Väternotruf informiert zum Thema

Amtsgericht Hildburghausen

Familiengericht

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Amtsgericht Hildburghausen

Johann-Sebastian-Bach-Str. 2

98646 Hildburghausen 

 

Telefon: 03685 / 779-0

Fax: 03685 / 779-222 

 

E-Mail: Poststelle@aghbn.thueringen.de

Internet: http://www.thueringen.de/th4/olg/gerichte_in_thueringen/landgericht_meiningen/ags/amtsgericht_hildburghausen/index.aspx

 

 

Internetauftritt des Amtsgerichts Hildburghausen (04/2016)

Informationsgehalt: miserabel

Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute in Thüringen eigentlich Steuern, wenn die Thüringische Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt. 

Kein richterlicher Geschäftsverteilungsplan im Internet, aber namentliche Angabe der Gerichtsvollzieher im Amtsgerichtsbezirk. Offenbar sind die Gerichtsvollzieher im Amtsgerichtsbezirk wichtiger als die Richter. Armes Deutschland.

 

 

Amtsgericht Hildburghausen - Geschäftsverteilungsplan

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten um Zusendung des aktuellen richterlichen Geschäftsverteilungsplanes. Diesen konnten wir auf Ihrer Internetseite leider nicht finden.

Mit freundlichen Grüßen

Anton

www.vaeternotruf.de

14.04.2016

 

 

Bundesland Thüringen

Landgericht Meiningen

Oberlandesgericht Jena

 

 

Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen: Maritta Windsheimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richterin am Amtsgericht Hildburghausen / Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen (ab 01.04.1998, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1992 unter dem Namen Maritta Schneider ab 14.08.1991 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Thüringen Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1998 unter dem Namen Maritta Schneider ab 20.05.1994 als Richterin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Maritta Schneider ab 01.04.1998 als Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Maritta Windsheimer ab 01.04.1998 als Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. ... zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz". Herzlichen Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. Siehe auch Info unten.  

Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Hildburghausen:

 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Thüringen beschäftigen am Amtsgericht Hildburghausen eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.

 

 

Jugendamt im Amtsgerichtsbezirk:

Jugendamt Landkreis Hildburghausen

 

 

Väternotruf Hildburghausen

August Mustermann

Musterstraße 1

98646 Hildburghausen

Telefon: 03685 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Richter: 

Roland Bär (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Richter am Amtsgericht Hildburghausen (ab 14.02.1995, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.02.1995 als Richter am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt.

Astrid Fleischmann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1957) - Richterin am Amtsgericht Hildburghausen (ab , ..., 2008, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 28.11.1995 als Richterin am Landgericht Meiningen - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 28.11.1995 als Richterin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Namensgleichheit mit: Joachim Fleischmann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Richter am Landgericht Meiningen (ab 06.04.1994, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 06.04.1994 als Richter am Landgericht Meiningen aufgeführt.

Olav Jenzewski (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1973) - Richter am Amtsgericht Hildburghausen (ab 12.06.2007, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 12.06.2007 als Richter am Amtsgericht Hildburghausen - abgeordnet - aufgeführt.

Maritta Windsheimer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richterin am Amtsgericht Hildburghausen / Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen (ab 01.04.1998, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1992 unter dem Namen Maritta Schneider ab 14.08.1991 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Thüringen Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1998 unter dem Namen Maritta Schneider ab 20.05.1994 als Richterin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Maritta Schneider ab 01.04.1998 als Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Maritta Windsheimer ab 01.04.1998 als Direktorin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. ... zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz". Herzlichen Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. Siehe auch Info unten. 

Martina Tews (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Richterin am Amtsgericht Hildburghausen (ab 06.10.1994, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 06.10.1994 als Richterin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. 2011: Familiengericht - Abteilung 2.

 

 

Abteilungen am Familiengericht Hildburghausen:

2 F - Martina Tews (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Richterin am Amtsgericht Hildburghausen (ab 06.10.1994, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 06.10.1994 als Richterin am Amtsgericht Hildburghausen aufgeführt. 2011: Familiengericht - Abteilung 2.

 

 

Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Hildburghausen tätig: 

Dr. Alfred Kerschenbaum (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Richter am Arbeitsgericht Passau (ab 01.03.2005, ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 06.10.1994 als Richter am Amtsgericht Hildburghausen - abgeordnet - aufgeführt.

 

 

Rechtspfleger:

 

 

Umgangspfleger:

Geeignete Umgangspfleger können Sie erfragen unter: www.umgangspfleger.de

No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Hildburghausen (ab 01.09.2009, ..., )

 

 

Ergänzungspfleger:

Geeignete Einzelpfleger können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de

Ergänzungspfleger die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtspflegschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf. 

No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Hildburghausen für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )

 

 

Vormund:

Ehrenamtlich geführte Vormundschaften führen wir hier nicht auf.

Jugendamtsmitarbeiter die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtsvormundschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf. 

Vom Jugendamt geführte Amtsvormundschaften können auf Grund einer Doppelzuständigkeit des Jugendamtes für Vormundschaft und Jugendhilfeleistungen zu Problemen führen und sind daher im allgemeinen nicht zu empfehlen. Vorgezogen werden sollte daher eine vom Jugendamt unabhängige professionelle Einzelvormundschaft. Geeignete Einzelvormünder können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de

No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Hildburghausen (ab 01.09.2009, ..., )

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Hildburghausen

überregionale Beratung

http://familienberatung-hildburghausen.de

 

 

Familienberatung Coburg

überregionale Beratung

http://familienberatung-coburg.de

 

 

Familienberatung Meiningen

überregionale Beratung

http://familienberatung-meiningen.de

 

 

Familienberatung Suhl

überregionale Beratung

http://familienberatung-suhl.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

 

Verfahrensbeistände:

 

 

Rechtsanwälte:

 

Rechtsanwälte Schleip & Paulus

Anja Schleip (auch Familienrecht)

Telefon: 03691 / 21 22 70

Fax: 03691 / 21 22 72

Markt 5

99817 Eisenach

E-Mail:

kanzlei@rechtsanwalt-eisenach.com

a.albrecht@rechtsanwalt-eisenach.com

Internet: http://www.rae-eisenach.de/kanzlei.html

 

 

Gutachter:

 

 

Betreuer:

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Amtsgerichtsbezirk

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Hildburghausen

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Hildburghausen

 

 


 

 

 

Busfahrer verliert Führerschein, weil er sich für DDR-Bürger hält

Ein 42-jähriger Busfahrer aus Südthüringen behauptete stur, weiterhin der DDR-Staatsbürgerschaft angehörig zu sein. Foto: Archiv Ein 42-jähriger Busfahrer aus Südthüringen behauptete stur, weiterhin der DDR-Staatsbürgerschaft angehörig zu sein. Foto: Archiv

Ein Busfahrer verliert seine Fahrerlaubnis, weil er sich für einen DDR-Bürger hält und ein ärztliches Gutachten verweigert. Das Meininger Verwaltungsgericht bestätigt den Entzug des Dokuments.

Meiningen. Wenn ein Autofahrer vor Gericht die Existenz der BRD anzweifelt, dann sind auch Zweifel an seiner Fahrtüchtigkeit angebracht - das jedenfalls ist die Erkenntnis, die sich aus einem aktuellen Urteil des Meininger Verwaltungsgerichts ergibt (Aktenzeichen 2 K297/11 Me)

Bereits im Jahr 2009 rollte ein Busfahrer in eine Verkehrskontrolle. Da er innerhalb der geschlossenen Ortschaft mit 9 km/h zu flott und ohne Gurt unterwegs war, brummte man ihm ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro plus 23,50 Euro Verwaltungsgebühren auf. Zusätzlich gab es für den Sünder einen Punkt in Flensburg.

Allerdings weigerte sich der 42-Jährige, die Strafe zu zahlen. Demzufolge wanderte der Vorgang ans Amtsgericht in Hildburghausen.

...

Peter Rathay / 07.03.12 / TA

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Busfahrer-verliert-Fuehrerschein-weil-er-sich-fuer-DDR-Buerger-haelt-1092513998

 

 


 

Jugendkriminalität

„Prävention statt Prestigeobjekte“

Amtsgerichtsdirektorin fordert: Jungen Leuten müssen wieder Werte vermittelt werden

Maritta Schneider, die Direktorin des Amtsgerichts Hildburghausen, ist auch als Jugendrichterin tätig. Foto: Waltraud Nagel

Immer jünger werden die Täter, immer brutaler die Taten. Durchschnittlich 150 Jugendstrafsachen werden jährlich auch am Amtsgericht in Hildburghausen verhandelt. Freies-Wort-Redakteurin Waltraud Nagel sprach zu diesem Thema mit Amtsgerichtsdirektorin Maritta Schneider.

Körperverletzung, Diebstahl – nicht selten ist in den Polizeiberichten von jugendlichen Tätern die Rede. Wie sehen sie die Entwicklung in ihrer Arbeit als Jugendrichterin?

Maritta Schneider: Nicht aus jeder Anzeige wird auch eine Anklage. Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe – da gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Verfahren auch mit Sanktionen abzuschließen, so dass nicht jeder jugendliche Straftäter gleich vor Gericht landen muss. Was konkret die Körperverletzungen angeht, sind für mich weniger die Fallzahlen dramatisch, bei denen zwar auch ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Viel beängstigender ist die Gewaltbereitschaft der jungen Leute und die Brutalität, mit der vorgegangen wird. Die Hemmschwelle ist extrem niedrig geworden. Gab es früher mal eine Schlägerei, war spätestens Schluss, wenn einer am Boden lag. Jetzt wird dann erst noch mal richtig draufgehauen oder zugetreten.

Welche Rolle spielen Alkohol und Drogen bei solchen Straftaten?

M. Schneider: Bei Gewaltstraftaten ist fast immer Alkohol im Spiel, und das zum Teil mit relativ hohen Promillewerten. Es wird gefeiert, getrunken, und dann geht's los ... Es sind in letzter Zeit auch weniger die Einzeltäter, die mal aus irgendeinem Grund aneinander geraten. Es sind immer häufiger Gruppen, die ausziehen, um Einzelnen oder anderen Gruppen eine „Abreibung“ zu verpassen. Straftaten unter Drogen spielen hier noch eine untergeordnete Rolle. Es gibt natürlich Anklagen und Verurteilungen wegen Drogenbesitzes und/oder -erwerbs bzw. Handeltreibens, allerdings erst an vierter Stelle nach Verkehrsstraftaten, Diebstahl und Unterschlagung sowie Körperverletzungen. Aber dabei geht es hier im ländlichen Raum an unserem Amtsgericht auch nur um geringere Mengen. Noch jedenfalls.

Bei jugendlichen Straftätern soll das Gerichtsurteil ja vor allem auch erzieherische Wirkung haben. Wie nutzen Sie den Spielraum zwischen Auflagen zu gemeinnütziger Arbeit und Haftstrafe?

M. Schneider: Das hängt natürlich immer von der konkreten Tat ab und davon, ob der jugendliche Angeklagte Einsicht und Reue erkennen lässt oder ob es sich um einen offenbar unverbesserlichen Wiederholungstäter handelt. Natürlich steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund, aber ein Richter kann nicht leisten, was bisher vielleicht von Familie und Gesellschaft versäumt wurde. Ab einem bestimmten Punkt bleibt nichts anderes als Arrest oder gar Jugendstrafe. Ansonsten bin ich eine große Verfechterin tatspezifischer Weisungen und Auflagen.

Tatspezifische Auflagen – was verstehen sie darunter?

M. Schneider: Am besten nenne ich da ein paar Beispiele: Ich habe von jugendlichen Straftätern wegen antisemitischer Äußerungen verlangt, das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald zu besuchen und sich anschließend in einem Aufsatz damit auseinanderzusetzen oder eine Dokumentation über die in Hildburghausen verlegten Stolpersteine zu fertigen und Lebensläufe von drei der Persönlichkeiten, derer mit diesen Steinen gedacht werden soll, zu schreiben. In einem anderen Fall haben Jugendliche nach reichlich Alkoholgenuss auf einem Friedhof Grabsteine umgeworfen. Sie mussten sich persönlich bei den Angehörigen entschuldigen, den angerichteten Schaden wieder gut machen und auf dem Friedhof gemeinnützige Arbeit leisten.

Aber ich erteile manchmal als Bewährungsauflage auch „einfach nur“, eine Maßnahme des Arbeitsamtes bis zu Ende durchzuziehen oder die begonnene Ausbildung abzuschließen. Denn es stehen auch junge Leute vor mir, die eine wirklich „verkorkste“ Kindheit und Jugend hatten, denen keinerlei Normen und Werte vermittelt wurden.

Die Auflagen sind das eine, ihre Einhaltung das andere. Wer kontrolliert das?

M. Schneider: Es gibt eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe hier im Landkreis. Was da geleistet wird, ist wirklich große Klasse. Die Jugendlichen werden schon im Vorfeld der Gerichtsverhandlung betreut, wenn diese den Weg zur Jugendgerichtshilfe finden. Eingeladen werden alle. Es gibt auch Unterstützung, damit Auflagen und Weisungen erfüllt werden können.

Und die Jugendgerichtshilfe kontrolliert natürlich auch, so dass ich hier im Gericht immer auf kurzem Weg ein Feedback habe. Das ist nicht in jedem Landkreis so. Aber hier hat man offensichtlich die Bedeutung dieser Arbeit erkannt, die ein ganzes Stück Prävention ist, damit der oder die Jugendliche nicht in kurzer Zeit schon wieder mit dem Gesetz in Konflikt kommen.

Stichwort Prävention. Was wäre da aus ihrer Sicht zu tun, um junge Leute, sagen wir mal: „Auf dem Pfad der Tugend“ zu halten?

M. Schneider: Mit einem Satz: Man muss ihnen Werte vermitteln. Das wird in vielen Elternhäusern schon nicht mehr geleistet und auch von der Gesellschaft versäumt. Statt einen teuren Jugend-Strafvollzug aufzubauen (die vorhandenen Sanktionsmöglichkeiten sind völlig ausreichend, sie müssen nur angewendet werden), würde ich das Geld in Präventionsprojekte stecken, wo auch eine solche Wertevermittlung stattfinden kann. Das müssen nicht immer große Dinge sein. Es ist für mich immer wieder erschreckend, in welchen persönlichen Verhältnissen die jungen Leute leben, die vor mir stehen. Die wenigsten haben eine sinnvolle Freizeitgestaltung. „Spätestens um 11 Uhr stehe ich auf, weil da meine Serien im Fernsehen anfangen“, höre ich oft. Da müssen Alternativen geboten werden.

Und wie könnten die aussehen, ganz konkret hier in Hildburghausen?

M. Schneider: Statt in überdimensionierte Prestigeobjekte wie Theater oder gläserner Fahrstuhl mehr Geld in die Jugendarbeit stecken. Wohlgemerkt: Dass unser historisches Theater saniert wird, finde ich sehr gut. Aber eine Nummer kleiner hätte es für Hildburghausen vielleicht auch getan. Dann hätte man eventuell Geld für den Ausbau des Freizeittreffs in der Waldstraße. Es werden mehr Streetworker gebraucht, die auf die jungen Leute zugehen, da wo sie sind und nicht warten, dass sie von sich aus in Jugendtreffs kommen.

Der Kreisjugendring, der eine sehr gute Arbeit leistet, braucht mehr finanzielle Unterstützung, ebenso die Vereine, die sich um junge Leute kümmern. Hier werden im Miteinander, in der gemeinsamen Freizeitgestaltung Werte vermittelt. Nur so wird auch gerade in Hildburghausen eine Alternative zur rechten Szene geboten, und auch das finde ich sehr wichtig.

06.08.2008

www.freies-wort.de/nachrichten/regional/hildburghausen/hildburghausenlokal/art2480,858144

 

 

 


zurück