Väternotruf informiert zum Thema
Amtsgericht Remscheid
Familiengericht
Anträge nichtverheirateter Väter zur kostenlosen gerichtlichen Bestätigung der gemeinsamen Sorge gemäß Artikel 6 Grundgesetz, des Urteils des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vom 03.12.2009 und des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes vom 21.07.2010 nehmen die zuständigen Mitarbeiter/innen des Amtsgerichtes gerne entgegen und bemühen sich um schnellstmögliche Erledigung, denn es ist ihnen eine Herzensangelegenheit Diskriminierungen schnellstmöglich zu beenden.
Amtsgericht Remscheid
Alleestraße 119
42853 Remscheid
Telefon: 02191 / 796-0
Fax: 02191 / 796-510
E-Mail: poststelle@ag-remscheid.nrw.de
Internet: http://www.ag-remscheid.nrw.de
Internetauftritt des Amtsgerichts Remscheid (06/2010)
Informationsgehalt: akzeptabel
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: vorhanden mit Stand vom 01.01.2010 - http://www.ag-remscheid.nrw.de/wir_ueber_uns/geschaeftsverteilungsplan/index.php
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Direktor am Amtsgericht Remscheid: Paul-Dieter Dudda (Jg. 1951) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 23 / Direktor am Amtsgericht Remscheid (ab 01.03.2007, ..., 2010) - war im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.11.1982 als Richter am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Remscheid:
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beschäftigen am Amtsgericht Remscheid 15 Richter/innen und ca. 70 Beamte und Angestellte.
Das Amtsgericht Remscheid ist zuständig für die Kreisfreie Stadt Remscheid
Jugendamt im Amtsgerichtsbezirk:
Jugendamt Remscheid - Kreisfreie Stadt
Väterhilfe Remscheid
August Mustermann
Musterstraße 1
42853 Remscheid
Telefon: 02191 / ...
E-Mail: august.mustermann@web.de
Wenn Sie Interesse haben, hier als Ansprechpartner der Väterhilfe Remscheid aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de.
Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de
Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.
Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen, Rechtsanwälte, Richter, Verfahrensbeistände und Gutachter?
Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de
Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk
Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de
Richter:
Dr. von Wolfram Borzeszkowski (Jg. 1966) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab , ..., 2008, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 17.04.2001 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. RP online 19.09.2008 ("Frau im Schlaf sexuell missbraucht – Bewährung.")
Namensgleichheiten mit anderen Personen haben keine Bedeutung und sind mit Sicherheit rein zufällig. Borzeszkowski, Horst-Heino v.; Wahsner, Renate: Infinitesimalkalkül und neuzeitlicher Bewegungsbegriff oder Prozeß als Größe. - In: Jahrbuch für Hegelforschung 2002/2003 / Schneider, Helmut [ed.]. - Sankt Augustin: Academia Verlag, 2004, p. 197-271
Paul-Dieter Dudda (Jg. 1951) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 23 / Direktor am Amtsgericht Remscheid (ab 01.03.2007, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.11.1982 als Richter am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt.
Tanja Fries (Jg. 1972) - Richterin am Amtsgericht Remscheid (ab 28.10.2003, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.09.2000 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt.
Rainer Hamann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1948) - weiterer aufsichtführender Richter am Amtsgericht Remscheid (ab , ..., 1988, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 1982 ab 02.11.1980 als Richter am Amtsgericht Solingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 als weiterer aufsichtführender Richter am Amtsgericht Remscheid ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt aufgeführt - soll offenbar geheim bleiben.
Uwe Intorf (Jg. 1949) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab 31.07.1980, ..., 2010)
Barbara von Kalckreuth (Jg. 1966) - Richterin am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 24 (ab 10.06.1999, ..., 2010)
Stefan Löhr (Jg. 1965) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 25 (ab 21.12.2000, ..., 2010)
Yvonne Römer (Jg. 1965) - Richterin am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 26 (ab 11.12.1997, ..., 2010)
Harald Sauter (Jg. 1948) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab 30.11.1982, ..., 2010)
Dr. Uta Stiefken (Jg. 1962) - Richterin am Amtsgericht Remscheid (ab 07.11.1994, ..., 2010)
Richter auf Probe:
Torsten Joecker (Jg. 1976) - Richter/Staatsanwalt auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf (ab 02.01.2007, ..., 2010) - 2010: abgeordnet als Richter auf Probe an das Amtsgericht Remscheid
Frank Hübner (Jg. 1975) - Richter/Staatsanwalt auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf (ab 13.08.2007, ..., 2010) - 2010: abgeordnet als Richter auf Probe an das Amtsgericht Remscheid
Larisch - Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf (ab 02.01.2007, ..., 2010) - 2010: abgeordnet als Richterin auf Probe an das Amtsgericht Remscheid
Planken - Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf (ab 02.01.2007, ..., 2010) - 2010: abgeordnet als Richterin auf Probe an das Amtsgericht Remscheid
Abteilungen am Familiengericht Remscheid:
23 F - Paul-Dieter Dudda (Jg. 1951) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 23 / Direktor am Amtsgericht Remscheid (ab 01.03.2007, ..., 2010) - war im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.11.1982 als Richter am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt.
24 F - Barbara von Kalckreuth (Jg. 1966) - Richterin am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 24 (ab 10.06.1999, ..., 2010)
25 F - Stefan Löhr (Jg. 1965) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 25 (ab 21.12.2000, ..., 2010)
26 F - Yvonne Römer (Jg. 1965) - Richterin am Amtsgericht Remscheid / Familiengericht - Abteilung 26 (ab 11.12.1997, ..., 2010)
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Remscheid tätig:
Tamara Brockmann (Jg. 1974) - Richterin am Amtsgericht Remscheid (ab 21.12.2004, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.2001 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt.
Dirk Büddefeld (Jg. 1962) - Richter am Landgericht Wuppertal (ab 26.04.2004, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 25.07.1995 als Richter am Amtsgericht Remscheid aufgeführt.
Angela Glatz-Büscher (Jg. 1962) - Richterin am Amtsgericht Moers / Direktorin am Amtsgericht Moers (ab 01.11.2007, .., 2009) - zuerst in Wuppertal. Ab 1994 Richterin am Amtsgericht Remscheid. Ab 1999 Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.2001 unter dem Namen Angela Glatz als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Mettmann aufgeführt. Vom 31.01.2005 bis 31.10.2007 Direktorin am Amtsgericht Geldern.
Christian Matthias Gollos (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf / 5. Senat für Familiensachen (ab , ..., 2009) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 16.11.1998 als Richter am Amtsgericht Remscheid aufgeführt.
Dr. Thomas Künzel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richter am Amtsgericht Mettmann / Direktor am Amtsgericht Mettmann (ab , ..., 2010, 2011) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 22.05.1998 als Richter am Landgericht Wuppertal aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 28.04.2005 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Remscheid aufgeführt.
Dr. Peter Lässig (Jg. 1968) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab 13.07.2001, ..., 2008)
Hermann Lehmberg (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Richter am Amtsgericht Solingen (ab , ..., 2008, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.09.1997 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Remscheid aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 03.09.1997 als weiterer aufsichtführender Richter am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.
Helmut Neuhaus (Jg. 1937) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab 01.09.1970, ..., 2002)
Hans Saßenhausen (Jg. 1944) - Richter am Amtsgericht Remscheid (ab 14.04.1978, ..., 2002) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 14.04.1978 als Richter am Amtsgericht Remscheid aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008/9 nicht mehr eingetragen.
Edda Seidel (Jg. 1941) - Richterin am Amtsgericht Remscheid (ab 23.05.1996, ..., 2002)
Rolf Söhnchen (geb. 27.02.1942) - Richter am Amtsgericht Remscheid / Direktor am Amtsgericht Remscheid (ab 11.09.1987, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 11.09.1987 als Direktor am Amtsgericht Mettmann aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 11.09.1987 als Direktor am Amtsgericht Remscheid aufgeführt.
Rechtspfleger:
Umgangspfleger:
No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Remscheid (ab 01.09.2009, ..., )
Ergänzungspfleger:
Ergänzungspfleger die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtspflegschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf.
Geeignete Einzelpfleger können Sie erfragen unter: www.vee-ev.de
No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Remscheid für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
Vormund:
Ehrenamtlich geführte Vormundschaften führen wir hier nicht auf.
Jugendamtsmitarbeiter die ersatzweise im Rahmen einer vom Jugendamt geführten Amtsvormundschaft tätig sind, führen wir beim örtlich zuständigen Jugendamt auf.
Vom Jugendamt geführte Amtsvormundschaften können auf Grund einer Doppelzuständigkeit des Jugendamtes für Vormundschaft und Jugendhilfeleistungen zu Problemen führen und sind daher im allgemeinen nicht zu empfehlen. Vorgezogen werden sollte daher eine vom Jugendamt unabhängige professionelle Einzelvormundschaft. Geeignete Einzelvormünder können Sie erfragen unter: www.vee-ev.de
No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Remscheid (ab 01.09.2009, ..., )
Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:
Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)
Erziehungs- und Familienberatung
a) in Freier Trägerschaft
b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung
Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.
Verfahrensbeistände:
Rechtsanwälte:
Maria Bandick-Hols
Rechtsanwältin
Baddenberg 8
40882 Ratingen
Telefon: 02102/ 870 850
Fax: 02102/ 870860
E-Mail: info@bandick-hols.de
Homepage: www.bandick-hols.de
Alexander Heumann
Fachanwalt für Familienrecht
40211 Düsseldorf
Am Wehrhahn 23
Telefon: 0211 /1646068
E-Mail: info@familien-u-erbrecht.de
Gutachter:
Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land e.V.
c/o Sana Klinikum Remscheid
Burger Str. 211, 42859 Remscheid
Tel.: 0 21 91 / 13 - 59 60; Fax: 0 21 91 / 13 - 59 69
Mitarbeiter/innen:
Birgit Köppe-Gaisendrees - Leiterin der Beratungsstelle, Traumatherapeutin
Elke v. Scherenberg - Kinder-und Jugendlichen-Psychotherapeutin
Martina Eul - Dipl.-Pädagogin, Psychodrama-Therapeutin
Martin Roggenkamp - Dipl.-Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut
Ruth Winzen - Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin / Neuropädiatrie
Die Einrichtung "Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land e.V." wird dem Amtsgericht Langenfeld durch das Jugendamt Langengeld für die Erstellung eines "familienrechtlichen Gutachtens" empfohlen. Wer bei dem eingetragenen Verein "Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land e.V." Aufträge des Gerichtes zur Erstellung eines Sachverständigengutachtens übernehmen würde, ist dem Väternotruf derzeit nicht bekannt. (12/2007)
Jürgen Brand
Diplom-Pädagoge
"Praxis für Systemanalyse und Familientherapie"
Hochdahler Markt 15
40699 Erkrath
Beauftragung als Gutachter am Amtsgericht Essen, Amtsgericht Langenfeld, Amtsgericht Mettmann, Amtsgericht Remscheid, Amtsgericht Solingen, Amtsgericht Wipperfürth, Amtsgericht Wuppertal und Oberlandesgericht Düsseldorf - 6. Senat
(ab , ..., 2007, ..., 2010)
Bestellung als Verfahrenspfleger / Verfahrensbeistand am Amtsgericht Ratingen (2010), Amtsgericht Solingen (2009), Amtsgericht Wermelskirchen (2007), Amtsgericht Wuppertal
Hauptberuflich ist der Diplom-Pädagoge Jürgen Brand anscheinend als Gutachter für diverse Familiengerichte tätig. Empfiehlt in dieser Eigenschaft einem Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen und damit aus einem Teilbereich der elterlichen Sorte auszugrenzen. Sicher keine gute Referenz für einen DGSF-zertifizierten Familientherapeuten, dafür aber gibt es 85 € die Stunde von der Justizkasse. Wie sagte doch Karl Marx so schön: "Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; ..." - http://www.glanzundelend.de/auswahl/marxengelszitate.htm
Der Diplom-Pädagoge Jürgen Brand wird vom Väternotruf nicht empfohlen.
Väteraufbruch für Kinder e.V.
Kontaktstelle im Amtsgerichtsbezirk
Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de
Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.
Sonstige:
Psychologische Beratungsstelle der Stadt Remscheid
Hastener Straße 15, 42855 Remscheid
Tel.: (0 21 91) 16 36 60 oder 16 38 88, Fax: (0 21 91) 16 36 37
Links:
Remscheid
Frau im Schlaf sexuell missbraucht – Bewährung
VON BERND GEISLER - zuletzt aktualisiert: 19.09.2008
Remscheid (RP) Wegen sexuellen Missbrauchs an einer zum Widerstand unfähigen 23-jährigen Frau verurteilte das Remscheider Schöffengericht gestern einen 24-jährigen Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Der Angeklagte hatte gestanden, mit der Geschädigten Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben, während sie schlief.
Die heute 19-jährige Stieftochter war auf eigenen Wunsch von Anfang an als Zuhörerin bei dem Prozess dabei. Foto: rpo
Die Folgen dieser Aktion waren beträchtlich: Die Frau wurde schwanger und gebar neun Monate später einen Jungen. Sie musste ihre Ausbildung unterbrechen.
Sie fühle sich auch anderthalb Jahre nach der Tat noch „dreckig und beschmutzt“, sagte die Anwältin der als Nebenklägerin auftretenden Geschädigten gestern während der Hauptverhandlung. Auf die Zeugenaussage der Frau wurde deshalb auch verzichtet, zumal der Angeklagte in vollen Umfang geständig war.
Staatsanwältin und Nebenklägerin hatten einmütig wegen der „Folgen für das ganze Leben der Geschädigten“ eine Freiheitsstrafe von drei Jahren für den Angeklagten gefordert. Sie hätte aufgrund ihrer Höhe nicht zur Bewährung ausgesetzt werden können.
Richter Dr. Wolfram von Borzeszkowski konstatierte in seiner Urteilsbegründung aber keine kriminelle Energie des 24-Jährigen. Angeklagter und Geschädigte kannten sich seit 2002. Zwischen ihnen herrschte ein freundliches Verhältnis. Anfangs hatte der Angeklagte versucht, enger mit der Frau zusammen zu sein; das hatte sie abgelehnt. Der Angeklagte übernachtete öfters in der Wohnung der Geschädigten auf der Couch. Zu Übergriffen kam es nie. Bis auf das Karnevalswochenende 2007.
Beide hatten getrunken, die Frau legte sich im Nachthemd ohne Unterwäsche ins Bett, der Angeklagte daneben. Nach seiner Aussage hatten sich beide vor dem Einschlafen noch unterhalten. Später sei er aufgewacht und habe sich auf die Frau gelegt. Sie sei erst aufgewacht, als es zum Samenerguss gekommen war. Er habe sich sofort zurückgezogen. Die Frau bemerkte erst drei Monate später ihre Schwangerschaft. „Da war es zu spät für einen Schwangerschaftsabbruch“, betonte ihre Anwältin. Drei weitere Monate vergingen, bis die Frau Anzeige erstattete. „Es tut mir sehr leid“, sagte der Angeklagte. „Ich stehe dafür ein. Ich bin bereit, Unterhalt zu zahlen.“
Widerruf der Bewährung möglich
Nunmehr müsse dem Angeklagten, der zurzeit arbeitslos ist und nur einen Ein-Euro-Job hat, Gelegenheit gegeben werden, seinen Unterhaltsverpflichtungen auch wirklich nachzukommen, erläuterte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Er belehrte den Angeklagten, dass auch eine Unterhaltsverletzung zum Widerruf der Bewährung führe.
Der Angeklagte nahm das Urteil an. Die Staatsanwältin wollte sich dazu noch nicht äußern.
Remscheid verteidigt "Staatsanwalt vor Ort"
Von Christoph Elles
Grabenkämpfe zwischen Staatsanwaltschaft und Gerichten kann sich die Justiz nicht leisten. Entsprechend regiert beim alten Streitfall, dem Pilotprojekt "Staatsanwalt vor Ort", nun allseitige Vorsicht.
Es braucht jedoch keinen Psychologen, um zu erkennen, dass die jüngsten Äußerungen des Leitenden Oberstaatsanwaltes Helmut Schoß im Amtsgericht Remscheid sauer aufgestoßen sind.
Mitte Februar, beim Jahresempfang der Wuppertaler Strafverfolger, schoss Schoß - und zwar wieder mal quer in Richtung Projekt. Angesichts knappen Personals und steigenden Pensums sei es nicht gerade günstig, dass einer seiner Staatsanwälte nach Remscheid ausgewandert sei, deutete Schoß behutsam an.
Dieses Argument will Paul-Dieter Dudda, Direktor des Amtsgerichts Remscheid, nicht gelten lassen: "Der Staatsanwalt vor Ort erledigt seine Arbeit in Remscheid mindestens genau so gut wie in Wuppertal", erklärte Dudda nun beim Jahres-Pressegespräch des Landgerichts am Freitag. "Er bearbeitet im Prinzip die gleichen Akten."
Solche Widerworte können, so wahr sie auch sein mögen, neue Verstimmungen nach sich ziehen. Und so fügte Landgerichtsdirektor Josef Schulte eilig hinzu: "Die Nöte von Herrn Schoß sind durchaus nachvollziehbar." Zwar sei der Staatsanwalt vor Ort "ein fruchtbares Konzept", doch dessen personellen Auswirkungen möge doch bitte die Staatsanwaltschaft mit der Justizministerin klären.
Roswitha Müller-Piepenkötter gilt als Befürworterin des Projekts, verkürzt es doch mutmaßlich die Zeitspanne zwischen Straftat und Verurteilung eines Jugendlichen. "Kein Praktiker bestreitet, dass eine zügige Abwicklung ganz entscheidend ist", stellte auch Josef Schulte klar.
Selbst Helmut Schoß hatte eingeräumt, das Projekt könne "einen kleinen Vorteil" bringen. Kein Wunder, dass nun auch das Amtsgericht Solingen daran teilnehmen will. "Die Solinger haben signalisiert, dass sie das Projekt gerne erproben möchten", erklärte Josef Schulte. Weitere Standorte im Bezirk seien jedoch nur schwer vorstellbar: "Das Amtsgericht Wuppertal ist zu groß, Mettmann und Velbert sind zu klein."
Allerdings sei von einer breiten Ausweitung auch nicht die Rede, betonte der Landgerichtsdirektor. Und kleidete wohl ungewollt eine mögliche Hauptsorge der Wuppertaler Strafverfolger in Worte: "Bei einer flächendeckenden Einführung müsste man die Staatsanwaltschaften ja parziell auflösen."
Artikel vom: 04.03.2008