Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Oberspreewald-Lausitz


 

 

Landkreis Oberspreewald-Lausitz

 

Kreisverwaltung Landkreis Oberspreewald

Dubinaweg 1

01968 Senftenberg

 

 

Telefon 03573 / 870-0

Fax 03573 / 870-1010

Fax 03541 / 870-1111

 

E-Mail:

Internet: www.osl-online.de

 

 

 

Internetauftritt des Landkreis Oberspreewald (06/2010)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

 

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, niedersorbisch Wokrejs Gorne Błota-Łužyca, ist ein Landkreis im Süden des Landes Brandenburg. Nachbarkreise sind im Westen der Landkreis Elbe-Elster, im Norden der Landkreis Dahme-Spreewald, im Osten der Landkreis Spree-Neiße und im Süden die sächsischen Landkreise Bautzen und Meißen.

 

Bundesland Brandenburg

Städte und Gemeinden: 

Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 25 Gemeinden, darunter 9 Städte. Sechs Gemeinden sind zweisprachig (deutsch, niedersorbisch ) und führen offizielle Ortsnamen in beiden Sprachen.

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Städte

¹ amtsangehörige Städte

1. Calau Kalawa, (8.939)

2. Großräschen Mukran, (10.873)

3. Lauchhammer Luchow, (18.021)

4. Lübbenau/Spreewald Lubnjow/Blota, (17.290)

5. Ortrand ¹ (2.430)

6. Ruhland ¹ Rólany, (4.043)

7. Schwarzheide (6.451)

8. Senftenberg Zly Komorow, (27.515)

9. Vetschau/Spreewald Wetošow/Blota, (9.208)

 

Amtsfreie Gemeinde

1. Schipkau Šejkow, (7.466)

 

Ämter und zugehörige Gemeinden

1. Altdöbern

1. Altdöbern Stara Darbnja, (2.854)

2. Bronkow (658)

3. Luckaitztal Lukajca Dolk, (936)

4. Neupetershain Nowe Wiki, (1.515)

5. Neu-Seeland Nowe Jazorat, (801)

 

2. Ortrand

1. Frauendorf (783)

2. Großkmehlen (1.255)

3. Kroppen Kropnja, (759)

4. Lindenau (757)

5. Ortrand, Stadt (2.370)

6. Tettau Tejow, (841)

 

3. Ruhland

1. Grünewald Zeleny Hózd, (608)

2. Guteborn Wudwor, (598)

3. Hermsdorf Hermanecy, (893)

4. Hohenbocka Hory Bukow, (1.146)

5. Ruhland, Stadt Rólany, (3.982)

6. Schwarzbach Corna Woda, (759)

 

 

 

Jugendamt Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Kreisjugendamt

 

Jugendamt Senftenberg

Dubinaweg 1

01968 Senftenberg 

Telefon 03573 / 870-4201

E-Mail: jugendamt@osl-online.de

 

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Senftenberg

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Frau Hesse - Amtsvormundschaft / Jugendamt Oberspreewald-Lausitz (ab , ..., 2009)

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

 

Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

www.familientherapie.org

 

 

Kinder- und Jugendlichentherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

 

Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF) - www.familientherapie.org

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Erziehungs- und Familienberatung

Stralsunder Str. 12 

01968 Senftenberg

Telefon: 03573/662280

E-Mail: klett@froebel-gruppe.de

Internet: http://www.froebel-gruppe.de

Träger: FRÖBEL gGmbH

 

 

pro familia

Reyersbachstr. 5 

01968 Senftenberg

Telefon: 03573/794930

E-Mail: senftenberg@profamilia.de

Internet: http://www.profamilia.de

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die vom Landkreis bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

Männerhaus im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

 

 


 

 

 

Suspendierung

Landrat vom Dienst entbunden

Der Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz ist vom Innenministerium suspendiert worden. Hintergrund ist ein Prozess wegen angeblichen Besitzes kinderpornografischer Schriften. Der Landrat bestreitet diesen Vorwurf.

12.12.2008

Senftenberg - Der Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz, Georg Dürrschmidt (CDU), muss sich vermutlich ab Januar 2009 im Zusammenhang mit kinderpornografischen Vorwürfen vor Gericht verantworten. Der Prozess am Amtsgericht Senftenberg werde sich voraussichtlich über mehrere Wochen hinziehen, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Der seit März 2006 amtierende Dürrschmidt wurde nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises bereits am Mittwoch vom Innenministerium suspendiert. Dies bestätigte das Ministerium am Freitag. Bis eine juristische Entscheidung vorliegt, hat Dürrschmidts Stellvertreter Titus Faustmann die Leitung der Amtsgeschäfte übernommen.

Der Landrat weist jede Schuld von sich

Die Staatsanwaltschaft Cottbus erhebt gegen den 47-jährigen Familienvater den Vorwurf des verbotenen Besitzes kinderpornografischer Schriften. Wie ein Sprecher der Anklagebehörde sagte, wurden rund 50 Bild- und zwei Videodateien auf einem Anfang des Jahres 2007 beschlagnahmten Computer aus dem privaten Wohnbereich gefunden.

Dürrschmidt bestreitet die Vorwürfe. In dem Zeitraum, in dem von einem seiner Privatcomputer verbotene Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt besucht worden sein sollen, sei er auf einer Dienstreise gewesen. Der gelernte Kaufmann Georg Dürrschmidt kam 1990 in den Landkreis Oberspreewald-Lausitz und ist seitdem in der Kommunalpolitik aktiv. (ddp)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Oberspreewald-Landrat-Prozess;art128,2683189

 

 

 


 

 

JUSTIZ: Junge Mutter tötete ihr Baby

18-jährige Schülerin muss ins Gefängnis

COTTBUS - Eine 18-Jährige, die ihr Baby nach eigenem Geständnis erdrosselt hat, ist gestern in Cottbus wegen Totschlags zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Cottbus mit. Die junge Frau habe „diese kalte Tat mit hoher krimineller Energie und Vorsatz“ begangen, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung zwei Jahre zur Bewährung. Die 18-Jährige hatte zugegeben, am 5. Dezember 2007 in der elterlichen Wohnung einen gesunden Jungen geboren und ihn mit einem Strumpf getötet zu haben.

Die Öffentlichkeit war in dem Prozess nicht zugelassen, weil die Schülerin aus Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) zum Tatzeitpunkt minderjährig war.

In der Urteilsbegründung wies die Jugendkammer den Angaben zufolge darauf hin, dass die Angeklagte voll schuldfähig sei. Den entsprechenden Plan habe sie während der Schwangerschaft entwickelt, weil das Kind nicht in ihre Lebensplanung passte. Die Kammer habe allerdings die Aussage der 18-Jährigen nicht widerlegen können, nach der das Kind aus einer Vergewaltigung stammt. Polizeibeamte hatten die Leiche fünf Tage nach der Geburt im Zimmer der Schülerin in einer Kunststoffbox unter dem Schreibtisch gefunden.

Die junge Frau hatte im Juli vor Gericht erklärt, sie sei im März 2007 vergewaltigt worden. Als sie später ihre Schwangerschaft bemerkte, habe sie angenommen, diese stamme aus der Vergewaltigung.

Seit ihrer Festnahme ist die Angeklagte mit Haftbefehl in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht. Dort soll sie den Angaben zufolge solange bleiben, bis das Urteil rechtskräftig ist. Im Anschluss muss sie ins Gefängnis. (dpa)

18.11.2008

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11363774/62249/%C2%A0-jaehrige-Schuelerin-muss-ins-Gefaengnis-Junge-Mutter.html

 

 

 


 

 

Mutter gesteht Tötung ihres Babys Das Landgericht Cottbus verhandelt seit gestern gegen eine 23-Jährige

Lübben - Die junge Frau, die gestern Vormittag aus der Untersuchungshaft in Handschellen in den Schwurgerichtssaal des Cottbuser Landgerichts geführt wird, will von den Fotografen nicht abgelichtet werden. Sie trägt eine gestreifte Hose, die knapp bis zur Hüfte reicht. Das helle Shirt endet kurz oberhalb des weißen Gürtels. Mehr ist zunächst von Bianca Sch. nicht zu sehen. Kopf und Oberkörper versteckt sie unter einer Kapuzenjacke, die sie erst ablegt, als die Fotografen den Saal verlassen.

Als Staatsanwalt Tobias Pinder dann die nur wenige Sätze umfassende Anklageschrift verliest, wird das ohnehin schon blasse Gesicht von Bianca Sch. noch bleicher. Doch sie bleibt gefasst. Der Ankläger wirft ihr vor, dass sie in der Nacht zum 13. Februar 2008 in ihrer Wohnung ihr gerade geborenes Baby in der Badewanne ertränkt hat. Totschlag sei das gewesen, sagt der Staatsanwalt.

Es fällt der Angeklagten schwer, in dem vollen Gerichtssaal von sich aus über die Tat zu sprechen. Sie bittet den Richter, Fragen zu stellen. Und dann gesteht sie ihre Tat. Stockend erzählt die junge Frau, wie nachts, nach der Rückkehr von der Arbeit in einem Spielkasino in der Wohnung die Wehen einsetzten. Wie sie vom Wohnzimmer ins Bad ging, dort das kleine Mädchen gebar. Wie sie mit dem Säugling an der Nabelschnur in die mit Wasser gefüllte Wanne stieg, das Neugeborene unter Wasser drückte. Wie sie den kurze Zeit später leblosen kleinen Körper in ein Handtuch wickelte und in die Küche trug, ihn dort abnabelte.

Drei Tage lang ging sie noch einkaufen und zur Arbeit. Schließlich nahm sie wahllos Tabletten, trug den toten Säugling aus der Küche ins Schlafzimmer, schnitt sich die Pulsadern auf. Der Selbstmordversuch misslang. Der Zwillingsbruder und ihre Mutter fanden Bianca Sch. am 16. Februar.

Vor der Tat war die zierliche Frau aus der Spreewaldstadt schon einmal schwanger. Der Kindsvater wollte sich aber nicht zu ihr bekennen. Er hatte, so erklärte Bianca Sch. gestern, damals noch eine andere Freundin. Obwohl die Mutter und ihre Brüder sie überzeugen wollten, dass sie das Ungeborene austragen solle, entschloss sie sich aber zum Abbruch der Schwangerschaft.

Nach außen hin schien es damals, als hätte sie den Abbruch gut verarbeitet. Das sagt die Mutter nun als Zeugin. Bianca Sch. hingegen räumt ein, dass sie ihn psychisch nicht verkraftet hat. Deshalb sei eine erneute Abtreibung nicht in Frage gekommen, als ein Schwangerschaftstest im Mai 2007 erneut positiv war.

Der Vater war damals ein anderer Mann, mit dem sie nach eigenen Worten nichts verband. Deshalb wollte sie das Kind nicht, sagt sie. Die Freigabe für eine Adoption habe sie zwar erwogen, auch, es in einer Babyklappe abzulegen – unternommen habe sie dafür allerdings nichts. Warum nicht, blieb gestern unklar. Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt. Wolfgang Swat

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.06.2008)

 

www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2554055

 

 

 


 

 

Neue Wege zur Konfliktvermeidung zwischen Eltern

Unterstützung für Scheidungskinder in der Region

Sonntagabend, irgendwo in der Lausitz. Ein kleiner Tim oder eine kleine Lisa werden, erschöpft von einem erlebnisreichen Wochenende, bei ihrer Mutter abgeliefert. Der Vater, frisch geschieden, verabschiedet sich für die nächsten 14 Tage.

Scheidungsalltag für Tausende Kinder in der Region – der oft bedeutet, dass Tim und Lisa jetzt nicht einfach glücklich in Mamas Arme sinken: Die Kinder weinen, klagen über Bauchschmerzen, haben Alpträume, machen nach dem «Papa-Wochenende» plötzlich wieder ins Bett. «Und dann stehen die wütenden Mütter montags bei uns in der Kanzlei und fordern, dass wir dem Vater das Umgangsrecht einschränken» , sagt Sylvia Mittag, Rechtsanwältin in Cottbus.

Seit fünf Jahren ist sie Mitglied im regionalen «Arbeitskreis Trennung/Scheidung» und sucht gemeinsam mit Sozialarbeitern, Familienrichtern, Jugendamtsmitarbeitern und Pädagogen nach Wegen, den Trennungsprozess der Eltern für Kinder erträglicher zu machen. Jetzt berieten die Experten auf einem Kongress, wie vor allem die juristischen Verfahren so vereinfacht werden können, dass Kinder nicht zum Spielball ihrer Eltern werden. Britta Horn, Diplom-Psychologin der Erziehungsberatungsstelle der Jugendhilfe Cottbus: «In der Krise einer Trennung sind Eltern wütend, verletzt, gekränkt, wollen Rache – und sollen gleichzeitig Rücksicht nehmen und an das Wohl ihrer Kinder denken.» Eine schwierige Situation, in der Juristen und Berater die Wogen glätten müssen.

Alexander Hoestermann, Psychologe im SOS-Beratungszentrum Cottbus: «Oft ist es schon ein großer Erfolg, wenn wir es schaffen, dass die früheren Partner kühl und distanziert miteinander reden. In einer solchen emotionsfreien Atmosphäre können Lösungen gefunden werden, die dem Kind gut tun.»

Atmosphäre ohne Emotionen

Oft aber sitzen die Konflikte so tief, dass auch die beste Beratung scheitert. Jana Rakel, ausgebildete Mediatorin, sitzt in ihrer Praxis oft vor früheren Partnern, die vom Gericht oder Jugendamt zur Streitschlichtung geschickt werden. «Doch manchmal sind Konflikte schon zu verhärtet. Da ist der einstige Partner nur noch der Feind. Die frühere Frau wird für verrückt erklärt, der Mann des Missbrauchs bezichtigt und das Kind benutzt, um den Gegner zu verletzen.» Was in der Praxis heißt, dass per Gericht der Umgang gekürzt oder verhindert werden soll, dass Kinder über die Lebensverhältnisse des Ex-Partners ausspioniert werden oder immer wieder Partei ergreifen müssen in den Kämpfen der Erwachsenen.

Verpflichtet und berechtigt

«Solche Eskalation müssen wir nach Möglichkeit verhindern» , so Rechtsanwältin Mittag. Denn oft sei der Anwalt erster Ansprechpartner beim Entschluss zur Trennung, hier würden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. «Schicke ich einen Klienten gleich zu Beginn in eine – im Übrigen kostenlose Beratung – besteht die Chance auf Einsicht.» Einsicht in die Tatsache, dass man sich nur von Partnern trennen kann, niemals aber von der Vater- und Mutterrolle. «Im Gesetz ist festgeschrieben, dass Eltern zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt sind» , so Sylvia Mittag. «Genau in dieser Reihenfolge. Und bei allem, was wir als Anwälte tun, sollten wir immer den dritten Mandanten jedes Verfahrens im Blick haben – das Kind.»

Konkret hieße das: Schon beim Abfassen von Schriftsätzen auf scharfe Formulierungen verzichten und einen möglichst zurückhaltenden Ton anschlagen, weniger schreiben und mehr in der mündlichen Verhandlung klären, um Missverständnisse sofort ausräumen zu können. Psychologin Horn: «Kinder wollen sowieso Eltern, die ihre Angelegenheit selbst regeln und dafür keine Hilfe vom Gericht brauchen.» Schaffen die Erwachsenen es, dieses Vorbild zu liefern, kommen die Kinder auch ohne Bauchweh und Alpträume vom «Papa-Wochenende» heim.

«Aber die Familien, die ihre Trennung gut hinkriegen, sehen wir hier nicht» , sagt Claudia Trojan, Leiterin des SOS-Beratungszentrums. «Wir haben nur die Paare, die mit ihrer Situation überfordert sind. Und eben häufig auch solche, die gar keinen Kontakt mehr zum Nachwuchs wollen.» Sie erzählt von einem Kind, dass gerade die Trennung seiner Eltern verkraften muss – und die Tatsache, dass weder Vater noch Mutter das Sorgerecht wollen.

Von Andrea Hilscher

www.lr-online.de/nachrichten/LR-Themen;art1065,2006411

 

Posteingang 27.04.2008

 

 

 


 

 

29.01.2008

Ehrendes Gedenken an Holocaust-Opfer in Lieberose

Gegen das Vergessen

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus haben in Lieberose rund 30 Menschen an den Leidensweg der Häftlinge des ehemaligen KZ erinnert. Schüler der Ludwig-Leichhardt-Oberschule präsentierten im Museum die von ihnen erarbeitete Ausstellung «Väter und Söhne im KZ-Nebenlager Lieberose» . Landrat Martin Wille (SPD) enthüllte eine weitere Gedenktafel.

Foto: Birgit Keilbach

Eine Tafel am Rondell der Gedenkstätte Lieberose erinnert seit Sonntag an Vater Abraham Kaufmann und seine Söhne Sandor, Zoltan und André. Sie wurde von Landrat Martin Wille enthüllt und Peter Kotzan, Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte, legte ein Blumengebinde nieder.

Anlass des Gedenktages ist die Befreiung der noch lebenden Häftlinge im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Auschwitz stehe wie kein anderes Konzentrationslager als Symbol für den millionenfachen Mord vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen, betonte Landrat Martin Wille. Es stehe für die Brutalität und Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Systems. «Das Vergessen darf auch nach über 60 Jahren nicht eintreten» , mahnte Wille und würdigte das Engagement des Vereins zur Förderung der Antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätte Lieberose.

«Wir müssen daran denken, dass wir nicht mehr lange die Möglichkeit haben, mit Zeitzeugen zu reden» , so der Landrat. Ihre Erinnerungen an das Erlebte festzuhalten und vor allem der jungen Generation nachhaltig zu vermitteln, sei eine wichtige Aufgabe, um rechtsextremen Einflüssen auf junge Menschen entgegen zu wirken. Damit gehe einher, dass die gesellschaftlichen und politischen Kräfte im Landkreis sich geschlossen dafür einsetzten, der rechten Szene Einhalt zu gebieten und sie zurückzudrängen.

Stephanie Westphal und Michael Kröpplin präsentierten die von der fünfköpfigen Projektgruppe der Leichhardt-Oberschule erarbeitete Ausstellung «Väter und Söhne im KZ-Nebenlager Lieberose» . Bei der Recherche habe die Gruppe festgestellt, dass die meisten der Söhne «erst so alt waren, wie wir jetzt» , hob Michael Kröpplin hervor. Die Schüler hätten sich während der Projektarbeit viel ausführlicher mit dem Thema beschäftigt, als dies im Geschichtsunterricht behandelt werde, ergänzte Stephanie Westphal.

Gemeinsam mit dem Verein der Gedenkstätte und den Sozialarbeiterinnen Jana Beinio und Anke Schönguth erforschten die Jugendlichen das Schicksal der vier Familien Rodan, Grün, Wollner und Kaufmann, von denen jeweils Väter und Söhne im Nebenlager Lieberose inhaftiert gewesen waren. Briefkontakte zu Überlebenden der Familien Kaufmann in Kanada und Rodan in Israel ermöglichten Zeitzeugenberichte, die in der Ausstellung veröffentlicht sind.

Im Anschluss an die Ausstellung im Jahr 2007, die den polnischen Häftlingen gewidmet war, sei Stefan Markowski in die Stadt gekommen. «Über 120 Jugendlichen vermittelte er seine Erlebnisse und Erinnerungen an den Lageraufenthalt» , sagte Peter Kotzan, Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte. Diese Begegnungen sollen fortgesetzt werden. Geplant sei ein Besuch von Gabriel Rodan. Zudem seien Projektmittel für eine Fahrt von Jugendlichen aus den Ämtern Lieberose/Oberspreewald und Unterspreewald sowie der Gemeinde Märkische Heide in das frühere Konzentrationslager Dachau beantragt worden. Das Thema für ein weiteres Projekt der Schüler laute «Vernichtung durch Arbeit» .

von Birgit Keilbach

http://www.lr-online.de/regionen/spreewald/Luebben;art1058,1918376

 

 

 


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