Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Solingen

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Solingen

Kreisfreie Stadt

 

Stadt Solingen

Rathausplatz 1

42651 Solingen

 

Postfach 100165

42601 Solingen

 

 

Telefon: 0212 / 290-0

Fax: 0212 / 290-2109

 

E-Mail: post@solingen.de

Internet: http://www2.solingen.de

 

 

Internetauftritt der Stadt Solingen (01/2014)

Visuelle Gestaltung: 

Informationsgehalt: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

 

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Stadtbezirke:  

 

 

 

Jugendamt Solingen

Stadtjugendamt

 

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Solingen

 

 

Väternotruf Solingen

August Mustermann

Musterstraße 1

42651 Solingen

Telefon: 0212 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Herr Pauli - Leiter des Jugendamtes Solingen (ab , ..., 2006)

Hartmut Hoferichter - Erste Beigeordneter der Stadt Solingen (ab , ..., 2008) - siehe Zeitungsmeldung unten

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Herr Fromman - Sachbearbeiter / Jugendamt Solingen (ab , ..., 2006)

Frau Häder - Allgemeiner Sozialer Dienst / Jugendamt Solingen (ab , ..., 2014)

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Solingen

überregionale Beratung

http://familienberatung-solingen.org

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Evangelische Beratungsstelle für Paar-, Familien-, Lebens- und Erziehungsfragen    

Kasernenstr. 23

42651 Solingen

Telefon: 0212 / 2870

E-Mail: dw@evangelische-kirche-solingen.de

Internet: http://www.diakonie-solingen.de

Träger: Diakonisches Werk

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Krisenintervention, Partnerberatung 

 

 

Jugend- und Drogenberatung anonym e.V.   

Kasinostr. 65    

42651 Solingen

Telefon: 0212 / 204454, 204405

E-Mail: zentrale@judro-solingen.de

Internet: http://www.judro-solingen.de 

Träger:  

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Jugendberatung, Krisenintervention, Sozialberatung, Suchtberatung, Telefonische Beratung   

Kommentar Väternotruf: Eine Jugendberatung in der Kasinostraße, wollen wir hoffen, dass die beratenen Jugendlichen hinterher nicht spielsüchtig werden. Und das in dieser Beratungsstelle dem Vernehmen nach keine Männer beraten werden, ist schlichtweg skandalös. Wollen wir hoffen, dass für diese Diskriminierung von Männern nicht noch der oder die Steuerzahler/in aufkommen muss.

 

 

Erziehungsberatungsstelle    

Neuenhofer Str. 127

42657 Solingen

Telefon: 0212 / 221168-17,-0

E-Mail: erziehungsberatung@caritas-wsg.de

Internet: http://www.caritas-wsg.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Partnerberatung, Hilfe und Beratung für Frauen  und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung)   

Kommentar Väternotruf: Das in dieser Beratungsstelle dem Vernehmen nach keine Männer beraten werden, ist schlichtweg skandalös. Wollen wir hoffen, dass für diese Diskriminierung von Männern nicht noch der oder die Steuerzahler/in aufkommen muss.

 

 

AWO Erziehungsberatungsstelle    

Lennestr. 7 

42697 Solingen  

Telefon: 0212 / 72460

E-Mail: ezb@awo-solingen.de

Internet: http://www.awo-solingen.de

Träger: Arbeiterwohlfahrt

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung für Migranten und Spätaussiedler, Familienberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Grup penarbeit  

 

 

Katholische Beratungstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen - Außenstelle von Wuppertal -   

Düsseldorfer Str. 67

42697 Solingen

Telefon: 0212 / 2267330

E-Mail: solingen@efl-wuppertal.de

Internet: http://www.efl-wuppertal.de

Träger: Erzbistum Köln

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Partnerberatung 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.  

 

Stadtdienst Jugend Allgemeine Soziale Dienste Bezirk Solingen Mitte  

Rathausplatz 1   

42651 Solingen   

Telefon: 0212 / 290-2518,-5404

E-Mail: asd@solingen.de

Internet: http://www.solingen.de

Träger: Stadt

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Sozialberatung, Telefonische Beratung, Beratung für Opfer jeglicher Gewalt 

 

 

Stadtdienst Jugend Allgemeine Soziale Dienste Bezirk Ohligs/Merscheid/Aufderhöhe  

Kieler Str. 17

42697 Solingen

Telefon: 0212 / 290-5403

E-Mail:  

Internet: http://www.solingen.de

Träger: Stadt

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Sozialberatung, Partnerberatung, Telefonische Beratung 

 

 

Stadtdienst Jugend Allgemeine Soziale Dienste Bezirk Wald/Gräfrath   

Friedrich-Ebert-Str. 81 

Telefon: 0212 / 290-5401  

42719 Solingen

E-Mail:  

Internet: http://www.solingen.de

Träger: Stadt

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Sozialberatung, Partnerberatung, Telefonische Beratung 

 

 

Das Coppelstift Psychologische Dienste  

Wupperstr. 80

42651 Solingen

Telefon: 0212 / 231348-11

E-Mail: coppelstift@solingen.de

Internet: http://www.solingen.de

Träger: Stadt

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Sozialberatung, Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind" 

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für die Stadt Solingen

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus Solingen

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es in Solingen noch nicht, da die politisch und fachlich Verantwortlichen der Stadt an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch die Stadt einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus Solingen

Frauenhaus e.V.

Straße:      Telefon:     0212/54500

PLZ & Ort:   42600 Solingen   Bundesland: Nordrhein-Westfalen

E-Mail:  

Internet:    http://www.frauen-haus-solingen.de

Träger:  

Angebote:    Hilfe und Beratung für Frauen, Krisenintervention, Telefonische Beratung 

 

Deutscher Kinderschutzbund e.V. Ortsverband Solingen    

Amtstor 4

42651 Solingen  

Telefon: 0212 / 18393

E-Mail: info@kinderschutzbund-solingen.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-solingen.de

Träger:  

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Familienberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter

Mitarbeiter/innen: Frau Haag - Kinderschutzbund Solingen (ab , ..., 2006)

 

 

 

 


 

 

Verfahren gegen Jugendamts-Mitarbeiterin eingestellt

Mittwoch, 28. Januar 2009 15.56 Uhr

Solingen (dpa/lnw) - Die Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin des Solinger Jugendamtes sind gegen 800 Euro Geldauflage eingestellt worden. Der Frau war vorgeworfen worden, eine Problemfamilie unzureichend kontrolliert und Anzeichen von Verwahrlosung der Kinder übersehen zu haben, teilte die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Als die Polizei im Oktober 2006 drei verwahrloste Kinder in der Wohnung der Familie vorfand, war gegen die Mitarbeiterin der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung erhoben worden.

Gründe für die Einstellung des Verfahrens seien, dass die Frau nicht vorbestraft und «einer erheblichen Arbeitsbelastung mit anderen Fällen ausgesetzt» gewesen sei. Nach Einschätzung der Staatsanwälte hätten der Jugendamts-Mitarbeiterin schon beim Hausbesuch im Dezember 2005 gesundheitliche Defizite bei den Kindern auffallen müssen: Neurodermitis, eine ausgeprägte Sehschwäche und eine Sichelstellung eines Fußes.

Obwohl die Eltern trotz mehrfacher Aufforderung keine ärztlichen Untersuchungshefte für die Kinder vorlegten, seien keine medizinischen Untersuchungen der Kinder angeordnet worden. Ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den vorgesetzten Abteilungsleiter der Frau wurde ohne Geldauflage eingestellt.

http://www.justiz.nrw.de/Presse/dpa_ticker/DPA_28014/index.php

 

 

 


 

 

 

Solingen

Ermittlungen im Jugendamt

VON ANDREA RÖHRIG

 

Der Fall Kevin

Es war auch im Oktober 2006. Ganz Deutschland war geschockt über die Todesnachricht von Kevin aus Bremen. Der Zweijährige, dessen Leiche im Kühlschrank seines Vaters entdeckt wurde, wurde misshandelt. Zwei Mal wurde das Kind mit Knochenbrüchen ins Kinderheim gebracht. Dennoch gab das Jugendamt Kevin an seinen drogensüchtigen Vater zurück – gegen den Rat der Heimleitung.

Gegen die beiden zuständigen Sozialarbeiter wurde im Dezember 2007 Anklage erhoben. Der Sachbearbeiter (56) und der Amtsvormund (65) seien der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen angeklagt worden.

 

Solingen (RP) Staatsanwaltschaft untersucht Rolle des Amtes nach Verwahrlosungs-Fall von drei Kindern.

Es hätte ein weiterer Fall mit trauriger Berühmtheit wie der von Kevin, Jessica oder Lea-Sophie werden können: Doch die zwei Mädchen und der Junge eines Solinger Paares (24 und 26) sind – anders als diese drei – mit dem Leben davon gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen zwei Stadtbedienstete.

Die Polizei rettete den völlig verwahrlosten Nachwuchs im Oktober 2006 aus einer heruntergekommenen und verdreckten Wohnung in einer Mangenberger Siedlung. Die Eltern hatten sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht wegen dreifacher Verletzung der Fürsorgepflicht, Unterlassung, Körperverletzung und Missbrauch von Schutzbefohlenen zu verantworten und waren zu einjährigen Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Familie stand unter Betreuung

Dabei hätte es so weit gar nicht kommen dürfen. Die Familie unterstand der Betreuung des Jugendamtes, das sagte eine Mitarbeiterin des Jugendamtes während des Prozesses gegen die Eltern aus. Einmal die Woche sei die Familie aufgesucht worden, um nach dem Rechten zu sehen. Doch dann war von Seiten des Amtes plötzlich im April Funkstille. Niemand kümmerte sich mehr um das Schicksal der Kinder, die in den darauf folgenden sechs Monaten vor sich hin vegetierten. Warum das so war, konnte die Mitarbeiterin vor Gericht nicht hinreichend beantworten: zu viel Arbeit, zu wenig Kollegen.

Diese Aussagen der Zeugin wurden bei der Staatsanwaltschaft in Wuppertal mit Interesse verfolgt. Umgehend wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen, die sich aber gegen die Jugendamtsmitarbeiterin sowie den Leiter des Jugendamtes richten.

Im Laufe des gestrigen Nachmittags wurde der Erste Beigeordnete Hartmut Hoferichter von der Behörde über die Anzeige informiert. Schriftlich liege sie ihm noch nicht vor, so dass er noch keine Einzelheiten wisse, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung: Zur Aufklärung des Geschehens habe er den städtischen Revisionsdienst eingeschaltet. Hoferichter geht davon aus, dass heute bereits erste Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Eher zufällig war die Polizei im Oktober 2006 auf die verwahrlosten Kinder gestoßen. Der Vater hatte die Beamten informiert, weil er fürchtete, seine Freundin wolle sich umbringen. In der Mangenberger Wohnung bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Grauens: alles war voll mit verschimmelten Essensresten und Müll, die Matratzen der Kinder, die zwischen zwei und fünf Jahre alt sind, waren völlig zerfetzt und verschmutzt.

Die Geschwister waren völlig verdreckt und hatten Kot in den Haaren. Die Polizei brachte die Kinder ins Klinikum. Dort diagnostizierten die Ärzte Unterernährung, Blutergüsse und Pilzerkrankungen sowie eine geistige und sprachliche Unterentwicklung. Inzwischen sind die beiden Mädchen und der Junge bei Pflegeeltern untergebracht. Selbst noch vor Gericht waren die leiblichen Eltern uneinsichtig, stritten ab, von der Verwahrlosung ihrer Kinder etwas mitbekommen zu haben.

Vor Gericht soll die Mitarbeiterin des Jugendamtes ausgesagt haben, dass sie 100 bis 200 Fälle auf dem Tisch habe. Zudem sei innerhalb des Amtes vieles nicht besonders gut organisiert, berichtete der zuständige Staatsanwalt im Interview mit dem WDR.

Vor einiger Zeit hatte es im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt Überlastungsanzeigen von Mitarbeitern gegeben. Auf Anfrage unserer Zeitung hatte es dazu im Dezember geheißen, dass das auf krankheitsbedingte Ausfälle von Kollegen zurück zu führen gewesen sei. Aber auch im Forum „Jugend und Soziales“ weiß man von „der chronischen Unterbesetzung“ des Amtes. Jährlich werden in Solingen rund 60 Kinder und Jugendliche aus chaotischen Familienverhältnissen geholt werden – Tendenz steigend. Die Entwicklung von Fallzahlen und Kosten im Bereich des Allgemeinen Sozialen Dienstes zeigen seit 2003 stetig nach oben. Zugleich sind auch die Ausgaben je Fall überdurchschnittlich gestiegen.

 

07.03.2008

 

www.rp-online.de/public/article/solingen/541472/Ermittlungen-im-Jugendamt.html

 

 


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