Väternotruf informiert zum Thema
Staatsanwaltschaft Ravensburg
Staatsanwaltschaft Ravensburg
Seestraße 1
88214 Ravensburg
Telefon (Justizzentrale): 0751 / 806-0
Fax (Zentrale): 0751 / 806-1322
Fax (Behörden-/Geschäftsleitung): 0751 / 806-1388
Fax (Serviceteam Ermittlung): 0751 / 806-1373
Fax (Strafvollstreckung): 0751 / 806-1275 und 1277
E-Mail: poststelle@staravensburg.justiz.bwl.de
Internet: www.staravensburg.de
Internetauftritt der Staatsanwaltschaft Ravensburg (08/2011)
Informationsgehalt: mangelhaft
Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute in Baden-Württemberg eigentlich Steuern, wenn die Baden-Württembergische Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt.
Bundesland Baden-Württemberg
Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg: Herbert Heister (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 01.12.2000, ..., 2011)
Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg: Paul Gesell (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab , ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 30.10.1995 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg aufgeführt.
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Baden-Württemberg beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 25 Staatsanwälte und Amtsanwälte, 5 Rechtspfleger und 38 Mitarbeiter/innen in den Serviceteams und im Unterstützungsbereich (mittlerer Dienst/Justizangestellte/Wachtmeisterei u.a.)
Der Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Ravensburg umfasst den Landgerichtsbezirk Ravensburg.
Übergeordnete Generalstaatsanwaltschaft:
Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart
Väternotruf Ravensburg
August Mustermann
Musterstraße 1
88212 Ravensburg
Telefon: 0751 / ...
E-Mail: august.mustermann@web.de
Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de.
Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de
Haben Sie interessante Materialien zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.
Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Staatsanwälte?
Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de
Fachkräfte
Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de
Staatsanwälte:
Klemens Abele (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 27.11.1998, ..., 2008)
Wolfgang Angster (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 02.09.1994, ..., 2002)
Franz Bernhard (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 07.12.2005, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 nicht aufgeführt.
Jörg Bogenrieder (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 02.09.1994, ..., 2008)
Karl-Josef Diehl (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 28.04.1997, ..., 2011) - 2011: Erster Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg. 2010, 2011: Pressereferent der Staatsanwaltschaft Ravensburg.
Sevil Eskicioglu (geb. ....) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Eskicioglu nicht aufgeführt. 17.04.2009 - http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Notarzt-muss-Angeklagtem-zu-Hilfe-kommen;art372474,3727959
Paul Gesell (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg / Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab , ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 30.10.1995 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg aufgeführt.
Christa Gillig (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1951) - Staatsanwältin als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 04.12.1981 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ohne Nennung Dienstantritt als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ohne Nennung Dienstantritt als Staatsanwältin als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg aufgeführt.
Herbert Heister (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 01.12.2000, ..., 2011)
Elisabeth Hussels (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 22.12.2000, ..., 2008)
No Name - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg - zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit" vom 19.11.2010 - Geschäftszeichen 592.2.1
Martin Hussels (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg / Pressereferent: (ab 19.04.1994, ..., 2010) - 2010 Pressereferent der Staatsanwaltschaft Ravensburg.
No Name - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg - zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit" vom 19.11.2010 - Geschäftszeichen 592.2.1
Juliane Prasse (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 02.09.1994, ..., 2008) - siehe Pressemeldung unten
Peter Spieler (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 10.09.1992, ..., 2002)
Christine Weiss (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 13.08.1993, ..., 2011) - 2011: Erste Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg. 2011: Pressereferentin der Staatsanwaltschaft Ravensburg
Peter Wizemann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz". 1959) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 01.03.1993, ..., 2011) - 2009, ..., 2011: Betreuung von Rechtspraktikanten und Polizeistudenten http://www.staravensburg.de/servlet/PB/menu/1183666/index.html?ROOT=1177538
Amtsanwälte:
- Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab , ..., 2009)
Nicht mehr als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg tätig:
Martin Abt (Jg. 1967) - Richter am Landgericht Ravensburg (ab 07.06.2004, ..., 2008) - ab 17.03.1998 bis zum Wechsel zum Landgericht Ravensburg als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg tätig. Im Handbuch der Justiz bis 2004 war als Eintrittdatum 07.04.2003 genannt.
Harald Böhm (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1943) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 01.09.1992, ..., 2008)
Franz Hölzle (Jg. 1959) - Richter am Amtsgericht Leutkirch / Direktor am Amtsgericht Leutkirch (ab , ..., 2008) - ab 10.02.1992 bis zum Wechsel zum Amtsgericht Leutkirch im Allgäu als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg tätig. Ab 16.02.2004 Richter kraft Auftrags am Amtsgericht Leutkirch.
Jan Merckens (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1946) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 25.07.1997, ..., 2008)
Georg Niederer (Jg. 1938) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 01.03.1986, ..., 2002)
Anke Raquet (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Richterin am Amtsgericht Tettnang (ab , ..., 2007, ..., 2009) - ab 21.09.1995 bis zum Wechsel zum Amtsgericht Biberach als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg tätig. Im Handbuch der Justiz 2004 als Richterin am Amtsgericht Biberach aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 21.09.1995 als Richterin am Amtsgericht Tettnang aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz 2008 zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Gerhard Schurr (geb. 29.01.1943) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg (ab 15.09.1986, ..., 2004) - siehe Pressemeldung unten
Väteraufbruch für Kinder e.V.
Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Ravensburg
Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de
Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.
Sonstige:
Strafverfahren gegen Mark Lewis wegen Verletzung der Unterhaltspflicht.
Donnerstag, 17.12.2009, 13:30 Uhr, Amtsgericht Tettnang, Staatsanwaltschaft Ravensburg,
Aktenzeichen: 6 Ds 32 Js 13672/2008 – AK 948/2009
Strafverfahren gegen Mark Lewis wegen Verletzung der Unterhaltspflicht.
Informationen zum Verfahren erhalten Sie beim Väteraufbruch für Kinder e.V.
Kreisgruppe Bodenseekreis
Burkhart Tabel (Sprecher)
Funk: 0171-46 270 64
Internet: http://www.vafk-bodensee.de
Richter: Mutter "missbrauchte" Kinder
RAVENSBURG / HERBERTINGEN - Mit einem Freispruch ist vor dem Landgericht Ravensburg der Prozess gegen einen 50-Jährigen zu Ende gegangen, der angeklagt war, zwei seiner Kinder sexuell missbraucht zu haben. Das Gericht drehte den Spieß sogar um: Um ihren Ex-Mann zu belasten, habe die Mutter "die Kinder im weitesten Sinne missbraucht".
Nach drei Tagen intensiver Beweisaufnahme herrschte unter den Beteiligten große Einigkeit: Sogar Staatsanwältin Juliane Prasse, und der Vertreter der Nebenklage als Vertreter der Kinder, Philip Wills, forderten Freispruch für den Angeklagten aus einem Herbertinger Teilort. Verteidiger Ingo Pfliegner musste sich diesen Anträgen nur noch anschließen. Nach den Plädoyers erlebte man eine Mutter der Kinder, die laut fluchend ihre Jacke in einen Sitz im Wartebereich des Sitzungssaals donnerte und nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal ihren Ex-Mann anschrie, dass sie jetzt in Revision gehe.
Für die große Mehrheit im voll besetzten Gerichtssaal kam nach den Plädoyers und dem Urteil Freude auf. Nach der Urteilsbegründung wurde der Freispruch mit Applaus begrüßt.
Den Weg zum Freispruch hatte die Gutachterin geöffnet. Sie schloss zwar aus, dass den Kindern in bewusster Absicht Aussagen in den Mund gelegt wurden, konnte aber nicht ausschließen, dass die beiden Kinder suggestiv, also unbewusst, durch bestimmte Fragen und Verhaltensweisen beeinflusst worden waren. Viele Indizien aus dem Umfeld und die oft unklaren Angaben der Kinder sprachen dafür, dass die Mutter ihre Kinder in dieser Weise beeinflusst hat - um ihren Mann "zu vernichten", wie es der Verteidiger drastisch ausdrückte.
"Nur Opfer, keine Täter"
Die Begründung für den Antrag auf Freispruch reichte deshalb in den Plädoyers von "im Zweifel für den Angeklagten" (Staatsanwältin und Nebenkläger) bis zur Überzeugung der Unschuld beim Verteidiger. Die Mutter habe die Kinder anstatt sie zu schützen "in jeglicher Form instrumentalisiert", sagte Staatsanwältin Prasse. Selbst der Vertreter der Nebenklage distanzierte sich vom Verhalten der Mutter: "Es ist bedauerlich, was den Kindern auch durch dieses Verfahren angetan wurde". Hier gebe es "nur Opfer, keine Täter". Verteidiger Pfliegner wies auf die Problematik dieses Verfahrens hin: "Niemand glaubt, daran, dass er seinen Kindern etwas getan hat", eine positive Feststellung der Unschuld sei in diesem Verfahren aber kaum zu erreichen.
Richter Hutterer ging in seiner Begründung dennoch weit in diese Richtung. In Telefonaten mit ihrem Ex-Mann habe die Mutter die Kinder animiert zu zeigen was der "Papa" gemacht habe, sie habe angeboten, die Anzeige wieder zurück zu ziehen, wenn der Angeklagte wieder zurückkomme. Der Richter: "Sollte sie jemals geglaubt haben, dass wirklich etwas passiert ist, hätte sie zugelassen, dass die Kinder mit ihrem Schänder zusammenleben." Die Mutter habe die Kinder "im weitesten Sinne missbraucht". Der Richter hofft, dass nach dem Freispruch das Wohl der Kinder in den Vordergrund gerückt wird. Und fügt die rechtlichen Möglichkeiten einer Revision an: Nur die Kinder seien revisionsberechtigt. Nach SZ-Informationen in ihrem Namen die Mutter - solange sie erziehungsberechtigt ist.
(Erschienen: 19.12.2008 00:07)
http://www.szon.de/archiv_artikel,-Richter-Mutter-missbrauchte-Kinder-_arid,2576667.html
Ravensburg
03.11.2008
Allgäuer Biobauer bleibt in Untersuchungshaft
Der Bio-Bauer des St. Michaelshofs im Allgäu bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Stuttgart bestätigte die Vorwürfe der Untreue und Steuerhinterziehung sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Das OLG beschloss nach einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und der Polizeidirektion Ravensburg von heute (Montag) die Fortdauer der Untersuchungshaft. Der Bio-Bauer des St. Michaelshofs war vor sechs Monaten verhaftet worden. Die Ergebnisse der gemeinsamen Ermittlungen der Kriminalpolizei Ravensburg und der Steuerfahndung Ulm waren unterdessen Anlass für das Amtsgericht Ravensburg, einen neuen Haftbefehl gegen den 55-Jährigen zu erlassen.
...
Durch das langjährige illegale Geschäftsgebaren ist nach den vorläufigen Berechnungen ein Schaden in Höhe von rund 12 Millionen Euro entstanden. Darüber hinaus werden dem Biohof-Kaufmann und einem weiteren Gefolgsmann Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Last gelegt. Am 8. April war annähernd ein Kilo Marihuana beschlagnahmt worden.
Entsprechend den vorliegenden Ermittlungsergebnissen erließ das Amtsgericht Ravensburg vor einigen Tagen einen neuen Haftbefehl gegen den 55-Jährigen.
Die Anklageerhebung gegen ihn und weitere Mitglieder der Hofgemeinschaft wird durch die Staatsanwaltschaft Ravensburg aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erfolgen. Wegen der Höhe der zu erwartenden Strafe wird der Fall vor dem Landgericht angeklagt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite den Original SÜDKURIER-Artikel von 2004 mit Hintergrundinfos zu dem brisanten Fall...
"Einsatz gegen Nasenbalsam/250 Polizisten auf Bio-Hof
Ravensburg/Stuttgart - 250 Polizeibeamte, ausstaffiert mit Gesichtsmasken und Schutzwesten, stürmten, Waffen im Anschlag, am Morgen des 10. Februar einen Bio-Bauernhof in Aichstetten. Gesucht hatten sie ein Nasenbalsam, das gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen soll. Die Landtagsgrünen wollen nun den Fall vom Innenminister geklärt haben. ...
Der St. Michaelshof, so der im Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Leutkirch geäußerte Verdacht, verstoße mit seiner Rezeptur für ein Nasenerfrischungsbalsam und eines anderen im "kosmobiodynamischen" Leitgedanken gerührten Tonikums gegen das Arzneimittelgesetz. Es handle sich um nicht zugelassene "Fertigarzneimittel". Ein Mitarbeiter des Ravensburger Wirtschaftskontrolldienstes (WKD) sei schon einmal abgewiesen worden, begründete ein Polizeisprecher den 70.000 Euro teuren Einsatz. ...
... In Aichstetten und Umgebung aber beäugt man die erfolgreiche "Kommune" offenbar skeptisch. Viele vermuten hinter der, dem Anthroposophen Rudolf Steiner verpflichteten, sich an Mondphasen und Sternenkräften orientierenden Hofgemeinschaft eine Sekte.
Anwälte der Hofbewohner haben inzwischen Beschwerde eingelegt. Der Einsatz sei "rechtswidrig" gewesen. Selbst der Ravensburger Oberstaatsanwalt Gerhard Schurr nahm die Größe des Einsatzes "mit einer gewissen Verwunderung" zur Kenntnis. Dem unbefangenen Beobachter könnte sich der Eindruck aufdrängen, ein 250-köpfiges Kommando stehe "nicht im Verhältnis zur Anschuldigung". Heute kommentiert Schurr den Vorgang mit Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht mehr. "Haben unsere Beamten sonst nichts zu tun?", fragt der Landtagsabgeordnete Thomas Oelmayer. Auf Druck seiner Grünen-Fraktion soll das Stuttgarter Innenministerium die "grandiose Überreaktion" auf fragwürdige Gerüchte klären."
Original-SÜDKURIER-Artikel vom 04.03.2004