Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Wetter

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Stadt Wetter

 

Stadtverwaltung Wetter (Ruhr)

Kaiserstraße 170

58300 Wetter (Ruhr)

 

Telefon: 02335 / 8400

Fax: 02335 / 840111

 

E-Mail: stadtverwaltung@stadt-wetter.de

Internet: www.stadt-wetter.de

 

 

Internetauftritt der Stadt Wetter (01/2012)

Visuelle Gestaltung: mäßig

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: mangelhaft

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: fehlt zum größten Teil

 

 

Wetter (Ruhr) ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im südöstlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Wetter gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis und wird als kreisangehörige Stadt durch den Kreis beim Regionalverband Ruhr (RVR) und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vertreten.

Direkt angrenzende Kommunen sind die kreisfreie Stadt Hagen sowie Gevelsberg, Herdecke, Sprockhövel und Witten als Nachbarstädte im Ennepe-Ruhr-Kreis.

 

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Stadtteile:  

* Alt-Wetter

* Wengern

* Esborn

o Albringhausen

* Volmarstein

o Grundschöttel

o Oberwengern

o Schmandbruch

 

 

 

Jugendhilfeausschuss der Stadt Wetter

Keine Auflistung der Mitglieder des Jugendhilfeausschuss der Stadt Wetter - offenbar streng geheim

http://www.stadt-wetter.de/223.html

 

 

 

Jugendamt Stadt Wetter

Stadtjugendamt

58300 Wetter (Ruhr)

Bornstraße 2

Dieter Bruch

Fachdienstleiter Jugend

Tel: 02335 / 840350

Fax: 02335 / 840383

E-Mail: dieter.bruch@stadt-wetter.de

Internet: http://www.stadt-wetter.de/724.html

 

 

Zuständiges Amtsgericht:

Amtsgericht Wetter

 

 

Väternotruf Wetter

August Mustermann

Musterstraße 1

58300 Wetter (Ruhr)

Telefon: 02335 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Margot Wiese - Fachbereichsleiterin Jugend/Soziales/Ordnung / Stadt Wetter (ab , ..., 2009, 2010)

Dieter Bruch - Fachdienstleiter Jugend / Stadt Wetter (ab , ..., 2008, ..., 2010)

Roland Fricke - "Jugendgerichtshilfe" / Stadt Wetter (ab , ..., 2010)

Elvira Ahlburg-Lemke - "Adoption", "Tagespflege" und "Pflegekinder" / Stadt Wetter (ab , ..., 2010)

Margot Wiese - Fachbereichsleiterin Jugend/Soziales/Ordnung  / Stadt Wetter (ab , ..., 2012)

 

 

Ignaz Schneider - Ennepe-Ruhr-Kreis / Fachbereichsleiter Jugend/Soziales/Ordnung in Wetter (Ruhr) (ab , ..., 2008)

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Herr Ricke - Jugendamt Stadt Wetter (ab , ..., 2009)

Frau Kröhne - Jugendamt Landkreis Ennepe-Ruhr / Wetter (ab , ..., 2003)

Tanja Mersmann - Jugendamt Stadt Wetter (ab , ..., 2006, ..., 2009) - 06.07.2009: "Herr S. hat sich nicht an die Absprachen gehalten und somit sein Umgangsrecht verwirkt" - Frau Mersmann ist offenbar der liebe Gott, dem es zustünde die Verwirkung des Umganges auszusprechen. Liebe Frau Mersmann, kleiner Tipp: erst ins Gesetzbuch gucken, dann überlegen und erst zum Schluss vortragen.

Herr Schaaf  - Jugendamt Landkreis Ennepe-Ruhr / Wetter (ab , ..., 2008, ..., 2011)

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Hagen

überregionale Beratung

http://familienberatung-hagen.de

 

 

Familienberatung Witten

überregionale Beratung

http://familienberatung-witten.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Erziehungs- und Familienberatungsstelle des GVS - Außenstelle der EB Herdecke -

Heinrich-Kamp-Str. 11 

58300 Wetter (Ruhr)

Telefon: 02335 / 1230

E-Mail:

Internet: http://www.gvs-herdecke.de

Träger: Gem. Verein für Sozialeinr. Herdecke e.V. (GVS)

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für die Stadt Wetter

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Ennepe-Ruhr-Kreis

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Ennepe-Ruhr-Kreis

Frauenhaus Ennepe-Ruhr-Kreis

Straße:

58400 Witten

Telefon: 02339 / 6292

E-Mail: frauenhaus.en@t-online.de

Internet:

Träger: Frauen helfen Frauen EN e.V.

Angebote: Hilfe und Beratung für Frauen, Telefonische Beratung, Krisenintervention, Beratung für Opfer jeglicher Gewalt (laut Angaben auf www.dajeb.de offenbar auch Beratung für Männer als Opfer von Gewalt)

 

Frauenhaus Wetter

Achtung im gesamten Frauenhaus Wetter herrscht Babywurfverbot. Wer sich nicht dran hält, der fliegt.

 

 


 

 

Gericht : Familienvater muss ins Gefängnis

Wetter, 21.03.2011, Sylvia Mönnig

Wetter/Hagen. Die Trennung von seiner Familie hatte ein 51-jähriger Wetteraner offenbar nicht verkraftet. Trotz Verbots hatte er sich seinen Kindern und seiner Ex-Frau immer wieder genähert, hatte den Kontakt gesucht. Gestern stand der psychisch kranke Mann wegen Nachstellung in über 60 Fällen vor dem Hagener Amtsgericht.

Obgleich es dem vierfachen Vater per Beschluss untersagt worden war, sich der Familie zu nähern und Kontakt zu suchen, der vom Jugendamt nicht begleitet wurde, war er immer wieder aufgetaucht. Insgesamt 63 Mal hatte er sich über den Beschluss hinweggesetzt. Ein Spießroutenlauf für die Betroffenen.

Die Kinder hatten sich schließlich sogar nicht mehr auf den Spielplatz getraut. Konsequenzen: Sie hatten unter anderem unter Schlafstörungen gelitten, mit Unruhe oder Bauchschmerzen gekämpft. Ihrer Mutter war es nicht besser gegangen.

Der Angeklagte erschien gestern vor Gericht bestens vorbereitet. Er trug ein Sakko, an dessen Revers demonstrativ ein Hanfblatt-Sticker befestigt war. In seinem Gepäck hatte er selbst verfasste Flugblätter, die er dem Richter nur zu gerne in die Hand drückte. Offensichtlich hatte er auf den bunten, dicht bedruckten Blättern seine Meinungen und Eindrücke zu allen möglichen Themen zum Ausdruck gebracht - vermutlich auch zu seiner Rolle als Vater. Dies sei seine Gedankenwelt, teilte er mit. Und: „Ich lebe in einer Welt der Mathematik und Metaphysik.“

Verstanden fühlte er sich nicht - schon gar nicht von seinem Verteidiger. Den lehnte er ab. Mit dem könne er nicht reden. Er benötige einen Anwalt, der sich für ihn interessiere.

„Wenn ich mich selbst verteidigen wollte, würde ich mit einer Kalaschnikow rumlaufen“, so sein beunruhigendes Statement. Den psychiatrischen Gutachtern traue er auch nicht. Das Gericht sollte ihn aber verstehen. Und: Er wolle einen Termin bei einem Staatsanwalt, am besten bei einem Oberstaatsanwalt, damit er dem einmal alles in Ruhe erklären könne. Über 20 Mal hatte er in der Vergangenheit schon vor Gericht gestanden. In den meisten Fällen waren die Verfahren wegen Schuldunfähigkeit eingestellt worden.

Was die aktuellen Vorwürfe betraf, äußerte sich der Wetteraner dazu kaum. Er bezeichnete seine Kinder als den gewichtigsten Teil seines Lebens. Zuletzt klagte er: „Was mir nicht zugestanden wird, ist, dass ich als Mann und als Mensch Gefühle habe.“

Seinen Kindern blieb die Aussage vor Gericht erspart. Seine Ex-Frau bestätigte die Vorwürfe im Zeugenstand. Sie schilderte, wie extrem belastend das Verhalten des Angeklagten für ihre Kinder und sie selbst gewesen war.

Ein Jahr Haft ohne Bewährung

Der psychiatrische Sachverständige attestierte dem Wetteraner eine schizophrene Störung und verminderte Schuldfähigkeit. Die Voraussetzungen für eine komplette Schuldunfähigkeit sah er nicht. Der Verteidiger des 51-Jährigen beantragte letztlich eine milde Strafe, die Vertreterin der Anklage ein Jahr ohne Bewährung.

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, verhängte das Jahr „ohne“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

http://www.derwesten.de/staedte/wetter/Familienvater-muss-ins-Gefaengnis-id4448891.html

 

 

Kommentar Väternotruf:

"Gestern stand der psychisch kranke Mann wegen Nachstellung in über 60 Fällen vor dem Hagener Amtsgericht." Nun, wenn der Mann psychisch krank ist, dann darf er nicht ins Gefängnis, sondern hat Anspruch auf eine Therapie. Psychisch kranke Menschen wurden im Nationalsozialismus eingesperrt, wir aber leben - so verkündet es und unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel - aber in einer Demokratie. Da versteh noch einer diese verrückte Welt.

 

 


 

 

 

Baby vom Balkon geworfen: Mutter legt Geständnis ab

Freitag, 16. Juli 2010 14.59 Uhr

Hagen (dpa/lnw) - Als die Frau keinen Ausweg mehr wusste, warf sie ihr Baby vom Balkon und sprang hinterher: Anderthalb Jahre nach einem Familiendrama in Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis) muss sich eine psychisch kranke 35-Jährige seit Freitag vor dem Hagener Schwurgericht verantworten. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag, denn sowohl die Mutter als auch ihr damals einjähriger Sohn haben den Sturz aus der zweiten Etage überlebt.

Der Junge blieb sogar fast völlig unverletzt. Der Prozess findet komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wie das Gericht mitteilte, soll die Frau ein umfassendes Geständnis abgelegt haben.

In ihrem Geständnis hat die Angeklagte den Richtern demnach gesagt, sie habe nicht damit gerechnet, den Sprung vom Balkon zu überleben. Ihre familiäre Situation sei ihr damals völlig über den Kopf gewachsen. Ihr Lebensgefährte habe auf der Trennung bestanden, sie habe jedoch um das gemeinsame Glück mit dem Mann und dem Kind kämpfen wollen.

Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung wurde die 35-Jährige zum Zeitpunkt der Tat bereits seit längerem vom Jugendamt der Stadt Wetter kontrolliert. An jenem 11. Februar 2009 soll ihr mitgeteilt worden sein, dass sie in eine Klinik eingewiesen und von ihrem Kind getrennt werden sollte.

Die Angeklagte hatte bei dem Sturz auf eine mit Steinfliesen ausgelegte Terrasse zahlreiche Knochenfrakturen erlitten. Unter anderem waren ihre Hüfte, mehrere Rippen und der linke Arm gebrochen. Darüber hinaus war auch die Wirbelsäule verletzt. Die 35-Jährige musste lange Zeit im Krankenhaus verbringen und war anschließend auf einen Rollstuhl angewiesen. Zum Prozessauftakt erschien sie jedoch zu Fuß und wirkte körperlich unversehrt. Aufgrund ihrer weiterhin bestehenden psychischen Beeinträchtigung ist sie derzeit einstweilen in der Psychiatrie untergebracht. Kontakt zu ihrem Kind hat sie nicht mehr. Das Hagener Schwurgericht will das Urteil am 20. Juli sprechen.

http://www.justiz.nrw.de/Presse/dpa_ticker/DPA_16073/index.php

 

 


 

 

Psychische Probleme

Mutter stürzte sich und Kind von Balkon

Wetter, 11.02.2009, Thilo Wagner

Wetter. Erst warf die Mutter ihren einjährigen Jungen vom Balkon im zweiten Stock, dann sprang die 33-jährige Frau hinterher: Wohl aus Angst vor der Einweisung in eine psychiatrische Klinik wollte eine Volmarsteinerin am Mittwoch um 13.48 Uhr mit ihrem kleinen Kind aus dem Leben scheiden.

Vom Balkon im zweiten Stock stürzten Mutter und Kind auf ein Gebüsch. Foto: Ingrid Breker

Mutter und Kind wohnen in einer kleinen Wohnung an der Hauptstraße in Volmarstein. „Die Frau hat psychische Probleme, war bereits in Behandlung”, sagen die Nachbarn. Eine gesetzliche Betreuerin kümmerte sich regelmäßig um Mutter und Kind, sie war auch am Mittwoch zur fraglichen Zeit in der Wohnung.

Da die 33-Jährige sich auffällig verhielt, rief sie Rettungswagen und die Feuerwehr. Als der Löschzug Grundschöttel/Volmarstein vor Ort eintraf, stand die Mutter mit ihrem Kind bereits von außen auf dem Balkon im zweiten Stock. Sie war über das Geländer geklettert. Außerhalb ihrer Sichtweite bereiteten die Feuerwehrmänner ein Luftkissen vor. Als sie mit diesem Kissen um die Ecke bogen, muss die Volmarstein in Panik geraten sein: Sie ließ erst den kleinen Jungen fallen, dann sprang sie hinterher. Beide stürzten auf eine Terrasse im Erdgeschoss des Vier-Parteien-Wohnhauses.

Wiederholungstat

Ende Mai vergangenen Jahres hatte die Mutter bereits damit gedroht, sich mit ihrem Säugling das Leben zu nehmen. Polizei und Feuerwehr konnten sie damals durch gutes Zureden von der Tat abhalten, die Frau kehrte mit ihrem Sohn in die Volmarsteiner Wohnung zurück. Dafür war es am Mittwoch jedoch zu spät. Mit schweren Verletzungen wurde die Frau in eine Bochumer Spezialklinik geflogen, der Junge kam mit dem Rettungswagen ins Allgemeine Krankenhaus nach Hagen. Beide ringen mit dem Tod.

Diskussion auf dem Dorfplatz. Foto: Ingrid Breker

„Die Frau lebte sehr ruhig und zurückgezogen, sie hatte so gut wie keine Kontakte”, wird die 33-Jährige von ihren Nachbarn beschrieben. Sie hat bereits einen achtjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, der die Mutter oft besuchte. „Noch am letzten Sonntag war der Junge hier”, erinnert sich eine Nachbarin. Der Vater des zweiten Kindes lebt bei Wuppertal, auch er hatte regelmäßig Kontakt zu Frau und Kind.

„Warum hat das Jugendamt nach der ersten Selbstmordandrohung nicht eingegriffen und das Kind in Sicherheit gebracht?”, lautete am Mittwoch die Frage der Nachbarn. „Warum musste erst Schlimmes passieren? Die Frau hatte doch Probleme.”

Keine Stellungnahme vom Amt

Beim Jugendamt ist die Volmarsteinerin bekannt. Dennoch wollte die Stadt am Mittwoch keine Stellungnahme zu dem Unglück abgeben. „Wir untersuchen den Fall in allen Einzelheiten”, so Pressesprecher Kay Obergfell. Auch die Kripo nahm unverzüglich ihre Ermittlungen auf.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wetter/2009/2/11/news-110701227/detail.html

 

 

 

Der kleine Josua überlebte Sturz unverletzt

Für Mutter gab es Netz der Betreuung

Wetter, 12.02.2009, Thilo Wagner

Der kleine Josua hatte wohl mehr als nur einen Schutzengel: Beim Sturz vom Balkon am Mittwoch blieb das Kleinkind unverletzt, die Ärzte konnten bislang keine Verletzungen feststellen.

Dagegen erlitt die Mutter, die zuerst ihr Kind vom Balkon im zweiten Stock warf und dann ebenfalls in die Tiefe sprang, mehrere Brüche. Sie wurde ins künstliche Koma versetzt, Lebensgefahr besteht jedoch nicht.

Foto: Ingrid Breker Stadt, Jugendamt und Feuerwehr nahmen Stellung zum Balkonsturz von Mutter und Kind in Volmarstein. v.li. Presse, Einsatzleiter

Feuerwehr Burkhard Thier, Feuerwehrchef Detlef Fuge, Margot Wiese vom Jugendamt, Pressesprecher Kai Obergfell, Bürgermeister Frank Hasenberg.

Für das Jugendamt, so Leiterin Margot Wiese gestern in einer Pressekonferenz, ist die Volmarsteinerin (33) keine Unbekannte. Im Rathaus hat eine Arbeitsgruppe unter Führung von Bürgermeister Frank Hasenberg die Hintergründe des Unglücks aufgearbeitet. Die junge Mutter leidet unter einer psychischen Erkrankung, bei der es zu krankheitsbedingten Schüben kommen kann. Zuletzt, so Margot Wiese, habe die Frau aber ein „normales Leben geführt”. Das Jugendamt sah daher „keine Veranlassung, Mutter und Kind zu trennen.” Beide lebten in einer „stabilen Situation”. Seit Ausbruch ihrer Erkrankung stehen der Frau als Hilfesystem eine gesetzliche Betreuerin - bestellt vom Amtsgericht -, der Verein „Wetterleuchten” sowie eine sozialpädagogische Familienhilfe zur Seite. Auftraggeber hier: das Jugendamt.

Ein erster Kontakt zum Fachdienst Jugend ergab sich im Oktober 2006: Ergebnis eines Familienrechtsverfahren war, dass ein erstes Kind der Volmarsteinerin (heute 8) seinen Lebensmittelpunkt beim Vater haben sollte. Der kleine Josua wurde im Januar 2008 geboren. Mutter, der neue Partner (28) und das Kind lebten gemeinsam an der Hauptstraße in Volmarstein. Die Trennung des Paares im Mai löste Auffälligkeiten im Verhalten der Mutter aus. Sie drohte an, mit ihrem Kind vom Balkon zu springen. „Die gesetzliche Betreuerin”, so das Jugendamt, „veranlasste die Einweisung in die Psychiatrie des Herdecker Krankenhauses.” Derweil kümmerte sich die Oma um den kleinen Josua. Nach längerer Zeit in der Klinik bescheinigten die Ärzte eine „stabile Situation der Patientin”.

Die schwer verletzte Mutter wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Bis die Betreuerin am Montag dem Jugendamt mitteilte, dass sich die psychische Verfassung der Frau verschlechtert habe und sie zeitweise an Wahnvorstellungen leide. Dem Vater ihres Kindes warf sie vor, den Sohn missbraucht zu haben. „Es konnten jedoch keine Hinweise auf Verletzungen festgestellt werden”, so Margot Wiese. Dann eskalierte die Lage: Da die Frau weiter unter Wahnvorstellungen litt, wollte eine Hagener Krankenhaus sie zum Ende der Woche aufnehmen - allerdings ohne den Sohn, weil der bereites älter als zwölf Monate ist. Josua sollte zum Vater. Diese Nachricht scheint der Auslöser zu sein, dass die Mutter sich und ihrem Kind das Leben nehmen.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wetter/2009/2/12/news-110857111/detail.html

 

 


zurück