisch vergewaltigt“ worden und habe schon einen Selbstmordversuch hinter sich. Jens-Christoph Prechtel wirft ihr dagegen vor, „den Kleinen unter aller Sau behandelt“ zu haben. Er hat sogar ihre Schimpfkanonaden mit den übelsten Kraftausdrücken per Handy aufgenommen und auf Papier protokolliert: Szenen einer nicht-ehelichen Gemeinschaft im Endstadium.
Tatsache ist, dass Irene P. ein Alkohol- und Drogenproblem hatte. Prechtel: „Sie hat viel gekifft.“ Deswegen verlor Joeys Mutter den Führerschein. Doch Irene P. fuhr auch ohne Erlaubnis weiter Auto. Ihr Ex-Partner hat sie darum bei der Polizei angezeigt, „weil sie mit dem Jungen ohne Führerschein unterwegs war.“ Richter Reinhard Viertel hat inzwischen seine Meinung über Irene P. geändert und fühlt sich von ihr „hinters Licht geführt“. Er hatte dem Vater und seinem Anwalt zunächst keinen Glauben geschenkt, als sie vor der bevorstehenden Flucht nach Ägypten warnten. Die Befürchtung, dass jemand mit den Kindern ins Ausland verschwinden will, höre er oft vor Gericht. Nur passiere es nie. „In dem Fall ist es aber geschehen“, sagt Viertel. In Zukunft werde er wohl „etwas anders an solche Verfahren herangehen“.
Die Einsicht kommt zu spät. Denn nach der „Verkettung blöder Umstände“ (Richter Viertel) ist Irene P. mit Joey in Ägypten erstmal sicher. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft Heilbronn sucht die Frau zwar inzwischen mit einem nationalen Haftbefehl wegen „Kindesentzug“, lehnt es aber ab, einen internationalen zu beantragen. Doch nur mit einem solchen Dokument denken die ägyptischen Behörden daran, sich zu rühren. Die Begründung von Pressestaatsanwältin Michaela Molnar nimmt dem Vater vollends den Glauben an eine gerechte Justiz: „Kindesentzug ist nur ein Vergehen, kein Verbrechen.“
Lieber ins Gefängnis Aber nur im letzteren Fall sei ein internationaler Haftbefehl „verhältnismäßig“. Außerdem gebe es im Moment keine Anzeichen dafür, dass das Kind in Ägypten „einer seelischen oder körperlichen Gefahr ausgesetzt ist“. Die Staatsanwältin räumt ein, dass die Lage für den Vater „misslich“ und „traurig“ ist. Aber sie könne nur tun, was rechtlich möglich sei. Amtsrichter Viertel stellt jedoch nach der Flucht sehr wohl eine „akute Kindeswohlgefährdung fest“. Es sei schon eine „gravierende Maßnahme“, das Kind aus seiner bisherigen Situation herauszureißen. Die Entscheidung sei wohl nicht nach den Interessen von Joey, sondern nach den Interessen der Mutter getroffen worden.
Der Richter hat dem Vater inzwischen das Sorgerecht für seinen Sohn zugesprochen, und den sogenannten Herausgebebeschluss gefällt, der anordnet, dass Irene P. das Kind hergeben muss. Doch die will lieber ins Gefängnis gehen, als Joey herzugeben. Das hat sie dem deutschen Vizekonsul in Ägypten gesagt, der die Mutter Ende Dezember aufgesucht hatte, um sie umzustimmen - in Begleitung von Jens-Christoph Prechtel. Damals wusste der Vater noch, wo sie sich aufhält. Jetzt hat er nichts weiter mehr, als eine Handynummer und eine E-Mail-Adresse, unter denen Irene P. ihm nicht antwortet.
Kampf geht weiter Wie soll es weitergehen? „Ich weiß es nicht“, antwortet Jens-Christoph Prechtel. Er ist sich sicher, dass Irene P. nicht um Joeys Willen geflüchtet ist, „sondern um mir eins auszuwischen“. Er will jetzt überall Plakate aufhängen, hat im Internet eine Homepage eingerichtet, um herauszubekommen: Wo ist Joey? Den Kampf um seinen Sohn gibt er nicht auf. Auf die Hilfe des Rechtsstaates verlässt sich Jens-Christoph Prechtel nicht mehr.
15.03.2008 10:47
http://stimme.de/nachrichten/heilbronn/art16305,1204501