Väternotruf informiert zum Thema

Amtsgericht Hainichen

Familiengericht

Anträge nichtverheirateter Väter zur kostenlosen gerichtlichen Bestätigung der gemeinsamen Sorge gemäß Artikel 6 Grundgesetz, des Urteils des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vom 03.12.2009 und des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes vom 21.07.2010 nehmen die zuständigen Mitarbeiter/innen des Amtsgerichtes gerne entgegen und bemühen sich um schnellstmögliche Erledigung, denn es ist ihnen eine Herzensangelegenheit Diskriminierungen schnellstmöglich zu beenden.


 

 

Amtsgericht Hainichen

Friedelstraße 4

09661 Hainichen 

 

 

Telefon: 037207 / 63-0

Fax: 037207 / 63-112

 

E-Mail: verwaltung-p@aghc.justiz.sachsen.de

Internet: http://www.justiz.sachsen.de/aghc/

 

 

Internetauftritt des Amtsgerichts Hainichen (08/2010)

Informationsgehalt: mangelhaft

Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt. Wozu zahlen die Leute eigentlich Steuern, wenn die Staatsbürokratie nicht einmal ihrer Informationspflicht nachkommt.

 

 

Bundesland Sachsen

Landgericht Chemnitz

Oberlandesgericht Dresden

 

 

Direktor am Amtsgericht Hainichen: Lutz Hasselmann (Jg. 1960) - Richter am Amtsgericht Hainichen / Direktor am Amtsgericht Hainichen (ab , ..., 2008, ..., 2010) - vorher Kreisgericht Chemnitz, Staatsanwaltschaft Chemnitz, Amtsgericht Chemnitz sowie Oberlandesgericht Dresden, Ab 02.04.1994 Richter am Landgericht Chemnitz. Ab 01.01.2000 ständiger Vertreter des Direktors des Amtsgerichts Hohenstein-Ernstthal. 16.10.2000 bis zum 30.04.2001 aushilfsweise Direktor des Amtsgerichts Marienberg. Ab 01.09.2003 Direktor am Amtsgericht Zittau

Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Hainichen: Hartmut Meyer-Frey  (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Hainichen / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Hainichen (ab 01.02.2004, ..., 2012) -  im Handbuch der Justiz 2002 ab ab 01.01.2000 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz aufgeführt. 18.04.2012: "20-jähriger Lunzenauer zu Sozialstunden verdonnert. Er mischte mit, als Rechtsextreme im Juli 2011 die Scheiben eines Hauses eingeschlagen hatten." - http://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/ROCHLITZ/20-jaehriger-Lunzenauer-zu-Sozialstunden-verdonnert-artikel7964437.php

 

 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Sachsen beschäftigen am Amtsgericht Hainichen eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.

Der Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Hainichen umfasst Teile des Landkreis Mittelsachsen.

 

 

Jugendamt im Amtsgerichtsbezirk:

Jugendamt Landkreis Mittelsachsen - ab 01.08.2008

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

 

Richter: 

Lutz Hasselmann (Jg. 1960) - Richter am Amtsgericht Hainichen / Direktor am Amtsgericht Hainichen (ab , ..., 2008, ..., 2010) - vorher Kreisgericht Chemnitz, Staatsanwaltschaft Chemnitz, Amtsgericht Chemnitz sowie Oberlandesgericht Dresden, Ab 02.04.1994 Richter am Landgericht Chemnitz. Ab 01.01.2000 ständiger Vertreter des Direktors des Amtsgerichts Hohenstein-Ernstthal. 16.10.2000 bis zum 30.04.2001 aushilfsweise Direktor des Amtsgerichts Marienberg. Ab 01.09.2003 Direktor am Amtsgericht Zittau

Regina Hoppe (Jg. 1956) - Richterin am Amtsgericht Hainichen (ab 21.06.1994, ..., 2008)

Katja Kohlschmid (Jg. 1965) - Richterin am Amtsgericht Hainichen (ab 01.10.1996, ..., 2008)

Christoph Kuhn (Jg. 1969) - Richter am Amtsgericht Hainichen (ab , ..., 2009) - vorher ab 01.09.2000 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Siehe Pressemeldung unten

Hartmut Meyer-Frey  (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Hainichen / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Hainichen (ab 01.02.2004, ..., 2012) -  im Handbuch der Justiz 2002 ab ab 01.01.2000 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz aufgeführt. 18.04.2012: "20-jähriger Lunzenauer zu Sozialstunden verdonnert. Er mischte mit, als Rechtsextreme im Juli 2011 die Scheiben eines Hauses eingeschlagen hatten." - http://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/ROCHLITZ/20-jaehriger-Lunzenauer-zu-Sozialstunden-verdonnert-artikel7964437.php

Sabine Schäfer (Jg. 1962) - Richterin am Amtsgericht Hainichen (ab 18.10.1996, ..., 2008) 

Martina Stein (Jg. 1954) - Richterin am Amtsgericht Hainichen / Schöffengericht (ab 01.06.1994, ..., 2008) - siehe Meldung unten

Mario Stein (Jg. 1961) - Richter am Amtsgericht Hainichen (ab 01.01.2003, ..., 2008) - war im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.01.2000 als Richter am Landgericht Chemnitz aufgeführt.

Petra Timaeus (Jg. 1959) - Richterin am Amtsgericht Hainichen (ab 01.01.2000, ..., 2008)

Roland Winklharrer (Jg. 1960) - Richter am Amtsgericht Hainichen (ab 01.06.1996, ..., 2008)

Susanne Zimmermann (Jg. 1963) - Richterin am Amtsgericht Hainichen (ab 01.01.2002, ..., 2008)

 

 

 

Abteilungen am Familiengericht Hainichen:

1 F -

 

 

Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Hainichen tätig:

Dieter Bäumel (Jg. 1958) - Richter am Amtsgericht Hainichen / Familiengericht / Direktor am Amtsgericht Hainichen (ab 01.09.2000, ..., 2008) - war 13 Jahre lang als Familienrichter sowohl am Amtsgericht Hainichen als auch am Oberlandesgericht Dresden tätig. 2009 Rechtsanwalt in Koblenz.  Mitautor in Göppinger/Wax: "Unterhaltsrecht", Gieseking 9. Aufl. 2008. Dieter Bäumel: “Das neue FamFG”, 1. Auflage 2009, Rudolf Haufe Verlag, Niederlassung Planegg bei München

Katja Kohlschmid (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Amtsgericht Torgau / Direktorin am Amtsgericht Torgau (ab , ..., 2011) - anfangs bei der Staatsanwaltschaft Landshut, Amtsgericht Rochlitz. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1996 als Richterin am Amtsgericht Hainichen - abgeordnet aufgeführt. Abordnung zum Oberlandesgericht Dresden. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.01.2005 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Riesa aufgeführt. Ab 15.10.2008 Direktorin am Amtsgericht Oschatz.

 

 

Rechtspfleger:

 

 

Umgangspfleger:

Geeignete Umgangspfleger können Sie erfragen unter: www.umgangspfleger.de

No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Hainichen (ab 01.09.2009, ..., )

 

 

Ergänzungspfleger:

Geeignete Einzelpfleger können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de

Ergänzungspfleger die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtspflegschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf. 

No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Hainichen für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )

 

 

Vormund:

Ehrenamtlich geführte Vormundschaften führen wir hier nicht auf.

Jugendamtsmitarbeiter die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtsvormundschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf. 

Vom Jugendamt geführte Amtsvormundschaften können auf Grund einer Doppelzuständigkeit des Jugendamtes für Vormundschaft und Jugendhilfeleistungen zu Problemen führen und sind daher im allgemeinen nicht zu empfehlen. Vorgezogen werden sollte daher eine vom Jugendamt unabhängige professionelle Einzelvormundschaft. Geeignete Einzelvormünder können Sie erfragen unter: www.ergaenzungspfleger.de

No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Hainichen (ab 01.09.2009, ..., )

 

Marion Reiter

Büro für Betreuungen und Vormundschaften

Kastanienstr.21

09669 Frankenberg

Telefon: 037206 / 74118

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Anne Ulrike Schulze

Dorfstraße 6 

04685 Fremdiswalde

Telefon: 03425 / 85 65 921

Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF) - www.familientherapie.org

 

 

Annett Engelmann

Zum Rittergut 3

04687 Trebsen

Telefon: 034383 / 41718

Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF)

www.familientherapie.org

 

 

Astrid von Friesen

Diplom-Pädagogin

Turnerstraße 6

09599 Freiberg

Telefon 03731 / 213465

E-Mail: astridvfriesen@arcor.de

Internet: www.astrid-von-friesen.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Sucht- und Drogenberatung im Kreisgebiet Mittweida - Sprechstunde Hainichen -

Gellertstr. 51 

09661 Hainichen 

Telefon: 037207 / 53092

E-Mail: blaues-kreuz.mittweida@onlinehome.de

Internet: http://www.blaueskreuzrochlitz.de

Träger: Blaues Kreuz in Deutschland

Angebote: Eheberatung, Familienberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Sozialberatung, Suchtberatung

 

 

Eltern-Kind-Zentrum Erziehungs- und Familienberatung

Am Bürgerkarree 4 

09648 Mittweida 

Telefon: 03727 / 92511

E-Mail: ebdiakoniemw@web.de

Internet:

Träger: Diakonisches Werk

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung alleinerziehender Mütter und Väter, Eheberatung, Familienberatung, Krisenintervention, Sozialberatung, Gruppenarbeit

 

 

Oase e.V.

Hainichener Str. 63 

Telefon: 03727 / 930313

09648 Mittweida 

E-Mail: oaseev@web.de

Internet:

Träger: AGJF Sachsen e.V.

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Familienberatung

 

 

Sucht- und Drogenberatung im Kreisgebiet Mittweida

Neustadt 11 

09648 Mittweida 

Telefon: 03727 / 930579

E-Mail: blaues-kreuz.mittweida@t-online.de

Internet: http://www.blaueskreuzrochlitz.de

Träger: Blaues Kreuz in Deutschland

Angebote: Eheberatung, Familienberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Sozialberatung, Suchtberatung

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Jugendamt/Sozialer Dienst

Am Landratsamt 3

09648 Mittweida

Telefon: 03727 / 950-378,-335

E-Mail: jugendamt@landkreis-mittweida.de

Internet: http://www.landkreis-mittweida.de

Träger: Landkreis

Angebote: Beratung alleinerziehender Mütter und Väter, Jugendberatung, Beratung für Kinder und Jugendliche, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Partnerberatung

 

 

Sozialpsychiatrischer Dienst

Am Landratsamt 3

09648 Mittweida

Telefon: 03727 / 950-230

E-Mail: gesundheitsamt@landkreis-mittweida.de

Internet: http://www.landkreis-mittweida.de

Träger: Landkreis

Angebote: Beratung alleinerziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung für Kinder und Jugendliche, Beratung für psychisch Kranke, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Telefonische Beratung

 

 

Verfahrensbeistände:

 

Rechtsanwälte:

 

Gutachter:

 

Carola Wagner

Diplom-Psychologin 

07743 Jena

sogenannte GWG

Beauftragung am Amtsgericht Altenburg, Amtsgericht Aue, Amtsgericht Grimma, Amtsgericht Hainichen, Amtsgericht Oschatz, Amtsgericht Pößneck 

Die Diplom-Psychologin  Carola Wagner wird vom Väternotruf nicht empfohlen.

 

 

Betreuer:

 

Marion Reiter

Büro für Betreuungen und Vormundschaften

Kastanienstr.21

09669 Frankenberg

Telefon: 037206 / 74118

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Amtsgerichtsbezirk

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

 


 

 

 

Ein echter Polizist und ein falscher Angeklagter vor Gericht

Amtsgericht Hainichen verurteilt Beamten wegen Hitlergruß und rechten Parolen

Von Petra Schumann

Hainichen. Ein Polizist, der im Vollrausch "Sieg Heil" skandiert haben soll, eine falsche Person auf der Anklagebank, Zeugen, die erstaunliche Gedächtnislücken offenbaren, ein Staatsdiener, der verurteilt wird, ein Inhaftierter, der zum Teil freigesprochen wird: Der Prozess um ein folgenreiches Saufgelage in Frankenberg, der diese Woche am Amtsgericht in Hainichen lief, war gespickt mit pikanten Details. Angeklagt waren drei Frankenberger Männer wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. M., der zurzeit eine Haftstrafe verbüßt und in Handschellen in den Gerichtssaal geführt wurde, sollte sich zudem wegen Körperverletzung verantworten. Er war der einzige Angeklagte, der schwieg und seinen Anwalt dafür bemühte.

Rückblick: Am 16. März 2008, einem Sonntag, hatte sich um die Mittagszeit eine Hand voll Männer, durchaus auch im gestandenen Alter, an einem Kiosk in einem Frankenberger Wohngebiet versammelt. Einige hatten schon reichlich dem Gerstensaft zugesprochen. Laut sei es zugegangen, sagte der Verkäufer. Die Stimmung habe sich hochgeschaukelt, auch die Angeklagten M., wegen Körperverletzung in mehreren Fällen in Haft, und T., der Bundespolizist auf Probe, hätten gepöbelt und gegrölt, rechte Liedtexte, "Sieg Heil" gerufen und den Arm zum Hitlergruß erhoben. Ihm sei die Sache dann zu bunt geworden: "Ich habe ihnen kein Bier mehr verkauft und den Laden früher als üblich zugemacht", sagte er. Die Aussage des Verkäufers im Kiosk deckt sich mit der aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Doch dann die erste Verunsicherung. Nein, den dritten Mann auf der Anklagebank kenne er nicht, versichert der Verkäufer. Kann er auch nicht: Wie sich bereits bei der Aufnahme der Personalien zu Beginn der Verhandlung herausgestellt hatte, war ein Namensvetter versehentlich geladen worden. Den Richtigen erkannte der Verkäufer sitzend in den Zuschauerreihen. Die folgenden vier Zeugen offenbarten teils erhebliche Erinnerungslücken. Der 28-jährige B. spricht "von keinen besonderen Vorkommnissen". Aber genau erinnern könne er sich nicht, da er ziemlich alkoholisiert gewesen sei. Er kenne den Polizisten aus der Schulzeit, M. vom Ansehen her. Geschlagen, nein geschlagen habe man ihn nicht. Erst auf Nachfragen des Richters Christoph Kuhn räumt er eine "kleine Meinungsverschiedenheit" mit M. ein. Der habe ihn geschubst und da sei er ausgerutscht. Der Vorwurf der Körperverletzung war damit vom Tisch. Auch Zeuge zwei, ein 30-jähriger Arbeitsloser, wollte nichts anderes als Fußballlieder gehört haben. Auf die Frage nach seinem alkoholisierten Zustand an dem Tag antwortete er: "Na normal, ich hatte ordentlich geladen." Der Anwalt des Polizisten beantragte Freispruch für seinen Mandanten, da er am Wahrheitsgehalt der Aussage des Verkäufers starke Zweifel hege, zumal diese durch keinen der Zeugen ausdrücklich untermauert worden seien. T. und auch M. "schworen" noch vor Urteilsspruch, nichts Unrechtes getan zu haben. Doch Richter Kuhn allein fehlte der Glaube. Das Urteil für T., der nun mit einschneidenden beruflichen Konsequenzen rechnen muss: Er soll eine Geldstrafe in Höhe von 2200 Euro zahlen und dazu die Kosten des Verfahrens tragen. M. kommt aufgrund seines geringen Verdienstes in der Justizvollzugsanstalt mit einer Geldstrafe in Höhe von 240 Euro davon. Für ihn ging die Verhandlung auf Staatskosten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt von T. erwägt, in Berufung zu gehen.

 

 

 

Schwarzes Schaf

Staatsdiener unter Druck

Von Petra Schumann

Ich will nicht richten, kann nicht urteilen, nur fragen: Wie viel Privatsphäre hat ein Mensch, der im Fokus der Öffentlichkeit steht? Wer nimmt den Bürgermeister, den Arzt, den Polizisten, ja selbst den Journalisten nicht als solchen wahr - egal wo immer er gerade ist und was er tut? Wann ist man im Dienst, wann hat man Freizeit? Für jenen, den es betrifft, sicherlich nicht immer einfach, mal ganz privat zu sein. Und deshalb sollte man jene einfach auch mal lassen. Im Fall des verurteilten Polizisten allerdings sollte man angesichts der Schwere der Vorwürfe keine Milde walten lassen. Ein Polizist und rechte Parolen, das geht einfach nicht zusammen - egal ob in der Freizeit oder im Dienst. Darüber sollte man reden und nach einer rechtskräftigen Verurteilung Konsequenzen ziehen. Es wäre jedoch jetzt falsch, den Stab über einem gesamten Berufsstand zu brechen. Es ist nicht die Polizei, es war ein einzelner Beamter, der "Sieg heil" grölte. Eben das berühmte schwarze Schaf.

Der Falsche am richtigen Ort

Vertauschte Personalien am Amtsgericht offenbar sehr selten

Hainichen. Die Akte der Kuriositäten am Amtsgericht Hainichen dürfte damit geöffnet sein: Zwei junge Männer mit gleichem Namen wohnen im gleichen Ort. Nur durch ein Versehen vom Amts wegen wird der Falsche vor Gericht geladen. "Derart vergleichbare Fälle sind uns nicht bekannt", sagte gestern Till Pietzcker, Pressesprecher des Justizministeriums in Dresden. Wohlweislich, dass keine Statistik solcher oder anderer Peinlichkeiten im Haus geführt wird. Hainichens Amtsgerichtsdirektor Lutz Hasselmann nahm es gelassen: "Der erste Fall ist das nicht. An einem anderen Gericht ist mir das auch schon einmal passiert", sagte er. Statt des Sohnes war der Vater erschienen. "Da sieht man mal wieder, wie notwendig es ist, zu Beginn einer Verhandlung von jedem die Personalien abzufragen. Da fliegen eben solche Irrtümer auf." Der "richtige" Angeklagte indes kommt nicht einfach so davon. "Der wird neu geladen", sagte Lutz Hasselmann. Und was dann auf ihn zukommen könnte, hat er ja diese Woche schon live von der Zuschauerbank aus erlebt. (PS)

 

 

Ministerium hält sich bedeckt

Verurteiltem Polizist droht laut Staatsanwaltschaft die Entlassung

Dresden. Im vergangenen Jahr mussten die sächsischen Staatsanwaltschaften 104 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte einleiten (Stand: 8. Oktober). Die häufigsten Vorwürfe: Körperverletzung oder Strafvereitelung im Amt sowie unterlassene Hilfeleistung. Diese Zahl nannte Innenminister Albrecht Buttolo in einem Antwortschreiben auf eine Landtagsanfrage. Wie viele der Beamten auch wirklich strafrechtlich verurteilt wurden, weiß man jedoch nicht. "Leider führt unser Haus keine entsprechende Statistik zur Verurteilung von Polizisten", teilte gestern auf Anfrage Frank Wend, Pressesprecher im Innenministerium Dresden, mit. Auch die Frage nach möglichen Konsequenzen für verurteilte Polizeibeamte ließ er unbeantwortet. Im vorliegenden Fall des am Hainichener Amtsgerichts zu einer Geldstrafe verurteilten Beamten auf Probe bei der Bundespolizei sagte die Staatsanwältin: "Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entlassung oder Verlängerung der Probezeit." (PS)

Freie Presse, Onlineausgabe, Mittweidaer Zeitung, 31.01.2009

http://www.buendnis-mittweida.de/index.php?id=240&PHPSESSID=goc3cngakkje87s6thd6hq8ll4

 

 

 


 

 

Mittweidaer Neonazis zu milden Strafen verurteilt (FP, 13.06.2007)

Amtsgericht Hainichen sieht rechtsextreme Taten als erwiesen an

Hainichen. Die sechs Angeklagten im Neonazi-Prozess von Hainichen sind mit einem milden Urteil davon gekommen. Stehend und gesenkten Hauptes nahmen sie gestern im Amtsgericht Hainichen ihr Urteil entgegen: Sechs mutmaßliche Mitglieder der inzwischen verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" im Alter von 19 bis 21 Jahren wurden wegen rechtsextremer Straftaten schuldig gesprochen. Anführer Tom W. erhielt eine neunmonatige Haftstrafe, die das Gericht für zwei Jahre zur Bewährung aussetzte. Die übrigen Angeklagten wurden zu Geldstrafen bzw. gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Das Schöffengericht um Richterin Martina Stein sah es als erwiesen an, dass sämtliche Angeklagten während einer so genannten "Stadtstreife" an einem Überfall auf einen Döner-Imbiss in Mittweida im Februar 2005 beteiligt waren. "Das war kein Spaziergang. Auch wenn sie sich nicht für den Überfall verabredet haben, so haben sie bewusst und gewollt gehandelt", so die Richterin. Mit den Urteilen nach dem Jugendstrafrecht blieb das Gericht deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Ankläger Barthel hatte für Tom W. eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten ohne Bewährung beantragt. Marcel P. sollte zehn Monate ohne Bewährung erhalten. Die anderen Angeklagten Bewährungsstrafen zwischen sechs und acht Monaten. Der Verteidiger von Tom W. hatte für seinen Mandanten Freispruch gefordert. Alle übrigen Angeklagten hatten auf einen Rechtsbeistand verzichtet. Ob die Urteile rechtskräftig werden, steht noch nicht fest. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung wollen in den nächsten Tagen prüfen, ob sie in Berufung gehen. Lediglich Sebastian S. kündigte noch im Gerichtssaal an, dass er in Berufung gehen wolle. Er hatte bis zuletzt seine Beteiligung an dem Überfall auf den Döner-Imbiss geleugnet.

Christel Arnold von der Jugendgerichtshilfe kommentierte das Urteil so: "Ich bin nicht unzufrieden, schließlich laufen noch weitere Verfahren. Da ist es gut, wenn der Spielraum im Strafrahmen nach oben offen bleibt." Sie hatte den meisten der Angeklagten zuvor schädliche Neigungen attestiert.

"Das Urteil ist viel zu milde. Ich bin enttäuscht", sagte Opfer Zeynel Ayazkög, den die Verurteilten brutal überfallen und mit einer Eisenstange verletzt hatten.

Quelle: Freie Presse, 13. Juni 2007, von Gregor Tschung

* Veröffentlicht am 20.06.2007

http://www.amal-sachsen.de/news.php?article=435

 

 

 


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