Väternotruf informiert zum Thema

Staatsanwaltschaft Kiel

Otto Tschadek - Ehrenbürger von Kiel (* 31. Oktober 1904 in Trautmannsdorf, Niederösterreich; † 4. Februar 1969 in Wien) - Verurteilte als Marinerichter in Kiel Ernst Stabenow am 21. September 1942 wegen Fahnenflucht zum Tode - und zusätzlich auch noch zum "Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebzeiten und zu fünf Jahren Zuchthaus und einer Geldstrafe von RM 400". 1943 ließ der spätere SPÖ-Politiker Ludwig Becker als "Volksschädling" hinrichten. Im November 1944 verhängte er gegen den Marinesoldaten Heinrich Laurien wegen angeblicher Plünderung die Todesstrafe. Dieses Urteil war offenbar selbst seinen Vorgesetzten zu hart, es wurde in eine Zuchthausstrafe umgewandelt. Kurt Kuschke, den Tschadek wegen sogenannter Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte, wurde am 8. Jänner 1943 hingerichtet.[2] - http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Tschadek


 

 

Staatsanwaltschaft Kiel

Schützenwall 31-35

24114 Kiel

 

Telefon: 0431 / 604-0

Fax: 0431 / 604-3469

 

E-Mail: poststelle@staki.landsh.de

Internet: www.sta-kiel.schleswig-holstein.de

http://www.schleswig-holstein.de/GSTA/DE/Staatsanwaltschaften/StaatsanwaltschaftKiel/StaatsanwaltschaftKiel_node.html

 

 

Internetauftritt der Staatsanwaltschaft Kiel (01/2014)

Informationsgehalt: miserabel

Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute in Schleswig-Holstein eigentlich Steuern, wenn die Schleswig-Holsteinische Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt.

26.04.2012: Steuern. Abgabenlast in Deutschland am zweithöchsten. 49,8 Prozent des Gehalts sind für den Staat - http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article106228352/Spitze-in-der-Steuerwelt.html

 

 

Bundesland Schleswig-Holstein

Landgericht Kiel

 

 

Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kiel: No Name - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab , ..., 2014) 

Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kiel: Birgit Heß (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - stellvertretende Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 07.05.2010, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.03.2005 als Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 07.05.2010 als stellvertretende Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Die Welt -18.06.2011: "Der Serienmörder von nebenan" - siehe unten.

 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Schleswig-Holstein beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Kiel eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Staatsanwälten und sonstigen Mitarbeitern.

 

Der Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Kiel umfasst den Landgerichtsbezirk Kiel.

 

 

Übergeordnete Generalstaatsanwaltschaft:

Generalstaatsanwaltschaft Schleswig

 

 

Väternotruf Kiel

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Materialien zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Staatsanwälte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Staatsanwälte:

Axel Bieler (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.01.2005, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2002 als Staatsanwalt - abgeordnet an das Justizministerium Schleswig-Holstein - aufgeführt.

 

 

Michael Bimler (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1970) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 25.06.2002, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.05.1999 als Richter/Staatsanwalt auf Probe im OLG-Bezirk Schleswig aufgeführt.  http://folksvalue.de/fall-geschaeftsverteilungsplan.html

Dr. Matthias Daxenberger (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 20.05.200, ..., 2011) - Die Welt -18.06.2011: "Der Serienmörder von nebenan" - siehe unten

Birgit Heß (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - stellvertretende Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 07.05.2010, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.03.2005 als Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 07.05.2010 als stellvertretende Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Die Welt -18.06.2011: "Der Serienmörder von nebenan" - siehe unten.

Burger Lux (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.11.2006, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.07.1981 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt.

Anne Oeffner (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1979) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 23.06.2010, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 01.11.2007 als Staatsanwältin im Beamtenverhältnis auf Probe im OLG-Bezirk Schleswig aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 23.06.2010 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt.

Carsten Ohlrogge (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.06.2007, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 09.06.1994 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft  Itzehoe aufgeführt.

Alexander Ostrowski (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 03.02.2003, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 26.07.2000 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. http://folksvalue.de/fall-geschaeftsverteilungsplan.html

Matthias Pfaff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1970) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 23.08.2006, ..., 2010) - Namensgleichheit mit: Matthias Pfaff (geb. ....) - Richter am Amtsgericht Tiergarten (ab , ..., 2008, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz unter dem Namen Matthias Pfaff nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994, 2000 und 2002 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Landgericht Berlin aufgeführt. Dienstantritt am Landgericht Berlin wohl um 1992. Im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Tiergarten aufgeführt. 

Roesch (geb. ....) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab , ..., 2010) 

Manfred Schulze-Ziffer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 23.09.1991, ..., 2012) - 09.08.2011: "Ex-Aufsichtsratschef von Beate Uhse in Untersuchungshaft. Wegen Bestechung und Beteiligung an Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen einen ehemaligen Aufsichtsratschef der Beate Uhse AG. Der Beschuldigte befindet sich seit Samstag in Untersuchungshaft, wie der Kieler Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Montag sagte. ... - http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article1726749/Ex-Aufsichtsratschef-von-Beate-Uhse-in-Untersuchungshaft.html

Spitz (geb. ....) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab , ..., 2006)

Gesa Theede (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 24.04.2003, ..., 2014)  - im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.01.2001 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Schleswig aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 24.04.2003 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Namensgleichheit mit: Kai-Uwe Theede (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Vorsitzender Richterin am Oberlandesgericht Rostock / Vizepräsident am Oberlandesgericht Rostock (ab 12.02.2015, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 11.05.1999 als Richter am Landgericht Schwerin aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 27.09.2002 als Richter am Oberlandesgericht Rostock aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 17.03.2008 als Vizepräsident am Landgericht Neubrandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 17.12.2010 als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Rostock aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 12.02.2015 als Vizepräsident am Oberlandesgericht Rostock aufgeführt.

Dr. Carolin Urban (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1977) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 16.07.2010, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2007 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Schleswig - bei den Staatsanwaltschaften - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 16.07.2010 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. 2010: Richterin in Flensburg?

Matthias von Zastrow (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz"  1948) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.04.1982, ..., 2010) - 2009 offenbar nicht als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel tätig? Husumer Nachrichten 03.07.2010: "19-jährige Frau entkam einer Zwangsheirat in der Türkei" - Anklage vor dem Amtsgericht Plön.

 

 

 

* Uwe Jens Ohlen

* Ulrich Broszat

* Michael Klieber

* Olaf Johannsen

* Helga Haars

* Axel Heller

* Elke Noack-Döllel

* Jörn Kruse

* Alfred Riemann

* Armin Bauchrowitz

* Christina Johanna Biermann

* Klaus Junker

* Thomas Ronsfeld

* Bernd Ruppel

* Heinz-Joachim Toll

* Günther Hamann

* Bernd Biermanski

* Lutz Nagel

* Axel Goos

* Ingeborg Vollert

* Henrik Nietardt

* Horst Wanschura

* Anke Niebel

* Ulrike Bartscher

* Kerstin Mertens

* Ulrich Lürssen

* Juliane Riemann-Prehm

* Jutta Reimer

* Barbara Gradl-Matusek

* Ralph Dawert

* Thomas Welz

* Bernd Winterfeldt

* Angelika Prätorius

* Sabine Bauchrowitz

* Heike Janssen-Gorontzy

* Knut Güniker

* Ingo Plewka

* Anja Fischer-Löwitsch

 

 

Amtsanwälte:

Lischcke - Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab , ..., 2013)

 

 

Nicht mehr als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel tätig:

Ralf-Peter Anders (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - stellvertretender leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck (ab 01.07.2012, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2006 ab 29.12.1998 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 01.06.2007 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 01.07.2012 als stellvertretender leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck aufgeführt. Ralf Peter Anders: "Zur Problematik öffentlicher Sexualstraftäterdateien", in: "Juristische Rundschau", 5/2011. 02.01.2014: "Herforderin sticht 38-Jährigen nieder. Mordkommission ermittelt - Frau nach Streit in Lübecker Wohnung in die Psychiatrie eingewiesen. http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2014-01-02-herforderin-sticht-38-jaehrigen-nieder-9320291/613/ - ausführlich siehe unten.

Heyko von Emden (Jg. 1941) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 29.06.1995, ..., 2002)

Heinz Döllel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - stellvertretender Generalstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein (ab 26.05.2000, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 30.05.1979 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1994 ab 11.02.1992 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ab 26.05.2000 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 26.05.2000 als stellvertretender Generalstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.

Aike Dopp (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 17.08.2001, ..., 2002) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 17.08.2001 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Dopp nicht Kiel aufgeführt. Namensgleichheit mit: Rainer Dopp (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - Staatssekretär im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern (ab 07.11.2006, ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 1982 ab 06.07.1979 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel - abgeordnet an das Justizministerium Schleswig-Holstein - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1988 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig abgeordnet an das Justizministerium Schleswig-Holstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.07.1991 als Ministerialdirigent im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern aufgeführt.

Rainer Dopp (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - Staatssekretär im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern (ab 07.11.2006, ..., 2011) - im Handbuch der Justiz 1982 ab 06.07.1979 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel - abgeordnet an das Justizministerium Schleswig-Holstein - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1988 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig abgeordnet an das Justizministerium Schleswig-Holstein aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.07.1991 als Ministerialdirigent im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern aufgeführt. Namensgleichheit mit: Aike Dopp (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 17.08.2001, ..., 2002) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 17.08.2001 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Dopp nicht Kiel aufgeführt.

Kuno Fischer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1943) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.05.2005, ..., 2008)

Christina Goedelt (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1945) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.05.2001, ..., 2008) - Namensgleichheit mit: Uwe Goedelt (Jg. 1944) - Vorsitzender Richter am Schleswig-Holsteinischen Landessozialgericht (ab 27.02.1991, ..., 2002)

Thomas Michael Hoffmann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1950) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck (ab 10.11.2011, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 09.10.1980 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 29.02.1988 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 10.11.2011 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck aufgeführt.

Reiner Hüper (Jg. 1941) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 27.07.1999, ..., 2004) - http://www.im.nrw.de/inn/seiten/korr/5_tagung/dokumente/kaeppel.pdf

Ingo Jendruschewitz (Jg. 1944) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 11.02.1985, ..., 2002)

Kay Nehm (* 4. Mai 1941 in Flensburg) ist ein deutscher Jurist. Als Nachfolger von Alexander von Stahl war er vom 7. Februar 1994 bis zum 31. Mai 2006 Generalbundesanwalt der Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Jurastudium in München, Freiburg im Breisgau und Kiel arbeitete Nehm zunächst in der Staatsanwaltschaft in Kiel und später am Bundesgerichtshof. Anfang der 1980er Jahre wurde er zum Bundesanwalt in der Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof berufen (der Staatsanwaltschaft innerhalb der Justizgewalt des Bundes). 1991 wechselte er in das Amt eines Richters am Bundesgerichtshof, wo er dem 4. Strafsenat angehörte, wechselte jedoch schon 1994 wieder vom Gericht in die Bundesanwaltschaft zurück und übernahm als Generalbundesanwalt ihre Spitze. - http://de.wikipedia.org/wiki/Kay_Nehm

Gernot Schinke (Jg. 1939) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 01.08.1981, ..., 2002)

Peter Schwab (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 23.03.1998, ..., 2014) http://www.premiumpresse.de/ermittlungen-des-leitenden-oberstaatsanwalts-staakiel-peter-schwab-leiden-unter-mangelnden-willen-der-strafverfolgung-PR443083.html

Dr. Paul Thamm (geb. 25.03.1904) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 15.07.1945, ..., 1958) - im Handbuch der Justiz 1958 ab 15.07.1945 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt. Über seine Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus, Mitgliedschaften in nationalsozialistischen Organisationen, eventuelle Beteiligungen an nationalsozialistischen Unrecht oder eine eventuelle Teilnahme an Justizverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus liegen uns derzeit folgende Information vor: "In zwei Verfahren (1945 bis 1950 und 1961 bis 1965) wurde gegen mutmaßliche Verantwortliche der Patientenmorde in Schleswig-Holstein ermittelt. Beide Verfahren wurden eingestellt, ohne daß nur einer der Beschuldigten strafrechtlich belangt wurde; beide Verfahren leitete der Oberstaatsanwalt Dr. Paul Thamm, der als Ankläger des schleswig-holsteinischen Sondergerichtes ein exponierter Repräsentant der NS-Unrechtsjustiz gewesen war." - Ausführlich siehe unten. Am Landgericht Flensburg werden ja schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten NS-Täter mit einer Gedenktafel im Gebäude des Landgerichtes geehrt und gedacht. Fehlt nur noch eine Gedenktafel für Paul Thamm den Ankläger des schleswig-holsteinischen Sondergerichtes im Landgericht Kiel und späteren Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel, dann noch eine Gedenkbüste für Adolf Hitler im Justizministerium des Landes Schleswig-Holstein und der braune Spuk hat in dem braunen Bundesland im Norden der Republik auf ganzer Linie triumphiert. Pfui Deibel Deutschland.

Uwe Wick (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1942) - stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel (ab 18.10.2000, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 und 2010 ab 18.10.2000 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Kiel aufgeführt.

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org 

 

Familienberatung Kiel 

überregionale Beratung

http://loesungsraum-kiel.de

  

 

Rechtsanwälte:

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Kiel

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de 

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

 


 

 

Die Welt

Autor: André Zand-Vakili und Miriam Schmidt| 18.06.2011

Der Serienmörder von nebenan

27 Jahre nach der letzten Tat gestand ein 64-Jähriger, fünf Frauen getötet zu haben

Eine Gen-Spur im Mordfall an einer Schwesternschülerin überführte den Täter. Dann gestand er die anderen Taten

Die Ermittler überprüfen nun weitere ungeklärte Fälle in ganz Deutschland

...

"Uns ist es gelungen, eine bemerkenswerte Serie von Straftaten aufzuklären", sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Freitag in Kiel. Die fünf jungen Frauen im Alter von 15 bis 22 Jahren wurden zwischen 1969 und 1984 im Raum Hamburg, Norderstedt und Segeberg getötet. ...

...

Die Ermittler beschäftigt nun vor allem, ob der Mann weitere Morde begangen haben könnte. "Darauf liegt unser besonderes Augenmerk, aber das streitet er vehement ab", berichtete Winkler. Es würden nun ungeklärte Morde in ganz Deutschland auf einen Zusammenhang überprüft. Der Haftbefehl gegen den Mann soll auf alle fünf Morde ausgeweitet werden, sagte Staatsanwalt Matthias Daxenberger.

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http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13436449/Der-Serienmoerder-von-nebenan.html

 

 

Kommentar Väternotruf:

So komfortabel wie für die Mutter aus Darry, die ihre fünf Kinder ermordete - siehe nachfolgend - wird es für den Frauenmörder sicher nicht werden, denn ihm wird der Gutachter fehlen, der ihm "eine schwere psychische Störung" bescheinigt.

Dabei liegt es doch auch ohne Gutachter auf der Hand, dass ein Mann, der fünf Frauen ermordet "eine schwere psychische Störung" hat oder zumindest hatte, denn ohne eine solche "schwere psychische Störung" macht man nun mal so etwas nicht.

Und die Moral von der Geschicht`, bist du Frau, dann kommst du in die Psychiatrie, bist du Mann, dann kommst du in den Knast. Das nennt man auch Geschlechtergerechtigkeit.

 

 

 


 

 

Landesbüro Schleswig-Holstein

Offizielle Amtseinführung von Martin Lämmerhirt als Leiter des WEISSEN RINGS Kiel

Kiel – Im Rahmen einer Feistunde in den Räumen des Kieler Kanu – Klubs, mit einem herrlichen Blick auf die Kieler Förde, erfolgte nun die Amtseinführung von Martin Lämmerhirt als Leiter des WEISSEN RINGS, Außenstelle Kiel. Neben vielen Ehrengästen waren auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Außenstelle zu diesem besonderen Anlass erschienen.

Uwe Rath, amtierender Landesvorsitzender des WEISSEN RINGS begrüßte die Gäste. Besonders erwähnte er dabei den Leitenden Oberstaatsanwalt Peter Schwab, Staatsanwaltschaft Kiel, die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kiel, Anke Haß sowie von der Kieler Polizei Ute Liebe, Frank Knoop, Matthias Kuchinke, Rolf Tönsing und Harald Waldhör.

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Im Januar 2011 hatte der 67-jährige Martin Lämmerhirt aus Kiel bereits die Leitung des WEISSEN RINGS, Außenstelle Kiel übernommen. Ihm zur Seite stehen 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach dem Ausscheiden von Renate Robertson – Henning Ende Juli 2009 leitete Lämmerhirt zunächst die Außenstelle kommissarisch.

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https://www.weisser-ring.de/internet/landesverbaende/schleswig-holstein/landesverband-schleswig-holstein/news/details/article/18969/172/index.html

 

 


 

 

Mutter aus Darry tötete fünf Kinder im Wahn

7. August 2008, 14:32 Uhr

Sieben Monate nachdem eine Mutter in Darry ihre fünf Kinder getötet hat, steht die 32-Jährige vor Gericht. Ein Gutachter bescheinigt der Frau nun eine schwere psychische Störung. Der Fall hatte Ende 2007 für Entsetzen gesorgt, weil die Behörden von dem Zustand der fünffachen Mutter wussten.

Prozess um getötete Kinder von Darry beginnt

Der Prozess gegen die Mutter von Darry läuft: Michael K., der Vater von drei der fünf getöteten Kinder, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Psychologen, die seine Frau behandelt haben.

Die 32-jährige Mutter aus Darry hat ihre fünf Söhne nach Ansicht eines Gutachters im Wahn getötet. Sie habe eine paranoide Schizophrenie und zum Tatzeitpunkt sei ihre Einsichtsfähigkeit aufgehoben gewesen, sagte der Psychiater Wolf-Rüdiger Jonas vor dem Landgericht Kiel. Im Sinne des Gesetzes habe Steffi K. eine krankhafte Störung und leidet unter paranoider Schizophrenie. Wenn sie aufgrund einer Behandlung irgendwann erkennen könnte, was sie getan habe, würde sie in ein „tiefes Loch“ fallen, prognostizierte der Experte.

Die 32-Jährige soll Anfang Dezember 2007 ihre fünf Söhne im Alter von drei bis neun Jahren in dem Haus der Familie mit Schlafmitteln betäubt, ihnen Tüten über den Kopf gezogen und sie erstickt haben. „Aus meiner Sicht ist sie zu diesem Zeitpunkt eindeutig krank und behandlungsdürftig gewesen“, sagte Jonas.

Auch nach dem Tod der Jungen will die Mutter noch immer in Kontakt zu ihnen stehen. Sie zeichne Spielpläne für die Söhne. Über eine verstorbene Großmutter wolle sie erfahren haben, dass der älteste Sohn Justin ihr mittlerweile verziehen habe.

Der Gutacher führte aus, dass K. mindestens seit Anfang 2006 und vermutlich schon seit mindestens 2000 in einem Wahnsystem lebte. Sie habe nach eigenen Angaben zunehmend Stimmen aus dem Jenseits gehört, die ihre Kinder bedroht hätten. „Diese Wahnsysteme sind sehr hartnäckig und sie wachsen“, erklärte Jonas. Auch seien sie für die Betroffenen nicht „diskutabel“.

K. habe die Rettung nach eigenen Angaben nur darin gesehen, ihre Kinder „im Jenseits in Sicherheit zu bringen“. So habe sie den Plan gefasst, sie zu töten und etwa drei Wochen zuvor begonnen, den Plan auch umzusetzen. „Das Traurige ist, dass die Konsequenz eine zutiefst altruistische gewesen ist“, sagte der Psychiater und weiter: „Es ging immer um den Wunsch, die Kinder zu befreien.“

Zuvor hatte das Gericht den Psychologen aus Preetz befragt, der die Angeklagte bereits 2006 und 2007 behandelte. Wenige Monate vor der Tragödie, hatte der Mann einen akuten Handlungsbedarf gesehen. „Das war eine akute Schizophrenie paranoiden Charakters“, sagte der Psychologe. Eine stationäre Behandlung habe die Frau abgelehnt, wollte aber Medikamente nehmen und sich auf eine ambulante Behandlung einlassen. Er habe auf die positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr vertraut.

Gut eine Woche vor der Familientragödie war die 32-Jährige noch einmal in der Ambulanz des Preetzer Krankenhauses erschienen und hatte von Schlafstörungen und Alpträumen berichtet. Von Stimmen und Dämonen habe sie zu diesem Zeitpunkt jedoch nichts erwähnt, sagte der Psychologe.

Die Tat hatte im vergangenen Dezember bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nach einem Hinweis der Mutter fand die Polizei in einem Einfamilienhaus in dem nahe der Ostseeküste gelegenen Örtchen Darry die fünf toten Jungen. Die Mutter versuchte nach der Tat offenbar, sich das Leben zu nehmen. Mit schweren Schnittverletzungen an beiden Armen fuhr sie zu der psychiatrischen Klinik, wo sie als Patientin bekannt war, und gestand dort einem Arzt die Tat.

Seit Ende Juni läuft das sogenannte Sicherungsverfahren in Kiel. Die Staatsanwaltschaft will K. dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik unterbringen. Für den Nachmittag waren die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung geplant.

http://www.welt.de/vermischtes/article2283114/Mutter-aus-Darry-toetete-fuenf-Kinder-im-Wahn.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Was macht frau, um sie sich nicht mit ihrer Schuld am Tod der eigenen Kinder auseinandersetzen will? Sie bleibt im Wahn. Das ist bequem und vermeidet einen Schuldspruch und langjährige Gefängnishaft. Richter, Staatsanwälte, Psychiater, alle sind zufrieden. Klappe zu, Affe tot.

 

 


 

 

 

Prozess um getötete Kinder von Darry

Mutter wegen Totschlags vor Gericht

zuletzt aktualisiert: 27.06.2008 - 12:25

Kiel (RPO). Im Dezember letzten Jahres soll Steffi B. ihre fünf Söhne im Alter von drei bis neuen Jahren mit Schlafmitteln betäubt und anschließend erstickt haben. Danach versuchte sich die angeblich psychisch gestörte 31-Jährige selbst umzubringen. Am Freitag beginnt in Kiel der Prozess wegen fünffachen Totschlags.

Fotos

Ein Polizeiband sperrt den Garten des Hauses in Darry/Ostholstein ab, in dem die Polizei die Leichen von fünf Kindern gefunden hatte.

Ein Kameramann macht Aufnahmen von dem Einfamlienhaus. Das Dorf im Kreis Plön steht seit Entdeckung der Leichen unter Schock.

Ein Polizeiwagen steht vor der Grundschule in Darry. Seelsorger kümmerten sich um die Kinder. Auch die Eltern waren erschütter.

Hier lebte die Familie. Die offenbar psychisch kranke Mutter soll ihre Kinder mit Schlaftabletten betäubt und dann mit einer Plastiktüte erstickt haben, wie der NDR berichtete.

Fünf Kinderleichen in Darry entdeckt

Steffi B. leidet an einer "krankhaften seelischen Störung". Da ist sich die Kieler Staatsanwaltschaft sicher. Diese mache es der Mutter der fünf getöteten Kinder aus dem schleswig-holsteinischen Darry unmöglich, "das Unrecht ihrer Taten einzusehen". Ab Freitag muss sich die 31-Jährige wegen Totschlags in fünf Fällen vor dem Landgericht Kiel verantworten. In dem Sicherungsverfahren geht es um die Frage, ob die Frau dauerhaft in einer psychiatrischen Fachklinik untergebracht wird.

Die Beschuldigte soll ihre fünf Jungen Aidan, Ronan, Liam, Jonas und Justin im Alter zwischen drei und neun Jahren am 4. oder 5. Dezember 2007 in ihrem Wohnhaus in dem 500-Einwohner-Dorf im Landkreis Plön getötet haben. Sie habe die Kinder zunächst mit Schlafmitteln betäubt und anschließend erstickt. Nach der Tat erschien die Frau in einer psychiatrischen Klinik im holsteinischen Neustadt - mit offenbar von einem Selbstmordversuch stammenden Schnittverletzungen an den Armen. Dort berichtete sie auch von der Tat.

Vorwürfe gegen Behörden

Nach der Familientragödie wurden Vorwürfe gegen die Behörden im Landkreis Plön laut. Diese hatten schon lange vor dem Tod der Kinder um die psychischen Probleme der Frau, deren Probleme mit Ehemann und Kindern gewusst. Knapp vier Monate vor der Tat hatte eine Nachbarin der Familie den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) eingeschaltet. Auch der Ehemann meldete sich beim ASD, berichtete von "religiösen Fantasien" seiner Frau. ASD-Leiterin Petra Ochel machte daraufhin einen Hausbesuch, fand jedoch "keine akute Krisensituation" vor.

Mitte August 2007 wurde die Frau schließlich in der psychiatrischen Abteilung des Kreiskrankenhauses in Preetz untersucht. Freiwillig will Steffi B. nicht in eine Klinik, eine Zwangsunterbringung der Frau hielt der Arzt allerdings nicht für erforderlich. Bei mehreren Hausbesuchen in den folgenden Wochen deutete scheinbar nichts auf die drohende Katastrophe hin. Nach Angaben der Kreisverwaltung wurden die Eltern davon überzeugt, Antrag auf Jugendhilfe zu stellen. Diese lief aber sechs Tage vor der Tat aus.

 

Söhne von Dämonen besessen

Der Ehemann der Angeklagten erhob nach dem Tod der Kinder schwere Vorwürfe gegen die Behörden und den Psychiater seiner Ehefrau. Er will bereits im August ein Tonband aufgenommen haben, auf dem die Mutter der Kinder behaupte, ihre Söhne seien von Dämonen besessen. Seinen Angaben zufolge konnte die Frau "schlagartig umschalten", sobald Fremde in der Nähe waren. Dann habe sie ganz normal gewirkt.

Am 4. Dezember verließ der Ehemann und Vater von drei Kindern nach Eheproblemen schließlich das Haus. Die beiden anderen Kindern stammen aus einer ersten Ehe der Angeklagten. Am folgenden Tag entdeckte die Mordkommission die Kinderleichen.

Für den Prozess vor dem Landgericht Kiel sind vier Verhandlungstage vorgesehen. Rund zehn Zeugen will das Gericht hören. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass zu Teilen der Vernehmung der Beschuldigten oder von Zeugen die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird", sagt Landgerichtssprecherin Susanne Bracker.

 

 


 

 

Fall Darry bleibt ohne Konsequenzen

Psychisch kranke Mutter erstickte ihre fünf Kinder, Staatsanwalt will keine Klage erheben / Amt: Hilfsnetz hat funktioniert

23.2.2008 0:00 Uhr

Von Steffen Kraft, Darry

Dort, wo sie die Kinder gefunden haben, sieht man jetzt zwei dunkle Flecken. Einen kleinen, nicht größer als ein Kinderkopf, und einen längeren, vielleicht einen halben Meter, als hätte jemand ein Glas Wasser verkippt. „Hier hat sie den letzten Schritt getan“, sagt Michael Kitzmuller. Er ist der Vater von drei der fünf Kinder, die Anfang Dezember von ihrer psychisch kranken Mutter Steffi im schleswig-holsteinischen Dorf Darry zuerst mit Schlafmittel betäubt und dann mit Plastiktüten erstickt worden sein sollen. Kitzmuller, 35, besucht das Haus in Darry, den Raum mit dem blauen Teppich, in dem er bis zum 4. Dezember 2007 wohnte – dem Tag, an dem seine Frau ihn hinausbugsierte und dann zur Tat schritt.

Michael Kitzmuller sucht die Nähe der Kleider und Spielsachen, er nimmt einen gelben Stoffbär, drückt ihn an sich. Dann sagt er: „Die Erinnerungen geben mir Kraft.“ Er braucht sie, denn es sieht so aus, als würde der Tod seiner Kinder kaum Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel wird keine Anklage erheben, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Wegen der Schizophrenie der Mutter werde die Behörde lediglich die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt beantragen. Petra Ochel, die Leiterin des sozialpsychiatrischen Dienstes, ist immer noch im Amt – ebenso wie der Psychiater, der Steffi, 31, vor der Tat behandelt hatte.

Die Vernetzung der Behörden habe im „Fall Darry“ funktioniert, teilt die Kreisverwaltung auf Anfrage des Tagesspiegels mit. Michael Kitzmuller hatte die Behörden Monate vor der Tat um Hilfe gebeten und den Ärzten sogar ein Tonband gegeben, auf dem Steffi davon sprach, die Kinder seien von Dämonen besessen. Die Ärzte sahen darin offenbar keine Gefahr für die Kinder. Für Michael Dettling, Leiter der sozialpsychiatrischen Abteilung an der Berliner Charité, ist das zumindest fragwürdig: „Der sozialpsychiatrische Dienst und der behandelnde Psychiater hätten die Frau mit ihren Wahnvorstellungen konfrontieren müssen.“

Michael Kitzmuller steigt die Treppen bis in den ersten Stock hinauf. Dort soll seine Frau Steffi die Kinder betäubt haben, bevor sie sie zum Sterben nach unten trug. In dem Raum liegt eine Matratze, davor steht ein Fernseher. Seine Lautsprecher sehen aus wie die Ohren von Mickey Maus, daneben liegt ein Heidi-Zeichentrickfilm. „Vielleicht haben die Kinder das als Letztes gesehen“, sagt Kitzmuller.

Im Nebenzimmer, auf dem Bett, das einst Steffi gehörte, liegt eine Schachtel mit Medikamenten. „Zolpidem“ steht darauf, laut Beipackzettel dient es normalerweise zur „Behandlung von Schlafstörungen“. Im Zimmer findet sich auch die Quittung über eine Anzahlung bei einem Reisebüro im nahen Lütjenburg. „Sie hatte mir für Silvester eine Reise nach Irland gebucht“, sagt Kitzmuller. Er glaubt, dass Steffi die Tat lange geplant hatte.

Auf einer Kommode neben der Tür liegt ein buntes Büchlein. Es ist das Schwangerschaftstagebuch, das Steffi vor der Geburt ihres ersten Kindes führte. Auf Seite 90 steht: „Weißt du, früher hatte ich immer Angst, die Welt könnte irgendwann kaputtgehen und ich müsste sterben – aber jetzt sehe ich es anders.“ 

 

— „Spiegel-TV-Magazin“ zeigt Michael Kitzmullers Besuch in Darry am Sonntag um 22 Uhr 25 auf RTL.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 23.02.2008)

www.tagesspiegel.de/weltspiegel/;art1117,2481997

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Wer nicht angeklagt wird, kann weder frei noch schuldig gesprochen werden, das ist doch ganz praktisch. Man sollte das auf alle Mörder und Totschläger/innen ausdehnen, dann würden sich die Steuerzahler/innen eine Menge Geld für Gefängnisplätze sparen und der Wilde Westen hätte fortan Konjunktur in Deutschland.

Während man im Neuköllner Fall "Vierjähriger mit Gürtel verprügelt" (Berliner Zeitung, 22.02.2008) gegen die Mutter noch ermittelt, sieht es so aus, als ob die Staatsanwaltschaft in Kiel, die fünffache Kindesmörderin nicht weiter strafrechtlich belästigen möchte und daran statt dessen darüber nachdenkt, die Mutter in einer psychiatrischen Anstalt unterzubringen, wobei doch von ihr keine Wiederholungsgefahr ausgehen dürfte, da ja nun alle ihre Kinder schon tot sind.

 

"Die Staatsanwaltschaft Kiel wird "einen Antrag auf Unterbringung in eine psychiatrische Anstalt stellen", wie der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wick den Reportern mitteilte. Steffis Anwalt, Hans-Joachim Liebe, wollte sich dazu auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht äußern. Es gelte, das erforderliche Sachverständigengutachten abzuwarten, sagte er."

www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,537147,00.html - 22. Februar 2008

 

Wir meinen, die gute Mutter sollte unverzüglich freigelassen werden und für die Zeit, die sie unschuldig im Gefängnis oder sonstwo sitzen musste, entschädigt werden. Anschließend sollte man ihr eine Stelle im Bundesfamilienministerium Abteilung "Mutterschaft und geistiges Heilen" anbieten. So könnte sie ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, wie schwer es in Deutschland ist, Mutter zu sein und wie leicht es ist, die unnützen Blagen wieder loszuwerden.

Die beiden Väter der fünf toten Kinder sollte man aber mal genau unter die Lupe nehmen. Wir wissen ja, Väter sind potentiell Gewalttäter und Kinderschänder und gehören als solche vorsorglich weggesperrt, was ja in Deutschland auch schon ganz gut klappt, wenngleich sich das Bundesfamilienministerium da noch um weitere Verbesserungen bemüht, wie die folgende Broschüre zeigt:

 

 

 

Mehr Mut zum Reden - Von misshandelten Frauen und ihren Kindern

Mi 24.01.2007

Sie richtet sich auch an die anderen Beteiligten am Gewaltgeschehen und an alle, die mit misshandelten Müttern und ihren Kindern in Kontakt kommen. Die Broschüre geht auf einen Text von Barbro Metell zurück, die in Schweden viele Jahre in einer Spezialberatungsstelle für Kinder und Mütter, die misshandelt wurden, gearbeitet hat. Er wurde von BIG e. V. überarbeitet und auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten.

 

Broschüre des Bundesfamilienministerium

www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-23602-Broschure-Mehr-Mut-zum-Reden,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf

 

 


 

 

TOTE KINDER VON DARRY

"Meine Söhne sind immer noch bei mir"

Von Jörg Diehl

Fünf Jungen, wohl von der eigenen Mutter erstickt - was trieb die 31-Jährige aus Schleswig-Holstein zu der Tat? Knapp drei Monate später hat ihr Mann nun mit SPIEGEL-TV-Reportern das Unglückshaus besucht. Protokoll einer furchtbaren Heimkehr.

Hamburg - Es ist, als wäre es gestern gewesen, dass Michael Kitzmuller das hell geklinkerte Einfamilienhaus im schleswig-holsteinischen Darry verließ. Spielsachen stapeln sich auf dem Boden. Schulranzen liegen in den Ecken. Die Sonne flutet durch die großen Fenster und taucht die Räume in ein freundliches Licht. Es ist, als wäre nichts passiert.

 

Dabei ist hier das Schlimmste passiert, was ein Vater sich nur vorstellen kann. Seine Söhne Aidan, 3, Ronan, 5, Liam, 6, Jonas, 8, und Justin, 9, wurden in diesem Haus erst betäubt und dann mit Plastiktüten erstickt. Und die Täterin war nach allem, was man weiß, die Mutter der Kleinen: Steffi, 31, seine Frau.

"Ich musste wieder hierher", sagt Kitzmuller, 35, als er nun in Begleitung von SPIEGEL TV nach Darry zurückkehrt. "Das ist eine Art Nähe. Meine Söhne sind immer noch bei mir, ich spüre sie." Und deshalb zeigen die Fernsehbilder nun einen erwachsenen Mann im karierten Flanellhemd, mit Ohrring, Bart und Brille, wie er zärtlich einen Teddybären an seine Brust drückt: "Ich habe schöne Erinnerungen an diese Sachen. Das ist alles, was bleibt."

Steffi, mit der Kitzmuller seit mehr als sieben Jahren verheiratet ist und die sich zurzeit in einer psychiatrischen Einrichtung befindet, nennt er nur "die Frau". Sein Gesicht wird ganz hart, wenn er von ihr spricht, der Blick fest, der Körper scheint sich zusammenzuziehen, als wollte er einen Panzer bilden. "Ich wünschte, sie wäre tot und nicht meine Kinder", sagt er.

Und was die Situation für Kitzmuller noch unerträglicher macht, so das überhaupt möglich ist: "Die Frau" hat nach Informationen von SPIEGEL TV keinen Prozess zu fürchten. Die Staatsanwaltschaft Kiel wird "einen Antrag auf Unterbringung in eine psychiatrische Anstalt stellen", wie der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wick den Reportern mitteilte. Steffis Anwalt, Hans-Joachim Liebe, wollte sich dazu auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht äußern. Es gelte, das erforderliche Sachverständigengutachten abzuwarten, sagte er.

 

Kennengelernt haben sich Kitzmuller und Steffi aus Halle-Neustadt über das Internet, da lebte er noch in seiner Heimat, den USA. Für die junge Frau und ihre beiden Söhne aus einer früheren Beziehung zog er nach Deutschland, sie heirateten und bekamen drei Kinder, doch irgendwann begann Steffi sich zu verändern. Schizophrene Psychose, diagnostizierten die Ärzte.

Er sei eines Abends nach Hause gekommen, so erinnert sich Michael im Gespräch mit SPIEGEL TV, "und die Bude sah total unmöglich aus. Ich sagte: 'Was geht denn hier ab?'" Und seine Frau habe ihm geantwortet: "Ja, die Dämonen haben mich von der Arbeit abgehalten. Ich musste ständig anhalten und die Kinder segnen."

Steffi sprach ihm gegenüber immer öfter von Selbstmord und davon, ihren Kindern etwas anzutun, doch wenn Fremde hinzukommen, schaltete sie um und wirkte normal. Weil Kitzmuller Angst um seine Jungs hatte und sich nicht mehr anders zu helfen wusste, nahm er Steffis Wahnvorstellungen mit einem Diktiergerät auf.

Das gab er im August 2007, so sagt er heute, der Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Landkreises Plön und bat sie, es an Steffis Psychiater im Krankenhaus Preetz weiterzureichen. Doch weder die Sozialarbeiterin noch der Arzt hörten sich das Band jemals an. "Seine Ausrede war", so Kitzmuller zu SPIEGEL TV, "er hatte kein Nachspielgerät. Das ist Quatsch. Er hätte nur auf den Knopf drücken müssen." Die Behörden hätten ihn vollkommen alleine gelassen. "Das war das Todesurteil für meine Kinder."

 

Am 4. Dezember, einen Tag vor der Tat, kaufte Steffi ihrem Mann eine Fahrkarte nach Berlin, gab ihm etwas Geld und schickte ihn fort - er sollte etwas ausspannen, Bekannte treffen, auf andere Gedanken kommen. Damit sich Michael keine Sorgen um seine Söhne machte, erzählte Steffi ihm, sie erwarte Besuch von zwei Freundinnen, die sich gemeinsam mit ihr um die Kinder kümmern würden. Michael fuhr. Seine Kinder starben.

Fast drei Monate später steht Kitzmuller nun in der Küche des Unglückshauses, seine Hände halten einen Plastikbecher, er fährt mit dem Finger vorsichtig über den Rand des Gefäßes. Sein Sohn habe immer daraus getrunken, sagt er leise. Und dann setzt er hinzu, mit zitternder Stimme: "Für andere Leute ist das nur ein Becher, aber mir ist er mehr wert als der teuerste Diamant der Welt."

Die Reportage über Michael Kitzmuller sehen Sie im SPIEGEL-TV-MAGAZIN, Sonntag, 22.25 Uhr auf RTL

22. Februar 2008

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,537147,00.html

 

 


 

 

 

25. Februar 2008, 17:08 Uhr

NAZI-MUTTER

Zyklon B im Kinderzimmer

Von Jörg Diehl

Hakenkreuz-Flagge, Hitler-Porträt, SS-Kerzenständer: In einer mit Nazi-Devotionalien gepflasterten Wohnung lebt eine Kielerin mit ihren vier Töchtern. Inzwischen zeichnet das jüngste Mädchen selbst braune Bildchen - und die Behörden können wenig dagegen tun.

Kiel - Es sind Aufnahmen, wie sie verstörender kaum sein können. Über dem Wäscheständer hängt eine Hakenkreuz-Fahne, in der gläsernen Vitrine stehen ein Hitler-Porträt und ein Kerzenständer mit SS-Runen. Die erschreckenden Bilder, die SPIEGEL TV nun erstmals ausstrahlte, stammen aus der Kieler Wohnung einer vierfachen Mutter, 39.

SPIEGEL TV

Nazi-Kritzeleien im Kinderzimmer: Keine Chance, Demokrat zu werden

"Ich bin eine nationale Sozialistin", bekennt die Hartz-IV-Empfängerin freimütig vor laufender Kamera. "Ganz und gar." Die Nazi-Symbole stünden in ihrer Wahrnehmung deshalb auch nicht für millionenfachen Mord, Kriegstreiberei und Verbrechen gegen Menschlichkeit, sondern für "Wahrheit, für Hinterfragen, für Denken". Und auf die Frage des Reporters, ob sie den Holocaust leugne, antwortet die Frau ebenso listig wie eindeutig: "Das darf ich nicht."

Eine Erwachsene auf braunen Abwegen - das ist furchtbar. Noch erschreckender mutet jedoch das Gekritzel ihrer sieben Jahre alten Tochter an, das SPIEGEL TV öffentlich machte. Demnach hat das Mädchen mit Buntstiften dutzende Hakenkreuze, SS-Runen und Nazi-Parolen an die Wand ihres Kinderzimmers geschmiert. Auch die Zahl "88" taucht immer wieder auf. Sie steht im braunen Jargon, weil H der achte Buchstabe im Alphabet ist, für den NS-Gruß "Heil Hitler".

Besonders gruselig mutet dabei ein Detail an, das beim ersten Hinsehen zunächst nicht auffällt. In der unteren linken Ecke der Aufnahme ist die ungelenke Zeichnung einer Tonne zu erkennen, auf die mit Kinderhand "Zückon B" gekritzelt wurde. Gemeint ist offenbar das hochgiftige Insektizid Zyklon B, das zwischen 1941 und 1945 zum Massenmord in den Vernichtungslagern des Dritten Reichs eingesetzt wurde.

Konfrontiert mit den Aufnahmen aus der Wohnung und den Schmierereien ihrer Tochter entgegnet die Kielerin den Reportern: "Ich finde das völlig in Ordnung." Nur sei "ärgerlich", dass ihre Jüngste mit den braunen Botschaften die Tapete der Sozialwohnung beschädigt habe.

"Dass ein kleines Mädchen in einem solchen Umfeld aufwächst, heißt doch, dass sie nie eine echte Chance hat, zu einer Demokratin zu werden", empört sich der schleswig-holsteinische Verfassungsschützer Horst Eger vor der Kamera. "Das ist unerträglich."

Der Meinung sind zwar auch die Bediensteten im Amt für Familie und Soziales der Stadt Kiel, doch bislang können sie den rechtslastigen Erziehungsmethoden der 39-Jährigen wenig entgegensetzen. Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE sagte ein Behördensprecher heute, es habe in der Zwischenzeit erste Gespräche mit der Familie gegeben. Man müsse aber noch eingehender prüfen, wie es den Mädchen bei ihrer Mutter gehe.

Mittlerweile sind auch Staatsanwaltschaft und Polizei mit der Angelegenheit befasst. "Wir prüfen den Sachverhalt", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wick auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Zunächst müsse geklärt werden, ob Ermittlungen wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole (§ 86a StGB) eingeleitet würden. Das Problem: Der Paragraf stellt nur die öffentliche Zuschaustellung der Nazi-Zeichen unter Strafe.

Oder wie es ein Beamter zusammenfasst, der nicht namentlich zitiert werden möchte: "Im Grunde kann jeder Bürger zuhause erst einmal machen, was er will."

www.spiegel.de/panorama/0,1518,537646,00.html

 

 


 

 

 

"Ein einzelner Tritt in den Unterleib kann - auch im Hinblick auf vergleichbares in Film, Funk und Fernsehen - noch nicht als verharmlosend oder gar menschenverachtend angesehen werden."

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitstreiter/innen,

vor ein paar Tagen wurde ich gewahr, daß seitens eines Teilnehmers des Forums "Männerschmerz" erneut ein Strafantrag gegen die Modefirma "New Yorker" wegen des damals unrühmlichen Werbematerials mit dem "Tritt in den Schritt" gestellt wurde.

Aus diesem Grund sehe ich mich veranlasst, auf den bereits existierenden Antrag hinzuweisen, den ich hier im Anschluß abkopiert habe.

Um Einklang zu repräsentieren und die Geduld deutscher Gerichte mit unseren Anliegen nicht überzustrapazieren, empfehle ich, unter dem angegebenen Aktenzeichen zu argumentieren oder den Vorwurf zu komplettieren bzw. die Bedenken der Staatsanwaltschaft dort auszuräumen.

Mit freundlichem Gruß

J. Dreier (IBGM)

 

IBGM

 

ibgm_2000@yahoo.de

 

 

 

 

Absender: J. Dreier (Privatadresse)

Adressat: Staatsanwaltschaft Kassel, Frankfurter Str., Kassel

 

 

 

Hinweis auf eine mögliche Straftat nach § 130 StGB

(Gewaltdarstellung)

Hier: Kommerzielle Werbung in deutschen Kinos und im Internet

Werbetrailer und Werbefoto der Modefirma "NewYorker"

(als Datenträger beigefügt)

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Bürger der Bundesrepublik Deutschland sehe ich mich verpflichtet, Sie über folgendes zu informieren:

Vor ein einigen Wochen wurde ich aufmerksam auf die deutsche Kinowerbung der Modefirma "NewYorker"

(Adresse unbekannt)

Nächste Filiale:

New Yorker

Obere Königsstraße 25

34117 Kassel,

die möglicherweise den Straftatbestand des § 130 StGB (Gewaltdarstellung) in Form einer verharmlosenden Gewaltdarstellung zu kommerziellen Zwecken erfüllen könnte.

 

Begründung:

Die o. g. Modefirma vertreibt Kleidermoden westlicher Trends in Europa; vorallem in Mittel- und Südosteuropa. Zu ihrer Zielgruppe gehören auch Menschen der Bundesrepublik Deutschland.

In diesen geographischen Regionen verfügt die Modefirma über zahlreiche Filialen, die zwar nicht für die Werbebotschaften verantwortlich seien dürften, diese aber durch ihre Einnahmen sicher finanziell unterstützen.

In der kürzlich in deutschen Kinos geführten Werbebotschaft der o. g. Modefirma ist eine Frau zu erkennen, die mittels PKW unterwegs ist und schließlich vor einem Haus anhält. Diese Frau steigt aus ihrem PKW aus und geht auf das Haus zu. An der Haustür angekommen, betätigt sie eine handelsübliche Haustürglocke. Kurz darauf öffnet sich die Haustür und ein Mann tritt auf die Türschwelle.

Das Auge des Betrachters läßt in diesem Moment eine gewaltfreie Zuneigungsszene schlußfolgern. Diese gedankliche Vorstellung wird in der Werbedarstellung jedoch unvermittelt durch eine Gewaltszene abgeblockt, indem die vor der Tür stehende Frau dem augenscheinlichen Wohnungsinhaber durch einen Tritt in die Genitalien Gewalt zufügt, so daß dieser dann hilflos zu Boden fällt.

Anders als bei Filmen und Filmwerbungen, die der FSK unterliegen und an denen sich deutsche Kinos und die Filmindustrie überwiegend orientieren, ist bei Werbung eine Selbstkontrolle gar nicht möglich, weil die Werbetrailler allen Filmen unmittelbar vorgeschaltet sind.

Während bei den üblichen Kinofilmen lediglich die übliche Gefährdung durch Mißachtung der freiwilligen Selbstkontrolle bestand, wird bei dieser Werbung die Kontrolle umgangen und vor allem Kindern und Jungendlichen die unfreiwillige Teilnahme an Werbematerial zugemutet, das eine möglicherweise strafbare Handlung graphisch und inhaltlich darstellt.

Ohne der Modefirma einen Vorsatz unterstellen zu wollen, erhebt sich doch die Frage, welche Konsequenzen eine solche Werbebotschaft auf die unfreiwilligen Zuschauer/innen zur Folge haben könnte; sei es nun eine abstrakte Anleitung zu einer Straftat oder auch nur die Verharmlosung von Gewalt.

Nicht zuletzt fühlen sich Männer peinlichst vorgeführt durch eine Werbebotschaft, die die Würde des Menschen sprichwörtlich mit Füßen tritt, was auch in dem in Abschrift beigefügten Brief an das Männerbüro Berlin Ausdruck findet.

Die amerikanische Zeitung "USA TODAY" hat diese Problematik bereits erkannt und in einem Artikel veröffentlicht, den ich ebenfalls beigefügt habe. Um Ihnen Zeit zu sparen habe ich den Artikel - soweit es mir möglich war - ins Deutsche übersetzt.

Den Werbefilm und weitere Informationen der Firma New Yorker finden Sie auch unter der folgenden

Internet-Adresse:

http://www.newyorker.de/german/inside/spot/media/clip3.mov

 

 

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen brauchbaren Hinweis gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

(Dreier, Vfa.)

 

Anlage:

- Diskette (Werbefilm und Foto der Firma New Yorker)

- Artikel der USA TODAY

- Übersetzung des Artikels der USA TODAY

- Brief an das Männerbüro Berlin

 

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Absender: Staatsanwaltschaft Kiel

Az: 570 Js 52433/01

08.11.2001

 

 

Ermittlungsverfahren

gegen Verantwortliche der Firma New Yorker in Kiel wegen des Verdachts der Gewaltdarstellung

hier: Verbreitung eines Werbetrailers und Werbefotos

Bezug: Ihre Eingabe vom 10.10.2001

 

 

Sehr geehrter Herr Dreier,

Ihre oben erwähnte Eingabe werte ich als förmlichen Strafantrag. Diesen habe ich geprüft.

Gemäß § 131 StGB macht sich derjenige strafbar, der grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildert, die einer Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt. Hier ist schon zweifelhaft, ob es sich um eine Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalttätigkeiten handelt, wenn in einem Werbespot bzw. auf einem Werbeplakat in ersichtlich humoristischer bzw. satirisch überhöhter Weise ein Tritt in den Unterleib gezeigt wird. Dass auch drastische Bilder ohne unmittelbaren Bezug zum angepriesenem Werbeobjekt eine zulässige Form der Werbung sein kann, zeigt die einschlägige Rechtsprechung hinsichtlich der italienischen Firma Benetton. Ähnlich liegt der Fall hier. Kern ist jedoch, dass das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise dargestellt werden muss. Im Hinblick auf das einschlägige Grundrecht der Meinungsäußerung gemäß Art. 5 des Grundgesetzes sind an diese Voraussetzungen strenge Anforderungen zu stellen. Die Erheblichkeitsschwelle, die einen Tatverdacht gemäß § 131 StGB auslösen würde, ist hier jedoch noch nicht überschritten. Ein einzelner Tritt in den Unterleib kann - auch im Hinblick auf vergleichbares in Film, Funk und Fernsehen - noch nicht als verharmlosend oder gar menschenverachtend angesehen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es nicht auf die Menschenwürde des einzelnen ankommt, sondern hierunter ein bewertender Rechtsbegriff genereller Art zu verstehen ist.

Demgemäß sehe ich keinen Tatverdacht gemäß § 131 StGB und habe daher das Ermittlungsverfahren eingestellt.

 

-2-

Gegen diesen Bescheid steht Ihnen nach § 172 Abs. 1 StPO die Beschwerde an den Generalstaatsanwalt zu. Die Beschwerde kann binnen 2 W6chen nach der Bekanntmachung des Bescheides entweder bei der hiesigen Staatsanwaltschaft oder bei dem Generalstaatsanwalt in Schleswig eingelegt werden.

 

Mit freundlichem Gruß

Dr. Soyka

Staatsanwalt

 

 


 

 

 

 

Der Hesterberg. 125 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie und Heilpädagogik in Schleswig. Eine Ausstellung zum Jubiläum der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowie des Heilpädagogikums in Schleswig.

(Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, Band 56)

Schleswig 1997, 157 S.

Die Psychiatrie im Nationalsozialismus gehört zu dem Teil der NS-Medizin, der als relativ gut untersucht gelten kann. Auch der grauenhafteste Aspekt der Psychiatriehistorie, die als "Euthanasie" bezeichnete Ermordung psychisch kranker und behinderter Menschen, ist in jüngster Zeit Forschungsgegenstand zahlreicher Studien; einschlägige Publikationen hierzu liegen sowohl für einzelne Regionen als auch in Form von überregionalen Gesamtdarstellungen vor. Für Schleswig-Holstein hingegen ist die "Euthanasie" bisher recht rudimentär erforscht. Umso verdienstvoller ist der zu besprechende Austellungskatalog Der Hesterberg, der sechs Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig enthält. Dabei bildet die NS-"Euthanasie" den thematischen Schwerpunkt der Publikation.

Die Historikerin Susanna Misgajski, die die sehenswerte Austellung konzipierte und gestaltete, stellt in ihrem Beitrag die Geschichte der Schleswiger Kinder- und Jugendpsychiatrie von der Gründung der Anstalt 1852 bis zum Zusammenbruch des "Dritten Reiches" dar. Dem Aufsatz vorangestellt ist ein Exkurs über die sozialgeschichtlichen Entwicklungen der Psychiatrie im 19. Jahrhundert. Dabei findet die These Klaus Dörners von der Entstehung und Entwicklung der "Sozialen Frage" Berücksichtigung. Es folgt eine detailreiche Darstellung der Gründungsgeschichte der Schleswiger Anstalt. Die Verfasserin arbeitet hier heraus, daß die Betreuung der psychisch kranken und geistig behinderten Kinder zunächst als primär pädagogische Aufgabe gesehen wurde; medizinische Konzepte fehlten bzw. erwiesen sich als erfolglos. Erst mit der Jahrhundertwende vollzog sich auch auf dem Hesterberg ein für die deutsche Psychiatrie kennzeichnender Wandel von der pädagogischen Betreuung zur medizinischen Versorgung der Kinder; personeller Ausdruck dessen war der Leitungswechsel vom Pädagogen Friedrich Ludwig Stender zum Mediziner August Stender, Sohn des Vorgenannten, im Jahre 1895. Die Belegungszahlen der 1900 von einer privaten Einrichtung in die öffentliche Hand der schleswig-holsteinischen Provinzialverwaltung übergegangenen Anstalt expandierten von 11 Kindern im Gründungsjahr auf 226 zum Zeitpunkt der Deprivatisierung. Dem weiteren kontinuierlichen Anstieg der Patientenzahlen auf schließlich ca. 500 Kinder und Jugendliche im Jahre 1923 wurde durch großzügige räumliche und personelle Erweiterungen Rechnung getragen. Der Beginn der Dualität von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Fürsorgeerziehung auf dem Hesterberg ist gekennzeichnet durch die Aufnahme von 40 "Fürsorgezöglingen" im März 1918, da in den Provinzial-Erziehungsheimen Unterbringungsschwierigkeiten bestanden.

Recht ausführlich werden die Betreuungs- und Therapiekonzepte in den Jahren der Weimarer Republik dargestellt. Neben fortschrittlichen Methoden wie der Arbeitstherapie für die psychiatrischen Patienten und einer sonderpädagogischen Betreuung für die als "schwer erziehbar" geltenden "Fürsorgezöglinge" sowie der konsequenten Beschulung mit der Möglichkeit der Erlangung von Schulabschlüssen und Berufsqualifikationen für beide Klientengruppen fanden auch gewaltgeprägte Maßnahmen, etwa Fixierungen, "Dauerbäder" in kaltem Wasser und die sog. Elektroschock"therapie" Anwendung. Ausdruck des Versuches der Somatisierung psychiatrischer Erkrankungen war das Hesterberger Röntgeninstitut, in dem die Kinder und Jugendlichen Röntgenbestrahlungen des Kopfes erhielten.

Mit Beginn des "Dritten Reiches" vollzogen sich tiefgreifende Anstaltsumstrukturierungen zu Lasten der Psychiatriepatienten und "Fürsorgezöglinge". Die Patienten wurden vollkommen willkürlich und wahllos innerhalb Schleswig-Holsteins in andere Anstalten verlegt, von dort teilweise weitertransportiert oder wieder nach Schleswig-Hesterberg zurückgebracht; so stieg in den dreißiger Jahren die Zahl der "Fürsorgezöglinge", während die Anzahl der Psychiatriepatienten sank. Die Betroffenen waren "Verfügungsmasse" der nationalsozialistischen Provinzialverwaltung und die Anstalten dienten nunmehr der Verwahrung und Asylierung ohne primären therapeutischen Auftrag.

Der den Beitrag abschließenden Darstellung der Schleswiger "Kinderfachabteilung" vorangestellt ist ein kurzer Abriß der geistes- und realgeschichtlichen Entwicklung von der Eugenik zur NS-"Euthanasie". Opfer dieser verhängnisvollen Entwicklung wurden auch Kinder und Jugendliche der Hesterberger Anstalt, wobei Schleswig erst relativ spät von der T4-Mordaktion erfaßt wurde. In der Zeit von Mai bis August 1941 wurden die Opfer mit insgesamt fünf Sammeltransporten in die Tötungsanstalt Bernburg deportiert. Auch im letzten Jahr der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, im September 1944, wurden 697 Schleswiger Patienten in den Tod geschickt; sie wurden in die Tötungsanstalt Meseritz-Obrawalde deportiert. Die leitende Ärztin der Hesterberger Anstalt, Dr. Erna Pauselius, wußte zu jeder Zeit von dem Zweck der Transporte und von der tödlichen Funktion der Zielanstalten.

Unter Leitung von Erna Pauselius bestand seit Dezember 1941 auf dem Hesterberg eine "Kinderfachabteilung", die der Selektion und Tötung behinderter Kinder im Rahmen der NS-Kinder"euthanasie" diente. Folglich stieg seit Ende 1941 die Mortalität in der Hesterberger Anstalt signifikant an; die Kinder starben vorwiegend in Folge pflegerischer und therapeutischer Nichtversorgung somatischer Erkrankungen, wie die Autorin an Einzelschicksalen belegt. Die Tötungsmethode unterlassener Pflege und verweigerter adäquater Therapie ist kennzeichnend für die sog. zweite Phase der "Euthanasie".

Der notwendige Hinweis auf die erschreckenden inhaltlichen Parallelen von Eugenik bzw. Rassenhygiene und der aktuellen Bioethik beschließt den auf umfassender Quellengrundlage basierenden und informativen Beitrag.

Der Frage 216 verstorbene Kinder der Kinderfachabteilung Schleswig - Tötung, Verwahrlosung oder 'natürlicher Tod'? geht die Medizinerin Annette Grewe mit gutachterlicher Qualität nach. Ihr Beitrag basiert auf der Analyse therapeutischer Standards und ihrer Anwendung bei der an Lungenentzündung erkrankten und verstorbe-nen Patienten der Schleswiger Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei wird belegt, daß ein großer Anteil der Kinder und Jugendlichen mit einer Lungenentzündung keinerlei medizinische Therapie erhielten, obwohl diese Erkrankung seit Entdeckung der Sulfonamide Mitte der dreißiger Jahre ursächlich behandelbar war. Die Verfasserin weist die die NS-Medizin kennzeichnende, an gesellschaftlichen Nützlichkeitserwägungen orientierte Selektion hinsichtlich therapeutischer Maßnahmen nach; Patienten mit einer geringradigen psychischen oder neurologischen Behinderung wurden im Falle einer Lungenentzündung mit Sulfonamiden zumeist erfolgreich behandelt, während solche mit schwerwiegender Behinderung nicht therapiert wurden und verstarben. Diese Kinder wurden sodann dem "Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden", der zentralen und weisungsbefugten Institution der Kinder"euthanasie", als "behandelt" - Nazijargon für ermordet - gemeldet.

Die gescheiterte juristische Nachkriegsauseinandersetzung mit der NS-"Euthanasie" in Schleswig-Holstein zeichnet der Historiker Uwe Danker in seinem Beitrag Verantwortung, Schuld und Sühne - oder: "...habe ich das Verfahren eingestellt" nach. In zwei Verfahren (1945 bis 1950 und 1961 bis 1965) wurde gegen mutmaßliche Verantwortliche der Patientenmorde in Schleswig-Holstein ermittelt. Beide Verfahren wurden eingestellt, ohne daß nur einer der Beschuldigten strafrechtlich belangt wurde; beide Verfahren leitete der Oberstaatsanwalt Dr. Paul Thamm, der als Ankläger des schleswig-holsteinischen Sondergerichtes ein exponierter Repräsentant der NS-Unrechtsjustiz gewesen war. Es ist ein ernüchternder Befund der ausgezeichneten Darstellung Dankers, daß die Ermittlungsverfahren ohne strafrechtliche Konsequenzen blieben, obwohl sich die Staatsanwaltschaft ein sehr präzises Bild der "Euthanasie"-Aktionen erarbeitet hatte und die Beteiligungen der Beschuldigten daran bekannt waren. In den beiden staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen trat ein perfektes System der Delegierung von Verantwortung in der Durchführung des geplanten, arbeitsteiligen Massenmordes zutage, das den Tätern mit der Verantwortungsdelegierung auch die projektive Abwehr von Schuldgefühlen ermöglichte. Dieses System der Verantwortungsleugnung und -delegierung hatte offenbar wirkungsvollen Bestand bis in die sechziger Jahre und konnte von der schuldhaften "Unschuld" der Vollstrecker der nationalsozialistischen Ausmerzepolitik überzeugen.

Der Beitrag Kieler Nachkriegsordinarien der Medizin und die NS-Euthanasie des Juristen Klaus-Detlev Godau-Schüttke zeigt, daß die Protagonisten des Kranken- und Behindertenmordes nicht nur in juristischer Hinsicht ungestraft davonkamen, sondern außerdem ihre berufliche und wissenschaftliche Karriere haben ungehindert fortsetzen können - so etwa der Pädiater Werner Catel. Catels Berufung zum Ordinarius für Kinderheilkunde nach Kiel 1954 wurde mit breiter Unterstützung der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität erwirkt, obwohl seine Funktion als "Gutachter" im Rahmen der Kinder"euthanasie" hier hinlänglich bekannt war. Auch der international steckbrieflich gesuchte "Euthanasie"-Massenmörder Werner Heyde, der unter dem Falschnamen Dr. Fritz Sawade als medizinischer Gerichtsgutachter im Schleswig-Holstein der fünfziger Jahre Karriere machte, wurde von zahlreichen Mitgliedern der Kieler Medizinischen Fakultät jahrelang gedeckt. An Hand dieser Beispiele macht der Aufsatz von Godau-Schüttke deutlich, daß neben ideologischen auch personelle Kontinuitäten des Nationalsozialismus einen demokratischen Neubeginn - freilich nicht nur in Schleswig-Holstein - konterkarierten.

Die letzten zwei Beiträge gelten der Gegenwart der Schleswiger Fachklinik. Die Leitende Ärztin Dörte Stolle stellt die Entwicklung und den aktuellen Stand der Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Schleswig dar. Nach der Beschreibung der Genese der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu einer eigenständigen medizinischen Fachdisziplin stellt die Autorin die Entwicklung der Schleswiger Einrichtung seit dem Kriegsende bis in die Gegenwart dar. Diese Entwicklung war offenbar derart defizitär, daß erst mit Beginn der neunziger Jahre ein diagnostischer und therapeutischer Standard erreicht werden konnte, der dem nationalen und internationalen Vergleich standhält. Leider werden die Gründe für diese erstaunlich späte Optimierung der Klinik nicht dargelegt. Es folgt eine sehr ausführliche Darstellung der vielfältigen diagnostischen und therapeutischen Methoden, die einen interessanten Einblick in die kinder- und jugendpsy-chiatrische Arbeit gibt, sowie eine kritische Würdigung der die Kinder- und Jugendpsychia-trie beeinflussenden gesellschaftspolitischen Situation. Der Beitrag schlägt also den Bogen in die Gegenwart und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung zum Aufsatz von Susanna Misgajski dar.

Der Psychologe Franz Kiefer stellt das Schleswiger Heilpädagogikum vor. Diese Institution ist eine aus dem Langzeitbereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie hervorgegangene heilpädagogische Einrichtung der Behindertenhilfe; hier hat sich also ein Paradigmenwechsel von der medizinischen Versorgung zur pädagogischen Begleitung vollzogen. Es werden mit heilpädagogischen Methoden geistig und körperlich behinderte Menschen mit zumeist hospitalisierungsbedingten Schädigungen betreut und gefördert. Diese Arbeit ist geprägt von dem Ethos, daß behinderte Menschen in ihrem Anderssein gegenüber den Nichtbehinderten als gleichwertige Existenzform ohne spezifischen Krankheitswert akzeptiert sind - eine ausgesprochen wohltuende Aussage angesichts der gegenwärtigen utilitaristisch-bioethischen Propaganda für den prä- und postnatalen Behindertenmord. Unter dieser Prämisse skizziert der Autor die Leitlinien einer akzeptierenden Behindertenpädagogik: Normalisierung der Lebensverhältnisse, Integration und Personalität behinderter Menschen. Das so akzentuierte Verständnis Behinderter droht allerdings in Zeiten schwindsüchtiger öffentlicher Kassen preisgegeben zu werden zugunsten der kostengünstigeren "Satt-und-sauber-Pflege" Behinderter ohne jede heilpädagogische Förderung. Also erneut bloße Verwahrung statt professioneller Begleitung und Hilfe?

Die Ausstellung zur Geschichte der Hesterberger Kinder- und Jugendpsychiatrie wird 1998 als Wanderausstellung in verschiedenen Orten Schleswig-Holsteins zu sehen sein.

Ein Besuch lohnt sich!

Eckhard Heesch

 

http://www.akens.org/akens/texte/diverses/hesterberg.html

 

 

 


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